Erfolgreicher Abschluss der GL-Bahnlaufserie

Simon Dahl, Sören Braun und Antje Wietscher sind 1.500 Meter Kreismeister
Trotz Vorbelastung kurz vor dem Wettkampf liefen Simon Dahl und André Rinke ausgezeichnete 4:15 min. für die 1.500 Meter am letzten Tag der Bergisch Gladbacher Bahnlaufserie. Nach konservativem Rennauftakt rannten beide eine 65er Schlussrunde und überholten viele Konkurrenten im B-Lauf. Simon hatte mit nur 7/100stel Sekunden vor André die Nase vorn. Das nächste große Ziel sind nun die Deutschen 10 km Meisterschaften am 11. September in Hamburg. Mit Torben Kirchner als drittem TVR-Läufer stellt sich der TV Refrath auch als Mannschaft beim Alsterlauf der Konkurrenz aus allen Bundesländern.
Oliver Kalmes überrascht wieder auf der Mittelstrecke
Der passionierte Triathlet spurtete die letzten 200 Meter in rund 32 Sekunden und unterbot die DM-Qualifikation für 2017 in der M45 mit 4:31,54 min um zehn Sekunden. Knapp dahinter reihten sich Tobias Wilczek (U23) mit 4:33,79 und Sören Braun (U20-Kreismeister) mit 4:34,54 min. ein. Antje Wietscher gewann nicht nur die W60, sondern auch die Frauen-Kreismeisterschaft in guten 5:41,25 min. Weitere 1.500 Meter Zeiten: Ramsi Mekkioui (M40/5:09,21), Damian Zehnpfennig (U23/5:17,94), Michael Leiter (M45/5:19,37), Jochen Baumhof (M55/5:29,17), Alexander Dworeck (M40/5:35,02), Tanja Causemann (W45/6:05,42).
100 km Spezialist Moritz Kufferath ist auch über 10.000 Meter der Schnellste im Kreis
Der Kreisrekordmann Moritz lief nur eine Woche nach dem Siegen Marathon sehr forsch im A-Lauf über 10.000 Meter an. Doch nach etwas der Hälfte der 25 Runden wusste er, dass das Anfangstempo viel zu schnell war. Aber Ultraläufer sind Kämpfertypen und so biss sich Moritz mit fulminantem Endspurt durch und gewann den Kreistitel und seine AK M35 in 35:50,93 min – persönliche Bestzeit. Ebenfalls viel Biss zeigten Heiko Wilmes (2.M45/37:19,43) und Frederik Hartmann (5.M45/38:45,42), der wiederum einen neuen Hausrekord bei diesmal gutem Langstreckenwetter aufstellte. In der Gesamt-Serienwertung 3000-5000-10000 m belegten die TVRler mit Moritz Kufferath auf Rang 3, Heiko Wilmes (7.) und Frederik Hartmann (12.) vordere Plätze. Michael Jacob rundete mit einem flotten Trainingslauf in 39:57 min. als 4. der M50 den sehr guten Auftritt des TV Refrath running teams ab.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
33 km bei 33 Grad: Rund um die Burg Are inklusive 1.100 Höhenmeter
Wer macht denn so etwas? Letzten Samstag ich: Christiane. Der Plan war: In Köln ist es zu heiß zum Laufen, fahre ich an die Ahr, da ist es kühler – stimmte auch 33 Grad gegenüber 36 Grad in Köln – und die Luft sollte besser sein. Das war sie auch. Ein gelungener Ausflug.
Die Anfahrt nach Altenahr um halb 9 am Samstag über die A61 verlief ohne besondere Vorkommnisse. Der Parkplatz war von der Bundesstraße ausgeschildert und leicht zu finden, Parkwärter haben uns eingewiesen. Alles absolut stressfrei und super organisiert.
Start war an der Martinshütte bei Altenahr. Eine sehr schöne, ruhige Atmosphäre, kurze Wege zu Startnummernausgabe, WCs, Parkplatz und schließlich zum Start. Veranstalter Eule Frings von den Selbstläufern Altenahr gibt vor dem Start noch Hinweise zu den Strecken, unter anderem, dass der 33-km-Lauf etwas länger mit 100 zusätzlichen Höhenmetern ist. Nun ja, darauf kommt es nun auch nicht mehr an. Man kann zwischen 16, 33 und 52 km wählen. Außerdem besteht die Möglichkeit, unterwegs auf kürzere Strecken umzumelden. Aber 16 km, finde ich, kommen nicht in Frage. Beim Start hat Eule erwähnt, dass diesmal sogar auch ein Laufmonster am Start sei. Los ging es pünktlich um 9.30 Uhr.
