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Deutsche Meisterschaft

Rhein-Berg Runners erneut Deutscher Meister

Nach Halbmarathon und Marathon für das M50 Team nun auch Gold über 10 km Straße

Eine absolute Dominanz im Straßenlauf haben in diesem Jahr die M50-Teams der Rhein-Berg Runners bei den Deutschen Meisterschaften im Strassenlauf gezeigt. Im Halbmarathon, Marathon und nun auch über 10 Km Straßenlauf holten die M50 Teams jeweils den Meistertitel. Bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften am 8. April in Hannover gewann das M50-Team in der Besetzung Martin Koller, Frank Schröder und Norbert Schneider den Titel, bei der Deutschen Marathon-Meisterschaft am 29. April in Düsseldorf holte das Team mit der Besetzung Martin Koller, Thomas Sambale und Frank Schröder ebenfalls Gold. Zusätzlich gewann auch das M40/45 Team der Runners, mit der Besetzung Marc Fricke, Lars Gronewold und Alexander Hörniss, in Hannover den Titel bei den Halbmarathon-Meisterschaften. Es gab im Jahr 2018 bis dahin keine Teamteilnahme bei Deutschen Meisterschaften, die nicht mit Gold und dem Meistertitel endete.

Am vergangenen Sonntag fanden in Bremen die Deutschen Meisterschaften im 10 km Straßenlauf statt. Auch in Bremen waren Teilnahmen der M50-Läufer geplant, die nicht nur im Hinblick auf einen möglichen Teamerfolg vorgesehen waren, auch in der Einzelwertung sind M50-Läufer der Runners in der Lage um einen Podestplatz mitzulaufen. In erster Linie ist da immer Martin Koller ein Kandidat, der aber unglücklicherweise die geplante Teilnahme aufgrund einer Verletzung relativ spät vor der Meisterschaft absagen musste.

Die verbliebenen Teilnehmer waren Frank Schröder und Norbert Schneider, andere Teilnahmen von M50ern waren durch Urlaubstermine nicht möglich. Die Saison von Rene Grass lief in diesem Jahr durch einige Rückschläge wenig erfreulich und somit hatte er für dieses Jahr keine Ziele mehr. Die Absage von Koller änderte das aber noch einmal, denn mit einer Teilnahme konnte zumindest noch eine Teamwertung erfolgen. So blieben noch 5 Wochen Vorbereitung, die eine möglichst optimierte Mischung aus Rekonvaleszenz und gleichzeitiger Leistungssteigerung sein musste.

An der Startlinie neben dem Bremer Weserstadion standen dann am Sonntag somit zumindest drei M50 Läufer der Runners an der Startlinie. Die Erwartungen waren nicht sehr groß, da auch fast alle Konkurrenzteams mit wenigstens 4 Läufern an den Start gingen.

Vom Start neben dem Stadion führten die ersten 200 Meter über eine kleine Rampe auf die Hauptstrecke, eine Pendelstrecke mit einer Rundendistanz von 4,8 km. Der erste Wendepunkt war ein 180° U-Turn, der zweite eine Verkehrsinsel. Die Strecke dazwischen ein langer gerader Straßenabschnitt mit minimalem Gefälle. Die Temperaturen waren angenehm, der Wind machte die Bedingungen jedoch nicht ganz optimal. Es war daher von Vorteil wenn man eine Gruppe fand um einigermaßen windgeschützt laufen zu können. Schröder und Grass konnten den Vorteil nutzen, Schneider leider nicht, der den größten Teil des Rennens auf sich alleine gestellt war. Schneider lief nach exakt 36:00 Minuten über die Ziellinie und wäre die 1 Sekunde zu einer sub36 noch gerne schneller gewesen. Dafür bedeutete das Ergebnis auch so Jahresbestleistung für ihn. Auch Frank Schröder lief mit seinem Ergebnis, 35:09 Minuten, Jahresbestleistung. Schröder verlor ein paar Sekunden, da ihn ein leichtes Gerangel am Wendepunkt – mit abgerissener Rückennummer – kurz aus dem Rhythmus brachte. Rene Grass konnte durch Tests bei der Bahnlaufserie in etwa seine Laufgeschwindigkeit bestimmen, die er auch exakt einhielt. Durch die kontrollierte Geschwindigkeit von Beginn an, fiel die Leistung nach hinten raus auch nicht ab. Eine glatte 38 war vorgesehen und auf der Ziellinie stoppte die Uhr für ihn 38:03 Minuten.

