pulsschlag-Melderekord in Pulheim
1.700 Laufbegeisterte starteten bei der 19. Auflage des beliebten Volkslaufes vor den Toren Kölns +++ Neuer Streckenrekord bei der Mixed-Staffel durch den TV Refrath
Mit einem neuen pulsschlag-Melderekord endete am Sonntag die 19. Auflage des GVG-Staffelmarathons in Pulheim. 1.700 Laufbegeisterte verwandelten die Strecke rund um den Start- und Zielbereich am Geschwister-Scholl-Gymnasium in ein riesiges Laufspektakel Damit stiegen die Anmeldezahlen um 250 Starterinnen und Starter zum Vorjahr. Die regionale Running-Community sorgte für einen neuen Melderekord seit dem der Pulheimer SC im Jahr 2011 erstmals von der Kölner Sportagentur pulsschlag organisatorisch unterstützt wurde.
Bei dem für den Saisonauftakt typischen „Pulheimer Staffellauf-Wetter“ mit kalten, aber sonnig-trockenen Laufbedingungen gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Wettbewerben an den Start. Sehr zur Freude von Organisator Holger Wesseln, der mit seiner Kölner Agentur pulsschlag und dem Pulheimer SC das erste große Laufhighlight des Jahres ausrichtete.
„Wir schreiben gemeinsam mit dem Pulheimer SC die Erfolgsgeschichte des Events weiter. Der GVG-Staffelmarathon erfreut sich von Jahr zu Jahr immer größerer Beliebtheit. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen nochmals 250 Starter mehr an unserem Lauf teil. Das unterstreicht den Stellenwert der Veranstaltung“, zeigte sich Holger Wesseln zufrieden. „Bedanken möchte ich mich natürlich für die super Zusammenarbeit beim Pulheimer SC, der Stadt Pulheim mit ihrem Bauhof sowie der Polizei, die wieder für einen reibungslosen Ablauf gesorgt haben. Ohne die vielen Partner um Titelsponsor GVG Rhein-Erft und all die engagierten Helfer wäre diese Veranstaltung nicht so erfolgreich.“
Bei der 19. Auflage des GVG-Staffelmarathon Pulheim am 17. Januar 2016 erwartete die Teilnehmer und Zuschauer ein Volkslauf der besonderen Art. Denn neben den sechs Mann starken Staffeln der Erwachsenen, den 9er-Staffeln der Schüler sowie dem Einzel- und Halbmarathon fand als Ergänzung des Streckenangebots erstmalig ein 10-Kilometer-Lauf für Einzelstarter statt. Das Angebot für den neuen 10-Kilometer-Lauf richtete sich an alle Laufbegeisterten der Region. Der neue Lauf fand ebenfalls auf dem vermessenen Rundkurs in Pulheim statt. Die 5-Kilometer sind wie in den Vorjahren ebenfalls im Angebot.
Im 5-Kilometer-Lauf der Frauen siegte Favoritin Ronja Jäger (Bunert – Der Kölner Laufladen) in einer Zeit von 19:09 Minuten vor Rachelle Falloon (Blyth Running Club/20:33) und Sonja Schlömer (Casa Ciclista/22:11). Bei den Männern triumphierte auf der kurzen Strecke Jonathan Escalante-Phillips in 16:20 Minuten vor Marc Zewe Schneider (Pulheimer SC/18:24) und Safin Mala (18:51).
Auf der neuen 10-Kilometer-Distanz siegte Markus Esser (Aachener Turn-Gemeinde/37:54) vor Harald Gläßer (Laufmonster SG Zons/39:09) und Stefan Casale (40:13). Premieren-Siegerin wurde Martina Schwanke (VfB Erftstadt/39:53) vor Grit Baedeker (LT Hennef/Sieg/44:02) und Havva Mazyek (IF Fies/45:32).