Zunächst führte uns die Strecke eine Runde um die Martinshütte, diese Runde sollte am Ende noch einmal gelaufen werden, kam mir am Ende aber fünf Mal so lang vor. Die Laufstrecke ist abwechslungsreich, geht teils auf dem Rotweinwanderweg durch die Weinberge, teils haben wir es mit Waldpassagen mit anspruchsvollen Singletrails zu tun.
Im wunderschönen Ahrtal staut sich die Hitze. Der steinige Boden in den Weinbergen und die Mauern der Weinberg-Terrassen speichern die Wärme und strahlen sie wieder ab, von oben knallt die Sonne. Eigentlich herrlich aber schlicht und ergreifend sehr, sehr heiß. Am Anfang toleriere ich die Hitze noch sehr gut aber bald merke ich, wie die Hitze mir die Kraft raubt. „Mach langsam“ sage ich mir daher immer wieder und wandere zwischendurch vor allem die bergauf Passagen, aber gelegentlich auch bergab wenn der Weg extrem steil verläuft.
Zwischendurch fantastische Ausblicke. Ich bin total begeistert. Unterwegs begegnen wir immer wieder Wanderern. Ein Mann blieb fassungslos vor mir stehen: Was steht da? Laufmonster? Sie sehen gar nicht so aus wie ein Monster. Die Stimmung ist harmonisch und die Wanderer muntern uns Läufer immer wieder auf, warten bereitwillig an engen Stellen, dass wir passieren oder schütteln einfach nur den Kopf.
Ich trinke bei langen Läufen generell sehr viel aber am Samstag konnte ich nicht genug bekommen. Pro Verpflegungsstelle trinke ich mindestens einen halben Liter, was immer wieder gut tut, den Energie-Akku wieder ein bisschen füllt. Die Verpflegungsstände waren bestens ausgestattet, für jeden war hier etwas dabei: neben verschiedenen Getränken wie Wasser, Iso, Tee, Apfelschorle gab es mehrere Sorten Obst, Käse, Tuc Kekse, Salzstangen, süße Kekse und einiges mehr. Die sehr freundlichen Helfer versorgen uns nicht nur Wasser, sondern sie muntern uns auch immer wieder auf oder mahnen zur Vorsicht und ließen niemanden weiterlaufen ohne noch etwas angeboten zu haben.
Es ging über Mayschoß auf den Schwedenkopf, über Dernau, Rech und Reimerzhoven. Gegen Ende liefen wir zwei kurze Passagen direkt an der Ahr entlang. Hier haben sich einige Läufer einfach mal kurz ins Wasser geschmissen. Ich habe kurz gezögert, habe mich dann aber entschieden, jetzt „hinne zu machen“ und noch einmal aufzusteigen zum Höchsten Punkt der Strecke bei km 31(!), der Bergstation, ehem. Seilbahn Altenahr. Dann endlich nur noch bergab zur Martinshütte. Wie weiß ich nicht, aber auf einmal konnte ich wieder rollen lassen, locker laufen, das war eine schöne Entschädigung – wäre da nicht noch die doofe Runde um die Martinshütte gewesen – aber irgendwann war die auch geschafft und da stand Eule und übergab mir eine Rose, gratulierte mir und die ganze Qual war fast augenblicklich vergessen.
Eigentlich war ich entsetzt, dass ich 4:05 Stunden gebraucht hatte, aber da es für Platz 8 der Frauen und Platz 1 der AK reichte, bin ich mit der Zeit absolut einverstanden. Die Rose ließ nach der Heimfahrt verdächtig den Kopf hängen, inzwischen blüht sie aber schön bei mir auf dem Küchentisch und erinnert mich noch heute an den schönen Ausflug an die Ahr.
Fazit: ein wunderschöner Lauf, anspruchsvoll, landschaftlich traumhaft, liebevollst organisiert – absolute Empfehlung.
