Rhein-Berg Runners rocken den Bockenberg
Männerwertung wurde unter den „Grünen“ ausgemacht
Die Bedingungen zum Start der 47. Auflage der Bockenberger Winterlaufserie konnten nicht viel besser sein. Bei trockenem und kühlen Wetter gingen insgesamt 219 Teilnehmer an den Start. 70 entschieden sich für die kurze Runde und 149 Läufer gingen auf die lange Strecke. Auch in diesem Jahr, statt einer Wintertrainingseinheit um die Saaler Mühle, baute Trainer Lothar Pöhlitz den ersten Lauf der WLS als forcierten Tempodauerlauf in den Trainingsplan ein. Gleich sechs Läufer der Rhein-Berg Runners nutzten den ersten von drei Läufen als flotten Dauerlauf unter Wettkampfbedingungen. Und das mit vollem Erfolg.
Auf der Kurzdistanz über 5,2 Kilometer gingen alle Podestplätze an die Rhein-Berg Runners. Es siegte Lukas Schommers in 18:20 Minuten vor Tesfu Tesfagebriel in 19:34 Minuten und Rene Grass in 19:47 Minuten. Im zweiten Rennen, der 7,8 Kilometer Langdistanz, belegten die Rhein-Berg Runners die Plätze eins, zwei und vier. Nur Thierry van Riesen vom TuS Horhausen konnte sich auf den dritten Rang zwischen den starken Rhein-Berg Runners setzen. Es siegte Arthur Ralenovsky in 28:01 Minuten vor Pascal Meißner in 28:46 Minuten. Ganz knapp, mit nur drei Sekunden Rückstand, kam Frank Schröder in 29:31 Minuten als Vierter, hinter van Riesen, ins Ziel.
Gut erholt von seinen beiden Marathons, Anfang und Mitte Oktober, präsentierte sich am Sonntag Alexander Hörniss von den Rhein-Berg Runners ebenfalls sehr erfolgreich. Beim 2. Lauf der sechsten Leverkusener Winterlaufserie erreichte er auf der 15-Kilometerstrecke den dritten Platz in der Gesamtwertung. Auf dem Rundkurs um die Sportanlage des Bayer o4 Leverkusen siegte David Sudowe vom Team Essen 99 in 54:27 Minuten vor Max Irle in genau 55:00 Minuten. Hörniss kam in sehr guten 56:25 Minuten ins Ziel. Damit wurde er nicht nur Gesamtdritter, sondern gewann auch noch überlegen seine Altersklasse M45.
Ein 26-jähriges Jubiläum feierte die Leichtathletikabteilung des TUSEM Essen am Sonntag mit ihrem Blumensaat-Lauf. Hier können auf der schnellen und DLV vermessenen Strecke noch einmal Bestleistungen erbracht werden. Dirk Heuschen von den Rhein-Berg Runners wollte zum Jahresende noch einmal eine gute 10-Kilometerzeit laufen. Das Vorhaben gelang. Mit einer tollen Zeit von 36:31 Minuten siegte er überlegen in seiner Atersklasse M50. Der zweitplatzierte Michael Schneider von der LG Deiringen benötigte für diese Strecke 90 Sekunden mehr.
Pressemitteilung von Silke Schäpers
Souveräner Auftaktsieg von Lukas Schommers
Start der 47. Bockenberger Winterlaufserie
Bereits zum 47. Mal wurde in diesem Jahr die Bockenberger Winterlaufserie ausgerichtet und das mit der bekanntermaßen familiären Atmosphäre und der ausgezeichneten Organisation. Beim Lauf durch das idyllische Milchborntal und über die Hardt fühlt man sich gleich zuhause, weil schon seit Jahren die vertrauten Streckenposten an den immer gleichen Stationen stehen. Vermisst habe ich nur den „Kneipendorn“, auf dem im Ziel die abgerissenen Startnummern aufgespießt wurden, damit die Reihenfolge der Handzeitnahme überprüft werden konnte. Vor zwei Jahren wurde auch bei diesem Traditionslauf die elektronische Zeitnahme eingeführt und das ohne die Startgebühren zu erhöhen! Sicherlich nicht nur deshalb erfreut sich die Laufserie ungebrochener Beliebtheit.
