Phänomenaler Erfolg für Ultramarathon-Spezialisten vom TV Refrath

16. Platz bei der 24-Std-Lauf WM – Moritz Ehm holt AK-Bronze mit 257 km
Mit Superlativen sollte man sich in der Euphorie einer besonderen Leistung eines Athleten zurückhalten. Aber das, war Moritz Ehm vom TV Refrath running team am letzten Wochenende geleistet hat ist einfach sensationell ! Eine Weltmeisterschafts-Bronzemedaille zu gewinnen … davon hätte der 46jährige in seinem ersten internationalen Auftritt im Nationaltrikot nicht zu träumen gewagt. Doch mit unglaublichen 257,243 gelaufenen Kilometern an einem Tag, die Nacht wurde natürlich ohne Pause durchgerannt, lief Moritz Ehm in der französischen Stadt Albi als bester Deutscher auf einen hervorragenden 16. Platz der Männer bei den Weltmeisterschaften im 24-Stundenlauf. „Ich bin gut 20 Stunden sehr stabil durchgelaufen und habe mich von Platz 80 am Anfang in die Top Ten vorgelaufen. Ich war wie im Tunnel und wusste, dass ich eigentlich zu schnell war“ berichtet Moritz Ehm, dem auch nach zwei Tagen Abstand dieser Extremlauf noch unwirklich vorkommt.
In den letzten drei Stunden des außergewöhnlichen Wettkampfs machten bei dem Refrather Ultramarathonläufer jedoch die Oberschenkel dicht. So musste er wieder ein paar Plätze abgeben. Aber damit konnte Moritz leben. Am Ende fehlten dem vierfachen Familienvater aus Zons nur läppische 900 Meter für den Deutschen M45-AK-Rekord, der bei 258,1 km steht. Das TVR running team hat nicht nur mitgefiebert, sondern ist auch mächtig stolz auf den phänomenalen Erfolg von Vereinskollege Moritz Ehm. Einen ganz besonderen Moment wird er sicher nie vergessen: die Siegerehrung der Altersklasse M45, als ihm die WM-Bronzemedaille überreicht wurde. Schneller waren nur der Norweger Jo Inge Norum und Stijn van Lokeren aus Belgien.

Den anschließenden Urlaub in Südfrankreich im Kreise seiner Familie hat Moritz Ehm mehr als verdient. Das Jahr 2025 wird für das TVR-Ultralaufteam mit den vielen Meisterschaftserfolgen in den Einzel- und Mannschaftswertungen als auch mit dem dritten Platz in der DUV-Bundesliga in die Geschichtsbücher eingehen. 24h-Lauf Weltmeister 2025 wurde Andrii Tkachuk aus der Urkraine mit 294,346 km vor dem Norweger Jo Inge Norum (285,5) und Matti Jonkka (283,7) aus Finnland. Dass Frauen in Relation zu den Männerleistungen immer besser werden, je länger die Distanz oder die Laufzeit ist, ist wissenschaftlich belegt. So ist es nicht verwunderlich, dass drei Frauen innerhalb von 24 Stunden noch weiter als Moritz Ehm gelaufen sind. Weltmeisterin wurde Sarah Webster aus Großbritannien mit 278,6 km vor Holly Ranson (274,1) aus Australien und Miho Nakata (271,9) aus Japan. Insgesamt waren Läuferinnen und Läufer aus 47 Ländern gemeldet.
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Pressemitteilung von Jochen Baumhof/Fotos: Christian Siedler
Esther Pfeiffer und Barnaba Kipkoech unterbieten die Streckenrekorde in Köln

Esther Pfeiffer hat den Generali Köln Marathon 2025 mit einem fantastischen Halbmarathonrennen gekrönt: In 67:28 Minuten pulverisierte sie nicht nur den Streckenrekord, den Sabrina Mockenhaupt 2008 mit 68:51 Minuten aufgestellt hatte, sondern ist jetzt auch die drittschnellste Deutsche überhaupt über die 21,0975 Kilometer. Nur die Rekordhalterin Melat Kejeta (65:18 min) und Konstanze Klosterhalfen (65:41 min) waren jemals schneller als die 28-Jährige von Düsseldorf Athletics.
Einen weiteren Streckenrekord gab es beim Marathon der Männer zu feiern: Der Kenianer Barnaba Kipkoech finishte die 42,195 Kilometer so schnell wie niemand zuvor im Schatten des Kölner Doms: In 2:06:54 Stunden setzte er sich gegen seinen Landsmann Boniface Kibiwott durch, der bis zur 35-Kilometer-Marke geführt hatte, dann aber langsamer wurde, so dass er am Ende in 2:08:15 Stunden fast eineinhalb Minuten Rückstand hatte.
