Thomas Sambale Begleitläufer bei Marathon-Weltrekord
Support für Raphael Igrisianu in Düsseldorf
42,195 Kilometer weit zu laufen ist schon schwer genug, aber dabei noch einen Basketball dribbeln ist für die meisten fast unmöglich. Am Marathon-Sonntag in Düsseldorf liefen etwa 16.000 Teilnehmer bei den Einzel- oder Staffelrennen über die Marathondistanz mit. Einer der Teilnehmer absolvierte den Lauf jedoch auf eine ganz besondere Weise. Raphael Igrisianu begab sich mit einem Basketball an die Startlinie und sein Ziel war es die gesamte Strecke dribbelnd zu laufen und dabei unter der bisherigen Weltrekordzeit von 3:04 Stunden zu bleiben.
Ein schwieriges Unterfangen, denn ein Marathonläufer weiß, dass man sich über eine solch lange Distanz nicht nur rein auf das Laufen konzentrieren kann. Man muss seine Zeit im Blick haben, die Strecke, seine Mitläufer und man muß sich an den Verpflegungsständen versorgen. Aus diesem Grund war für Igrisianu Unterstützung notwendig, um sich voll auf das 42 km lange Basketballdribbling konzentrieren zu können.
Rhein-Berg Runner und Asics-Frontrunner Thomas Sambale war für die Aufgabe genau der richtige Mann. Die beiden Läufer haben in den zurückliegenden Jahren bereits einige ihrer jeweils schnellsten Marathonläufe gemeinsam absolviert. Sambale, der bei der Marathon-DM in Frankfurt im vergangenen Herbst eine neue Bestzeit lief und nur knapp die Bronzemedaille verfehlte, war für den Marathon in Düsseldorf gemeldet, konnte sich aber auf den Lauf nicht wie gewohnt vorbereiten.
Da Igrisianu eine Zeit um die drei Stunden anstrebte, passte das sehr gut für Sambale als Begleitläufer. Auf den ersten Kilometern sollte er besonders darauf zu achten, Igrisianu im Pulk der Läufer den Rücken freizuhalten. Während des gesamten Rennens musste die Zeit kontrolliert und das Tempo entsprechend angepasst werden. Außerdem kümmerte sich Sambale an den Verpflegungsständen um die Getränkeversorgung. Einen verlässlichen Laufpartner dabei zu haben ist immer ein Vorteil, in einer erschwerten Situation mit einer zusätzlichen Aufgabe umso mehr.
Ein minimaler Knackpunkt für die beiden Läufer waren lediglich vier Minuten. Denn Igrisianu reichte für den Weltrekord eine Zeit knapp unter 3:04 Stunden. Sambale hingegen hatte den Ehrgeiz, noch unter die 3-Stunden-Marke zu laufen. Die Durchgangszeit bei der Halbmarathondistanz lag bei 1:29:30 Stunden und sogar bei km 38 waren die beiden noch auf Kurs drei Stunden. Das Tempo von Sambale war dann letztendlich jedoch leicht zu schnell, außerdem kam zusätzlich noch erschwerend der Wind auf der Kö hinzu.
Für die drei Stunden reichte es leider nicht ganz, aber das war nicht tragisch. Viel wichtiger: der Weltrekord wurde geschafft. Die Freude war riesengroß, denn Igrisianu überquerte nach 3:00:25 Stunden mit seinem Basketball die Ziellinie und sicherte sich damit einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Sambale beendete das Rennen nach 3:00:13 Stunden, eine Zeit die manch ein Marathoni gerne mal einfach unter normalen Umständen laufen würde.
Pressemitteilung von Rene Grass
Köln Marathon setzt auf Elite-Nachwuchsläufer
Spitzensportliche Ausrichtung fokussiert auf vier deutsche Lauftalente
Mit den großen und teilnehmerstarken Stadtmarathons in Berlin, Frankfurt und Hamburg, die regelmäßig internationale Spitzenläufer verpflichten, kann und will man sich nicht auf eine Stufe stellen. „Berlin, Frankfurt oder Hamburg haben durch höhere Budgets viel mehr Möglichkeiten bei der Verpflichtung von Topathleten. Die Versuche unsererseits ebenfalls annähernd vergleichbaren internationalen Spitzensport anzubieten, sind mit finanziellen Risiken verbunden, die im Ergebnis in einem schlechten Verhältnis stehen in Bezug auf sportliche Leistung und medialer Wahrnehmung. Wir wollen da nicht mitgehen.“ so Race Director Markus Frisch.
Stattdessen ist man ständig auf der Suche nach hoffnungsvollen Talenten wie aktuell Laura Hottenrott, Hendrik Pfeiffer, Tobias Blum und Marcel Bräutigam, die alle schon einmal über die halbe oder volle Distanz in Köln gestartet sind. Der Fokus richtet sich also auf die Verpflichtung von deutschen Nachwuchs- und Debütläufern auf der Marathon- und Halbmarathondistanz. Die langfristige Bindung von sympathischen und förderungswürdigen Athleten als Köln Marathon-Botschafter ist eine weitere Maßnahme, um das spitzensportliche Profil des Köln Marathon zu schärfen. Laura Hottenrott, Hendrik Pfeiffer und Marcel Bräutigam sind Botschafter und haben in der Vergangenheit durch tolle Leistungen in Köln auf sich aufmerksam gemacht.
Streckenänderungen beim Köln Marathon
Der Durchbruch bei der Streckenführung: am Anfang Rodenkirchen rocken und am Ende weniger Wind
Das war der lang erwartete Tagesordnungspunkt im Rahmen der heutigen Pressekonferenz des Köln Marathons bei der RheinEnergie als Namenspatron. Man hat noch einmal an der Strecke „geschraubt“. Nach vier Jahren ohne Änderung fast ungewöhnlich. Am Ende nahmen die Unmutsbekundungen über den von Beginn an unbeliebten Kölner Norden anscheinend Überhand. Die endlos erscheinende Amsterdamer Str. mit einem willkürlichen Wendepunkt, die Windanfälligkeit und vor allem die in diesem Bereich fehlenden Zuschauer gaben schlußendlich den Ausschlag für die Modifizierung des Layouts. „Wir sind davon überzeugt, dass diese Streckenänderung in der Läuferszene sehr gut aufgenommen wird. Dass wir noch mehr Köln bieten können und dass sich das schlussendlich auch in den Teilnehmerzahlen niederschlagen wird“ darf man Geschäftsführer Markus Frisch zitieren.
Die im Norden wegfallenden Kilometer werden relativ zu Beginn im Süden in einer bis nach Rodenkirchen verlängerten Rheinschleife wieder eingefügt, dazu gibt es kleinere Anpassungen in Lindenthal und Ehrenfeld. „Rodenkirchen wurde zuletzt 2012 durchlaufen und erwies sich schon damals als Stimmungs-Schwerpunkt mit vielen begeisterten Zuschauern“ so Pressesprecher Jan Broniecki. Damit entsteht hinsichtlich der Streckenänderungen sogar eine Win-Win-Situation. Wann hat es das zuletzt bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung gegeben? Kleiner Griff in die Trickkiste – große Wirkung. Von hoffentlich vielen Läufern zu begutachten und zu erfahren am 1. Oktober. Man sieht sich in Köln.
Nr. 98 ist abgehakt – die 100 kann kommen
Bald 77 Jahre alt und nicht zu stoppen – Manfred „Manni“ Claaßen ist ein Phänomen
Während andere es in seinem Alter ruhig angehen und wenig bis gar keinen Breitensport betreiben, ist der Dünnwalder noch mitten im Wettkampf-Geschehen. Und in diesem Jahr sogar mit einem Doppelschlag. Am 2. April in Bonn bei am Ende fast sommerlichen Temperaturen ging er zum 97. Mal auf die Marathon-Distanz und finishte in 4:01:09 Stunden. Damit war er natürlich überhaupt nicht zufrieden. Die „4“ vorne bei einer Zielzeit passt dem Mann nicht, der die „7“ des Lebensalters einfach ignoriert, allerdings Mitte Juni bereits doppelt.
So ging er, Westdeutscher Marathon Meister und Deutscher Vizemeister in der M70-Phase Anfang der 2010er Jahre, einfach vier Wochen später beim Düsseldorf Marathon erneut an den Start. Das Wetter zeigte sich wie zu Monatsbeginn sonnig, allerdings auch sehr windig, was allen Teilnehmern vor allem auf der zweiten Hälfte zu schaffen machte. Nicht so unserem Veteranen, der nach einer Halbmarathon-Durchlaufzeit von glatt 1:59:00 Stunden sogar noch einmal aufdrehte und die zweiten 21,1 km in unglaublichen 1:58:46 abspulte, was eine Gesamt-Nettozeit von 3:57:46 Stunden ergab. Der Sieg in der M75 war damit ebenfalls eindeutig. Ebenso die Zahl der absolvierten Marathon-Distanzen, die sich unaufhörlich der 100 nähert.
Im August geht es noch einmal nach Monschau zu seinem Lieblings-Marathon, bevor dann am 1. Oktober mit Köln seine Heimatstadt ruft. Der Köln Marathon hat für die erfolgreiche Umsetzung der 100 bereits logistische Unterstützung signalisiert. Weitere Details hierzu folgen in Kürze. Wer ansonsten noch eine Idee für eine Überraschung für unseren Jubilar hat, kann sich gerne bei uns melden.
Foto: Marc Reuther
Pflichtstart im Veedel führt zum Treppchen
Wie in jedem Jahr ging Tanja Krämer beim diesjährigen Severinslauf in ihrem Veedel an den Start. Bei strahlendem Sonnenschein machte es sogar doppelt Spaß. Und da mindestens ein Läufer wegen Erkältung leider ausfiel, gab es dafür mal wieder Fotos von der Strecke. Gut gelaunt absolvierte Tanja die drei Runden und belohnte sich als 13. insgesamt und 3. der W40 in netto 46:47 min. mit einem Treppchenplatz bei der sich anschließenden Siegerehrung.
Gleich zwei Plätze besser, nämlich als 1. der W65 finishte Verena Hajek in 58:50 Minuten. Da durften wie immer tolle Preise abgestaubt werden. Doch ein Rennen reicht der Vielstarterin meistens nicht. An einem Sonntag mit größtmöglicher Veranstaltungsdichte im Rheinland fuhr Sie direkt anschließend zum Kirschblütenlauf und wiederholte den AK-Erfolg wie selbstverständlich in 59:31 Minuten. Alle Achtung und „Herzlichen Glückwunsch“.
Ergebnisse/Fotoauswahl 10 km-Strecke/Ergebnisse Kirschblütenlauf
33. Severinslauf: Lokalmatadorin Jana Soethout gewinnt locker
Auch wenn sie ihre Laufkarriere offiziell beendet hat, weiß Jana Soethout noch immer, wie man die Konkurrenz bei einem Volkslauf wie dem 33. Netcologne Severinslauf in Schach hält. Mit für ihre Verhältnisse lockeren 36:32 min. siegte sie am letzten Apriltag des Jahres 2017 bei strahlendem Sonnenschein, aber zum Teil ruppigen Windböen, souverän. Vera Coutellier hatte trotz einiger Unterstützung durch die erweiterte Männerspitze – u.a. den mittlerweile in der M50 laufenden Carsten von Kuk – mit über einer Minute Rückstand bzw. 37:35 min. im Ziel nie eine Chance auf den Sieg. Immerhin 261 Frauen von insgesamt 852 Läufern waren kurz nach 13 Uhr alle wohlbehalten im Ziel. Der vor dem Hauptrennen ausgetragene 5 km-Lauf – Sieger wurde Rene Giesen in 16:04 Minuten – wartete mit 216 Teilnehmern auf und sorgte einmal mehr auf allen Strecken für mehr als 1.000 Finisher.
Spannender als bei den Frauen sah es über 10 km zunächst bei den Männern aus. Hier belauerten sich auf den ersten beiden Runden in der Spitzengruppe Clemens Bleistein, Felix Alfen und Daniel Singbeil, wobei der für die LG Stadtwerke München startende Mittelstrecken-Spezialist und Meisterschafts-Teilnehmer Bleistein seine Konkurrenten bereits taxierte. Nach einer Tempoverschärfung noch vor Erreichen der Zielgeraden hatte er sich abgesetzt und den 1. Platz quasi in der Tasche. Taktische 32:23 min. reichten für den Sieg vor Alfen in 32:38 und Singbeil in 32:48 Minuten. Wobei es am Start noch den Bruchteil einer Sekunde hätte besser laufen können, wenn sich der Ford Mustang als Führungsfahrzeug mit Schirmherrin Elfi Scho-Antwerpes an Bord vor und nicht erst nach dem Pistolenknall in Bewegung gesetzt hätte. Blitzschnell war das stehende Gefährt von sich ob des Hindernisses stauenden Läufermassen umringt.
