UEFA Euro 2016 – Erkenntnisse vor den Viertelfinalspielen
Was uns bisher aufgefallen ist: Frankreich mit Gruppensieg weiter, allerdings mit Last Minute-Toren, im Achtelfinale gegen Irland mit Drehung des Spiels, aber nicht restlos überzeugend. Wales wird trotz der von England mit brachialer Gewalt erzwungenen Niederlage zum Geheimtipp, überzeugend gegen ein völlig zerfallendes Russland, England schon in Not. Deutschland holprig gegen die Ukraine, die durchaus Torchancen hatte – inklusive Boateng-Großtat, völlig enttäuschend gegen Polen: keine Wege, keine Mittel, keine Tore, die Polen selbst clever ins Achtelfinale gegen eine nicht chancenlose Schweiz, die aber erneut das Elfmeterschießen vergurkt. Deutschland und speziell Thomas Müller sichert sich gegen Nordirland das zweifelhafte Prädikat „Chancentod“. Nur 1:0 trotz 27:0 Torschüssen.
Kroatien spielt gut, überzeugt, trifft, gewinnt sogar nach Rückstand gegen Spanien und sichert sich den Gruppensieg, um dann in einem der oft apostrophierten Abnutzungskämpfe kurz vor dem Elfmeterschießen von Portugal ausgeknockt zu werden. „La Furia Roja“ zunächst überzeugend und treffsicher, aber mit einer absolut unnötigen Niederlage gegen den Gruppensieger. Der Glanz ist dahin, der Teamspirit wankt, so dass Italien mit einer abgezockten Leistung und einem 2:0 das Achtelfinale für sich entscheidet. Geheimfavorit Belgien findet erst nach der überraschenden Niederlage gegen Italien seine Form und erreicht erwartungsgemäß das Achtelfinale, allerdings zum Glück als Gruppen-Zweiter, was den leichteren Turnierbaum zum Finale bedeutet. Nach dem 4:0 gegen völlig neben sich stehende Ungarn klarer Final-Kandidat. Die Gruppe F ist die schwächste Gruppe der EM, aber auch die absolute Wundertüte. Ungarn ist nach dem Überraschungssieg gegen Österreich schon fast durch, muss sich aber trotzdem mit zwei Unentschieden über die Runden quälen. Portugal lässt trotz Ronaldo jeglichen Glanz vermissen, zudem gelingt kein Sieg. Island ist das Überraschungsteam schlechthin: unglaublicher Team-Spirit, der bekanntermaßen Bäume versetzen kann, aufopferungsvoller Kampf, eine unglaubliche Chancenverwertung und das notwendige Glück machen das nur 330.000 Tausend Einwohner zählende Inselvolk auch nach dem Brexit 1 mit dem unerwarteten Brexit 2 über England zum Angstgegner jedes Taktik-Fanatikers.
Ausblick: Portugal setzt sich trotz Lewandowski, der noch nicht getroffen hat, entweder überzeugend oder wieder mit Dusel (spätes Tor/Elfmeterschießen) gegen Polen durch, wobei der Ronaldo-Faktor und das Überraschungsmoment unberechenbar, aber ausschlaggebend sein dürften. Wales gegen Belgien ist trotz Gareth Bale (bisher bester Schütze mit drei Treffern) eine klare Sache, wenn sich die Nachbarn erneut spielerisch steigern und den notwendigen Druck auf die kantigen Abwehrreihen erzeugen. Deutschland könnte gegen Italien natürlich endlich seinen Finalrunden-Lapsus bereinigen. In bisher vier Turnieren (1970 in Mexiko, 1982 im WM-Finale, 2006 im Halbfinale der WM zu Hause und 2012 wiederum im Halbfinale der EM „allein“ gegen Mario Balotelli) gelang noch kein einziger Sieg. Das sollte sich bald ändern, wobei z.B. Joshua Kimmich sicherlich gar nicht weiß, worum es bei dem vermeintlichen „Trauma“ überhaupt geht und was es bedeutet. Deshalb sollte genau jenes, bevor es speziell die italienische Presse noch mehr ausschlachtet, schnellstmöglich und deutlich beendet werden. Frankreich gegen Island: was kann man dazu sagen? Dieses Spiel am Sonntag darf man nach dem bisherigen Verlauf der EM auf keinen Fall verpassen und sollte sich nicht wundern, wenn es nach zehn Minuten 1:0 für Island steht. Was sich Frankreich als Gastgeber dann einfallen lassen müsste, wird hoffentlich jenseits der Fähigkeiten des englischen Teams liegen. Oder es gibt tatsächlich die nächste Überraschung. Und womöglich ein Halbfinale Deutschland gegen Island…
Wiederholungserfolg beim T3 in Düsseldorf
Mit einer um mehr als zwei Minuten verbesserten Gesamtzeit konnte das Team „Nur fliegen ist schöner“ um Laufmonster und Abschlussläufer Harald, zusammen mit Nadia als Schwimmerin und Freund Alex auf der Radstrecke, den Vorjahreserfolg beim diesjährigen Triathlon in Düsseldorf in der Staffel-Kurzdistanz wiederholen, ja sogar toppen. Denn neben der Mixed-Wertung ging am letzten Sonntag auch die Gesamtwertung mit einer Zeit von 1:15:59 Std. an das Erfolgsteam. Insbesondere Radfahrer Alex mit einer um mehr als zwei Minuten schnelleren Radfahrzeit gegenüber dem Vorjahr sorgte für die insgesamt schnellere Endzeit. Da hatten auch die wenigen zwei bzw. vier Sekunden langsameren Zeiten von Nadia im Becken des Düsseldorfer Medienhafens inklusive Treppenaufstieg sowie bei Haralds abschließenden 5 Km-Lauf keine negativen Auswirkungen.