Der 32 Jahre alte Kipkoech, der auch seine persönliche Bestzeit unterbot, verbesserte den Kölner Rekord aus dem Jahr 2012 um 43 Sekunden. Vor 13 Jahren war sein Landsmann Alfred Kering 2:07:37 gelaufen. Zuletzt hatte es in Köln 2016 eine Zeit unter 2:10:00 gegeben. Auch der dritte Platz ging mit Onesmus Kiplimo in 2:08:31 Stunden an einen Kenianer.
„Es war erst mein zweiter Start in Deutschland und mein erster in Köln“, sagte der Sieger hinterher, „das Rennen ist für mich sehr gut gelaufen und die Stimmung hier in Köln war fantastisch. Es sind tolle Menschen hier.“ Insgesamt blieben 5 Läufer unter 2:10:00.
Schnellste Frau war die Äthiopierin Fantu Shugi, die nach 2:29:12 ins Ziel lief. Dies ist die schnellste Siegzeit seit 2015. Der Streckenrekord von 2:25:34 geriet aber nicht in Gefahr. Zweite wurde die Vorjahressiegerin Zinash Mekonnen (Äthiopien) in 2:30:38, als Dritte folgte Faith Chepkoech (Kenia/2:31:00).
Bester deutscher Läufer war ein gebürtiger Kölner, der für den TSV Bayer 04 Leverkusen startet: Jonathan Dahlke erreichte das Ziel auf Platz sieben in 2:18:10. Er war im vergangenen Jahr in London 2:15:42 Stunden gelaufen und sein Plan für Köln war es, „in Richtung neuer Bestzeit zu laufen und dabei das Gefühl zu haben, da ist noch ein bisschen Luft“.
Denn Anfang Dezember plant er schon den nächsten schnellen Marathon. Auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Valencia in Spanien. „Der Plan ist nicht aufgegangen. Ich musste mich brutal ins Ziel fighten. Ab Kilometer 35 war es ein ganz langer Weg. Aber es war trotzdem einfach geil, hier zu laufen und als gebürtiger Kölner bester Deutscher zu sein“, meinte Jonathan Dahlke im Ziel. Immerhin ist er jetzt der schnellste Kölner aller Zeiten.
Das Halbmarathon-Rennen der Männer gewann Jona Bodirsky (TSV 05 Roth) in 63:11 Minuten vor Mamiyo Hirsuato (Äthiopien/63:17) und Tom Thurley (Potsdamer Laufclub/63:56).
Unterdessen konnte Esther Pfeiffer kaum fassen, was sie in Köln geleistet hatte. „Dass es so schnell war, kann ich kaum realisieren“, sagte sie im Ziel. Öffentlich hatte sie vor dem Rennen davon gesprochen, unter 69 Minuten laufen zu wollen. Insgeheim aber habe sie schon mit einer noch schnelleren Zeit geliebäugelt. „Das Training ist so krass gut gelaufen, dass ich zu Hendrik gesagt habe: Eigentlich will ich unter 68 Minuten laufen.“
Ihr Mann Hendrik Pfeiffer hatte dann auch maßgeblichen Anteil an der Leistungssteigerung, die ihr in Köln gelungen ist. Vor dem Rennen stand ihre Bestzeit bei 69:15 Minuten. Nachdem Hendrik sie durch den Kölner Regen und Wind geführt hatte war sie 1:47 Minuten schneller. „Die Bedingungen waren alles andere als leicht. Der Regen macht mir nichts aus, der Wind schon. Aber zum Glück ist ja Hendrik die ganze Zeit vor mir gelaufen“, sagte Esther Pfeiffer, die in Köln nur sechs Männern den Vortritt lassen musste.
Eine der ersten Gratulantinnen war die entthronte Streckenrekordlerin Sabrina Mockenhaupt. Die 44-Jährige hatte sich für den Halbmarathon beim Generali Köln Marathon noch einmal richtig gut in Form gebracht: In 77:26 Minuten lief sie auf den fünften Platz und freute sich für ihre Nachfolgerin als Streckenrekordlerin: „Ich bin meinen Streckenrekord bei genauso einem Wetter gelaufen, deshalb habe ich vor dem Start zu Esther gesagt, dass es heute ihr Wetter ist.“
Afrikanische Spitzenläufer am Start

Am kommenden Sonntag verwandelt sich die Domstadt wieder in eine große Laufarena – und das mit so vielen Teilnehmern wie nie zuvor: 37.053 Meldungen für den Generali Köln Marathon bedeuten einen neuen Rekord und einen Zuwachs von über 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sportlich sollen beim Marathon die Siegerzeiten des vergangenen Jahres übertroffen werden, auf der Halbmarathondistanz können sogar die Streckenrekorde fallen.