Beim Halbmarathon setzte sich bei den Frauen Anja Lamberty vom ASV Köln in einer Zeit von 1:24:00 Stunden vor Jenny Federhen (VDES / 1:36:44 Std.) und der Kerpenerin Christina Knödler (1:43:02 Std.) durch. Bei den Männer war Vorjahressieger Christian Jonen (VfB Multisport) mit der Siegerzeit von 1:18:04 Stunden wieder der schnellste Starter über die halbe Marathon-Distanz. Zweiter wurde Christian Beelitz (LAZ Puma Rhein-Sieg / 1:22:46 Std.) und Harald Petschellies (Der-Fahrradminister.de / 1:23:42 Std.).
Auf der klassischen Marathon-Distanz von 42,195 Kilometern ließ der Niederländer Iwan Theunissen (AV STB Landgraaf) in 2:54:28 Stunden Robert Jäkel (Tus 08 Lintorf / 2:55:37 Std.) und seinen Landsmann und Vereinskollegen Erik Haakma (2:58:35 Std.) hinter sich. Bei den Frauen siegte die Zweitplatzierte des Vorjahres, Annabel Diawuoh vom KTT01, in einer Zeit von 3:26:31 Stunden vor Gladys Just (Bunert – Der Kölner Laufladen/3:27:42), die in 2015 den 5-Kilometer-Lauf gewonnen hatte. Dritte wurde Petra Kath (LT SV Westum/3:57:20).
Im Wettbewerb der gemischten Staffel über die Marathon-Distanz sorgte der TV Refrath für einen Streckenrekord. Daniel Schmidt, Sören Braun, Alexandra Tiegel, Caroline Hardt und Antje Wietscher unterboten in einer Siegerzeit von 2:32:32 Stunden die Bestzeit aus dem Jahr 2006.
Beim Marathon-Staffelwettbewerb der Männer siegte das Team KTT01 powered by Bunert 2 in der Besetzung Yannik Stollenwerk, Daniel Singbeil, Lucas Abel, Alexander Schilling, Sebastian Zeller und Tobias Drachler (2:18:51 Std.). Und bei den Frauen stand das Team KTT01 powered by Bunert 2 mit Hanna Winckler, Lena Neuburg, Katharina Erdmann, Pauline Saßerath, Katharina Lieb und Nina Eim ganz oben auf dem Treppchen (2:50:20 Std.). Den Schulstaffel-Marathon gewann das KTT01 mit Mina Shahab, Lotta Kracht, Rafael Bruder-Pedroso, Basilio Kalus, Maite Küstner, Carina Küstner, Katharina Erdmann und Lena Neuburg (2:55:55 Std.)
Pressemitteilung von Stephan Flock
Staffelmarathon Pulheim: Adrenalin-Schub für die Grid Boys
Man kann den Pulheimer Staffelmarathon als Team von vorne bis hinten exakt durchplanen. Inklusive aller Treffpunkte und -zeiten. Selbst die Startkorridore für die Strecken von 5 über 7,2 bis zu den 10 Kilometern sind aufgrund der individuellen Leistungsstärken vorhersehbar. Man kann und darf jedoch auch davon ausgehen, dass alle Mitstreiter irgendwann zur rechten Zeit am rechten Platz sind, denn sie sollten ja wissen, was sie wann zu tun haben. Einfach nur laufen. Ggf. auch als Startläufer. Derjenige der Laufmonster war vielleicht gerade wegen des Getümmels im Geschwister Scholl Gymnasium einfach nicht auszumachen. Und das bis kurz vor dem Start um 10.40 Uhr. Oder vielleicht doch überraschend nicht anwesend? Es sollte sich später klären.