Die Freude war zunächst groß dass alle gut und ohne größere Probleme durchgekommen sind. Es konnte zudem auch auf eine Medaille gehofft werden, da man in etwa einschätzen konnte welche M50 Läufer im vorderen Bereich liefen.

In der Einzelwertung gewann Miguel Molero-Eichwein mit einer für die AK sensationellen Zeit von 32:39 Minuten den Meistertitel. Frank Schröder belegte Rang 4 und verpasste somit nur knapp eine Einzelmedaille. Norbert Schneider belegte Platz 7 und Rene Grass Platz 17.

Beim Blick auf die Ergebnislisten der Teamwertung trauten die Grünen dann ihren Augen zunächst kaum, auf Platz 1 das Team der Rhein-Berg Runners, mit der Zeit von 1:49:12 Stunden. Der Vorsprung auf die zweitplatzierten, den Hamburger Laufladen, betrug 2:13 Minuten und der Vorsprung auf die drittplatzierten, die LG Bremen-Nord, 3:14 Minuten. Die Goldserie der Seniorenteams bei Deutschen Meisterschaften ist also in Bremen nicht gerissen. Die M50 hatte somit in diesem Jahr den maximalen Erfolg. Den maximalen Erfolg hatte in diesem Jahr auch eine Einzelperson. Bei allen Teamerfolgen war Frank Schröder mit dabei, er holte also in diesem Jahr drei Deutsche Meistertitel mit dem Team.

Für Frank Schröder und Norbert Schneider steht am 16. September noch die Teilnahme bei der Senioren-Weltmeisterschaft in Malaga an. Beide starten dort für Deutschland im Halbmarathon-Wettbewerb.

Pressemitteilung von Rene Grass/Fotos: Ines Vanselow

News

Maike Schön schneller als alle

Das gibt es auch nicht allzu häufig. Dass eine Frau einen Volkslauf gewinnt – und zwar absolut. Maike Schön schaffte dies am Wochenende mit Bravour beim 30. Oswald Hirschfeld Erinnerungslauf im Kölner Blücherpark. Die Zielzeit lautete 37:58 Minuten. Zwar führte Marco Schneider das Feld der 88 Finisher über 10 km zeitweise an, am Ende musste er sich – übrigens bei perfekten äußeren Bedingungen – jedoch in 38:14 min. mit dem zweiten Gesamtplatz zufriedengeben, siegte jedoch klar vor dem Führenden des Time & Voice Lauf Cups Köln Thomas Schneider (38:26) und Denis Rösler (38:42/25 MINUTES Köln).

Am Tag nach den anstrengenden Xletix Challenge in Wuppertal hatte CMH – das mittlerweile bekannte Kürzel für Claudia Maria Henneken – keine Beine mehr für einen schnellen 10er. Daher reichte es an diesem Tag in 44:10 min. „nur“ zu einem zweiten Platz vor Meike Herbers-Müller (45:58). Zwar startete der abschließende Hauptlauf mit 15 Minuten Verspätung, dafür gab es bei der anschließenden Siegerehrung mit Verlosung Preise für fast alle. Also vor allem jene, die sonst nie Losglück haben. Weitere Distanzen im Programm des Traditionslaufes waren wie immer die 1 km für die Bambinis, 2,5 km für die Schüler sowie 5 km für Läufer und Walker.

Alle Ergebnisse/Fotos von Martin Vossler & Kai Engelhardt

News

TV Refrath Damenteam holt sich DM-Titel

Auf dem Bremer Deich wehte nur ein leichter Wind den rund 350 Teilnehmern der Deutschen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km um die Nase. Der 2,5 km lange Pendelkurs war bei annehmbaren Laufbedingungen gut zu absolvieren, auch wenn es am Anfang etwas eng war. Für das TV Refrath running Team waren diesmal nur vier Läuferinnen der Altersklasse am Start. Simon Dahl und Lisa Jaschke fielen wegen eines Infektes aus, André Rinke mit einer Fußverletzung.