Letzterer konnte auf der kurvigen Strecke zwar ständig überholen, aber seine Zeit beim Citylauf in Grevenbroich zwei Tage zuvor (2. Gesamtplatz in 18:13 Min.) aufgrund der Enge, bedingt durch die vielen Starter, nicht ganz bestätigen. Erwähnenswert sind die jeweilig überlegenen Bestzeiten gegenüber allen Staffeln auf der Radstrecke (34:01 Min.) und der Laufdistanz (18:39 Min.) sowie der harte Kampf von Nadia im Wasser mit einem nicht ganz passenden Neoprenanzug und den zahlreichen wild kraulenden Mitschwimmern. Zeitliche Verbesserungen lassen sich zukünftig mit Sicherheit noch in der langen Wechselzone (auch die Schwimmer und Radfahrer müssen hier viel laufen) realisieren, insbesondere auch bei der Chipübernahme.
Unterstützt und anschließend zusätzlich mit selbst designten Pokalen geehrt wurde das Team von den treuen Fans, namentlich Bjarne, Alexa, Heidi, Moni und Markus, die auch noch lange Zeit auf der Wiese des Landtags für die offizielle Siegerehrung ausharrten. Nach derselben ging es dann zügig ins „Eigelstein“, um bei vernünftiger Küche, „Elektrolytgetränken“ und toller Stimmung den Sieg der deutschen Nationalmannschaft mitzuverfolgen und ein zweites Mal an diesem Tag ordentlich zu feiern.
Weitere Informationen hier.
Köln Marathon: Preissprung zum 1. Juli
Bis zum 30. Juni 2016 einschließlich gelten noch die Frühbucherrabatte für den Jubiläumsmarathon. Da heißt es den morgigen Tag zu nutzen und sich final anzumelden.
Der Marathonstartplatz ist aktuell noch für 80 statt 85 Euro zu haben. Der Halbmarathon kostet ab dem 1. Juli 56 Euro – und nicht mehr 52 Euro wie bisher. Die Startgebühr für die Firmenstaffel, bei der sich 4 Läufer die 42 Kilometer teilen, steigt von 155 auf 165 Euro.
Beim 20. Jubiläum des RheinEnergieMarathon Köln können sich die Starter der Einzelwettbewerbe auf einen schicken Startbeutel und ein Jubiläums-Kölschglas von Reissdorf freuen.
Hinweis von Jan Broniecki
In drei Wochen: 35. Stundenlauf der TFG Nippes
Da die Internetpräsenz der TFG Nippes zur Zeit nicht erreichbar ist, veröffentlichen wir für alle Interessenten auch an dieser Stelle den Aufruf zur Teilnahme am traditionellen Nippeser Stundenlauf, dieses Jahr am 19. Juli immerhin bereits in der 35. Auflage. Jeder Teilnehmer ist dabei explizit aufgefordert, einen Rundenzähler für sich oder auch seinen Kameraden zu organisieren bzw. für ebendiesen im Rahmen der nacheinander stattfindenden Rennen selbst mitzuzählen. Dies gilt jedoch nur für klassische Einzelstarts. Die antretenden Zweier-Teams werden Einzelläufern als Rundenzähler zugelost, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Für alle Tandem- bzw. Team-Meldungen gibt es Preisnachlässe – siehe Details weiter unten. Nachstehend der geplante Ablauf:
Startzeiten:
ca. 17.00 Uhr: Stundenlauf für Frühstarter mit 6 Minuten Kleinkinderlauf (4 bis 7 Jahre) und 15 Minuten Kinder- und Schülerlauf (7 bis 15 Jahre)
ca. 18.30 Uhr: Stundenlauf für Spätstarter
Startgeld:
Kleinkinderlauf kostenfrei
Kinder- und Schülerlauf 4,- €
Stundenlauf 12,- €
Teamlauf (2 Personen)* 20,- €
Nachmeldung 2,- €
* Das Startgeld verringert sich für das Team auf 16 €, wenn sich einer oder beide Teilnehmer auch als Rundenzähler zur Verfügung stellen. Der Start erfolgt getrennt (siehe Startzeiten). Der zu zählende Teilnehmer wird ausgelost (keine gegenseitige Rundenzählung innerhalb des Teams).
Anmeldung (mit beigefügtem Anmeldezettel):
Per E-Mail an: Dieter Grote oder telefonisch: 0221/745621 (auch für Informationen oder Absagen)
Briefpost: Dieter Grote, Grüner Hof 2, 50739 Köln
Voranmeldung bis 10.07.2016, Nachmeldungen sind bis 30 Min vor Start erwünscht.
Regelwerk:
Die Runden werden mittels Rundenzähler festgehalten (schriftliches Rundenprotokoll). Der Wettkampf wird durch ein Signal beendet bzw. im Falle der Kinderläufe angesagt. Die Teilnehmer müssen beim Signal sofort ihren Lauf beenden und auf der Bahn an der Stelle wo sie geendet haben stehen bleiben. Der Rundenzähler wird danach die gelaufenen Meter nach letztmaligen überlaufen der Ziellinie bei Zielschluss ermitteln.