Doch irgendjemand der beiden vor Ort musste nun antreten. Sofort! Subito! Die Uhr der Wahrheit hatte geschlagen. Mit der Start-Nummer zwei über die Drängelgitter und mitten hinein in den Startblock. Gefühlt 20. Reihe, wohl aber noch weiter hinten. Schleppender Start und kein Freischwimmen möglich. Rutschige Passagen auf der Einführungsrunde im Wohngebiet im Norden Pulheims. Doch die Sonne schien. Und wo sie den Asphalt traf, war Schnee und Eis binnen Minuten kein Thema mehr. Erster Kilometer angeblich in 3:58 Minuten. Doch auf Zuruf gemessen, während ich immer noch in wahrem Übermut zunächst versuchte, das Feld von hinten aufzurollen. Es wollte schlichtweg nicht gelingen. So pendelten sich die Durchgangszeiten über 4 min. ein und die Endzeit von 30:20 min. auf den 7,2 km bestätigte dies auch sehr überzeugend.
Thomas war zum Glück bereits startklar und konnte den handlichen „Staffelstab“ übernehmen. Ich hatte mich schon auf weitere 5 km eingestellt. Vom Startläufer war immer noch nichts zu sehen. Der Grid Boy verließ den Wechselbereich und machte sich auf in die warmen Boxen, sprich das Innere des nach wie vor proper gefüllten Gymnasiums. Keiner hatte so recht Lust, sich in der Kälte etwas abzufrieren und verharrte bis zu seinem Einsatz in der großen Empfangshalle oder den vielen Nischen und Seitenarmen. Schnell umziehen und abtrocknen, Klamotten wechseln und zur Siegerehrung 5 und 10 km. Ronja hatte über 5 km gewonnen und Harald über die Langdistanz den zweiten Platz erreicht. Alle Achtung! Der Tag begann, sich selbst in positivere Bahnen zu lenken.
Marcel war ebenfalls plötzlich da und stand für die mittleren 5 km bereit. Damit war die Planung wieder im Reinen. Daniel übergibt an ihn, Manuel läuft die vorgesehenen 10 km und Harald den Schlusspart über 5 km. Etwas zu euphorisch begab ich mich nach draußen, um endlich einmal ein paar Fotos zu schießen. Doch ich verpasste alles und jeden, vor allem die für mich wichtigen Staffelübergaben. Nach 20 Minuten im Wolkenschatten und in zunehmender Kälte passte ich gerade noch Marcel ab und verflüchtigte mich durchgefroren zwangsläufig wieder ins Warme. An der sportlichen Form wie an der nicht läuferischen Feinplanung darf also durchaus noch gefeilt werden. Oder es ist im kommenden Jahr schlichtweg wieder „etwas“ wärmer. Marcel legte nichtsdestotrotz eine 18:30 hin und auch die 36:30 min. von Manuel konnten sich wahrlich sehen lassen.
Zum finalen Wechsel musste ich einfach noch einmal als Grid Boy in den Startbereich. Und endlich gelang das, was einem immer nur mit dem Mut der Verzweiflung gelingt. Eine schöne kleine Fotoserie mit Gegenlicht und erst durch die gleißende Sonne vermeintlich bedrohlicher Wolkenkulisse im Hintergrund. Noch dazu war es ein perfekter Wechsel und Harald gab Gas bis zum Anschlag. Nach einer 19er-Runde konnte er nach 2:46:32 Stunden das erfolgreiche Sextett beschließen. Der 23. Platz von 185 Staffeln spiegelt auch genau wieder, was an diesem Tag möglich war und möglich wurde. Die Grid Boys sind nun zunächst einmal Geschichte. Aber wer weiß: Vielleicht gibt´s ein Wiedersehen im Januar 2017.