So lag die Hoffnung von TVR Coach Jochen Baumhof auf der Mannschaftswertung der AK-Damen. Und er wurde nicht enttäuscht: Karin Janz (5. der AK W50) mit 43:38 min., Antje Wietscher, mit W60-Bronze dekoriert, 43:56 min. und Carola Rentergent als Dritte im Team lief als auf den 4. Platz der der W55, nur zwei Sekunden am Treppchen vorbei. Doris Remshagen kam als 7. der W50 nach 45:28 min. ins Ziel und war natürlich etwas enttäuscht. Die Overatherin hatte sehrwahrscheinlich noch die 4.500 Höhenmeter vom Ultralauf in den Alpen Mitte August in den Beinen.

GL-Bahnlaufserie: Oliver Kalmes TVR-Bester über 1.500 Meter

Nur vier Tage nach dem Gewinn der Silbermedaille der AK M45 im Triathlon auf der Olympischen Distanz dämpfte Oliver Kalmes die Erwartungen vor dem Rennen über 1.500 Meter am letzten Tag der Bergisch Gladbacher Bahnlaufserie. Doch der Multisportler hat nicht nur eine exzellente Ausdauer, sondern kann auch ein hohes Tempo auf den Mittelstrecken laufen. Das bewies der 47jährige am letzten Donnerstag wieder eindrucksvoll. Denn seine starke 4:32,32 min liegen nur wenige Zehntel Sekunden über seiner absoluten Bestzeit. Er gewann seine Altersklasse klar und belegte im Gesamtranking Rang 10. Auch Ramsi Mekkioui (2. M45) lief gute 5:09,83 min. und verfehlte seine PB nur knapp. Neue Bestmarken liefen Frederik Hartmann (1. M50) in 5:11,97 min. und Tanja Causemann, die sich über 5:39,98 min. freute und damit erstmals unter der Marke von 5:40 min. blieb.

Frank Weber läuft 56,73 Sekunden über 400 Meter – Bestzeit und Sieg mit 100 Meter Vorsprung

Ein Abendsportfest der LG Meckenheim sollte ein letzter Formtest für Frank Weber sein. Der 52jährige lief denn auch die 400 Meter in neuer persönlicher AK-Bestzeit in hervorragenden 56,73 Sekunden im Alleingang im Regen mit rund 100 Metern Vorsprung. Das gibt es auch nicht alle Tage. Frank Weber ist nun für die Senioren-Weltmeisterschaften im spanischen Malaga gerüstet. Dort trifft der Dritte der EM auf die weltbesten 800 Meter Läufer seiner AK M50. Mit Vor-, Zwischen- und Endlauf sind drei Wettkampftage nacheinander angesetzt. Die Zwischenläufe sind das Ziel des Refrathers. Obwohl der amtierende Deutsche Meister bereits 2:07,97 min. gelaufen ist, wäre das Erreichen des WM-Finales eine Sensation.

Sören Braun gewinnt 5 km beim OH-Lauf in Köln

Mit einen Start-Ziel-Sieg gewann der 20jährige Sören Braun vom TV Refrath die 5 km beim 30. Oswald-Hirschfeld-Erinnerungslauf im Kölner Blücherpark. Mit 17:43 min. lief der Hoffnungsthaler eine neue Jahresbestzeit. Vater Stephan Braun blieb als Sechster ebenfalls unter der 20 Minuten Marke und belegte mit 19:41 min den 2. Platz in der M40.

GL-BLS – weitere Ergebnisse 10.000 Meter: Dirk-Henning Lotz (6. M40/47:23,91), Markus Heisig (3. M55/42:47,35), Oskar Altendorf (2. M65/55:57,23 min)

Pressemitteilung von Jochen Baumhof

News

Neuer Teilnehmerrekord am Aachener Tor

Gemeinsam mit den Teilnehmern und Zuschauern feierten am Freitagabend die Partner und Veranstalter nach dem Motto „Laufend den Sonnenuntergang genießen“ in der Kreisstadt Bergheim die dritte Auflage des GVG-Abendlaufs. Über 1.100 Hobbysportler und Topstarter, darunter 250 Bambini- und Schüler-Läufer, gingen bei besten Bedingungen auf den City-Parcours und sorgten für einen neuen Teilnehmerrekord am Aachener Tor.