Rundenzähler
Jeder Teilnehmer wird gebeten, einen Rundenzähler mitzubringen, der vor dem jeweiligen Lauf einem anderen Läufer/Läuferin zugelost wird. Eine begrenzte Zahl an Rundenzählern wird gestellt. Nimmt der Rundenzähler ebenfalls am Stundenlauf teil (Regel siehe Startgeld), wird ein Rabatt auf das Startgeld gewährt. Läuft der Rundenzähler nicht mit, erhält der laufende Teilnehmer einen Rabatt von 2,- €.
Siegerehrung:
Erfolgt etwa ab 20.30 Uhr im Jugendvereinsheim der Turn- und Fechtgemeinde 1878 Köln- Nippes e.V. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde. Die drei besten Frauen und Männer, die Altersklassensieger und Kinder bekommen jeweils eine Medaille.
Der Veranstalter übernimmt keine Haftung für Personen- und Sachschäden. Änderungen im Ablauf der Veranstaltung – insbesondere organisatorischer oder witterungsbedingter Art – behält sich der Veranstalter vor.
Siege der Rhein-Berg Runners in Köln und Overath

Lukas Schommers und Sebastian Linden souverän
Für rund 2.200 Läufer fiel am Freitagabend der Startschuss zur 7. Auflage des Kölner Altstadtlaufes. Die Hauptwettbewerbe bildeten ein 5 km- Lauf und zwei 10 km-Läufe mit unterschiedlichen Leistungsanforderungen. Die Laufstrecke ist eine 5 km Runde und führt vom Start/Zielbereich am Heumarkt aus durch die Altstadt und rund um den Rheinauhafen. Die Strecke hat somit einige Passagen mit Kopfsteinpflaster, ist wellig und kurvenreich. Die schwülen Temperaturen trugen außerdem dazu bei, dass die Veranstaltung nicht für Bestzeiten geeignet war. Über die 10 km-Distanz gingen für die Bunert/Rhein-Berg Runners Lukas Schommers und Ralf Teicher an den Start, über die 5 km-Distanz Rene Grass.
Zu Beginn des 10 km-Toplaufes setzte sich Christian Müller von der CJD Frechen an die Spitze, verfolgt von Lukas Schommers, der abwartend dicht dahinter blieb. Ab km 2 erhöhte Schommers sein Tempo und übernahm die Führung, die er dann auch ausbauen konnte. Nach der ersten Runde und 17:25 Minuten durchlief Schommers bereits mit einem Abstand von 17 Sekunden den Start/Ziel-Bereich am Heumarkt. Ohne weitere Tempoerhöhung konnte der Abstand in der 2. Runde weiter vergrößert werden. Im Ziel betrug der Vorsprung dann 1:01 Minute Vorsprung auf Christian Müller und sogar 2:49 Minuten auf Jens Thater aus Köln. Der Zieleinlauf mit einer umjubelten Schlussrunde am Heumarkt belohnte Schommers für seinen ungefährdeten Gesamtsieg in der Kölner Altstadt.
Ralf Teicher belegte den 5. Gesamtplatz und gewann seine Altersklasse M45. Rene Grass belegte im 5km-Rennen den 8. Platz und den 2. Platz in der Altersklasse M45.
Der Overather Stadtteil Vilkerath veranstaltete am Sonntag den 26. Juni die 6. Auflage des Viertelmarathons. Die Strecke hat – bedingt durch die Namensgebung – eine Länge von 10,5 km und besteht aus einem Rundkurs der 3,5 mal absolviert werden muss. Nach einer Einführungsrunde folgen drei jeweils 3 km lange Runden. Die Strecke verläuft teilweise über Asphalt und über Waldboden, der aufgrund des Dauerregens am Vortag an manchen Stellen aufgeweicht war. Zusätzlich musste auf den drei großen Runden jeweils um einen Wendepunkt gelaufen werden.
Für die Rhein-Berg Runners stellte sich Sebastian Linden der Aufgabe, auf dieser Strecke eine gute Platzierung zu erreichen. Direkt zu Beginn des Rennes startete ein Läufer mit hohem Tempo und konnte schnell Abstand zwischen sich und die erste Verfolgergruppe bringen, in der sich auch Sebastian Linden befand. Nach dem ersten Kilometer setzte Linden sich an die Spitze der Verfolgergruppe und machte Tempo. Schnell wurde klar, dass keiner aus der Gruppe das von Linden angeschlagene Tempo mitgehen konnte, sodass er ab lm 3 alleine hinter dem Führenden lief. Im weiteren Rennverlauf merkte Linden, dass der Führende sich aufgrund seines sehr schnellen Anfangstempos offenbar verkalkuliert hat.
Ungefähr bei km 6 konnte Linden den Führenden dann überholen und lief ab dem Zeitpunkt ein einsames Rennen bis zum Ziel. Während der letzten 1,5 Runden konnte Linden seinen Vorsprung sogar noch weiter ausbauen. Schlussendlich überquerte Sebastian Linden die Ziellinie als Sieger mit 1:13 Minuten Vorsprung und einer Nettozeit Zeit von 38:56 Minuten.