Ergebnisse/Fotoauswahl 10 km-Strecke
Natalie Hoffmann-Lenz mit Marathon-PB in Düsseldorf
Insgesamt waren beim Metro-Marathon in der Landeshauptstadt Düsseldorf rund 16.000 Läufer aktiv. Den Kurs der Marathon-DM 2018 testeten Natalie Hoffmann-Lenz, Andreas Rossa und Frederik Hartmann vom TV Refrath running team bei läuferfreundlichen Temperaturen und Tausenden von Zuschauern an der Strecke. Die Neu-Refratherin hatte sich nach ihren Bestzeiten in der Vorbereitung eine Zielzeit von 3:12 Stunden zugetraut. Doch ein in Böen sehr starker Wind, vor allem in der zweiten Hälfte, verhinderte einen optimalen Rennverlauf. Trotzdem lief sie mit 3:15:44 h eine neue persönliche Bestzeit als 22. Frau insgesamt und 5. der W45 Klasse. Deutlich mehr zu kämpfen hatte Andreas Rossa, der nach 3:26:55 h das Ziel erreichte. Kurze Zeit später finishte Frederik Hartmann, der als Zug- und Bremsläufer den Auftrag hatte, die Gruppe 3:30 h zu führen.
Antje Wietscher und Carola Rentergent mit starkem Debut auf der Bahn
Bei den Landesmeisterschaften der Bahn-Langstrecken in Neuss holten sich Antje Wietscher den Titel in der AK W60 in starken 20:54,43 min. Neun Sekunden schneller war Carola Rentergent, die als Dritte der W50 wie erhofft 20:45,52 min lief.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
Hidden Run am 17. Mai
Am Mittwoch, 17. Mai 2017, ist es wieder soweit: Der RheinEnergieMarathon Köln und der Ausrüster Saucony laden zu einem Lauf ins Unbekannte ein. Wo gelaufen wird und wie lang die Strecke ist, bleibt bis zur Abreise ein Geheimnis!
Aufgrund der starken Nachfrage gibt es ein zusätzliches Kontingent an Startplätzen. Abenteuerlustige Sportler können sich hier kurzfristig noch online anmelden.
Einzige Voraussetzungen: Sie müssen in der Lage sein, 21 Kilometer in 2:15 Stunden zu laufen und sich den 17. Mai komplett freihalten.
Der Preis beträgt 189 Euro pro Person.
Pressemitteilung von Jan Broniecki
Vormerken: Kölner Unilauf – das Sommer-Highlight
Zum 150 jährigen Jubiläum der Kölner Bank geht es am 21. Juni – also heute in zwei Monaten – beim mittlerweile 18. Kölner Unilauf erneut rund um den Aachener Weiher und über die angrenzenden Hügel über Strecken von 1 km (Kids), 5 km oder 10 km. Für jeden Läufertyp bietet „Deutschlands schwierigster, innerstädtischer Berglauf“ die passende Streckenlänge und bei toller Atmosphäre und musikalischer Unterstützung – von Alphörnern bis zu Sambabands – steht einem tollen Lauferlebnis nichts im Weg.
Übrigens: Wer im Team des Hauptsponsors mitläuft, geht sogar kostenlos an den Start – ob Kunde, Mitarbeiter oder nicht. Egal – einfach mitlaufen. Hier geht´s zur Anmeldung im Kölner Bank Team.
Über 10.000 Anmeldungen für den Köln Marathon
Die Meldezahlen für den RheinEnergieMarathon Köln entwickeln sich weiterhin positiv. Bisher haben sich über 10.000 Läuferinnen und Läufer für eine Teilnahme entschieden. Dies bedeutet eine sechsprozentige Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das war nach der Jubiläumsveranstaltung im Jahr 2016 nicht unbedingt zu erwarten.
„Unser Ziel war es, den Schwung aus dem letzten Jahr mitzunehmen und die Meldezahlen auf diesem Level zu halten. Dass wir so deutlich darüber liegen, ist erfreulich und zeigt, dass wir in der Ausrichtung des Köln Marathon einige richtige Entscheidungen getroffen haben. Das Ziel am Dom, die konstante Streckenführung der letzten Jahre und der gute Service werden von den Teilnehmern honoriert. Und das schlägt sich in den Meldungen nieder“, analysiert Markus Frisch, Geschäftsführer der Köln Marathon Veranstaltungs- und Werbe GmbH.
Für die einzelnen Wettbewerbe ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr folgende Zuwächse:
Für den Marathon liegen 3.350 Meldungen vor (+ 8%), für den Halbmarathon 5.954 (+ 6%) und für den Staffelmarathon haben sich 183 Teams zu je 4 Läufern gemeldet (+ 2 %).
Pressemitteilung von Jan Broniecki
Foto: Mike Fresenborg