Heiße Rennen auf der Tartanbahn in Bergisch Gladbach
TV Refrath mit gleich vier Langstrecklern unter 16 Minuten im 5.000 Meter Lauf
Dieser August-Donnerstag war doppelt heiß: das Thermometer in der Belkaw Arena zeigte abends um 9 Uhr noch hochsommerliche 28 Grad an, während auf der roten Tartanbahn rund um das satte Grün des Stadionrasens um jede 1/10 Sekunde gefightet wurde. TVR-Coach Jochen Baumhof hatte angesichts der Hitze einige seiner Athleten empfohlen, die 1.000 Meter zu versuchen: „wir trainieren jede Woche auf dieser Bahn Tempoläufe rauf und runter. Da kann sich auch ein reiner Langstreckenläufer mal auf die klassische Mittelstrecke über 1.000 Meter wagen. Diesem Rat folgten gleich sieben TVRler mit überraschend flotten Zeiten, vereinsinternen Kämpfen und neuen Erfahrungen. Youngster Sören Braun (U20) war mit 2:55,77 min der Schnellste, aber nur hauchdünn vor Tobias Wilczek (U23/:56,80) und M45 Master Oliver Kalmes. Der passionierte Multisportler lief nach nur 5 Tage nach seiner Triathlon-Halbdistanz mit einer 1:19er Zeit im Halbmarathon unglaubliche 2:56,12 min. in die Top 12 der Deutschen Bestenliste. Einmalig ist, dass gleich vier TVRler innerhalb von 8/10 Sekunden die 1000 m in 3:16 min liefen: Damian Zehnpfennig (U23/3:16,13, Karl-Heinz König (M65/3:16,42), Stephan Braun (M40/3:16,61) und Ramsi Mekkioui (M40/3:16,94). Tanja Causemann finishte in für die Witterung hervorragenden 3:45,57 min – persönliche Bestzeit wie auch alle TVR-Männer an diesem außergewöhnlichen zweiten Tag der Bergisch Gladbacher Bahnlaufserie.
Showdown im 5.000 Meter Lauf der Asse und ein Deutscher Rekord
Die Hitze für die 5.000 Meter Läufer wurde etwas erträglicher, als die Sonne aus dem Stadion wich. Doch gute Bedingungen für schnelle oder gar Bestzeiten waren es sicherlich nicht. Das war jedem der 35 Läufer am Start klar. Nur eine Läuferin ignorierte das Wetter einfach. Der 1.500 Meter Olympia-Teilnehmerin Konstanze Klosterhalfen von der TSV Bayer 04 Leverkusen kam das eher moderate Anfangstempo im starken A-Lauf mit einer Referenzzeit von unter 16:15 min. entgegen. Koko, wie sie oft gerufen wird, hing sich einfach hinter die beiden Refrather Läufer Torben Kirchner und Simon Dahl, der seit dieser Woche wieder das TVR-Trikot trägt, mit Kurs auf 15:30 min. Während alle Läufer ab der 7.-8. Runde Mühe hatten, das Tempo zu halten, drehte die zierliche 19 Jahre alte Ausnahmeathletin mit einem pfeilschnellen Schlusskilometer von 2:54 min. auf und pulverisierte den erst fünf Wochen alten Deutschen 5.000 Meter U20 Rekord von Alina Reh von 15:40 min. auf unglaubliche 15:16,98 min. Sie überholte dabei starke Männer wie den früheren Refrather Daniel Schmidt (15:29,28) und den 25jährigen André Rinke. Der Bergisch Gladbacher lief ein sehr mutiges und offensives Rennen, musste aber dem Anfangstempo und der Wärme Tribut zollen und wurde in 15:36,67 min. Kreismeister 2016, drei Sekunden vor Torben Kirchner, der mit 15:39,43 min eine starke Form zeigte.
David Ranftler zurück aus den USA – Simon Dahl wieder im TVR-Dress
Ganz anders als André Rinke wählte David Ranftler nach seinem halbjährigen Stipendium in Stanfort/USA eine konservative Taktik. Er schob sich Platz um Platz nach vorne und war mit seiner Zeit von 15:46,54 min äußerst zufrieden. Die noch fehlende Tempohärte spürte auch Simon Dahl. Der 29jährige blieb mit 15:50,06 min ebenfalls deutlich unter 16 min. „Das ist ein großartiges Ergebnis. Wir sind auf einem sehr guten Weg zu alter Stärke“ resümierte Lauftrainer Jochen Baumhof. Bei den Frauen liefen Alexandra Tiegel (1. W30) und Doris Remshagen (5. W45) jeweils in 19:26,93 bzw. 21:32,64 min. persönliche Bestzeiten. Mit ihren Ergebnissen zufrieden waren auch Moritz Kufferath (4. M35/16:57,80), Heiko Wilmes (4. M45/17:54,01), Frederik Hartmann (6.M45/18:09,17/PB), Liam Condon (11.M45/19:09,21) und der 5.000 Meter Novize Alexander Dworeck (M40/20:54,07).