Pressemitteilung von Rene Grass
Foto: Winfried Schommers
Schlüsselerlebnis beim Mutscheid Mountain Man
Der Mutscheid Mountain Man („MMM“), ein 19,4 km langer und mit 400 HM anspruchsvoller und abwechslungsreicher Landschaftslauf im Höhengebiet von Bad Münstereifel, bildet den Abschluss der vierteiligen Eifel-Ahr-Bergcup-Serie.
Meine Neugierde war bereits durch Berichte über die ersten drei Läufe geweckt worden. Daher bedurfte es keiner großen Überredungskünste seitens Christiane und Sabine mehr, um mich und mein Auto kurzfristig für die Teilnahme zu gewinnen. So konnten wir übrigens auch endlich wieder einmal als Damenmannschaft die Laufmonster vertreten!
Aber bereits die Anreise am Samstagnachmittag bei strömendem Regen verhieß nichts Gutes, sodass wir das Rennen schon mal prophylaktisch in „Mud-scheid“- oder wahlweise „Matsch-scheid“-Lauf umtauften.
Nach der Ankunft in Bad Münstereifel-Esch dann der Schlamassel in Vollendung: Kurze Hektiksituation beim Aussteigen. Wagentüren zu. Kofferraumdeckel zu. Autoschlüssel? Drinnen auf der Hutablage! Oh, bitte lass es nicht wahr sein… Anstatt mit dem nahenden Start musste ich mich mit der Frage beschäftigen: Wie knackt man ein Auto? Meine Notlage verbreitete sich lauffeuerartig auf dem Veranstaltungsgelände bis hin zum Organisator und Moderator Hajo Dederichs, der sofort seinen Bruder (=Autoschlosser) anrief und mich nebenbei mit sanftem Druck zum Laufen ermunterte: „Lauf! Wir freuen uns über jeden Finisher. Keine Sorge, das mit dem Auto kriegen wir hin. Versprochen!“
Mit wackeligen Knien ging ich also an den Start. Einerseits überwältigt von der spontanen Hilfsbereitschaft der Eifeler, aber auch mit dem Rest eines schlechten Gewissens: Soll ich meinem Vergnügen nachgehen, während andere mir aus der Patsche helfen?
Ich schaffte es nach einiger Zeit, abzuschalten, mich der Natur hinzugeben und den Lauf zu genießen. Der Regen hatte ausgesetzt und optimale Luftbedingungen hinterlassen. Dass einem der matschige Untergrund die Schuhe teilweise von den Füßen sog – geschenkt. Drei Anstiege von je ca. 100 m Höhendifferenz nebst entsprechenden Abstiegspassagen musste das wetterbedingt sehr übersichtliche Teilnehmerfeld bewältigen, das übrige Profil war locker-wellig. Es wechselte sich Asphalt mit unbefestigten Naturpassagen und Waldwegen ab.
Ich fieberte dem Ziel entgegen und erhielt sogleich von Hajo meinen zwischenzeitlich befreiten Autoschlüssel als Trophäe. Mir fielen Felsbrocken vom Herzen!
Apropos Fels: Insgesamt durften wir – nach kurzer Nachfrage – je einen Steinpokal für die AK-Plätze 2 (Christiane und Sabine) und 3 (Anja) sowie für Platz 1 in der Mannschaftswertung der Damen unser Eigen nennen. Ach ja, nicht zu vergessen die zwei Sixpacks Fassbrause, die keine der siegreichen Herrenmannschaften gegen wenigstens eines ihrer Kölsch(!)-Pakete zu tauschen bereit war. Aber dafür gewannen Christiane und Sabine in der Cup-Wertung je einen weiteren Steinpokal und eine Flasche Wein für ihre 1. AK-Plätze. Da kam ordentlich was zusammen! Fürs leichtere Einladen fuhr ich extra „den besagten Wagen“ vor, den der Moderator noch mit so manch spöttelnder Bemerkung bedachte.
Fazit: Sehr empfehlenswerte Veranstaltung. Laufstrecke mit viel Panorama. Nette Helfer. Persönliche und herzliche Organisation. Motto: Geht nicht gibt’s nicht – die knacken sogar Autos. Wir frisch gebackene „Mutscheid Mountain Women“ haben sicher nicht zum letzten Mal teilgenommen.
Ganz lieben Dank auch noch einmal Hajo Dederichs und seinem Bruder für die spurenlose Wiederbeschaffung meines Schlüssels!
Extrem – Extremer – Zugpitz Ultratrail
Mittlerweile bin ich ja in meinem fortgeschrittenen Alter zu einem gestandenen Ultraläufer geworden. Mehr als 50 km zu laufen ist ja das eine, steigern lässt sich das Ganze aber auch noch im Trailrunning-Bereich und nennt sich dann zurecht „Ultratrail“. Hier gibt es sogar eine Deutsche Meisterschaft vom DUV, bei der ich unlängst Silber in meiner Altersklasse beim Bilstein Utramarathon gewonnen hatte. Die Veranstaltung über 65 km und 1800 Höhenmeter sollte allerdings nur eine Durchgangsstation zum Jahreshöhepunkt sein, dem ZUT (Zugspitz Ultratrail).
Bei diesem Event werden mehrere Streckenlängen angeboten von knapp 26 km, über 40 km, 60 km, 82 km und die Hauptstrecke (auch die teilnehmerstärkste) mit fast 102 km und fast 6000 Höhenmetern. Alle Strecken starten an unterschiedlichen Orten, überwinden aber zumindest den Osterfelderkopf (2050 m) unterhalb der Alpspitze. Die gesamte Runde wurde im Vergleich zu den Vorjahren nochmals um 1-2 km verlängert und mit zusätzlichen Höhenmetern gespickt, da Abweichungen aufgrund von Streckensperrungen nötig wurden. Dazu gleich mehr.
