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Wer lange läuft, der ist hier richtig!

News

Friedenslauf macht seinem Namen alle Ehre

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In bewegten Zeiten wie diesen, in denen Deutschland mit nicht enden wollenden Flüchtlingswellen konfrontiert wird und als Solidargemeinschaft versucht, dieser in geordneten Bahnen Herr zu werden, ist der Friedenslauf ein sportliches Zeichen, um Kooperation und Integration exemplarisch nicht nur zu antizipieren, sondern bewusst vorzuleben. Keiner weiß, was auf uns bzw. Deutschland in Zukunft noch zukommt, aber alle wissen, dass nur Solidarität und Hilfsbereitschaft unser Land in den letzten 70 Jahren zu dem gemacht haben, was es heute ist. Ein Hort des Wohlstands und des Glücks – für jeden auf eine individuelle Weise. So durfte Organisator Jürgen Cremer an diesem Sonntagmorgen in der Riehler Rheinaue neben vielen bekannten Spitzen- und Volksläufern auch zahlreiche sportliche Emigranten begrüßen, die in ihren Heimatländern derzeit noch nicht einmal das Privileg genießen dürfen, an einem scheinbar so simplen Ereignis wie einer Laufveranstaltung teilnehmen zu können. Sie haben das kostenlose Angebot gerne angenommen und sich sportlich mit beachtenswerten Zeiten in der Ergebnisliste verewigt.

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Torben Kirchner hat nach erfolgreicher Polizeimeisterschaft vor 14 Tagen seine läuferischen Ziele schon seit Wochen auf den Köln Marathon ausgerichtet, wo er die Halbmarathon-Distanz in einer Zeit um die 71 Minuten absolvieren möchte. Da passte der Friedenslauf mit seiner offiziell vermessenen Strecke natürlich genau ins Vorbereitungs-Programm, wie übrigens bei vielen der heutigen erfolgreichen Finisher – sei es über einen ins Auge gefassten Halbmarathon oder die kompletten 42,195 km in der Domstadt. Dementsprechend war der schnelle Mann vom TV Refrath mit einer 32er Referenzzeit schnell als potentieller Favorit auf den Tagessieg ausgemacht – und er hielt mit einem fulminanten Start-/Ziel-Erfolg in 33:38 Minuten Wort. Damit liegt er absolut im Plan für den großen Auftritt in drei Wochen.

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Erst ca. drei Minuten später lief die Konkurrenz in Sichtweite des Colonia-Hochhauses und des die Veranstaltung ebenfalls maßgeblich unterstützenden ZAK ein. Fabian Bornheim (36:30), Daniel Singbeil (36:32) und Jean-Christophe Nicaise (36:33) lieferten sich dabei einen sehenswerten sportlichen Kampf bis auf den letzten Meter. Mit großer Freude wurde bereits im Vorfeld die Anwesenheit von Katharina Schäfers (TuS Deuz) nebst Ehemann Alexander Manaa registriert. „Kathi“ konnte die nach Halbzeit der 10 km zunächst führende Lauf-Ikone Petra Maak tatsächlich noch abfangen und in 39:18 zu 39:32 min. distanzieren. Dahinter lief Liz Roche in 40:23 min. erfolgreich zur neuen souveränen Führung im Time & Voice Lauf Cup Köln.