Pressemitteilung von Jochen Baumhof – Fotos: Gisela Maubach
Damentag am Monte Sophia

Beim diesjährigen Monte-Sophia-Berglauf traten die Laufmonster mit reiner Damenbesetzung an. Der bekannte und beliebte Laufklassiker feierte in diesem Jahr sein 15jähriges Jubiläum und hatte eigens dafür ein Eventshirt in leuchtendem Grün herausgegeben. Wie immer war der Lauf bestens organisiert und von zahlreichen freundlichen Helferinnen und Helfern hervorragend durchgeführt. Sogar der Hochsommer legte eine Pause ein, so dass die Laufbedingungen bei 18° und wechselnd bewölktem Himmel nahezu perfekt waren. Insgesamt gingen rund 200 Starterinnen und Starter auf die 28 km-Strecke. Daneben wurden noch kürzere Strecken und Kinderläufe angeboten. Ehrensache für Laufmonster, dass nur die Königsdisziplin in Frage kam. Der Lauf ist hier schon oft beschrieben worden, deshalb in Kürze unsere erfolgreichen Ergebnisse:
Christiane Küttner: 2:32:00; 1. W45, 6. Gesamt
Sabine Fischer: 2:34:21; 1. W55, 8. Gesamt
Anja Meibeck: 2:46:24; 6. W45, 15. Gesamt
Verena Hajek: 3:14:02; 2. W60, 36. Gesamt
Rheinuferlauf: Ulrike Nasse-Meyfarth gibt den Halbmarathon-Startschuss
Laufbegeisterte aus dem ganzen Rheinland dürfen sich freuen. Ulrike Nasse-Meyfarth, zweifache Olympiasiegerin und Weltrekord-Hochspringerin, wird am Samstag, den 10. September, in ihrer Heimatstadt Wesseling um 15 Uhr den Startschuss für den Halbmarathon beim Rheinuferlauf geben. Vorab trafen sich die Organisatoren Gerd Schimanke, Brunke Barelmann und Moderator Jochen Baumhof im Stadion der TSV Bayer 04 Leverkusen zu einem lockeren Austausch mit Fotoshooting.
Der Rheinuferlauf – die perfekte Vorbereitung für den Köln-Marathon
Für die zweite Auflage des GVG Rheinuferlaufes ist in diesem Jahr einiges optimiert worden. Start und Ziel sind z.B. direkt am Rheinforum. Die Laufstrecken hat Detlev Ackermann frisch DLV-vermessen und sind somit für Bestenlisten tauglich. Im Vorjahr gewann Dominik Fabianowski vom ASV Köln auf dem flachen und schnellen Kurs in starken 1:09:23 Stunden vor Fabian Dichans (1:13:48) vom ART Düsseldorf. Der GVG Rheinufer-Halbmarathon ist als neuer Partner offizieller Vorbereitungslauf für den 20. Köln-Marathon am 2. Oktober.
Vorletzter Lauf zum 11. Rhein-Erft-Akademie-Cup
Der Halbmarathon zählt auch in diesem Jahr für die Wertung im Rhein-Erft- Akademie-Cup. Für alle Cup-Teilnehmer eine sehr gute Möglichkeit, beim langen Pflichtlauf noch einmal wertvolle Punkte zu sammeln. Das Finale findet eine Woche später in Bedburg statt.
5 km und 10 km starten gemeinsam
Als kürzere Distanzen werden die beliebten Strecken über 5 und 10 km angeboten. Start und Ziel und der Ort für die Siegerehrungen ist die perfekte Location am Rheinforum. Hochwertige Sachpreise stehen für die Tagesschnellsten zur Verfügung. So sponsert z.B. Bunert – der Kölner Laufladen für die Sieger über 21,1 km ein paar Laufschuhe nach Wahl.
Mit Ausblicken entlang des Rheins, flachen Wendepunktstrecken, einem tollen Ambiente am Rheinforum und mit einem reichhaltigen Grill- und Kuchenangebot kann der ASV Wesseling kräftig punkten. Seid also dabei, beim 2. GVG Rheinuferlauf am 10. September, dem Nachfolger des beliebten Klassikers „Wesseling-Bonn-Wesseling“.
Alle Infos und die Online-Anmeldung zum Lauf hier.
Bahnlaufserie: Kirchner und Rinke über 3.000 Meter unter 9 Minuten
Am ersten Tag der 34. Bergisch Gladbacher Bahnlaufserie standen für die Mittelstreckler über die 800 Meter 13 Starts und für die Langstreckenläufer über die 3000 m Distanz sechs Läufe auf dem Programm. Aktive vom TV Refrath running team waren bei fast allen Rennen, die nach Meldezeiten eingeteilt wurden, am Start. Zum Startschuss des 3.000 Meter Laufes der Asse kurz vor 21 Uhr war es glücklicherweise nicht mehr ganz so warm, wie noch zwei Stunden zuvor. Die erste Runde war mit einer 75er Runde fast Bummelzugtempo, weil keiner der rund 25 Männer die Führung übernehmen wollte. Doch das änderte sich rasch, auch dank heftiger Rufe der vielen Vereinstrainer, die auf der Außenbahn standen. Die beiden TVRler André Rinke und Torben Kirchner waren in der ersten Verfolgergruppe „sub 9“ gut aufgehoben. Nach Durchgangszeiten von knapp drei bzw. sechs Minuten bei der 1- und 2-km-Marke wurde das Tempo auf den letzten beiden Runden deutlich schneller. Torben Kirchner fühlte sich gut, schob sich Platz um Platz nach vorne und überraschte mit einer 64er Schlussrunde in sehr starken 8:51:22 min. sowie neuer Bestzeit als 8. und bester Läufer des Kreises mit einer um sieben Sekunden gesteigerten Bestmarke. Knapp dahinter lief Vereinskollege André Rinke im dichten Feld als 14. nach 8:55,02 min. ins Ziel. Der ehrgeizige Bergisch Gladbacher war trotz seiner zweitbesten Zeit nicht ganz zufrieden. Moritz Kufferath kam von seinem Arbeitsplatz in Eindhoven erst kurz vor dem Start und lief trotz verkürzter Aufwärmphase mit 9:45,10 min. ein gutes Rennen.
Schnellste Frau im TVR-Trikot war Alexandra Tiegel. In ihrem ersten Bahnrennen schaffte sie als Siegerin der W30 die 7 ½ Stadionrunden in 11:10,63 min. Bestzeiten liefen einige TVR-Senioren: Heiko Wilmes (4. M45/10:09,51), Liam Condon (12. M45/10:39,48), Ramsi Mekkioui (7. M40/11:10,57), Andreas Rossa (11. M40/11:57,81) und Alexander Dworeck (12. M40/11:59,08) in seinem ersten Wettkampf für den TV Refrath.
Großer Andrang über 800 Meter
Tanja Causemann lief etwas zu flott an, schaffte aber als Zweite in ihrem Lauf mit 2:52:52 min. eine neue Bestzeit als 1. der W35. Tobias Wilczek schaffte als Sieger seines ersten 800 Meter-Laufes
überhaupt mit einer 68er und 70er Runde einen tollen Einstand: 2:18,62 min. Karl-Heinz König, 1. der M65, war mit seiner Zielzeit von 2:33,15 min sehr zufrieden.
Weitere Ergebnisse:
800 Meter: Damian Zehnpfennig (2:31,80 min.)
3.000 Meter: Heiko Wilmes (4. M45/10:09,51), Stephan Braun (8. M40/11:17,95), Markus Heisig (4. M55/11:35,38), Doris Remshagen (4. W45/12:27,40), Stefan Wörsdörfer (5. M55/14:54,06)
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
Freiwillige vor beim Friedenslauf
Die Flüchtlingshilfe der Deutsche Angestellten Akademie ist wie beim Oswald Hirschfeld Erinnerungslauf auch beim Friedenslauf wieder Partner für Integration und Unterstützung. Und das nicht nur am 3. September in der Riehler Aue, sondern auch beim Pänzspendenlauf in Köln-Mülheim etwas über eine Woche später am 11. September.
Die neuen Mitbürger erhalten – sofern sie sich sportlich betätigen möchten – unbegrenzt Freistarts beim Friedenslauf. Viele weitere Interessenten engagieren sich frei- und bereitwillig als Helfer bei beiden Veranstaltungen. Am Montag fand unweit des Colonia-Hochhauses in unmittelbarer Nähe des Zirkus- und Artistik Zentrums Köln sowie im fußläufig schnell zu erreichenden Mülheim unter Führung von Organisator Jürgen Cremer ein erstes Location Viewing statt, bei dem sich die zahlreichen Sportler und vor allem Volunteers ein gutes Bild vom Streckenverlauf sowie parallel den Anforderungen an geübte Streckenposten machen konnten. Ein weiteres Mosaiksteinchen zum Gelingen einer teilnehmerstarken und gut gesicherten Veranstaltung am ersten September-Samstag.
Anmeldung zum Friedenslauf & zum Pänzspendenlauf
TV Refrath siegt in der Teamwertung beim Women’s Run in Köln
Ein Meer von rosafarbenen Funktionshirts lief am letzten Samstag im Rheinpark beim Craft Women’s Run in Köln mit. Über 5 km gewann Dr. Alexandra Tiegel souverän in sehr guten 19:09 min. vor Claudia Schneider von der LT DSHS Köln und Inken Schmitz vom Fitnessclub Mrs Sporty aus Refrath. In der Teamwertung gewann das TVR running team souverän mit Alexandra Tiegel, Claudia Feige (24:58) als 34. und Kinga Fuchshuber (25:17) als 37. „Streckenkönigin“ im Ziel.
Manuel Skopnik beim Ultra-Marathon in Monschau stark
Die 40. Auflage des Monschau-Marathons lockte wieder weit über 1.000 Langstreckenläufer in das historische Eifelörtchen. Am Sonntag früh fiel der Startschuss für die Utraläufer bereits um 6:05 Uhr bei bestem Laufwetter. Auf dem anspruchsvollen Terrain mit 950 Höhenmetern fühlte sich Trailspezialist Manuel Skopnik richtig wohl. Der 44jährige benötige für die 56 km nur 4:20 Stunden und finishte als Siebter im Gesamtklassement (2. M40). Die klassische Marathon-Distanz über 42,2 km liefen Antje Wietscher und Doris Remshagen. Die beiden liefen als 11. und 12. von 118 Frauen ins Ziel. Ante Wietscher siegte in der W60 (3:46:03) und auch Doris Remshagen kam als 3. der W45 (3:49:44) noch auf das Siegerpodest.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
Hier auch die Resultate der Laufmonster: Manfred Claaßen 1. M75 in 4:12:32 und damit „nur“ drei Minuten vor Daniel Fink. Einmal mehr unglaublich! Verena Hajek als 8. W60 in 5:07:01 im Ziel. Herzlichen Glückwunsch!
Foto: Achim Fuchshuber
Donald Macgregor lief bei Olympia 1972 für den TV Refrath
Nur die älteren Langläufer werden sich an diesen Namen noch schemenhaft erinnern: Donald Macgregor, der „fliegende“ Schotte. Donald Macgregor ist nicht irgendwer: Er ist der schnellste Marathonläufer, den das Bergische Land je sah. Lang, lang ist es her, über vier Jahrzehnte. Macgregor lebt mittlerweile in St. Andrews. Und wir stöbern ihn tatsächlich dort auf, einer Kleinstadt in seiner schottischen Heimat. In St. Andrews verbringt er seinen Lebensabend. Mit dem Laufen klappt es nicht mehr. „Ich habe einen Schrittmacher“, meint er augenzwinkernd. Und setzt hinzu: „Dass ich nicht lache.“ Auch die Lunge bereitet Probleme. 77 Jahre alt ist der Olympia-Siebte im Marathonlauf von München 1972 mittlerweile.
Sein größter Erfolg. 2 Stunden, 16 Minuten und 34 Sekunden rannte der Schotte damals. Donald Macgregor hat sich damit nicht nur in den olympischen Bestenlisten verewigt. Er lief damals als ein offizielles Vereinsmitglied der Laufabteilung des TV Refrath. Generationen von Refrather Läufern haben sich an dieser Marke versucht, geknackt hat sie keiner. Macgregors 2:16:34 Stunden sind seit 44 Jahren Marathon-Vereinsrekord des TV Refrath. Der offizielle Kreisrekord liegt (natürlich) darüber. Geführt wird die Rekordliste aber auch erst seit 1976. Daniel Schmidt war aus Refraths Reihen zuletzt ein Kandidat, der der damaligen Top-Zeit nahekam.
Austauschlehrer am Niederrhein
Wie aber kommt ein Schotte, ein Brite dazu, für den TV Refrath an den Start zu gehen? Anfang der 1970er Jahre gab es die riesigen Stadtmarathons noch gar nicht, selbst den in Berlin nicht. Alle Athleten liefen im Wald. Die Sportler trafen sich in Bräunlingen/Schwarzwald, Dülmen/Westfalen oder im Königsforst zum Marathonlauf. Das alles liegt für jemanden aus Schottland nicht ganz um die Ecke. Marathonläufer galten als arme Verrückte, die sich auf eine mörderische Sache einließen.
Es war sein Beruf, der Donald Macgregor nach Deutschland und zum TV Refrath brachte: Er war Deutschlehrer. Zwischen Herbst 1971 und Sommer 1972 nahm er an einem Austauschprogramm am Gymnasium in Emmerich am Niederrhein teil. „Da kam ich irgendwie in Kontakt mit dem TV Refrath, ich glaube, weil ich am westdeutschen Marathon teilnahm, den ich ,außer Konkurrenz’ mit 2:19:00 Stunden gewann.“ Ausrichter war an diesem 30. Oktober 1971 der TV Refrath. Nach dem Start auf dem Sportplatz an der Refrather Steinbreche ging es hinein in den Königsforst.
Die Refrather Leichtathleten führte damals Willi Haman als Vorsitzender, ein leidenschaftlicher Veranstalter von Volksläufen und jemand, der für den Laufsport brannte. Haman sprach Macgregor einfach an (Macgregor: „Er hat mich kassiert“) und lud ihn zu den Refrather Sonntags-Volksläufen ein, den ersten überhaupt, die es im Königsforst gab. Macgregor, Markenzeichen Brille, kam gerne vorbei und fand Gefallen an den läuferischen Aktivitäten. Schnell war der schnelle Schotte geworben für eine Vereinsmitgliedschaft. In Waldniel, bei einem Marathonlauf im April 1972, feierte er den ersten Kreisrekord für seinen neuen Klub. 2:25:18 Stunden. Aber er sollte bald noch schneller unterwegs sein. Auch über 10, 15 und 20 Kilometer holte er Siege für den TV Refrath. Einen Monat später, im Mai 1972, lief er in Manchester eine Zeit von 2:15:06 Stunden und qualifizierte sich für die englische Olympiamannschaft im Marathonlauf.
Macgregors Renntaktik ist bis heute beispielhaft
Im September 1972 dann das olympische Rennen. Macgregor startete langsam mit Platz 36, holte auf den letzten Kilometern Platz um Platz auf. Im Ziel lief er Seite an Seite mit Ron Hill, dem favorisierten Briten. Macgregors Renntaktik machte ihn in Schottland legendär. Sie gilt heute noch als beispielhaft. „Ich möchte ein gutes Rennen laufen“, teilte er dem Reporter dieser Zeitung mit, der ihn damals im Olympischen Dorf besuchte. In den Wochen zuvor hatte sich der Langstreckler mit dem britischen Team beim Höhentraining in Sankt Moritz/Schweiz in Form gebracht. Doch der hagere Läufer (180 cm, 63 kg) war vom Erfolg des Trainingslagers nicht überzeugt. „Ich fühle mich durchaus normal, nicht schwächer, aber auch nicht stärker.“
Mit den Spielen endete auch die Deutschland-Zeit von Macgregor. Noch im Olympiadorf gibt er dem Zeitungskorrespondenten einen Grußauftrag an die bergischen Freunde mit. „Leider komme ich in nächster Zeit nicht mehr ins Bergische Land. Darum grüßen Sie meine Freunde dort bitte von mir.“ Mitgenommen zu den Spielen hatte Macgregor die besten Wünsche seines Heimatvereins, dem „sympathischen und fairen Sportsmann“ wünschte der Vorsitzende „einen guten Platz bei den Olympischen Spielen in München und für die Zukunft berufliches Fortkommen, Gesundheit und weiterhin viele, viele sportliche Erfolge.“
Nach seiner Laufkarriere wurde Macgregor Lehrer für Deutsch am Madras College in St. Andrews. Er arbeitete als Übersetzer, zog in den 1980er-Jahren für die Liberal-Demokraten ins Regionalparlament ein, er schrieb einen Gedichtband und eine Autobiographie („Running my life“, 2010) und trainierte über Jahrzehnte schottische Langstreckenläufer. Auch heute ist er noch auf der Tartanbahn anzutreffen, als Coach seines Vereins in Saint Andrews, dem Fife Athletic Club. Als Übersetzer arbeitet er regelmäßig für das Journal of Olympic History.
Das bergische Laufjahr 1971/72 ist beim Schotten auch im Alter noch in guter Erinnerung. „Leider habe ich keine Kontakte nach Refrath, würde sie aber gerne wieder aufnehmen“, betont Macgregor. Derzeit arbeite er gemeinsam mit einem Freund, dem deutschen Sporthistoriker Volker Kluge, an einem Buch über Otto Peltzer, herausragender Läufer der 1920er- und 1930er-Jahre. Der Sport lässt ihn auch im Alter nicht los.
Original-Artikel via Rundschau-Online
Vielen Dank an Claus Boelen-Theile für die Freigabe des Textes – Koordination über Jochen Baumhof
Kölner Friedenslauf – Cuplauf und ideale Marathonvorbereitung

Am 3. September und damit erstmals seit Jahren wieder an einem Samstag heißt es für alle „friedensbewegten“ Läufer zum 27. Mal die Schuhe zu schnüren für eine der Traditionsveranstaltungen Kölns. Der Friedenslauf sollte wie schon in den Vorjahren wieder viele ambitionierte Sportler an die Wendepunktstrecke entlang des Rheins ziehen. Vier Wochen vor dem Köln Marathon ist der Lauf zudem ein idealer Test für die Wettkampfhärte – tendenziell etwas mehr für die Halbmarathonstarter, aber natürlich auch ein Trainingsreiz für die Voll-Marathonis. Nicht umsonst ist der Friedenslauf eine Partnerveranstaltung des Kölner Sport-Highlights.
Nachdem die Kinder um 14 Uhr beim Lauf über 0,5 km an den Start gegangen sind bzw. die Schüler um 14:30 Uhr einen Kilometer absolviert haben, geht es um 15 Uhr für die 5 km-Läufer und um 16 Uhr für die 10 km-Läufer auf den Parcours. Die 5 km und 10 km-Strecken sind DLV-Vermessen.

Start und Ziel ist für alle Läufe in Köln-Riehl direkt am Kölner Zirkus und Artistik Zentrums (An der Schanz) sowie in Wurfweite des Colonia-Hochhauses. Die Laufstrecken führen in Richtung Süden am Rheinufer entlang. Die Teilnehmer der 10 km-Strecke laufen dabei bis hinter die Bastei und anschließend von dem dortigen Wendepunkt in nördlicher Richtung bis zum Niehler Hafen. Hier befindet sich der zweite Wendepunkt bei Rheinstromkilometer 695.
Für ein buntes Rahmenprogramm sorgt wie schon beim Oswald Hirschfeld Erinnerungslauf Marie e.V., die durch den Verkauf von kenianischen Speisen und Getränken den Bau einer Grunschule in Kenia maßgeblich unterstützen. Ebenso gibt es wieder die lautstarke Untermalung durch die Trommler von Tam Tam d´Afrique.
Zur Anmeldung bei Time & Voice.
Der Friedenslauf ist mit der 10 km-Distanz Bestandteil der Wertung des Time & Voice Lauf Cups sowie über 5 km im Jugend Cup. Zwischenstand der Hauptwertung nach den 10 Meilen von Köln – Männer: 1. Norbert Schneider (982 Punkte), 2. Deniz Gündüz (970), 3. Manuel Kreuer (964); Frauen: 1. Silke Schneider (998), 2. Liz Roche (997), 3. Christiane Küttner (951).
Fotos aus 2015 von Mike Fresenborg