Ich hatte mir also nach dem verkürzten 70 km Lauf vom letzten Jahr bei Schnee und Regen nun vorgenommen, die gesamte Runde zu versuchen. Dafür war ich auch ein verlängertes Wochenende in den Alpen trainieren, denn das auf und ab zu testen ist wichtiger als die Länge der Einheiten. Wie alle anderen Teilnehmer hoffte ich dieses Jahr auf nicht wieder so unterirdisches Wetter. Zwar hielt wieder die Schafskälte in reduzierter Form Mitte Juni Einzug, doch waren die Temperaturen zwischen 10 und 17 Grad im Tal ok und es sollte auch bis in den Abend überwiegend trocken bleiben. Das Terrain war jedoch aufgrund des anhaltenden schlechten Wetters im Frühjahr und der verspäteten Schneeschmelze noch sehr anspruchsvoll und matschig. So sollte knapp ein Drittel der gestarteten Ultraläufer den Lauf unterwegs aufgeben bzw. aus dem Zeitlimit von 26 h fallen.
Morgens um 7:15 Uhr stand ich also in Grainau mit einem Kollegen zusammen etwa in der Mitte des Starterfeldes und es ging los. Wellig auf Seitenwegen zum Eingang der Höllentalklamm bei KM 2 und dann erst leicht, kurz später schon steiler bergan. Hier gingen wir schon überwiegend mit Stockeinsatz und ich setzte mich etwas von meinem Laufkollegen ab. Dann folgten einige wellige KM über den Höhenweg Richtung Eibsee, diesen Abschnitt kannte ich noch vom Wandern. VP1 kam mir noch zu früh und ich ließ ihn rechts liegen und schon ging es schlammig und steil bergan. Richtung Hochthörle stieg die Strecke bald über eine ehemalige Skipiste von 1000 m auf 1600 m an, wir passierten die Grenze nach Österreich.
Hier war die Strecke schon viel anspruchsvoller als erwartet. Immer wieder Skihänge oder knackige Trails gefolgt von entsprechenden Bergabpassagen bis hin zur Ehrwalder Alm bei KM 25. Hier hatten wir schon 1850 Höhenmeter absolviert. An der Ehrwalder Alm erwartete mich meine Familie und ich begrüßte Frau und Kinder mit Bussi (dafür ist bei so einem Lauf ausreichend Zeit) und verabschiedete mich sogleich auch wieder bis zum nächsten Tag, denn ich würde erst nachts ins Ziel einlaufen, wenn ich es denn schaffe.
Nun kam wieder etwas Neues, die Umleitung, wieder mal die Skipiste hoch, zu den Issentalköpfen. Dort waren wir auf >1800 m Höhe und sollten diese Höhe nun über viele KM nicht mehr unterschreiten. Durch die Höhe, das hochalpine Gelände und teilweise Schneefelder war die Strecke hier sehr anspruchsvoll. Über das Feldernjoch (erstmals über 2000 m) ging es zum höchsten Punkt der Strecke bei 2150 m. Irgendwann kam dann endlich der Downhill zur Rotmoosalm. Hier konnte ich es trotz 40 km in den Beinen gut laufen lassen und fühlte mich auch noch entsprechend gut.
Nach einer Talsohle auf 1200 m mussten wir allerdings über das Scharnitzjoch noch einmal den Gebirgskamm überqueren. So ging es über Wald, dann matschige Wiesen, wieder ins karstige Hochgebirge und bei kühlem Nebel und teils leichtem Tröpfeln passierten wir noch einmal die 2050 m Marke. Was nun kam, war ein absolutes Highlight: Auf der Nordseite liegt in den meisten Jahren um diese Zeit noch ein ausgedehntes Schneefeld, so auch dieses Jahr. Hier mussten wir im Downhill runter. Als Hilfe war ein 300 m langes Seil von der Bergwacht gespannt. Ich, wie die meisten anderen auch, versuchte es hier mit Skifahren auf Laufschuhen. Dabei stürzte ich zwar auch, außer eiskalten Fingern aber ohne Folgen. Allein für dieses Erlebnis hatte sich ein solcher Trailrun schon gelohnt.
Hier waren auch die ersten Passagen, die ich noch aus dem letzten Jahr kannte. Damals wurde die Strecke verlegt und wir mussten „nur“ über das Scharnitzjoch, allerdings ohne Schneefeld, dafür mit matschigem Neuschnee. Das Wasser lief damals in Sturzbächen die Steige hinunter, das war dieses Jahr angenehmer. Über Wiesen und einen langen Steig ging es runter bis auf 1000 m und im Tal erreichten wir bei KM 55 den Hubertushof, ein wichtiger Streckenpunkt. Zum Einen ist hier Medizincheck und die Möglichkeit über einen deponierten Drop-Bag Klamotten zu wechseln (ich hatte keinen deponiert). Zum Anderen folgt nun nach dem hochalpinen ein ruhigerer Abschnitt.