André Rinke läuft 3.000 Meter Bestzeit in der Halle
Bei 15 Teilnehmern über 3.000 Meter setzte das Kampfgericht bei den Hallen-Landesmeisterschaften in Leverkusen zwei Zeitendläufe an. Torben Kirchner war so gerade im ersten Zeitendlauf, André Rinke war von der Meldezeit der Schnellste im zweiten Lauf. Das erwies sich für den Refrather Langstreckler als sehr günstig. Der 24jährige läuft mit seinem etwas eckigen Laufstil lieber von vorne. Und das tat Rinke in beeindruckender Manier. Von der Spitze weg laufend schüttelte er die Konkurrenz nach und nach ab und zog sein Drei-Minuten Tempo allein gegen die Uhr 15 Hallenrunden durch. Sein Lohn: neue Bestzeit in 9:00,92 min. Die erste kleine Enttäuschung, die anvisierte Zeit von 8:59 nur knapp verpasst zu haben, wich schnell der Begeisterung. Denn als 4. der Gesamtwertung war er überraschend schneller als einige stärkere Konkurrenten im A-Lauf. Torben Kirchner war nach sehr anstrengende Diensttagen als Bereitschaftpolizist nicht so frisch wie erhofft. Er belegte mit 9:11,93 min etwas unter Wert den 8. Rang.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
Froning und Koller vorne
Zwei von vier Seriensiegen gehen an die Rhein-Berg Runners
Zum 46. Mal richtete die SG Bockenberg die Winterlaufserie im Milchborntal aus und zum 46. Mal fand am Samstag im Anschluss an dem dritten und letzten Lauf die liebevoll ausgetragene Siegerehrung statt. Nach drei Läufen durch das Milchborntal kommen die Seriensieger auf der kurzen Strecke von den Rhein-Berg Runners. Marianne Froning und Martin Koller konnten die Serie jeweils souverän gewinnen. Froning mit knapp 2 Minuten Vorsprung vor Monika Gippert (TV Herkenrath) und Martin Koller ebenfalls völlig ungefährdet mit 45 Sekunden Vorsprung vor David Fleschen vom TV Herkenrath. Rene Grass rundete das gute Gesamtbild der Rhein-Berg Runners ab. In der Summe der drei schweren langen Läufe belegte er einen tollen ungefährdeten dritten Platz.
Pressemitteilung von Silke Schäpers
ERGO Sports im Time & Voice Cup 2015 wieder vorne
Sie haben es schon wieder geschafft. Zum dritten Mal in Serie konnte das vielköpfige Team der Betriebssportgruppe ERGO Sports die Mannschaftswertung des Time & Voice Lauf Cup Köln gewinnen. Und dies erneut in fußballerischer und zudem kölscher Mannschaftsstärke. 11 Finisher mit mindestens fünf Zielankünften aus den Reihen um Leiter Thomas Boelter verzeichnet das Tableau, insgesamt kamen im gesamten Jahr 2015 sogar 18 Mitglieder 90 mal erfolgreich ins Ziel einer der in der Serie zusammengefassten Kölner Laufveranstaltungen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Cologne Allblacks, die der Laufserie mittlerweile auch schon fünf Jahre die Treue halten, sowie Denis Rösler mit seiner Mannschaft von 25 Minutes Köln. Herzlichen Glückwunsch den erfolgreichen Teams.
Die feierliche Siegerehrung aller Teilnehmer – Einzelstarter und Teams – für das Jahr 2015 findet am 22. Mai im Rahmen der neu in die Serie aufgenommenen Charity-Veranstaltung GastRUNomie im Biergarten des Club Astoria im Kölner Stadtwald statt. Nach dem 10 km-Lauf – vor der einmaligen Kulisse aus Adenauerweiher, Wiesen und Wald – werden alle erfolgreichen Finisher der zehn Läufe aus 2015 im Verlauf des Nachmittags auf die Bühne gebeten. Parallel zur Feier wird natürlich wieder ein Buffet für alle Gäste angeboten. Weitere Infos hierzu folgen in den kommenden Wochen und Monaten.
RheinEnergie Marathon Köln im Aufwind
Jubiläum lockt mehr Läufer nach Köln
Der RheinEnergieMarathon Köln führt in diesem Jahr am 2. Oktober tausende internationale Sportler zum 20. Mal durch die Kölner Innenstadt. Das Jubiläum sorgt für ein wahres Lauffieber und lässt die Teilnehmerzahlen steigen.
Insbesondere auf der Königsdisziplin Marathon haben sich mit aktuell 1.900 Meldungen bereits jetzt schon 14 % mehr Läufer angemeldet als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr.
Für die größte Breitensportveranstaltung in Nordrhein-Westfalen liegen bis dato bereits 4.724 Anmeldungen vor. Neben den Marathonläufern haben sich auch 2.568 Halbmarathonis und 256 Staffelläufer gemeldet. Insgesamt werden rund 27.000 Teilnehmer erwartet.
Pressemitteilung von Jan Broniecki
Eine Armlänge voraus: Selbstverteidigung am 31. Januar
Aufgrund der Ereignisse an Silvester in Köln liegt es dem Grenzenlosen Sportverein am Herzen, noch vor Beginn des Straßenkarnevals einen Selbstverteidigungskurs für Mädchen anzubieten. Dazu konnte Trainer Jörg Kopka gewonnen werden. Am 31. Januar um 16 Uhr treffen sich alle Interessierten in den Abelbauten im Sportpark Müngersdorf, direkt vor dem Rhein Energie-Stadion. Der Kurs ist kostenlos! Um Voranmeldung wird bis zum 29. Januar unter Tel. 02236-3051080 bzw. 0179-5330921 oder per Mail gebeten.
Zwei Siege an einem Wochenende
Torben Kirchner ist Halbmarathon-Sieger in Leverkusen
Ein langer flotter Dauerlauf stand auf seinem Trainingplan. Doch die 21,1 km als Tempo-Dauerlauf am letzten Tag der Leverkusener Winterlaufserie wurden etwas schneller als geplant. Konkurrenzlos lief der Leverkusener Polizist im TVR-Dress vom ersten Meter vorne weg und gewann relativ locker in guten 1:14:11 Stunden mit sechs Minuten Vorsprung vor Laurids Meier aus Köln. Testläufe aus vollem Training über die 5 km Distanz bestritten Ramsi Mekkioui (1. M40/19:42), Frederik Hartmann (1. M45/19:59), Andreas Rossa (3. M40/20:39), der Bestzeit laufende Damian Zehnpfenning (2. U20/20:53) sowie Kinga Fuchhuber (2. W35/25:04).
Antje Wietscher 3.000 Meter NRW-Meisterin mit Landesrekord – Refrather Seniorenläufer holen vier Medaillen in Düsseldorfer Halle
Mit einem sehr schnellen letzten Kilometer in 3:53 Minuten blieben die Uhren für Antje Wietscher nach 15 Runden im 3.000 Meter Lauf bei 11:55,95 min. stehen. Damit pulverisierte sie die acht Jahre alte Bestleistung von Marianne Spronk (Viktoria Goch) um unglaubliche 35 Sekunden. Die vielfache Deutsche Meisterin startet nun nach ihrem „Aufstieg“ in der neuen Altersklasse W60.
Die zweite Goldmedaille für den TV Refrath holte Ulrich Buchmüller Buchmüller in der M55. In souveräner Manier gewann der Odenthaler in 2:24:33 min. über 800 Meter. Der zweite Titel war ihm eigentlich als Favorit im 3.000 Meter Lauf schon sicher. Doch der überforderte Kampfrichter im großen 20köpfigen Starterfeld zeigte ihm nicht die Runden an. Er lief daher eine Runde zu wenig und wurde trotzdem gewertet. Doch meldete Buchmüller nach dem Missgeschick den Fehler und wurde aus der Wertung genommen.
Karl-Heinz König startete in seiner Paradedisziplin über 800 m. Hinter dem Neu-M65 Franz-Josef Schmidt aus Wippetal war er mit seiner Zeit von 2:33,91 min. als Vizemeister sehr zufrieden.
Rolf Spenrath musste krankheitsbedingt leider passen. Die vierte TVR-Medaille holte sich Karin Meuser. Sie ärgerte sich trotzdem ein wenig, da die W50-Läuferin im Endspurt als Dritte über 800 Meter mit nur 3/10 Sekunde hinter der Zweitplatzierten lag.
Freuen durften sich Doris Remshagen (8. W45/12:29,44) und Martin Groos (4. M60/11:49,60) über neue persönliche Bestzeiten über 3.000 Meter in der Halle. Markus Heisig lief als 5. M55 in 11:06,99 knapp über und Heiko Wilmes (7. M45/10:54,93) knapp unter der 11-Minuten-Marke. TVR-Coach Jochen Baumhof sieht seine Athleten für die Deutschen Hallen-Meisterschaften Mitte Februar in Erfurt auf einem guten Weg.
Fotos: Mike Fresenborg/privat
Presemitteilung von Jochen Baumhof
Time & Voice Lauf Cup 2016: Programm für ein ganzes Jahr
Vormerken. Am 24. Januar geht es los. Nachstehend alle Termine bis zum sprichwörtlichen Jahresende. Aktuelle Informationen und mehr auf der Cupseite.
24.01., 14.02., und 28.02.2016
Winterlaufserie des LSV Porz
08.05.2016
Vogelsanger Mailauf
22.05.2016
gastRUNomie-Lauf
05.06.2016
Oswald-Hirschfeld-Erinnerungslauf
10.07.2016
Sommerlauf des LSV Porz
31.07.2016
10 Meilen von Köln
03.09.2016
Kölner Friedenslauf
19.11.2016
Herbstlauf des LSV Porz
31.12.2016
Kölner Silvesterlauf
David Bowie forever: Station to Station…
Der Starman schwebt jetzt über uns und hat uns mit seinem Album „Blackstar“ und dem „Lazarus“-Clip ein wie immer schillerndes Erbe hinterlassen
David Bowie – Held meiner Jugend und darüber hinaus. Stilikone bis zum Horizont und weiter. Immer voller Ideen im Sinne der Weiterentwicklung der Musik, seiner Persönlichkeit und der Sprengung medialer Grenzen. 1983. Brettharter Sommer. Es war fast durchgehend heiß. Meine erste Begegnung mit „Let´s Dance“, das pünktlich am 1. April veröffentlicht wurde und unmittelbar alle Charts enterte, im Rahmen von Pubertät und allen erwachenden Begleiterscheinungen. Unglaublich cooler Song. Perfekt instrumentiert. Produziert von Nile Rodgers und mit dem viel zu früh bei einem Helikopter-Absturz zu Tode gekommenen Stevie Ray Vaughn an der Gitarre. Pop in Vollendung. Unzählige Freibadbesuche, zu denen anfangs neben weiteren 80er Perlen meistens zuallererst „Blue Monday“ in der schier endlosen und nur in dieser Form veröffentlichten Sieben-Minuten Maxi-Version über die Wiesen der Sonnenanbeter schallte.
Parallel jedoch auch immer Let´s Dance. Kaum kürzer und so unglaublich groovy. Heute immer noch. In damaligen Tagen eine Verheißung für ewige Jugend: „Put on your red shoes and dance to the blues“. Ja, Blues war für Bowie beabsichtigt und nach einer in den 70ern erstmals explodierenden Karriere mit reichlich Pop angesagt, um als über die Jahre darbende Stil-Ikone endlich das Bargeld-Konto entsprechend aufzufüllen. Der kommerzielle Durchbruch anno 1983 konnte alle Wunden heilen, die die 70er mit ihrem bewusst auf die Spitze getriebenen Super-Stardom rund um „Ziggy Stardust“, aber kommerziell eher verhaltenen Verkaufszahlen hinterlassen hatten. Innovation war gestern und sie hatte neben einem Kult, der bis heute andauert, außer dauerhafter Bewunderung und einer Stilprägung für Generationen scheinbar noch nicht viel Zählbares erbracht. Der Ausverkauf begann womöglich noch nicht einmal gezielt, aber der clevere Bowie konnte oder wollte sich dem nicht entziehen. Aller Erlös jener Zeit war trotzdem mehr als verdient. Doch der monetäre Breakthrough brachte auch ein kreatives Vakuum. Ab Mitte der 80er lief für ein Jahrzehnt fast nichts mehr nach Wunsch und auch die Fans waren verwundert. In der Folge fand er kaum mehr bzw. erst zum Ende seiner Karriere musikalisch zurück in die Spur des innovativen Genies.