Aber nun zum Sportlichen: Laufmonster Lukas durfte endlich mal wieder einen Wettkampf bestreiten und hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet bei seinem Start über 5,2 km (kurze Serie). Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg ließ er seinen Konkurrenten von Anfang an keine Chance. Schon am Stadionausgang hatte er sich einen komfortablen Vorsprung herausgelaufen, den er bis ins Ziel kontinuierlich ausbaute. Als ich 10 min. später startete, war Lukas schon auf dem Rückweg und rauschte an mir vorbei. Da es bei diesem Lauf kein Führungsrad gibt, musste er selbst den Pfadfinder spielen. Dies ist offensichtlich gut gelungen. Denn mit 18:20 hat er eine starke Zeit hingelegt, obwohl ihm „eine profilierte Strecke nicht liegt“. Seine Vereinskollegen von den Rhein-Berg-Runners verwies er mit über einer Minute Rückstand auf die Plätze zwei und drei.
Mein Start in die lange Winterlaufserie war nicht so souverän, aber ebenfalls erfolgreich. Mit Platz 11 in der Gesamtwertung und Platz 1 in der AK konnte ich einen soliden Grundstein für die Serienwertung legen. Da ich eigentlich Winterpause mache, fiel mir der Wettkampfmodus schon schwer, auch wenn die Strecke richtig schön ist. So war ich froh, dass der erste Lauf nur 7,8 km lang war. In 14 Tagen geht’s weiter, hoffentlich darf Lukas wieder an den Start!
Run Green – Run Happy – Königsforst Marathon – Frühbucherrabatt für 2017
43. Königsforst-Marathon 2017 – bis 30. November Frühbucherrabatt sichern
Der Countdown für die erste Stufe des Frühbucherrabatts läuft. Bis kommenden Mittwoch, 30. November 2016, können sich alle Interessenten für den Königsforst-Marathon am Sonntag, 19. März 2017, zum günstigsten Tarif anmelden. Die Startgeld-Staffelung gilt für alle Distanzen: 5 km – 10 km – 21,1 km und natürlich für die Königsdisziplin aller Langstreckenläufer, den Königsforst-Marathon. Der Frühjahrsklassiker im Rheinland wurde 32 Jahre lang an der BAST gestartet. „Doch ab 2017 erfindet sich der Köfo-Marathon komplett neu“, verspricht Orgachef Jochen Baumhof.
Das TV Refrath running als Ausrichter hat mit dem Albertus-Magnus-Gymnasium mitten in Bensberg die beste Infrastruktur mit allen Räumlichkeiten zur Verfügung. Bereits von 1973 bis 1983 war in der Kaule Start und Ziel eines der ältesten Marathonläufe Deutschlands. Ein großer Vorteil, auch im Sinne der Umwelt, ist die nahe S-Bahnlinie 1 der KVB und der Busbahnhof. Die attraktiven Laufstrecken sind komplett neu gesteckt und inzwischen von Detlev Ackermann auch DLV vermessen. Die aktuellen Pläne sind auf der Webseite einsehbar. Der Uhu ziert die attraktive Finisher-Medaille als auch das Finisher-Shirt 2017.
Ein Teil des Erlöses wird dem Charity-Partner Bergische Greifvogelhilfe im Königsforst gespendet. Seid dabei am 19. März und erlebt die grüne Lunge des Rheinlandes vor den Toren von Köln mit dem passenden Slogan „run green – run happy“.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
Wie eine Party, auf die man keine Lust hat…
…und am Ende war´s dann die beste seit Langem…
…so lässt sich mein Laufsamstag beim Porzer Herbstlauf nahe Gut Leidenhausen (der Name ist Programm) am besten umschreiben.