„Wir freuen uns über einen tollen Abendlauf mit 15 Prozent mehr Teilnehmern. Die Veranstaltung hat großes Potenzial und bietet mit der verbesserten und sicheren Streckenführung einen echten Lauf zum Genießen“, sagt Holger Wesseln, der unter anderem mit seiner Agentur pulsschlag in Köln erfolgreich City-Läufe, wie den Altstadtlauf und den Pax Bank Stadionlauf ausrichtet. „Wir bedanken uns bei der Kreisstadt Bergheim und allen unseren Partnern und Helfern für die tatkräftige Unterstützung und sind schon jetzt gespannt auf die vierte Auflage in 2019.“

Der Sieg beim 10-Kilometer-Hauptrennen ging an Hakim El Makrini in neuer Streckenrekordzeit von 34:22 Minuten. Der Starter vom Team LT DSHS Köln blieb ebenso wie der Zweitplatzierte Lukas Raßmann (Dürener TV/35:08 Min.) unter der Bestzeit des Vorjahres. Dritter wurde Frederik Ortmann (Rückenzentrum Windeck/35:37 Min.). Auch bei den Frauen gab es einen neuen Streckenrekord durch Sonja Vernikov vom Team Ski-Keller Kaulard & Schroiff, die nach einem ungefährdeten Sololauf in der Zeit von 36:30 Minuten die Nase vorn hatte. Auf Rang zwei lief Claudia Schneider (Bunert – Der Kölner Laufladen/38:14 Min.). Die Vorjahreszweite Sarah Schmitz (ASV Köln/38:45 Min.) belegte den dritten Platz.

Alle Ergebnisse

Pressemitteilung des Veranstalters

Der Halbmarathon in Köln ist ausgebucht

Startplätze für Marathon und Staffelmarathon weiterhin verfügbar. Nichts geht mehr bei Deutschlands zweitgrößten Halbmarathon am 7. Oktober in Köln. So früh wie nie in der Geschichte des RheinEnergie Halbmarathon Köln ist das Startplatzkontigent von 15.000 Plätzen vergeben.

„Das hat sich an in den letzten Monaten angedeutet. Die Meldezahlen waren konstant 25 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Läufer wissen die Qualität des Halbmarathons zu schätzen und kommen gerne wieder.“, sagt Markus Frisch, Geschäftsführer der Köln Marathon Veranstaltungs- und Werbe GmbH, zu der Entwicklung.

Für die Marathondistanz und den Generali Staffelmarathon, bei dem sich 4 Läufer die 42 Kilometer teilen, sind noch Startplätze vorhanden.

Pressemitteilung von Jan Broniecki

Laufberichte

Bergmonster-Trio rockt die Sengbach

Genau drei Wochen nach dem erlebnisreichen Walsertrail (Daniel berichtete) fuhr das Bergtrio Christiane, Daniel und Sabine zur Sengbachtalsperre, um es mit den sanften Hügeln des Bergischen Lands aufzunehmen. Pünktlich angekommen wurde noch ein bisschen palavert und dann ging es zum Einlaufen. Dabei stellten Christiane und Sabine 15 Minuten vor dem Start fest, dass sie ihren Champion-Chip vergessen hatten. Also schnell noch einmal die 500 Meter zurück zur Anmeldung und einen Leihchip kaufen. Geld natürlich im Auto – kein Problem! Das äußerst entgegenkommende Orga-Team machte es möglich, nach dem Lauf zu zahlen. Spitze! Wir also schnell zurück zum Start und pünktlich zum Countdown standen wir neben Daniel. Quittiert wurde diese Unachtsamkeit mit: Beide?? Naja, ihr macht das ja noch nicht so lange.

Das Rennen auf unserer Lieblings-Trainingstrecke ist schnell erzählt. Die bekannten Hügel rauf und runter, nur diesmal im Wettkampftempo. Nach der Staumauer bloß nicht wandern und dann noch eine zweite Runde. Typisch für einen Berglauf: berghoch kauft man sich den ein oder anderen, bergab läuft’s umgekehrt, dennoch bleibt man einsortiert. In der zweiten Runde kamen dann die 11 km-Läufer und Läuferinnen hinzu. Das war ein bisschen entmutigend, weil sie entweder an uns vorbei donnerten oder wanderten und die Strecke blockierten. Trotzdem war für Christiane (1:56) und mich (1:58) das Rennen nach weniger als 2 Stunden schon zu Ende, was Platz 8 und 10 in der Damenwertung bedeutete. Für mich sprang noch Platz 1 in der AK und ein paar neue Socken raus.

Daniel gönnte sich noch eine 3. Runde. Auch wenn er in dieser Runde das Tempo etwas verringern musste, war er mit sich zufrieden und kam pünktlich nach 2:33 zum Fototermin als 17. ins Ziel. Dort wurde schon das nächste Bergevent geplant, und wie viel Höhe und Trail es denn im Idealfall sein darf. Die stimmungsvolle Siegerehrung rundete eine sehr gelungene Veranstaltung ab.