Mir ging es immer noch gut und ich lief erstmal im 5:10er Schnitt die nächsten flachen Kilometer. Ab KM 60 setzten allerdings Magenprobleme ein, die zu einer richtigen Krise führen sollten. Mir lag alles schwer im Magen, ich konnte nichts mehr verwerten, und somit schwand nach und nach die Energie. Das änderte sich auch nicht nach dem nächsten Verpflegungspunkt und so schleppte ich mich, wieder auf deutscher Seite, zum Ferchensee. Bei diesem VP holte mich mein Kollege wieder ein, der auch letztes Jahr deutlich vor mir im Ziel war. Er motivierte mich und gemeinsam begaben wir uns auf die nächsten Kilometer, einen neuen Abschnitt. Es ging nun etwas besser.
Wir durchliefen Schloss Elmau und es ging hinauf Richtung Eckbauer. Am Anstieg konnte ich den anderen nicht mehr folgen und der Magen drückte wieder und ließ die Höhenmeter zur Qual werden. Die Strecke stieg zwar um nur 300 Höhenmeter an doch oben begann das Kopfkino: Noch über 25 km und dabei noch der >1000 Höhenmeter Anstieg zur Alpspitze. Das würde ich im aktuellen Zustand nicht schaffen. Aussteigen? Eine Option. Aber hier war kein VP zum Abmelden. Da, eine Bank. Gefühlte 15 Minuten Pause, ganz in Ruhe getrunken. Ok, bis zum nächsten VP an der Partnachalm schleppe ich mich noch. Wieder antraben bzw. gehen. Eigentlich eine herrliche Ecke hier. Blick zurück und Aussicht auf das Schloss, dabei ein paar letzte Sonnenstrahlen. Weit und breit kein Läufer. Was mache ich hier?
Dann kam die Wende. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam dann doch noch mal einer und sprach mich auf die tolle Aussicht an. Ich: „Kann ich nur leider nicht genießen. Mir geht es zu schlecht. Der Magen!“ Dann seine entscheidende Antwort: „Ach was! Du ziehst das jetzt durch! Denke immer, der Schmerz ist nur temporär! Der Stolz, der vergeht nie!“ Wo er recht hatte, hatte er recht. Aussteigen kann ich doch immer. Also Kilometer für Kilometer denken. Und nun ging es auch erstmal bergab und das ging immer noch ganz gut. Also lief ich wieder richtig runter bis auf 850 m zur Partnach, über die Klamm, eigentlich wieder ein unglaublich schöner Abschnitt. Da zahlen andere Geld für. Nun noch 1 km und 150 Höhenmeter bis zur Partnachalm, VP8, und selbst bergauf ging es wieder einigermaßen.
An der Verpflegungsstelle – hier gab es leider keine Cola mehr – nahm ich nur Brühe und Obst, nix mehr von dem süßen Energy-Zeug. Mein Magen schien es zu mögen. Nur noch etwas über 20 km (allerdings 1300 Höhenmeter). Es ging wieder, die Zuversicht stieg. Allerdings fluchte ich auf den nächsten 5 km, dass es immer wieder leicht bergab ging – das muss ich doch alles wieder hoch. Ich war doch schon bei 1000 m, was soll ich nun wieder bei 900 m? Vielleicht hätte ich den Höhenmesser an meiner Uhr vorher besser nicht aktiviert.
Endlich begann der steile Steig hoch zum Kreuzeck. Sehr trailig, umgestürzte Bäume mussten über- oder unterquert werden, und es regnete mittlerweile. Dazu wurde es dunkel, es war 21:30 Uhr. Unfassbar, wie schnell an so einem Tag bei so einem lauf die Zeit vergeht. Die schnellsten waren längst unter der warmen Dusche. Aber ich hatte noch einen Berg zu bezwingen. Es gab nun nur noch eine Verpflegungsstelle an der Talstation Lengenfelderalm, die es aber zweimal zu passieren galt, im Anstieg und im Abstieg. Gefroren hatte ich noch nicht, aber das kam nun.
14 km vor dem Ziel war ich an der Station auf 1600 m. Ich brauchte Energie, verpflegte mich entsprechend, es goss in Strömen und war vielleicht noch 9-10 Grad. Lange Sachen an und Regenjacke, gar nicht so einfach bei dem Wetter und in dem Zustand. Aber ging unter dem Zeltdach. Kopflampe auf. Naja, war schon mal heller. Kurz vor das warme Gebläse, wo aber schon drei davorstanden und -saßen und nicht mehr viel warme Luft durchkam. Ich muss mich wieder bewegen, trotz des miesen Wetters. Auf geht´s.
Nach 500 Metern sah ich nicht mehr ob meine Kopflampe an oder aus war. Batterien leer. Schöner Mist. Ich Dussel, hätte ich auch gleich neue Batterien reintun können. Aber Ersatzbatterien hatte ich mit, war ja Pflichtgepäck. Was nun? Zurück? Mich an andere Läufer mit Licht hängen? Da war grad keiner. Und hier mit klammen Fingern ohne Licht Batterien wechseln – unmöglich!! Aber da oben war Licht, eine Station der Bergwacht auf 1800 m. Ich kannte die Stelle vom Wandern. Also weiter. So machte ich den kleinen Abstecher in die mollig warme beheizte Hütte, bat kurz um Asyl, wechselte die Batterien, sah einen verschossenen Freistoß von Ronaldo gegen Österreich, und weg war ich auch wieder. Man war das plötzlich hell! So konnte es weitergehen.