Gemeldet hatte ich für den Halbmarathon, gemeinsam mit Christoph Bertels (HM), Steffi Heinemann (10 km) und Timo Hellebusch (10 km) für unser 25MINUTES-Laufteam mit dem Anspruch, den zweiten Platz in der Mannschaftswertung zu verteidigen.
Meine gefühlte Form war Dank stressiger Wochen im Studio suboptimal. Die Gleichung am Samstagmorgen lautete:
Wenig Training + viel Arbeit = chronische Unlust auf einen Halbmarathon im Wettkampfmodus
Aber angemeldet heißt teilnehmen!
Nachdem ich direkt aus dem Studio (arbeiten musste ich natürlich vorher auch noch) in Helmut Urbachs „Wohnzimmer“ fuhr, waren die 10 km schon in vollem Gange. Schnell die Startnummer abholen, ein wenig einlaufen und Steffi (super Zeit!) und Timo (gute Besserung für´s Knie) ins Ziel pushen.
Dann ging es los – und wir kennen es alle – ich war in einer anderen Welt! Es fühlte sich leicht und locker an. Mein großes Glück: mit Uwe Totzke, Christian Plett, Christoph Dreuth und meiner Wenigkeit fanden sich vier Läufer auf ähnlichem Niveau, was fast 15km so bleiben sollte. Die Vierergruppe bildeten am Anfang mit den Plätzen 9 bis 12 eine homogene Gruppe, in der Uwe Totzke zuerst das Tempo bestimmte. Auf den nächsten Kilometern gab es ständig Führungswechsel, die auch ohne Absprache bestens klappten und auf den windigen Geraden auch absolut sinnvoll waren.
Uwe hatte wohl am Anfang zu viele Körner verschossen und musste nach gut zwei Dritteln der Strecke abreißen lassen. Dafür kam wie aus dem Nichts Clemens Sandscheper vom TV Rodenkirchen nach vorn und zog nochmal am Tempo, sodass Christoph Dreuth – nachdem er sich noch einmal im Wind aufgeopfert hatte – abfiel (trotzdem neue PB – Glückwunsch!). Mir fiel es relativ leicht, das Tempo mitzugehen. Auch Christian Plett blieb hartnäckig dran. Mit letzterem zog ich nach kurzer Absprache ab km 18 nochmals am Gashahn – Clemens fiel wieder etwas zurück und ein weiterer Läufer wurde eingeholt. Dann gab es (gefühlt) nur noch Vollgas und die letzten zwei Kilometer war ich „im Tunnel“.
Der Lohn war ein 8. Gesamtplatz, der erste AK-Sieg in diesem Jahr und die Zementierung des 2. Platzes in der AK-Wertung des Time &Voice Laufcups.
Und die Moral von der Geschicht: Lass dich nicht immer von deinem schlechten Gefühl leiten. Wenn die richtigen Leute auf der Party sind, wird es meistens richtig gut und du bist derjenige, den man zum Schluss rauskehren muss.
Ich freue mich schon auf die Merheimer Heide – hoffentlich bin ich schlecht drauf ;-)!
Anmerkung der Redaktion: Muss man zu Denis Rösler noch viel sagen? Wir hoffen nicht. Zumindest dies: Leidenschaftlicher Läufer, auch unter Laufmonster-Flagge, im Hauptberuf Geschäftsführer von 25 Minutes Köln am Friesenwall, dem zukunftsweisenden Fitnesszentrum in der Kölner City. Zudem Chef des in 2016 ziemlich erfolgreichen Laufteams im Time & Voice Lauf Cup Köln, siehe die Ergebnisse der Mannschaftswertung.