Veranstalter/Ergebnisse

News

Wem die Stunde schlägt…

…war womöglich beim 37. Nippeser Stundenlauf dabei, ursprünglich einer Leichtathletik- und lediglich im weiteren Sinne Lauf-Veranstaltung, wie es sie mittlerweile deutschlandweit selten gibt. Die TFG Nippes Köln richtet nun schon seit den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts diesen Klassiker aus, zu dem sich in jedem Jahr ein fester Kern der Kölner Laufszene einfindet, um eine Stunde im Stadionrund zu absolvieren. Durch die Aufteilung in zwei Gruppen, die mehr oder weniger eine Stunde voneinander getrennt starten, ergab sich für Denis Rösler und Kai Engelhardt die Gelegenheit, die Sportler abwechselnd abzulichten.

Denis übernahm den ersten Part und ließ sich trotz einsetzenden Regens nicht davon abhalten, unkonventionelle Aufnahmepositionen auszuprobieren. Zum zweiten Lauf kam nach dem Schauer sogar die Sonne heraus und ermöglichte kurzzeitig stimmungsvolle Momentaufnahmen der unermüdlichen Stundenbezwinger. Claudia Maria Henneken war bei den Frauen mit 14.400 Metern ganz vorn, Christian Jonen schaffte bei seinem zweiten Sieg in Folge wieder über 16 km. Familiär wie übrigens während der gesamten Veranstaltung ging es speziell bei der Siegerehrung zu, die wie immer in geselliger Runde im Vereinsheim stattfand.

Hier alle 330 Fotos als Slideshow oder einzeln

Berglauf

Drei Laufmonster im Klein-Walsertal

Als ich meinen Familienurlaub im Klein-Walsertal buchte, schaute ich zwar mit einem Auge auf das Wochenende der fünften Austragung der Walser Trailrun-Challenge, musste mich mit der Anmeldung zum günstigen Frühbucher-Tarif aber zurückhalten, weil ich nach langer Verletzungsmisere in 2017 nicht sicher war, ob ich wirklich solch ein Brett im Sommer laufen könnte. Der Frühling verlief glücklicher Weise vielversprechend und nach HM am Otto-See und diesmal erfolgreicher Teilnahme am 30 km Trail in Schönberg in Ost-Belgien im Juni war ich zuversichtlich. Jetzt musste nur noch meine Familie überzeugt werden, dass es doch super wäre, einen Urlaubstag der Teilnahme am 29 km langen (1.900 Höhenmeter) Walsertrail zu opfern. Mittlerweile hatten sich Christiane und Sabine für eben dieses Event angemeldet und beim Abgleich der Strecke und der Lage unserer Ferienwohnung konnte ich sehen, dass sowohl der 65 km Ultra als auch die 29 km unmittelbar an dieser vorbei führen würde. Das wäre die Höchststrafe gewesen, wenn ich nur vom Balkon aus hätte zugucken müssen und so meldete ich mich kurz vor dem Erreichen des Teilnehmerlimits zum Höchstpreis an.

Unser Urlaub begann einen Woche vor dem Austragungswochenende und so erblickte ich bereits am ersten Urlaubstag die ersten Streckenmarkierungen während einer kleinen Kinderwanderung. Am nächsten Morgen wollte ich den Schlussabschnitt der Strecke inspizieren und verlängerte das Brötchenholen mit einem 10 km Lauf mit 900 positiven Höhenmetern. Die 900 HM bergab in knappen 30 min. habe ich dann bis Freitag gespürt. Ein leichter Lockerungslauf am Donnerstag und beste Wetteraussichten für Sonntag sorgten für eine rundum positive Vorfreude auf den Lauf am Sonntag.

Am Freitag kurz nach dem Abholen der Startunterlagen und dem Teilnehmer-T-Shirt traf ich das erste Mal Sabine im Dorf, die von ihrem letzten Feriendomizil im Lechtal zu Fuss ins Klein-Walsertal gekommen war. Das war schneller als mit dem Auto oder dem ÖPNV in dieses geographisch etwas besonders gelegene Tal zu kommen. Christiane war zu diesem Zeitpunkt noch mit der Bahn unterwegs nach Oberstdorf. Da Christiane eigens für das Trailevent aus Köln anreiste, hatte sie sich zusätzlich für den Widderstein Trail (15 km mit 900 HM) am Samstag gemeldet – hier gab es auch eine Kombiwertung mit den Hauptläufen am Sonntag.