Esther Pfeiffer, amtierende Deutsche Meisterin über die Halbmarathon- und 10-Kilometer-Distanz, wird wieder in Köln am Start sein. Mit einer Bestzeit von 1:09:15 Stunden nimmt sie den Streckenrekord aus dem Jahr 2008 von 1:08:51 Stunden, gehalten von Sabrina Mockenhaupt, ins Visier. Bei den Männern zählen Jona Bodirsky (PB 1:02:59 Stunden) und Mamiyo Nuguse Hirusato (Sieger des Frankfurt Halbmarathon 2024 in 1:02:46 Stunden) zu den Favoriten. Auch hier könnte der Streckenrekord von 1:03:00 Stunden aus dem Jahr 2010 in Gefahr geraten.
Beim Marathon stehen 15 afrikanische Top-Athleten am Start, neun Männer und sechs Frauen. Ziel ist es, die Vorjahreszeiten (Männer: 2:12:37 Stunden, Frauen: 2:29:41 Stunden) deutlich zu unterbieten. Vorne zu erwarten sind die beiden Kenianerinnen Risper Chebet (PB 2:23:45 Stunden) und Faith Chepkoech (PB 2:26:22 Stunden). Bei den Männern sind Jonathan Maiyo (2:04:56 Stunden) und Douglas Chebii (02:06:31 Stunden) – ebenfalls aus Kenia – favorisiert.
Bester deutscher Starter ist Jonathan Dahlke (TSV Bayer 04 Leverkusen), der im Frühjahr seinen ersten Marathon in London in einer Zeit von 2:15:42 Stunden finishte: „Der Halbmarathon in Kopenhagen vor einigen Wochen ist mit 1:04:23 Stunden sehr gut gelaufen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass ich eine Zeit von unter 2:14:00 Stunden schaffen werde.“
„Wir haben in diesem Jahr die Elitefelder bewusst internationaler und stärker zusammengestellt. Bei den Männern streben wir eine Zielzeit von unter 2:10 h und bei den Frauen von unter 2:30 h an. In den nächsten Jahren wollen wir dann die beiden Streckenrekorde beim Marathon ins Visier nehmen,“ sagt Markus Frisch, Geschäftsführer der Kölner AusdauerSport GmbH.
Das Rennen wird am Sonntag von 8:25 bis 14:00 Uhr live auf dem YouTube-Kanal des Generali Köln Marathon übertragen.
Meldezahlen auf Rekordniveau
„Wir erleben gerade die neue Lust am Laufen: einfach mal raus, Schuhe an und los. Communities wie Milers Colonia oder Run Squad Cologne bringen frischen Wind in die Szene. Und erfreulicherweise haben immer mehr Frauen den Köln Marathon für sich entdeckt. Gerade nach der großen, coronabedingten Delle entwickelt sich der Laufsport wieder zu einer boomenden Sportart. Wir werden wieder mehr, jünger und lebendiger“, schätzt Markus Frisch die aktuellen Entwicklungen bei den Meldezahlen ein.
Die Entwicklungen im Detail:
Marathon: 10.952 +42,6% zum Vorjahr, beste Meldezahl seit 2006
Halbmarathon: 20.383 +11,7%, Melderekord
Staffelmarathon: 3.876 (969 Teams) +19,6%
Schulmarathon: 1.218 (174 Teams) +61%
Kinderlauf: 623, +18,4%
Durchschnitts-Alter Frauen: Marathon, 34,7 (2019: 38,9 Jahre), Halbmarathon 34,4 Jahre (2019: 36,6 Jahre)
Durchschnittsalter-Alter Männer: Marathon 36,4 Jahre (2019: 41,1 Jahre), Halbmarathon 38,8 Jahre (2019: 40,3 Jahre)
Frauenanteil: Marathon 25,2% (2019: 24,1%), Halbmarathon 46,6% (2019: 42,9%)
Haltung zeigen
Der Köln Marathon und seine Sponsoren setzen ein Zeichen für soziale Verantwortung. Titelpartner Generali sammelt über die Spendenmatte auf der Aachener Straße Gelder für die eigene Initiative The Human Safety Net. Auch Projekte wie R(h)ein Inklusiv und Grenzenlos in Bewegung sind dabei und engagieren sich für den guten Zweck. Zudem unterstützt die REWE Group, die mit über 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Start geht, die HistiozytoseHilfe e.V. Insgesamt werden beim Generali Köln Marathon rund 60.000 Euro Spendengelder generiert.