Porzer Herbstlauf: Lokalmatador läuft allen davon
Dominik Fabianowski einmal mehr das Maß aller Dinge
Nicht ganz im Bestzeitmodus, aber völlig überlegen gewann der Marathon Vizemeister von 2014 – Dominik Fabianowski aus Rösrath – den Halbmarathon-Wettbewerb beim 24. Porzer Herbstlauf an Gut Leidenhausen. Mit 1:11:40 Stunden lief er ein einsames Rennen gegen die Uhr und hatte im Ziel über drei Minuten Vorsprung auf Marian Bunte, der – ebenfalls allein unterwegs – in 1:15:22 als Zweitplatzierter finishte. Immerhin 145 Starter hatten sich bei wie immer schönem – Helmut sei Dank – aber etwas zu warmem Wetter am Samstagmittag nahe der Einflugschneise des Kölner Flughafens versammelt, um wie gewohnt am dritten Samstag im November ihre Runden in Leidenhausen zu drehen. Bei den Frauen blieb Silke Schneider in 1:29:01 als Siegerin zudem als Einzige unter der 90 Minuten Marke und konnte ihre Führung im Time & Voice Lauf Cup mit nunmehr satten 999 Punkten mittels Streichresultat sogar ausbauen.
Über 10 km brachte der 19jährige Hannes Vohn vom SC Myhl seine Kräfte am besten auf den Parcours und konnte in guten 33:18 min. mit über einer Minute Differenz auf Martin Worring (34:31) und dem Vorjahres Cupsieger Dirk Breunung (34:39) gewinnen, der mit seiner fünften Zielankunft und 990 Punkten nun auch wieder ganz vorne in der Wertung mitmischt. Der vor dem Halbmarathon angesetzte Lauf mobilisierte wie immer die hartgesottenen Herbst- und Winterläufer, die sich auch an den kurzen Tagen des Jahres meist keinen Wettkampf entgehen lassen. Mit 204 Finishern kann das Team um Helmut Urbach und Pressewart Stefan Berger vom LSV Porz wie in den vergangenen 43 Jahren auch recht zufrieden sein.
Besonders erfolgreich verlief das Comeback von Martina Schwanke, die – von vier schnellen Männern unterstützt – in 40:19 Minuten nur knapp an der avisierten Zielzeit vorbeilief. Silvester soll dann die 40er Marke nach einem durchwachsenen Jahr endlich wieder fallen. Über 10 km natürlich – und vielleicht sogar erneut in Köln bzw. in der Merheimer Heide. Daniel Singbeil ließ über 5 km nichts anbrennen und gewann zum wiederholten Male in diesem Jahr die ausgeschriebene Unterdistanz in formidablen 15:56 Minuten. Laura Fuß schaffte es in 19:40 min. als Siegerin über eine große Runde zu überzeugen. Die Schüler über 1 km und die Nordic Walker über 5 km kamen ebenso auf ihre Kosten und wurden wie alle anderen Teilnehmer nach ihren Läufen von Helmut höchstpersönlich auf dem Parkplatz am Hirschgraben begrüßt.
Anmeldung für Run of Colours 2017 startet am Welt-Aids-Tag
Am Welt-Aids-Tag startet die Online-Anmeldung des 9. Run of Colours. Der Lauf steigt am 23. September 2017 im Rheinauhafen Köln und steht wieder unter dem Motto: Ich lauf´ mir die Füße bunt. Zum neunten Mal findet dann der Benefizlauf zugunsten der Aidshilfe Köln statt. Die Teilnehmer/innen können zwischen der 5 km- und 10 km-Distanz wählen. Auch in 2017 wird die 5 km-Strecke als Inklusionslauf durchgeführt. Die Anmeldung kostet am 1. Dezember 2016 – und damit am Welt-Aids-Tag – nur 10 Euro statt 15 Euro.
Der Run of Colours wird bei den Läufern und Läuferinnen immer beliebter. In diesem Jahr waren knapp 1.700 Teilnehmer am Start. Willkommen ist jeder: Freizeitjogger, ambitionierte Spitzenläufer, Prominente, Unternehmer, Lehrer, Schüler, Angestellte, Jugendliche – egal welchen Alters, Geschlechts, welcher Hautfarbe, sexueller Orientierung oder Religion – alle sind eingeladen, gemeinsam an den Start zu gehen, einen unvergesslichen Laufmoment zu genießen und ein Zeichen für mehr Vielfalt und ein Miteinander ohne Vorurteile zu setzen. Und dies tun immer mehr. Allein 2016 war die Firma UPS mit über 200 Teilnehmern vertreten.