Der Widderstein Trail führt aus dem Tal einmal um das Widderstein-Massiv herum und wurde von ca. 400 Trailrunnern unter die Sohlen genommen. 15 km mit 900 HM überwiegend über Trails und alpine Pfade sind alleine schon eine ordentliche Nummer. Leider wurden die Läufer genau während des Laufs von einem heftigen Gewitter mit Hagel überrascht, was zum Einen die Trails schmierig machte als auch in einer Höhe von 1.700-2.000 Meter über NN eine heftige Abkühlung bedeutete, denn trailtypische Pflichtausrüstung wie Regenjacke oder langärmliges Trikot waren hier nicht gefordert. Christiane lief den Lauf dennoch souverän zu Ende, wahrte ihre Teilnahme an der Kombi-Wertung und erhielt die erste fette Finisher Medaille.

Am Race-Sonntag konnte ich noch in aller Ruhe mit meiner Familie frühstücken, denn der Start sollte erst um 11 Uhr im letzten Dorf im Klein-Walsertal in Baad erfolgen. Um kurz vor 10 nahm ich den für Teilnehmer kostenlosen Walserbus und traf bei herrlichen Sommerwetter Sabine und Chritiane. Vor den Start wurde von jedem Läufer die vorgeschriebene Pflichtausrüstung kontrolliert, wobei zumindest mein Kontrolleur hier Sachverstand walten ließ und ihm die gefüllte Trinkblase wichtiger war als Handschuhe, Mütze und lange Hose.

Nach erfolgten Startschuss hatte man ca. 2 km Zeit, sich seine Position auf einem recht moderat ansteigenden und breiten Wanderweg zu erarbeiten. Dann war es mit der Leichtigkeit getan und der Trail began. Auf ca. 5 km stieg die Strecke immer steiler an. Erst auf feinen Wurzeltrails, später immer steiniger. An der Bärguntalpe wartete die erste Verpflegung. Trinken war Pflicht, denn es war jetzt genau 12 Uhr und die Sonne brannte vom wolkenlosen Himmel. Trotz eine Meereshöhe von fast 2.000 Meter fühlte es sich nach Hochsommer an. Die Strecke führte wiederum um das Widdersteinmassiv herum auf ständig leicht welligen und meist noch gut laufbaren aber zwischendurch doch schon recht technisch anspruchsvollen Trails in Richtung Mindelheimer Hütte. Hier füllte ich meine Trinkblase auf, was sich als tatsächlich beste Entscheidung des Tages herausstellen sollte. Beim Verlassen des Verpflegungspostens las ich auf einem Wanderwegweiser: 4,5 km bis zur Fiedererpasshütte.

Dass sich der Weg zum Fiedererpass und der Aufstieg zur Fiedererpass-Scharte, in praller Sonne, zu einer derart harten Nummer entwickeln sollten, hatte ich mir so nicht vorgestellt. Eine Kletterpartie bei der an einigen Stellen die Hände zur Hilfe genommen werden mussten, gipfelte in einer kurzen Stahlseil-gesicherten Passage durch die Scharte. Danach verlief der Trail durch ein Geröllfeld steil bergab zur Fiedererpass Hütte und VP3. Hier stärkte ich mich ausgiebig, fühlte ich mich doch muskulär schon leicht müde. Der schmale Bergpfad ging weiter überwiegend bergab mit teils hohen Stufen und zumindest für mich technisch schwierigen Passagen und wir erreichten den letzten Anstieg des Tages über einen steilen Wiesenweg.

Als ein Wegweiser noch 5 km to go anzeigte, erreichten wir die Wege, die ich schon von meinen Erkundungslauf am Anfang der Woche kannte. Hier wurden die einzigen wenigen Kilometern über breite Fahrwege geführt und ich malte mir meinen Zieleinlauf aus. Leider zu viel geträumt, denn ich übersah eine Wasserablaufrinne und flog im hohen Bogen. Zum Glück bin ich mit einer aufgeschürften Hand glimpflich davon gekommen. Doch der Schrecken nahm mir etwas den Mut und die Kraft, die letzten km nach Riezlern etwas flotter zu nehmen. So eierte ich in Richtung Tal und beim Verlassen des Waldes erblickte ich meine Tochter am Streckenrand. Sie hatte über eine Stunde lang dort gewartet und einen Schüssel Wasser mit Kühlakkus kalt gehalten. Doch ihr Plan war es, mir dieses Wasser entgegenzuschütten, was ich mir gerne gefallen ließ.

Die nun noch ca. 500 Meter auf Asphalt wurde ich von meiner Tochter auf ihrem Tretroller bis in Ziel begleitet, welches ich in rund 5:30 Stunden erreichte. Nach kurzer Stärkung und Abkühlung machte ich mich auf den kurzen Weg in Richtung Ferienwohnung und Dusche und bekam gerade noch Sabines Zieleinlauf mit. Auch Christiane erreichte wenig später das Ziel und wurde mit der zweiten Finisher Medaille an diesem Wochenende belohnt.

Nach langer Dusche kehrte ich mit meiner Familie in den Zielbereich zurück und schaute mit bei Bratwurst, Pommes und Bier noch einige Zieleinläufe der Ultra-Läufer an. Ein weiteres Bier zum Ausklang des ereignisreichen Tages gönnte ich mir mit meinen beiden Laufmonster Kolleginnen und wir ließen die Strecke mit ihren Highlights nochmal Revue passieren. Die Walser Trailrun-Challenge im Klein Walsertal ist ein Lauf mit perfekter Organisation (übrigens von einem Verein und mit vielen freiwilligen Helfern) in grandioser Landschaft auf herrlichen bis harten Bergpfaden und Trails.

Charity Lauf

Schneider, Schneider, Schneider – alles korrekt

Da stutzte sogar Gastrunomie-Co-Moderator Michael Schüpstuhl kurz, als er von Zeitnehmer Time & Voice die Ergebnis- bzw. Zieleinlaufliste über 10 km in die Hand gedrückt bekam. Schneider, Schneider und Schneider lauteten die obersten und damit Treppchen-Nachnamen auf dem Papier. Und nicht nur das. Norbert (siegte auch über 5 km), Marco und Thomas Schneider waren tatsächlich so erfolgreich , dass sie sich in der Historie des in seiner siebten Auflage durchgeführten Charity-Laufes verewigen konnten. Die beiden Erstplatzierten liefen – ganz im Sinne von Organisator Mark Muijrers – nach 37:57 Minuten sogar einträchtig über die Ziellinie, Thomas folgte lediglich 12 Sekunden später. Bei den Frauen führte wie so oft kein Weg an Claudia Maria Henneken vorbei, die nach vier Runden durch den Stadtwald in 43:38 Minuten als Gesamt Elfte wieder im Start- und Zielbereich am Club Astoria ankam.

Eine starke Präsenz und gute Performance zeigte einmal mehr das Team 25 MINUTES um Kapitän Denis Rösler, der als Schnellster und Fünfter insgesamt nach 39:40 Minuten finishte. Einige Mitstreiter der sieben an diesem Tag gemeldeten und erfolgreichen Läufer führten nicht nur bereits zuvor die Teamwertung im Time & Voice Lauf Cup an, sondern konnten sie mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sogar noch ausbauen. Alle Startgelder und weiteren Einnahmen der Veranstaltung – inkl. der Tombola bzw. der Verlosung von Preisen – gehen wie in den Vorjahren wieder an den Förderverein für krebskranke Kinder e.V. in Köln.

Alle Ergebnisse

Auslands-Laufberichte

20 km an der Cote de Granit Rose

Mein erster Laufwettkampf in Frankreich, dem Land des neuen Fußball-Weltmeisters. Und gleich der Start über die 20 km-Hauptdistanz bei einem Sommer-Klassiker, nämlich dem Lauf entlang der rosafarbenen Granitküste im Norden der Bretagne am 22. Juli. Eine tolle Veranstaltung mit garantierten Panoramablicken im Rahmen meines Sommerurlaubs!

Bei der 39. Auflage war ich dann mal dabei, nachdem ich im letzten Jahr verletzungsbedingt verzichten musste. Diesmal galt es die 20 km vom Hafen des Startortes Trebeurden bis zum Strand Trastraou in Perross-Guirec, also von West nach Ost zu absolvieren. Jedes Jahr wird diese Punkt-zu-Punkt-Strecke andersherum gelaufen, das heißt Start- und Zielort werden getauscht.

Im Vorfeld hatte ich mir zuhause noch die notwendige ärztliche Unbedenklichkeitsbescheinigung besorgt, ohne die man in Frankreich nicht starten darf und das Streckenprofil genauer angesehen. Gespickt mit kleineren, knackigen Anstiegen, vor allem zu Beginn und 2 km vor dem Ziel sowie steileren Bergabpassagen und Kurven sollte es an der schönen Küste zumeist auf Asphalt diesmal nahezu durchgängig durch die Sonne gehen. Ein erhoffter Rückenwind aus Westen blieb an diesem Tag aus. Eine Hitzeschlacht stand bevor.

Pünktlich um 10.45 Uhr wurde unverhofft schnell gestartet und knapp 900 Teilnehmer bewegten sich über die Hauptdistanz Richtung Westen. 10 km-, 6 Km-, 3-, 1,5 km-Läufe sowie eine Walkingveranstaltung waren bereits im Vorfeld abgelaufen.

Vorne weg liefen vom Start weg zwei dunkelhäutige Läufer aus Burundi und Kenia, die letztlich auch den Sieg nach etwa 1:05 Std. unter sich ausmachten. Überhaupt scheint dieser Lauf viele ambitionierte Läufer aus der Region und dem ganzen Land anzuziehen, was an den schon optisch erkennbar durchtrainierten Athleten, deren Laufshirts und letztlich auch anhand der Ergebnisliste nachher klar wurde. Da ich längere Zeit keine dementsprechende Distanz und nicht ein derartiges Streckenprofil im Wettkampf gelaufen bin, die Hitze und die Unkenntnis der Gegebenheiten hinzukamen, hatte ich mir zum Ziel gesetzt, erstmal gut und unverletzt in Perros-Guirec anzukommen und dabei zumindest eine Zeit unter 1:30 Stunden zu laufen. Und ich kam ganz gut in Tritt.

Nach der Bewältigung des ersten steilen Anstiegs vom Hafen herauf auf die Küstenstraße konnte ich in der Masse einen Schnitt von etwa 4:10 pro Minute locker halten. In leichten abschüssigen Passagen konnte ich das Tempo forcieren. Langsam, aber kontinuierlich zog sich das Feld auseinander, was man zunächst gut auf der breiten nahezu geradeaus verlaufenen Hauptstraße einsehen konnte. Spätestens alle 5 Km gab es eine Verpflegungsstelle mit Wasser und Melonenstücken, zwischendurch hatten Anwohner und Zuschauer Wasserwannen zur Abkühlung aufgestellt und ab und zu gab es auch Wassersprenger, die alle Teilnehmer reichlich nutzten. Immer wieder ging es nach ca. 5 Km von der Hauptstraße oberhalb der Küste hinunter in kleinere, malerische Buchten, wo die Segel- und Fischerboote aufgrund des noch vorherrschenden Niedrigwassers (Tidenhub hier über 8 Meter!) zum Teil trockenlagen. Ganz tolle Aussichten! Aber auch der Kampf mit der Strecke und der Sonne.

Zuvor dick mit Sonnencreme eingecremt, konnte ich aber die Hitze ganz gut ertragen. Die Anstiege waren da schon anstrengender und sorgten vor allem im zweiten Teil dafür, dass ich das Tempo reduzieren musste. Dies ging aber nicht nur mir so. Der ca. ein Kilometer lange Anstieg kurz vor dem Ziel hatte es dann nochmal besonders in sich, aber letztlich schleppte ich mich über die Kuppe und konnte den steilen Abstieg Richtung Zielstrand unverletzt hinter mich bringen. Ein letzter versuchter Zielsprint und ich landete vor der feiernden Zuschauermenge (darunter auch Nadia und ihre Freundin Gertrud) in einer für mich nicht erwarteten Endzeit von 1:23:49 Stunden insgesamt auf dem 53. Platz bei 812 Finishern. Einige waren wohl ausgestiegen. In der Gruppe VH2 (Veteranen ab AK 50) war dies der 6. Platz. Sehr zufrieden musste ich mich dann noch eine ganze Weile erholen. Es gab ein Erinnerungsshirt, ein Bad im Meer und ein sich anschließendes hervorragendes Fischessen.

Schön, aber anstrengend war`s! Jedoch wärmstens zu empfehlen. Wer also mal Mitte Juli in der Bretagne sein sollte, dem lege ich diesen Lauf als Sightseeing-Variante sehr ans Herz. Bon vacance!

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