Bei 2050 m hatte ich es geschafft, der Osterfelderkopf, nun (fast) nur noch bergab. Aber der nächste Teil (3 km) am Hang oberhalb des Höllentals sollte anspruchsvoll sein und war vor 3 Wochen noch unpassierbar. Die ersten beiden Kurven und dann kam der geniale Blick ins Tal auf das beleuchtete Grainau. Da muss ich „nur noch“ hin. Noch 9 km, 93 km in den Beinen. Allerdings: Ich auf 2000 m, Ziel auf 750. Das heißt was. Hochkonzentriert ging es weiter. Niemand überholte mich mehr, aber ich sammelte einige ein. Steine, Regen, Pfützen, Schneefelder, gar noch ein bissiger kurzer Anstieg. Das Smartphone brummte. Abpfiff bei Österreich gegen Portugal, 0:0. Kurz vor 23 Uhr also. Schaffe ich nicht bis Mitternacht, dazu ist der Abstieg zu technisch. Andererseits kenne ich die letzten 6 km gut.
Nun wusste ich, dass mich nur noch ein Sturz vom Finish abhalten konnte. Der Energielevel war wieder super, die Beine ebenfalls. Eigentlich unglaublich nach 96 km. An der Lengenfelder Alm bei VP10 gab es daher nur kurz 2 Becher Cola und dann den Jägersteig runter. Hier lief ich so schnell es ging, ohne im Dunkeln bei 30% Gefälle einen Sturz zu riskieren. Mehr als 10 Läufer holte ich noch, teils Supertrail XL Läufer, teils Ultratrailer. Bei fast KM 100 war ich unten, noch 1,8 km ins Ziel, eben, leicht abfallend, Straßen. Und nun die Uhr: 23:49 Uhr. 10 Minuten um „Same-Day-Finisher“ zu werden. Und ab die Post. Es wurden gar nur 8 Minuten.
Sehr schön bei diesem Lauf. Der Veranstalter platziert 200 m vor dem Ziel eine Messmatte, welche dem Moderator jeden einlaufenden Sportler mit Platzierung anzeigt. So wirst Du entsprechend im Zielkanal angekündigt. Nach 16 Stunden, 40 Minuten und 36 Sekunden hatte ich es geschafft. Ich war ZUT Finisher, hatte nebenbei meinen ersten 100er absolviert. Mein Laufkollege war schon 45 Minuten im Ziel und erwartete mich mit seiner Familie. Bei einem ersten Hellen, Hotdog und Schupfnudeln (das war tatsächlich die Nachzielverpflegung) wurde gefeiert. Auch Matthias Leffers von der LLG Nordpark kam weniger als eine Stunde nach mir ins Ziel. Um 2 Uhr war ich dann im Bett. Die letzten Läufer kamen am nächsten Morgen noch ins Ziel, als ich schon wieder mit Familie Richtung Rheinland fuhr.
Es war hart, aber auch ein unglaubliches Erlebnis, das gelaufen und geschafft zu haben. War wohl der bisher härteste ZUT, von 5990 Höhenmetern wurde gesprochen. Meine Uhr hatte 5870 – und 108,63 km – die aber wohl nicht ganz stimmen können. Lang genug war es auf jeden Fall. Trotzdem hat es alles in allem viel Spaß gemacht. Und ich werde es wieder tun. Der Eiger Ultratrail steht nun ganz oben auf meiner Wunschliste. Vielleicht kann ich ja mal weitere Laufmonster motivieren, es gibt schließlich neben dem Hauptlauf immer auch „Volks-, Kinder- und Bambiniläufe“…
Lukas Schommers siegt überlegen beim Altstadtlauf
Es herrschten wahrlich nicht einfache Bedingungen am Freitagabend zum Startschuss des mittlerweile 7. Altstadtlaufes – natürlich mitten in der Kölner City – wo das Läuferherz gleich höher schlägt. Drückende Schwüle, die selbst für die Zuschauer bzw. Nicht-Aktiven unmittelbar spürbar war, lag über der Stadt. Über 2.000 Teilnehmer hatten sich entschlossen, an diesem zumindest von den Wetterverhältnissen annehmbaren Abend – kein sintflutartiger Regen in Sicht – beim Sightseeing-Run auf dem Alter Markt zu starten. Unter ihnen – neben vielen kölschen und rheinischen Laufikonen – auch Lukas Schommers, natürlich für seinen Verein, die wie immer über alle angebotenen Distanzen mit einigen ambitionierten Sportlern angetretenen Rhein-Berg Runners. Und es sollte nach dem Erfolg über 5 km beim Brauweiler Abteilauf, wo er die Konkurrenz in Grund und Boden rannte, erneut der Abend des Vogelsangers werden.
Mit einem kontrollierten und dosierten Antritt hielt er die Konkurrenz wiederum mit einer Minute Abstand in Schach. 35:41 min. lautete seine Siegerzeit vor dem Zweitplatzierten Christian Müller, der in 36:40 min. einlief. Ein Erfolg, der sicherlich einige Zeit nachhallen wird, handelt es sich doch beim Altstadtlauf um eine der renommiertesten Veranstaltungen im Rheinland und der Agentur Pulsschlag um Inhaber Holger Wesseln. Das Feld der insgesamt 1.020 Starter über die Langdistanz brachte natürlich auch eine weibliche Siegerin hervor. Alexandra Tiegel vom TV Refrath konnte in 40:11 min. unbedrängt gewinnen. Wie gesagt – die drückenden Temperaturen drückten auch auf die Zeiten, die in der Spitze eher moderat ausfielen. Trotzdem hatten alle Aktiven ihren Spaß auf dem einmaligen Parcours, der die touristischen Highlights der Kölner Altstadt gekonnt sportlich vereinigt.
Über 5 km überflügelte Liz Roche (ebenfalls TV Refrath) die Konkurrentinnen rund um Alice Lüchtefeld (19:49) und Vielstarterin Claudia Schneider (19:53) relativ knapp in 19:46 min. Belohnt wird Sie neben dem Erfolg mit einem schönen Zieleinlauffoto. Bei den Männern konnte Daniel Singbeil von Bunert seine in Köln einmalige Siegesserie ausbauen und in 16:21 min. ebenfalls mit einer Minute Vorsprung vor „Don Marathon“ Raphael Igrisianu (17:19) sowie Anthony Barraclough (17:25) triumphieren. Top-Zeiten trotz der nicht einfachen Verhältnisse bei einer Großveranstaltung in Köln, die nebenbei dank der Unterstützung der Läufer wie des Namensgebers Sparda-Bank sage und schreibe 50.000 Euro an Spenden für die RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“ bereitstellen kann. Das ist absolut bemerkenswert.
Fotos von Winfried Schommers via Flickr.
Altstadtlauf Köln: Gesamtsiege für Liz Roche und Alexandra Tiegel
Über 2.000 Sportler standen in Köln beim Altstadtlauf insgesamt bei den beiden Läufen über 5 km und 10 km am Start. Die Stimmung war super, die Strecke entlang des Rheins mit Abstecher zum Olympiamuseum und den Kranhäusern imposant und das Wetter trocken, aber zu warm. Daher waren die Zeiten für die meisten spürbar langsamer als sonst. Während für viele Teilnehmer der Spaß und der gute Zweck im Vordergrund stand, wurde im ersten Drittel trotzdem um Gesamt- und Altersklassensiege gekämpft, darunter 13 Aktive vom TV Refrath running team. Vor allem die TVR-Damen hatten die Nase ganz vorne: Gesamtsiegerin über 5 km wurde Liz Roche in 19:46 min. und Alexandra Tiegel in 40:11 min. auf der 10 km Distanz.
Während Tiegel einen ungefährdeten Sieg mit zwei Minuten Vorsprung herauslief, musste sich Liz Roche gegen starke Kölner Konkurrenz durchsetzen. Die 43jährige Irin im TVR-Trikot entschied ein spannendes Finish mit nur drei Sekunden Vorsprung gegen die 24jährige Alice Lüchtefeld (W20/19:49) und Claudia Schneider (W35/19:53) für sich. Es folgten bereits auf Platz fünf, sechs und elf drei weitere TVR-Läuferinnen: Antje Wietscher (1. W60/21:44), Doris Remshagen (1. W45/21:58) und Tanja Causemann (3. W35/24:38). Bei den Männern war Vielstarter Heiko Wilmes als fünfter gesamt in 18:09 min. Sieger der AK M45 und Reinhard Feindt mit 23:39 min in der M65 der Schnellste. Einen Alterklassensieg konnten die Refrather auch über 10 km verbuchen: Beate Gebehart gewann die W55 in 48:30 min.
Weitere Ergebnisse: 5 km – Joachim Uebele (2. M50/22:26), Damian Zehnpfennig (11. M20/23:41); 10 km – Frederik Hartmann (5. M45/41:43), Clauda Feige (11. W40/54:31)
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
Neue PB: André Rinke rennt in Oedt 1.000 Meter in 2:38,20 min.
Die 1.000 Meter stellen schon seit je her einen wichtigen Parameter für die Grundschnelligkeit dar. Leider gibt es diese Bahnlauf-Distanz, die meist von Schülern gelaufen wird, viel zu selten. Für die Mittel- und Langstreckler André Rinke, Martin Groos und Karl-Heinz König vom TV Refrath hatte TVR-Coach Jochen Baumhof beim familiären Sportfest in Grefrath-Oedt am Niederrhein die Vorzeichen auf „Härtetest“ gestellt. Im A-Lauf lief André Rinke nach einem unruhigen Start in der Spitzengruppe vorne mit. Mit forschen 62 Sekunden für die erste Runde spurtete er hinter dem späteren Sieger aus Kenia, Peter Kiprotich (2:34,82) und dem jungen Thomas Hammoor (2:35,76) von der der LAZ Puma Rhein-Sieg die letzten 100 Meter um Platz drei. Den schaffte er auch, auf die hundertstel Sekunde zeitgleich mit David Valentin von der LG Olympia Dortmund: 2:38,20 min. – eine Steigerung um fast sieben Sekunden und erstmals unter die Marke von 2:40 Minuten.
Im B-Lauf fehlten Karl-Heinz König auf den letzten Metern die Körner, um dem Angriff von Volker Büchle abzuwehren. Beide gehören zu den besten AK-Läufern in der M65. Der drei Jahre jüngere Düsseldorfer gewann in 3:15,91 hauchdünn vor König in 3:16:42 min. Groß war die Freude für Martin Groos. Der M60-Läufer steigerte seine persönliche Bestzeit auf starke 3:24,69 min. Immer besser in Form kommt auch der einzige TVR-Sprinter Joachim Uebele. Der 54jährige lief die 100 Meter in 13,88 und die 200 Meter in 28,39 Sekunden.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof

