Zum Anmeldestart am 1. Dezember 2016 kostet der Startplatz 10 Euro, danach sind 15 Euro bis zum Anmeldeschluss fällig. Nachmelder müssen am Event-Tag 20 Euro zahlen. Damit ist die Anmeldegebühr niedriger als in den Vorjahren. Allerdings wird es nicht mehr das T-Shirt umsonst dazu geben.
Pressemitteilung von Erik Sauer
Foto: Eventfotografie 24
Danke für eine weitere Spende
Edeltrud Haarhaus hat beim diesjährigen Zonser Nachtlauf nicht nur sportlich eine gute Figur gemacht und in einem Feld von über 1.000 Finishern in 1:23:06 den zweiten Platz ihrer Altersklasse belegt. Auch nach dem Zieleinlauf war Sie noch fotogen und hielt das einmalige Ambiente im Zonser Stadion mit ihrem Smartphone fest. Der Laufmonster-Fotograf allerdings auch. Damit ging er seit 2012 zum vierten Mal mit gutem Beispiel voran. Weil das Foto der beiden erfolgreichen Damen sowie noch weitere Schnappschüsse – natürlich auch von der Siegerehrung – so gut ankam, zog Edeltrud jetzt nach. 20 Euro überwies sie zum Dank für die übermittelten Fotos – und da bei den Laufmonstern bekanntlich beinahe alles an Einnahmen gespendet wird, gehen die 20 Euro natürlich wie immer 1:1 an den Förderverein für krebskranke Kinder in Köln. Vielen Dank nochmals an die erfolgreiche Läuferin. Weitere Spender dürfen der guten Sache bei nächster Gelegenheit gerne folgen.
Dreifach-Sieg bei den Crosslauf-Meisterschaften
Nach 2013 richtete der TuS 08 Waldbröl wieder die Crosslauf-Meisterschaften für den Kreis Oberberg aus. Die Frauen mussten zwei Mal einen 2,2 km langen Wald-Rasenparcours bewältigen. Alexandra Tiegel, die Ärztin aus Bensberg, übernahm in ihrem ersten Crosslauf als Favoritin gleich die Führungsposition und gab sie bis zum Ziel nicht mehr her. Die 32jährige Läuferin vom TV Refrath gewann ihren ersten Kreistitel klar in 19:30 Minuten. Mit Karin Meuser (1. W50/21:33) und Doris Remshagen (1. W45/21:38) gelang dem TVR sogar ein Dreifachsieg. Mit dem Mannschaftsgold und der optimalen Punktzahl 6 gewann der TVR insgesamt vier Kreistitel. Da sich die sich die TVR-Männer gerade im Aufbautraining befinden, hatte TVR-Coach Jochen Baumhof das gut besuchte Bergtraining im Milchborntal einem Wettkampfstart vorgezogen.
Michael Eid läuft in Luxemburg neue 10 km Bestzeit
Im luxemburgischen Langsur startete der 25. Deulux-Lauf über 10 km. Auch in diesem Jahr verwandelten über 1.500 Läufer aus vielen Ländern das beschauliche Grenzstädtchen in ein Mekka für Ausdauersportler. Michael Eid nutzte das kalte aber gute Laufwetter für eine neue Hausmarke. Der Refrather Lehrer verbesserte seine Bestzeit um über eine Minute auf starke 36:15 min und lief als insgesamt 47. im Massenfeld über die Ziellinie.