Hotspots an der Strecke mit neuem Partner: den Detroit Lions
30 Hotspots entlang der 42 Kilometer sorgen für Stimmung für Teilnehmer und Zuschauer. Mit dabei ist ein neuer, außergewöhnlicher Partner, dem American Football Club Detroit Lions. Die Lions haben den europäischen Markt für sich entdeckt und wollen mit dem Engagement ihre Marke bekannt machen und neue Fans gewinnen. Sie werden sich beim km 16 mit einem Hotspot präsentieren – mit Maskottchen Leo Löwe und einem DJ für echte Stadion-Atmosphäre inklusive Verlosung eines signierten Trikots und eines signierten Footballs vom deutschstämmigen Wide Receiver Amon-Ra St. Brown.
Bildunterschrift (v.l.n.r.): Markus Frisch (GF der Kölner AusdauerSport GmbH, Jonathan Dahlke (Marathonläufer), Jörg Linder (Head of Media Relation Generali Deutschland)
GL-Stadtlauf Heimspiel für das TVR running team mit 4 Podestplätzen

Bei perfekten Wetterbedingungen und voller Hütte rund um den Konrad-Adenauer-Platz im Herzen von Bergisch Gladbach war ein Großaufgebot von starken Läuferinnen und Läufern vom TV Refrath gemeldet. Doch bevor gerannt wurde, versammelten das Running Team vor der Villa Zanders zum gemeinsamen Fotoshooting mit den beiden Clubsponsoren Jörg Engels (engels-der-maler.de) und Markus Fischer (VR Bank Bergisch Gladbach-Leverkusen). Und als um 19.30 Uhr der Startschuss zum Hauptlauf fiel, war schnell klar: Das wird ein TVR-Schaulaufen vor heimischem Publikum.
Fulminantes Comeback von Cara Zollenkopf nach 10 Wochen Verletzungspause
Vom ersten Meter an gab es keinen Zweifel. Cara Zollenkopf lief einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg entgegen. Nach 30:45 min. für die neue 9 km Distanz hatte die Topathletin einen satten Vorsprung von über 5 Minuten. Dabei ist die 27jährige Langstrecklerin nach über zwei Monaten Laufpause erst wenige Tage wieder im Training. Im Ziel hatte Cara dann auch nur sechs Männer vor sich. Riesig freute sich auch Danni Schneider (36:39 min.) als Dritte der Frauenwertung. Dahinter platzieren sich drei weitere TVR-Läuferinnen in den Top Ten: Anne Päffgen (4./1. W50/37:00), Simone van Raak (6./1. W45/37:48) und Karin Janz (9./1. W55/41:06) – jeweils mit AK-Siegen.
Geschlossene TVR-Männer-Riege von Platz drei bis Platz sieben
Die Favoriten Maciek Mierecko (1. in 28:36) und Noureddine Mansouri (2. in 28:37) machten den Gesamtsieg unter sich aus. Doch dann folgte die TVR-Armada mit Tobias Kratz (3./1. M30/29:42), Kai Willems (4./1. M20/30:05), Tommy Stelzer (5./2. M20/30:28), Arthur Ralenovsky (6./2. M30/32:00), Manuel Skopnik (7./ /1. M50/32:01), Peter Franken (9./2. M35/32:19), Tobias Hohagen (12./2. M40/33:15), Georg Mauthe (13./1. U18/33:16), Irek Meyer (14./2. M50/33:25), Jakob Eberhardt (15./3. M40/34:09), Detlef Jahner (17./1. M60/35:18) und Stefan Köppe (20./4. M40/35:53 min). Sechs TVRler unter den Top Ten und 12 TVRler in den Top 20 – die „Blauen“ waren nicht zu übersehen.
Die Gesamtsiegerin über 3 km ist Malin Hamböcker
Im Gewusel des Hauptlaufes wusste man nicht, wer nur eine Runde oder wer drei Runden laufen wird. So konnte man nicht wissen, auf welchem Platz man liegt. Daher war die Überraschung groß, als die Neu-Refratherin Malin Hamböcker bei der Siegerehrung als Gesamterste aufgerufen wurde. Malin hatte für die 3km mit 12:21 min knapp 50 sek Vorsprung vor Lotte Hoffmann (13.11) von der HSG Refrath/Hand. Zu weit hinten stand Benjamin Mergner am Start. So konnte der 17jährige erst am Ende Gas geben. Der junge Läufer vom TVR running team finishte nach 11:24 min als Siebter.
Weitere TVR-Ergebnisse:
3 km: Christoph Fieberg (1. M60/13:34) und Damian Zehnpfennig (M20/16:55).
9 km: Yvonne Basinski (2. W50/47:31), Matthias Hauck (6. M40/44:49), Georg Husemann (8. M55/44:47), Daniel Kasper (8. M40/41:55), Pascal Präckel (14. M35/44:55), Tina Schmidt (3. W55/43:48), Dennis Strack (6. M35/36:36), Hendrik Thierolf (3. M55/40:39), Andreas Wiebe (1. M55/39:01)
10 km DM in Siegburg: Silber für Sabine Burgdorf und Johannes Ritter

Mit einem großen Aufgebot waren ambitionierte Läuferinnen und Läufer vom TV Refrath running team bei den Deutschen Straßenlauf-Meisterschaften über 10km in Siegburg am Start. Bei sonnigem und etwas zu warmen Wetter im letzten Rennen musste ein durchaus anspruchsvoller zwei Rundenkurs Rund um den Michaelisberg gelaufen werden. Nicht jeden Teilnehmer lag diese eckig-hügelige Strecke mit teilweise „unrundem“ Bodenbelag.
Das erste Rennen im TVR-Trikot und auf Anhieb Deutsche Vizemeisterin
Nach einer Auszeit von über sieben Monaten begann Sabine Burgdorf im Sommer wieder mit einem strukturierten Training. Daher hatte die Marathonspezialistin bisher noch keinen Wettkampf nach ihrem Wechsel vom ASV Köln zum TV Refrath bestritten. Logisch, dass ihre Erwartungen ohne Leistungstest in der Vorbereitung nicht so hoch waren. Aber Sabine ist eine erfahrene Läuferin. Das bewies sie, als die 44jährige in Siegburg hinter der Favoritin Evgenniia Hermann (36:53) von der LG Baar als Zweite in starken 37:27 min. ins Ziel lief. Dabei war der Abstand hinter ihr zu Platz drei und vier nicht allzu groß. „Nach so kurzer Vorbereitungszeit bin ich sehr froh und ich freue mich, dass ich für den TVR eine Medaille holen konnte“, so Sabine Burgdorf.
Flum vor Ritter – müde Beine gaben den Ausschlag
In der Jagd zur Jahresbestzeit musste Top-Masterathlet Johannes Ritter unfreiwillig drei Tage von der DM die Pole Position in der Deutschen M60-Bestenliste von seinem Edelkonkurrenten Hardy Flum zurückholen. Dies gelang in 17:03 min über 5.000m auch mit großem Einsatz. Der Preis jedoch war, dass ihm eben dieser Konkurrent mit frischen Beinen am Sonntag vom Start weg davonlief. Auch wenn der Abstand nicht größer wurde, konnte Johannes mit seiner defensiveren Taktik den neuen Titelträger Hardy Flum (36:36) von der LG Hohenfels nicht mehr einholen. Doch sicherte sich Johannes Ritter mit 36:53 min. vor dem Halbmarathon-Vizemeister Robert Jäkel (37:16) die Silbermedaille. Das erfolgsverwöhnte Masterteam blieb als Vierter der Mannschaftswertung hinter den Milers Colonia, der TSG Heidelberg und der SCC Hanau-Rodenbach knapp geschlagen diesmal ohne Medaille.
Starke Top Ten Platzierungen für den TV Refrath
Neben Sabine lief Anne Päffgen ein sehr starkes Rennen. Die Kölnerin im TVR-Trikot war denn auch mit ihrem 5. Platz und einer Netto-Zielzeit von 41:57 min sehr zufrieden und freute sich zudem über ein Foto mit Laufass Mocki, sprich Sabrina Mockenhaupt. Auch Tim Funken lief trotz hoher Trainingsbelastung für den Frankfurt Marathon als 7. der M40 mit Jahresbestzeit (34:27) ein feines Rennen. Neunter in der M60 wurde Detlef Jahner (39:35) und Zehnter der M50 Manuel Skopnik (36:22). Schnellster TVRler war an diesem Tag jedoch Tobias Kratz. Er verbesserte seine Jahres-PB auf starke 33:29 min. Auch Kai Willems kommt wieder in Form. Er war selbst über seine Zielzeit von 35:08 min überrascht. „Da geht noch was!“
Weitere Top-Ergebnisse und Medaillen wären sicher für das TV Refrath running team möglich gewesen. Doch manchmal verhindern Infekte oder Verletzungen einen Start und auch private Termine sind wichtig.
Weitere Ergebnisse:
Marvin Jesinghaus (M20/36:22), Christian Horstmann (15. M40/37:07), Tobias Hohagen (20. M40/38:54), Bruno Scheja (21. M45/41:49), Dieter Pütz (15. M60/42:31), Wilhelm Wölfel (16. M65/45:57) und Hermann Belke (22. M65/50:45)
TVR-Ultramarathonläufer Moritz Ehm wurde für die WM in Frankreich berufen

Nun ist es offiziell. Der Deutsche Leichtathletik-Verband DLV und die Deutsche Ultramarathon-Vereinigung DUV haben Moritz Ehm vom TV Refrath running team für die Weltmeisterschaft im 24-Stundenlauf nominiert. Die Einladung erfolgte am 1. September auf Basis seiner großartigen Leistung Anfang Mai, als der 46jährige Langstreckenspezialist im niederländischen Sittard innerhalb von 24 Stunden unglaubliche 251 km gelaufen war.
„Moritz ist der erste TVR-Läufer, der im Nationaltrikot und bei einer WM starten darf“, freut sich Abteilungsleiter und TVR-Coach Jochen Baumhof mit dem gesamten TVR-Ultrateam, das seit diesem Jahr zu den Top drei Vereinen der deutschen Ultralauf-Szene gehört. Neben Moritz Ehm vom TV Refrath sind noch Eike Kleiner (LG Ultralauf Berlin), Christoph Lux (Spiridon Frankfurt) und Norman Mascher-Apensjö (Die Laufpartner aus Potsdam) nominiert. Die IAU 24H WORLD CHAMPION CHIPS werden am Wochenende 18./19. Oktober in Albi/Frankreich ausgetragen.
Sieg beim 6-Stundenlauf beim Bottroper Ultralauf Festival
Es war etwas mehr als ein Trainingslauf, als Moritz Ehm am letzten Wochenende in Bottrop die 6-Stunden-Challenge mit neuem TVR-Vereinsrekord in 79,682 Kilometer gewann. Als Gesamtsieger hatte er satte 5 km Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. „Ich bin nicht „all in“ gegangen bei meinem Vorbereitungs- Wettkampf für die 24h-Lauf WM in sieben Wochen. Aber wenn ich gewusst hätte, dass mir nur gut 300 Meter für die 80 km-Marke fehlen, wäre ich die letzten Runden etwas flotter gelaufen“, berichtet Moritz am gleichen Abend entspannt. Jetzt hoffen alle Refrather Vereinsmitglieder, dass Moritz gesund bleibt und fit bei der WM für das Team Germany an der Startlinie stehen wird.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof/Foto: Niklas von der Assen
10 km LVN-Meisterschaft – Medaillenregen für das TV Refrath running team

Was für eine großartige Performance für das TV Refrath running team! Bei den Landesmeisterschaften im 10 km Straßenlauf in Eschweiler hatte TVR-Chefcoach Jochen Baumhof gleich 22 Läuferinnen und Läufer in fast allen Altersklassen gemeldet. „Wir waren nicht nur zahlenmäßig das größte Team, sondern mit 15
gewonnen Medaillen mit Abstand sogar der erfolgreichste Verein. 8 x Gold – 4 x Silber – 3 x Bronze – das war die beeindruckende Bilanz in den Einzel- und Mannschaftswertungen.
Lukas Kley in top Form – Zweiter im Gesamteinlauf mit 32:02 Minuten
„Das war ein guter und erfolgreicher Test für die Deutschen Straßenlaufmeisterschaften, die am 7. September in Siegburg stattfinden“, resümierte der Schnellste im TVR running team. Nach verhaltener erster Hälfte mit einer Durchlaufzeit bei 5 km von 16:22 min dreht „Superluke“ kräftig auf und lief den
zweiten 5er in starken 15:40 min. Mit dieser Tempo-Progression hatten die Konkurrenten Maciek Mierecko (3./32:17) aus Erftstadt, und einem Trio der LG Aachen keine Chance. Nur der junge Marokkaner Ayoub Chalguoum vom ASV Köln war als Sieger in 31:12 min eine Klasse für sich.
Sie sind alle AK-Landesmeister: Anne, Karin, Willi, Tim und Lukas
Fünfmal Einzelgold heimsten die TVRler ein: Anne Päffgen (1. W50/41:34), Karin Janz (1. W55/46:16), Wilhelm Wölfel (1. M65/45:16), Tim Funken (1. M40/34:40) und Lukas Kley (1. M30/32:02). Über ihre Bronzemedaille freuten sich Olaf Mennicken (3.M50) mit neuer Bestzeit von 39:30 min., Detlef
Jahner (3. M60), seit langen wieder sub 40min und Hermann Belke (3 .M65) in 48:53 min.
Auch in der Teamwertungen top – 3 x Sieger und 3 x Vize
Während die Männer der LG Aachen in der Gesamt- und AK-M30-M40 Wertung nicht zu schlagen waren und das TVR- Team jeweils den zweiten Platz belegte, standen die TVR-Teams in den Altersklassen M45-M55, M60-M70 und den Frauen W45-W55 ganz oben auf dem „Stockerl“. Vizemeisterinnen wurde das
TVR- Damenteam in der Besetzung Carola Riethausen, Anne Päffgen und Karin Janz.
Neue Hausrekorde für Tommy, Olaf, Bruno, Hendrik und Daniel
Der Rundkurs beim Eschweiler Citylauf ist schnell zu laufen. Leider war die vermessene Ideallinie durch kleinere Baustellenpassagen behindert. Laut Streckenvermesser wurden in der Summe rund 60 Meter zu viel gelaufen. Trotzdem steigerten einige ihre persönliche Bestzeit bei guten äußeren Bedingungen:
Tommy Stelzer (M20) auf 35:15 min., Olaf Mennicken (M50) auf 39:30 min., Bruno Scheja (M45) auf 40:09 min., Hendrik Thierolf (M55) auf 44:14 min. und Daniel Kasper (M40) auf 45:54 min.
Weitere Ergebnisse: Marvin Jesinghaus (9. M20/37:04), Ulrich Schulze-Bergkamen (13. M20/37:57), Arthur Ralenovsky (9. M30/37:04), Peter Franken (4. M35/37:54), Maik Voigt (4. M40/37:14), Moritz Ehm (4. M45/37:00), Andreas Wiebe (5. M55/42:19), Dieter Pütz (5. M60/41:59), Carola Riethausen (5. W20/41:32) und Doris Remshagen (4. W55/49:22).
Pressemitteilung von Jochen Baumhof/Fotos TV Refrath
Halbmarathon Meistertitel für TVR-Masterläufer Johannes Ritter

Deutsche Halbmarathon Meisterschaften in Paderborn – Dramatisches Finale um den Titel in der M60
Sein erstes Rennen in der neuen Altersklasse M60 – nach langer Verletzungspause – war direkt eine Deutsche Meisterschaft. Wie so oft ging der Refrather Erfolgsläufer flott an. Sein direkter Konkurrent, Robert Jäkel vom TuS Lintorf, wurde vor zwei Wochen bereits Deutscher Marathon-Meister. Bis wenige hundert Meter vor dem Ziel lag Johannes in Führung. Dann stürmte Robert von hinten heran, überholte den TVR-Läufer und sah schon wie der sichere Sieger aus.
Doch zur Überraschung aller konnte Johannes Ritter noch einmal kontern und holte sich den Deutschen M60-Meistertitel und damit Gold mit nur einer Sekunde Vorsprung in 1:22:04 zu 1:22:05 Stunden. Enger geht’s nicht. Herzlichen Glückwunsch an beide und auch an den Drittplatzierten Thomas Schneider von der SSG Königswinter.
TVR running: Viele neue Bestzeiten in Berlin – Bonn – Hannover – Prag

Der Wettkampfkalender am ersten April Wochenende war voll gespickt mit attraktiven Laufveranstaltungen. Gleich an acht verschiedenen Orten waren Läuferinnen und Läufer vom TV Refrath running team am Start. Die Wetterbedingungen waren überall gleich frisch mit Temperaturen um die fünf Grad, klarer Luft und sonnig. Nur störte der zeitweise auffrischende Wind den Rhythmus.
Die Kratz-Brüder rocken mit 40.000 Läufern den Berlin Halbmarathon
Berlin ist immer eine Reise wert. Das galt auch für eine kleine Gruppe, die mit viel Spaß und einer Portion Ehrgeiz bei einem der größten Halbmarathonläufe der Welt am Start waren. Besonders Tobias Kratz (M30) hatte sich etwas vorgenommen. Endlich sub 1:15 h ! Das gelang dem Refrather mit 1:14:01 Stunden für die 21,1 km perfekt. Auch sein 10 Jahre älterer Bruder Jan (M40) war mit seinem Lauf unter einem 4er Schnitt und 1:24:27 Stunden sehr zufrieden. Ebenfalls neuen Hausrekord lief Dani Schaeffer, die für ihren Mut belohnt wurde: 1:39:31 Stunden. Drei Minuten schneller war Cornelia Türk. Die vielfache Deutschen W55-Meisterin hat sich nach ihrem Lauf in 1:36:38 Stunden gleich für die Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon, die Ostersamstag in Paderborn ausgetragen werden, angemeldet.
Tommy Stelzer rennt in Bonn im ersten HM gleich 1:19:20 Stunden
Seit Monaten hatte Tommy gut trainiert, um beim Bonn Marathon die Halbdistanz sub 1:20 Stunden zu laufen. Das neue Gesicht im TVR running team hielt sich an die geplante Marschroute und wurde mit 1:19:20 Stunden für seine Disziplin belohnt. Große Freude auch bei Dietmar Stoppenbach und Daniel Kasper. Stoppi rannte nur eine Woche nach seinem Ritt über 100 km schon wieder 1:30:06 und auch Daniel schafft seine Zielzeit, wenn auch knapp: 1:39:47 Stunden.