1983 war umsatztechnisch sein Jahr. Er hatte auch schon so ziemlich alles gesehen. Außer Geld. Er war 36 Jahre und durfte sich zu den Klängen des bereits 1977 mit Iggy Pop geschriebenen „China Girl“ in den Wellen der untergehenden Sonne mit einer unbekannten Schönen vergnügen. Die Schluss-Bilder des damals unerhört innovativen und stilbildenden Videos sind bis heute unvergessen, sowohl hinsichtlich der Ästhetik, des Schnitts als auch der explizit zur Schau gestellten Sexualität. Der Clip war von Anfang bis Ende eine Augenweide und zugleich eine Ausweitung der Kampfzone in die Kinderzimmer aller seinerzeit heftig pubertierenden Jugendlichen. Alles geht. Offensichtlich in jedem Alter. Alles ist möglich. Doch es war leider nur das Jahr 1983 und man war 15. Bereits 1984 begann mit „Tonight“ ein zunächst kaum merklicher Niedergang, der trotz oder diverser Haupt- und Nebenprojekte erst 1995 mit „Outside“ gestoppt wurde. Endlich erschien einmal wieder eine absolut neuartige Scheibe mit richtig cooler, innovativer Musik und reichlich krudem Inhalt. Da passte es, dass „Hearts Filthy Lesson“ im umgekehrt laufenden Abspann zu „Se7en“ an allererster Position ertönte.
Endlich waren die 70er mit ihrer auf den Hit-Zenit hingezimmerten USA-No. 1 „Fame“ vergessen, die ihm erst in seiner Philly-Sound-Phase einen veritablen Hit und umfangreiche Einnahmen bescherten. Sein Co-Partner John Lennon hatte es ihm mit „Whatever Gets You Thru The Night“ ein Jahr zuvor vorgemacht, wobei auch diese Nummer eins keineswegs hausgemacht war, sondern erst aufgrund diverser glücklicher Fügungen und zum Teil überraschender Wendungen zustande kam. Danach folgte die wahrlich kreative Phase des David Bowie, die von 1976 (Station to Station) über 1977 (Low und Heroes), 1979 (Lodger) bis 1980 (Scary Monsters) andauern sollte. Von den planen und ausladenden repetitiven Momenten der Station to Station-LP katapultierte er sich und seine erwartungsvolle Plattenfirma unverhoft in die kommerzielle Low-Wüste, deren überbordende Sound-Ästhetik (verfremdete Instrumente und vermeintlich nihilistische Texte) heute noch nicht annähernd hinreichend entschlüsselt ist und von vielen Epigonen bis in unsere Tage klangtechnisch kopiert wird. Kaum ein halbes Jahr danach dann „Heroes“, seine vielleicht „rundeste“ Veröffentlichung, fängt sie doch alles ein, was den damals erst 30jährigen um- und antrieb. „Lodger“ war der mehr als musikalische Link zur Video-Ästhetik, der dann mit „Scary Monsters“ voll zur Entfaltung kommen sollte. Unglaublich kühle und cool komponierte Songs mit schier unglaublichen Akkordfolgen und alles überdauernden Refrains (Ashes to Ashes/Fashion), die in der heutigen Musik-Landschaft ihresgleichen suchen.
David Bowie ist nun mit Sicherheit leider unterwegs zum nächsten Bahnhof, nach „Space Oddity“, „Life on Mars?“, „Ziggy Stardust“, „Starman“, der „Station zu Station“ mit Kraftwerk und einem imaginären „Outside“ womöglich weit weg in einer weit entfernten Galaxie fern aller kruden irdischen Weltlichkeit. Auch wenn das Jahr 2016 damit mehr als doppelt und dreifach negativ beginnt, sei es ihm zu gönnen. Nicht nur der „Blackstar“ bleibt als Vermächtnis.


