Torben Kirchner beim Pforzheimer Crosslauf Elfter
Die hochkarätig besetzten Deutschen Polizeimeisterschaften wurden in diesem Jahr beim Cross in Pforzheim ausgetragen. Torben Kirchner brauchte auf dem tiefen Rasengeläuf nur 32:32 min für 9.000 Meter und belegte Rang 14 im Gesamtfeld und Platz 11 in der DPM-Wertung. Der Polizist lag nur zwei Sekunden vor dem früheren TVRler Andreas Keil-Forneck. Noch ein frühere TVR-Athletin war am Start: Rike Westermann fehlten nach ihrem anstrengenden „Ausflug“ zum Ironman auf Hawaii vor wenigen Wochen die leichten Beine. Doch erkämpfte sie sich in bekannter Manier nach 27:49 min für 6.600 Meter auf den 9. Platz der DPM-Wertung.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
Schneider gewinnt Bonner Herbsthalbmarathon
Bei herbstlichen Temperaturen knapp über Null Grad, aber strahlendem Sonnenschein gingen am Samstagmorgen 115 Läuferinnen und Läufer an den Start zum 39. Bonner Herbsthalbmarathon auf dem Venusberg. Der älteste Volkslauf in Bonn ist, neben dem flachen und schnellen 21 Kilometer langen Rundkurs durch den Kottenforst, für seinen reibungslosen Ablauf bekannt. Das Vor-Ort-Anmeldesystem und der schnelle Urkunden-Ausdruck für alle Teilnehmer unmittelbar nach dem Zieleinlauf suchen bei vielen anderen Veranstaltungen ihres gleichen. Orga-Leiter Winfried Kreutzwald würde sich allerdings, zusammen mit seinen Kameraden der Kreisgruppe Bonn/Rhein-Sieg des Reservistenverbandes der Deutschen Bundeswehr, „eine noch größere Beteiligung wünschen“, die dieser Lauf absolut verdient hätte.
Das Rennen begann spannend mit abwechselnden Führungen. Der junge Bonner Niklas Poß versuchte sich anfangs vergebens von den „alten Laufhasen“ Thomas Schneider (SSG Königwinter) und Joe Körbs (LT Ennert) abzusetzen. Schließlich diktierten die Bonner Marathon Stadtmeister von 2007 und der amtierende Champion das Renngeschehen. Zur Hälfte des Rennens zog Schneider das Tempo nochmals etwas an und ließ seinem sechs Jahre jüngeren Trainingskollegen keine Chance. Nach 1:19:52 blieb die Uhr für den 54-jährigen stehen, der den Reservistenlauf zum ersten Mal gewann. Auf Platz zwei lief Michael Daniels (Bergisch Gladbach, 1:21:03) noch knapp vor Körbs (1:21:57).
Einen noch größeren Vorsprung erlief sich Frauen-Siegerin Asteria Wagner. Nach 1:33:18 Stunde hatte die Bonnerin mehr als drei Minuten Vorsprung auf die Zweitplatzierte Steffi Steinberg aus Bad Honnef (1:36:49). Knapp dahinter komplettierte Meike Jaeger (1:37:08) das Podium. Alle Freizeitläufer, die einen schnellen Halbmarathon abseits der Stadt im ruhigen Wald laufen wollen, sollten sich den 11. November 2017 merken. Dann findet die 40. Jubiläums-Auflage des Bonner Herbsthalbmarathon (Reservistenlauf) statt.
Ergebnisse:
Männer, 21,1 km: 1. Thomas Schneider (SSG Königswinter/1. M50) 1:19:52 Stunde, 2. Michael Daniels (Bergisch Gladbach) 1:21:03, 3. Joe Körbs (LT Ennert/1. M45) 1:21:57, 4. Niklas Poß (Bonn) 1:23:08, 5. Winni Penno (SSG Königswinter) 1:24:41, 6. Jens Arenz (Troisdorf) 1:25:05, 7. Eule Frings (Selbstläufer SV Altenahr/1. M55) 1:25:52, 8. Markus Rosellen (Königswinter) 1:26:11, 9. Olivier Robelin-Marcel 1:27:15, 10. Sascha Christiansen 1:28:43.
Frauen, 21,1 km: 1. Asteria Wagner (Bonn/1. W40) 1:33:18 Stunde, 2. Steffi Steinberg (Bad Honnef) 1:36:49, 3. Meike Jaeger (1. W45) 1:37:08, 5. Bettina Menden (LC Weilerswist) 1:40:51.