Hannover Marathon mit DM: Christian knapp drunter – Alex knapp drüber
Für ambitionierte Marathon-Freizeitläufer ist die 3-Stunden Marke immer noch ein großes Ziel. In Hannover hat es Christian Horstmann (M40) mit 2:56:26 Stunden knapp geschafft. Sein TVR-Vereinskollege Alex Krüger (M40) konnte sein Tempo ab km 30 leider nicht mehr halten und finishte nach 3:04:35 Stunden – wie auch Christian mit einer persönlichen Bestzeit. Tim Funken sollte eigentlich der 3. TVR-Mann sein, hat aber nach Infektionen seinen Marathonplan auf Ende April nach Düsseldorf gelegt.
Peter Franken rockt den HM in Prag
Einziger TVRler beim Prag Marathon war Peter Franken. Der 38jährige Odenthaler Polizist lief die Halbdistanz über 21,1 km und nach starken 1:23:40 Stunden in Ziel.
Weitere Finisher vom TVR running team:
Berlin: Dani Schneider (W30/1:42:11) zusammen mit Kai Willems (M20/1:42:11)
TV Refrath Ultra-Team räumt in Berlin bei der 100 km DM ab

Vor den Toren Berlins trafen sich nur fünf Wochen nach der 50 km DM die Super-Ultraläufer in Grünheide. Vom TV Refrath running team waren gleich sechs Langstreckler gemeldet. Die TVR-Mission, auf dem 20 mal zu durchlaufenden 5 km-Rundkurs, möglichst viele Einzel- und Mannschaftsmedaillen zu gewinnen, war wieder ambitioniert.
Lukas Kley läuft mit 7:12:53 Stunden neuen Vereinsrekord – auch Moritz Ehm so schnell wie nie
Das große Ziel, unter der magischen Marke von siebe Stunden zu bleiben, hat Lukas Kley, seit Jahren schnellster TVR-Läufer, nach einem Infekt vor dem Start verworfen. Aber mit seiner Routine und professionellen Einstellung spulte der Informatiker Runde um Runde beim 44. Intern. Ultralauf in der Gemeinde Grünheide ab. Hinter den überragenden Konkurrenten Alexander Bock (6:34:36/LC Rehlingen), Köfo-Ultraläufer Felix Weber (6:41:32/Braunschweig), Stephan Fruhmann (6:54:37) aus Passau und Julian Sinke (7:08:25) aus Leipzig lief der 32jährige Lukas Kley als Fünfter und Deutscher Vizemeister der AK M30 ins Ziel. Der erfahrenste 100 km Läufer im TVR ist Moritz Ehm. Er finishte als Sechster und blieb mit 7:25:36 Stunden ebenfalls unter dem alten TVR-Rekord, den der heutige M45-Läufer 2024 aufgestellte. Auch Moritz durfte sich mit DM-Silber in der AK M45 über eine Einzelmedaille freuen. Zusammen mit Manuel Skopnik holte sich die erste TVR-Mannschaft hinter Braunschweig die Team-DM-Silbermedaille. Seit 2003 war es mit 22:29:55 Stunden die zweitbeste Vereinsleistung bei einer Deutschen Meisterschaft.
Manuel Skopnik holt sich den M50-Meistertitel und führt das TVR-Masterteam zur Goldmedaille
Erfolgreichster TVRler war wieder einmal Manuel Skopnik. Der Bergisch Gladbacher spulte mit seiner Routine die 100 km ab und verbesserte seine PB / persönliche Bestzeit als Gesamt-12. sogar noch mit 52 Jahren auf nun 7:51:40 Stunden. Zusammen mit dem in der M55 mit Bronze dekorierten Alexander Hoerniss, (8:46:50) und Dietmar Stoppenbach (5. M55/8:52:18) standen die drei Refrather als Deutscher Mannschaftsmeister der Masterklasse vor der LG Ultralauf aus Berlin ganz oben auf dem Treppchen. Überraschend schaffte es auch Yannik Kopezki „aufs Stockerl“. Wenn man bedenkt, dass der 31jährige als Jugendlicher 100m- Sprinter war, ist schon allein sein Finish nach 100 km in 10:08:07 Stunden eine große Leistung. Nachdem auch Yannik mit Bronze eine Medaille gewann, hatten am Ende eines äußerst anstrengenden Wochenendes in Berlin alle TVR Läufer mindestens eine DM-Medaille gewonnen und alle sechs „Kilometerfresser“ freuten sich dazu über neue persönliche Bestzeiten. Mehr geht nicht.
TV Refrath steht aktuell auf Platz 1 in der Ultralauf-Bundesliga
Das der TVR-Ultraläufer aktuell auf dem 1. Platz noch vor den renommierten Clubs aus Berlin, Frankfurt und Braunschweig stehen, ist sicher eine zusätzliche Motivation für den Rest der Saison. Aber jetzt steht die verdiente Regeneration an mit lockeren Läufen auf dem Wochenplan.