Pressemitteilung von Joe Körbs
WM-Bronze für Heiko Wilmes in Australien
Der Masterläufer Heiko Wilmes vom TV Refrath running team hat sich einen Traum erfüllt. Er war erstmals bei den Senioren-Weltmeisterschaften dabei. Für sein großes Ziel trainierte der 47jährige aus Bergisch Gladbach monatelang so intensiv wie nie zurvor. Denn im westaustralischen Perth hatte sich der frühere Bahnradfahrer gleich für vier Wettbewerbe gemeldet: 8 km Crosslauf, 5.000 und 10.000 Meter auf der Bahn und zum Abschluss ein schwerer Halbmarathonlauf.
1. Wettkampf – 8 km Cross
Auf einem schön gelegenen 2 km Rasenparcour an den Perry Lakes, einem Parkgelände in Perth, waren 40 Läufer in Heiko Wilmes Altersklasse M45 am Start. Nach konservativem Start konnte er in den letzten beiden Runden viele Konkurrenten überholen und landete zum Auftakt seiner Mission wie erhofft als 10. mit 29:57 min in die Top Ten. Es siegte Cesar Troncoso aus Argentinien.
2. Wettkampf – 5.000 m Bahn
Der Tag der Entscheidung war einer von wenigen Regentagen in Perth mit 50 km/h Gegenwind auf der Zielgeraden. 38 Starter kämpften um die Medaillen. Heiko Wilmes hatte noch super schwere Beine vom Crosslauf zuvor und hatte sich daher im Windschatten versteckt. Nach 12 ½ Runden landete er auf Rang 17 mit durchwachsenen 17:57 min.
3. Wettkampf – 10.000 Meter Bahn
Die Bedingungen konnten härter kaum sein: Start in der Mittagshitze bei 30 Grad. Nur 21 Starter stellten sich der Tortur. Wilmes versuchte wieder, sich unter die ersten Zehn zu platzieren. Nach einer sehr flotten ersten Rennhälfte lag er auf Platz 9 und war sogar noch drei Sekunden schneller als beim 5.000 m Rennen. Drei Runden lief er hinter einem Australier, musste dann aber abreißen lassen. Mit völlig leerem Akku finishte er nach 25 brutalen Stadionrunden in starken 38:15 min. auf Platz Neun. Es gewann der Kenianer Joshua Kipchumba.
4. Wettkampf – Halbmarathon
Zum Finale der 22. Senioren WM präsentierte Perth eine malerische Wendepunktstrecke am Swan River mit Blick auf die Skyline der Stadt. Ein internationales Feld von 41 Straßenläufer stellte sich dem Starter in der M45. Wilmes arbeitete mit seinem unverwechselbaren Laufstil bis zum Wendepunkt gegen einen kräftigen Wind. Dort lag er nach 40:30 min überraschend auf dem 7. Platz. Doch ab Kilometer 16 war der Refrather dann so richtig platt. Wer den 1,90 Meter langen Athleten jemals gesehen hat, der weiß, dass er sich die letzten fünf Kilometer richtig gequält hat. Nachdem ihn zwei Konkurrenten passiert hatten, war Wilmes froh, nach 1:25:34 Stunden die Ziellinie zu erreichen.
Langes Warten auf die Ergebnisse – und dann der Jubel: WM-Bronze für Deutschland
Es begann das lange Warten auf die Mannschaftswertungen. Als dann endlich zur Siegerehrung gerufen wurde und als erste M40-Mannschaft das Team Germany aufgerufen wurde, kannte der Jubel der drei Senioren keinen Grenzen. Die erste WM-Medaille für einen Refrather Läufer. Für Heiko Wilmes und seinen Nationalmannschaftskollegen Jens Wittig und Günther Fuhrmann ging ein Traum in Erfüllung. Die ersten drei Plätz belegten wie erwartet die Favoriten aus Kenia. Silber ging an die Australier, die Portugiesen mussten sich mit dem undankbaren 4. Rang begnügen.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof