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Bereits als 8. gesamt in der Frauenwertung finishte Lauf-Talent Sonja Vernikov, die als U16 in einer Zeit von 3:33 min. (!) Gesamtsiegerin über einen Kilometer wurde und für die Langdistanz 45:20 min. benötigte. Respekt! Es ist etwas gewachsen an Laufkultur in Köln und gedeiht weiterhin prächtig, nicht nur aufgrund langlebiger Veranstaltungen wie der am heutigen Tag. Es ist die liebevolle Hinwendung zur Person des Läufers an sich, die mit all ihren Eigen- und Besonderheiten auch in punkto Präsentation durchaus individuell deutlich herausgestellt werden kann und gerade beim Friedenslauf ein Zeichen gegen den Kommerz und die Beliebigkeit der eventbasierten „Funläufe“ bietet. Es gab am heutigen Tag erfreulicherweise eine nicht zu übersehende Kooperation vieler Personen und eine so noch nicht gesehene Hilfsbereitschaft aller Beteiligten von Detlev Ackermann bis Helmut Urbach. Selbiger ist auch mit 73 Jahren und als lebende Lauf-Legende immer noch der Garant für herzhaften Packan bei Auf- und Abbau. In diesem Sinne: So kann und muss es bei den ehrenamtlich organisierten Volksläufen in Köln und anderswo weitergehen. Nicht nur beim Friedenslauf.

Übrigens: Alle 768 Bilder der Veranstaltung können ab sofort unter dem Sharelink des Fotografen Mike Fresenborg betrachtet werden.

Wer sein persönliches Andenken an den Lauf erhalten möchte, kann die vollformatigen und hochauflösenden Bilder unter Angabe der Kennung im Link gegen eine freiwillige Spende für den Förderverein für krebskranke Kinder Köln e.V. gerne zur freien Verfügung erhalten. Auch ein direkter Ausdruck 10×15 oder 13×18 bis DIN A3 ist nach Absprache möglich. DIN A3 als Posterdruck allerdings gegen Aufpreis.

Für Rückfragen, Bestellungen bzw. weitere Details wendet Euch einfach an Mike oder Kai. Hier erhaltet ihr z.B. die benötigten Kontodaten. Alle vor Übersendung der Fotos zu tätigenden Zahlungen bzw. Spenden für die Fotos gehen 1:1 an den Förderverein auf dem Gelände der Kölner Uniklinik. Wir danken den hoffentlich zahlreichen Interessenten und wünschen viel Spaß mit den Bildern.

Ergebnisse

News

Stadtlauf Bergisch Gladbach: Taher Belkorchi macht das Triple klar

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Kulturstadtfest in Bergisch Gladbach beginnt mit Top-Laufereignis

Der 20. Bergisch Gladbacher Stadtlauf lief exakt so ab wie die 19 Auflagen vorher – absolut perfekt. Viele Tausend Läufer haben seit 1996 Geschmack gefunden an der äußerst kurvigen und selektiven Strecke mitten im Zentrum der Kreisstadt, die aufgrund der nicht vorhandenen Vermessung keine Bestzeiten verspricht, aber äußerst abwechslungsreich ist. Denn so viele Zuschauer wie hier gibt es selten oder nur bei einem Klassiker wie dem Citylauf in Korschenbroich oder dem Kö-Lauf in Düsseldorf.

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Taher Belkorchi scheint ebenfalls Gefallen an dem winkligen Rundkurs gefunden zu haben, denn er trat bereits zum wiederholten Male an. Seit zwei Jahren gewinnt er zudem regelmäßig auch gegen zumindest auf den ersten Kilometern hartnäckige Konkurrenz aus den Reihen der seit Beginn des Jahres aktiven Rhein-Berg Runners. Marc Fricke als Sieger 2012 lief mit den Kollegen Simon Dahl und Arthur Ralenovsky äußerst ambitioniert und schnell, konnte den kommenden Triple-Sieger jedoch niemals gefährden. Bayer-Vereinskollege Busadi Ottmann setzte sich als Zweiter am Ende noch etwas von dem Trio ab.

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Bei den Frauen lag Sanaa Koubaa von Beginn an vorne und konnte mit Minutenabstand vor Alexandra Tiegel, Silke Schäpers und Lisa Jaschke gewinnen. Auch am Start war übrigens wie eigentlich immer der GL-Citycup-Gewinner 2014 Kay Kopp – in 37:36 min. schnell unterwegs, aber leider nur 4. seiner Altersklasse. Insgesamt 658 Teilnehmer konnten sich an der zum wiederholten Male freundlichen Witterung beim Run in die Dunkelheit erfreuen. Damit bleibt der Stadtlauf, was er schon seit bald 20 Jahren ist. Eine würdige Eröffnung des Kultur- und Stadtfestes in der Kreisstadt.

Fotos/Ergebnisse

Charity-Aktionen

Köln Marathon: Die heiße Vorbereitungsphase beginnt

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Die Laufmonster sind wieder zahlreich über die Halbmarathon-Strecke und die volle Distanz beim RheinEnergie Köln Marathon vertreten und wollen wie in jedem Jahr während des Marathon-Wochenendes nicht nur sportlich glänzen, sondern natürlich auch reichlich Spenden für den Förderverein für krebskranke Kinder Köln e.V. sammeln. Die Laufgruppe stellt sich damit in Zusammenarbeit mit dem Mercure Hotel Köln Belfortstrassesowie in Kooperation mit dem Weißen Holunder nicht nur einer läuferischen, sondern auch einer logistischen Herausforderung, die jedoch sicherlich wie in den letzten fünf Jahren erneut erfolgreich bewältigt wird. Die Mithilfe vieler Hände bei der Planung und Durchführung ist dabei selbstverständlich erwünscht und absolut unerlässlich.

Bis jetzt sind aus Sammlungen bei Volksläufen seit März sowie diversen Spenden-Aufrufen durch das Mercure Hotel Köln Belfortstrasse bereits über 1.000 Euro zusammen gekommen. Jeder der knapp zwanzig Starter des Hotel-Teams spendet beim traditionellen Marathon-Frühstück am Tag vor dem Lauf ebenfalls schon standesgemäß seine vom Hotel übernommene Startgebühr. Somit werden am 3. Oktober mindestens weitere 1.000 Euro im Spendentopf landen.

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Am Lauftag selbst sind die (Halbmarathon-)Laufmonster und hoffentlich zahlreiche Freunde am Hotspot Weißer Holunder zugegen, um die Langdistanzler anzufeuern und während der Veranstaltung durch den Verkauf von Artikeln und Gutscheinen weitere Spenden zu generieren. Jeder, der Spaß am Zuschauen und einer geselligen Zusammenkunft an der Kölner Kultkneipe hat und sich an einer der besten Locations zum Anfeuern einfindet, ist aufgerufen, selbst aktiv in das Geschehen einzugreifen, zu spenden und damit Gutes zu tun. Alles wird unmittelbar live aufbereitet und für alle Anwesenden transparent zugänglich gemacht.

Nebenbei hält das Moderations- und Musikprogramm am Weißen Holunder viele weitere Überraschungen bereit. So wollen wir in Kooperation mit Wirt Michael Kampert den Läufern musikalisch ordentlich einheizen sowie natürlich durch motivierenden Zuspruch Schwung für die letzten Kilometer geben. Deshalb: seid dabei, damit es nachher wieder heißt:

Die besten und wahren Marathon-Supporter stehen am Weißen Holunder!

News

Beim Friedenslauf ist einiges im Lostopf

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Beim diesjährigen Friedenslauf am kommenden Sonntag gibt es für die 10 km-Starter jede Menge Gutscheine für Freistarts bei kommenden Kölner Veranstaltungen zu gewinnen. Alle Läufer, die an der Verlosung teilnehmen möchten, sollten auf den abgebildeten Hinweis achten und ihre Start-Nummer oder das Transponder-Bändchen vom Laufschuh nach erfolgreichem Finish in den im Zielbereich bereitstehenden Behälter werfen. Im Rahmen der Siegerehrungen zum 10 km-Lauf gegen 13.15 Uhr werden dann sechs Gewinner gezogen, die z.B. am darauffolgenden Samstag beim Run of Colours, am 4. Oktober beim RheinEnergieMarathon Köln oder auch am 5. Juni 2016 beim traditionellen Oswald Hirschfeld Erinnerungslauf an den Start gehen dürfen. Die Organisatoren bedanken sich bei den Partnerveranstaltungen für die Freistarts und wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg sowie natürlich das notwendige Glück bei der Verlosung.

Laufberichte

Löwenburglauf – Laufmonster (noch) unbekannt

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Am Sonntag habe ich zum ersten Mal an einer schönen Laufveranstaltung im Siebengebirge teilgenommen. Der Löwenburglauf ist mit rund 250 Läuferinnen und Läufern eine kleine, aber durchaus empfehlenswerte Laufveranstaltung. Von Laufmonstern nicht oft besucht, doch dazu später.

In einer kleinen Seitenstraße mitten in Bad Honnef war der Start- und Zielbogen aufgebaut. Das Meldebüro, ein Kuchenstand und alles, was man sonst so braucht, im Reitersdorfer Park gleich gegenüber. Der Lauf war sehr gut organisiert, mit freundlichen Helfern und ausreichender Verpflegung.

Der erste Kilometer war ein flacher Anlauf durch den Ort, bevor es in den Wald und gleich bergauf weiter ging. Über einen Zustiegsweg zum Rheinsteig führten die nächsten 3 km auf einem breiten Fahrweg stetig bergan. Obwohl die Steigung moderat war, kostete die Länge doch einiges an Kraft.

Kurz vor dem Löwenburger Hof war das schwerste Stück geschafft und man bog in die Löwenburgrunde ein. Ein Wanderweg, der mit welligem Profil in einer Achterschleife um die Burg führt. Diese galt es die nächsten rund 6 km abzulaufen. An diesem Wochenende war die Strecke nach Baumfällarbeiten etwas angegriffen, was aber kein größeres Problem darstellte. Da es keine steilen An- und Abstiege gab, kam ich in einen guten Rhythmus, beschwingt durch den Gedanken, dass es ab km 10 nur noch bergab gehen sollte. Etwa bei km 9 war sogar eine Verpflegungsstation eingerichtet, an der man sich vor dem letzten kleinen Anstieg noch einmal stärken konnte. Der war dann auch tatsächlich nicht mehr zu spüren.

Nach etwa 10 km bog man wieder in den Zustiegsweg ein. Ab hier konnte, wer wollte, es richtig laufen lassen. Das habe ich mich dann auch getraut und so konnte ich noch einige Plätze gut machen. Auf der langen Zielgerade gab es trotz des schlechten Wetters sogar Zuschauer, die für Stimmung sorgten. Damit waren 14 km und jeweils 400 Höhenmeter auf und ab geschafft. Im Ziel wurde ich – wie die meisten Läufer – persönlich begrüßt. Nach meinem Namen stockte der Sprecher kurz beim „Verein“ und fügte dann an… sind wir nicht alle Laufmonster? Ich denke, das könnte sich ändern, wenn unsere Bergspezialisten antreten würden. Der Lauf ist aber nicht nur für Bergexperten zu empfehlen, sondern auch für Flachläufer gut machbar. Mein Ergebnis: Platz 11 Gesamt, 1. AK in 1:16 h

Veranstalter und Ergebnisse hier.

Damit ist auch Halbzeit beim Siebengebirgscup. Den habe ich für dieses Jahr ins Auge gefasst, nachdem ich im Frühjahr aus bekannten Gründen nicht in meine traditionellen Cups einsteigen konnte und völlig orientierungslos vor dem Laufkalender stand. Falls alles gut läuft, werde ich weiter berichten.

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Der erste Lauf des 7G-Cups war der Malberglauf, zu dem ich mit Christiane gefahren bin. Es war ein malerischer Ausflug mitten im August in den Westerwald. Dieser Lauf ist ein stimmungsvoller Berglauf, der nach 6 km an einer Skihütte mit einer wunderbaren Aussicht endet. Freitagnachmittag bei 34° Grad im Schatten durch das Rheintal nach Hausen hatte schon etwas von Sonntagsausflug, wären da nicht die 6 km mit 370 Höhenmetern gewesen. In Hausen angekommen, parkt man an der Skihütte, holt die Start-Nr. und wandert ins Tal zum Start. Auf diesem Weg kann man sich mit der Strecke vertraut machen. Damals war es so heiß, dass alle einen Platz im Schatten suchten.

Die Strecke beginnt harmlos mit einem flachen Auftakt durch den Ort. Danach geht es gleich steil bergauf. Doch zu früh gefreut, nach hundert Höhenmetern läuft man wieder bergab auf Startniveau. Die letzten 3,5 km geht es dann nur noch, zum Teil sehr steil, bergauf. Das war bei der Hitze ziemlich schweißtreibend. Zum Schluss quert man die ehemalige Skipiste begleitet von den Tönen der Alphornbläser und lautem Kuhglockengeläut und versucht auf den letzten Metern, die von Zuschauern gesäumt sind wie auf der Alpe d‘Huez, einen möglichst guten Eindruck zu hinterlassen. Das gibt dem Lauf eine unvergleichliche Atmosphäre. Auf jeden Fall sollte man sich Zeit mitnehmen, um nach dem Lauf auf der Terrasse noch ein Steakbrötchen oder Ähnliches zu genießen. Denn die Aussicht ist wirklich fantastisch.

Unsere Ergebnisse: Platz 22 und 32 Gesamt in 40 und 42 min; AK-Wertung und damit eine Kuhglocke knapp verpasst.

Der Lauf ist eigentlich eine unbedingte Empfehlung. Allerdings steht für Kölner die Anfahrt (ca. 60 min) in keinem guten Verhältnis zum Laufvergnügen (für mich 40 min).

Hintergründe, Historie, Ergebnisse und mehr beim Veranstalter.

Laufberichte

Auch ohne Zöpfchen aufs Podest

2013-06-28_00009.jpgMeine noch auf dem Kopf vorhandenen Haare waren zwar recht lang geworden über die letzte Zeit, aber einen Zopf wollte sich bzw. ich mir nicht flechten lassen. Dabei hatten viele weibliche, vor allem die ganz jungen Teilnehmerinnen dies getan, um auch optisch beim diesjährigen Miss Zöpfchen Lauf in Solingen am letzten Sonntag eine attraktive Figur abzugeben.

Im Rahmen des vereinsinternen Laufcups der SG Zons hatte ich mein Augenmerk auf die Halbmarathondistanz bei diesem von mir erstmals besuchten Events gelegt. Zunächst hatte ich noch überlegt, eventuell doch bei den NRW-Meisterschaften über die gleiche Distanz am selben Morgen in Bochum zu starten, aber letztlich hatten die Ungewissheit über die derzeitige Laufverfassung, die kürzere Anreise und natürlich der vereinsinterne Spirit den Ausschlag für Solingen ergeben.

Bei einsetzenden leichtem Nieselregen, aber einer angenehmen Lauftemperatur ging es um 10.45 Uhr los. Im Übrigen handelte es bei der Strecke um die so genannte Korkenziehertrasse, einer alten Bahnstrecke, die es vom Südpark aus nach Norden zu einem Wendepunkt und zurück zu absolvieren galt. Seit Jahren werden nach dem Lauf aus den Startgeldern weitere Laternen zur Beleuchtung der Trasse, die beliebt bei Spaziergängern, Radfahrern und Joggern ist, finanziert. Einige Unterführungen und leichte, längere Steigungen stellten neben den etwas glitschigen Brückenüberführungen die größten Schwierigkeiten dar. Der Wind war relativ moderat und sehr enge Kurven gab es bei dieser Wendepunktstrecke kaum. Man konnte also durchaus von guten Laufbedingungen sprechen.

Vom Start weg hielt ich mich vorne in einer Spitzengruppe auf, die nach etwa drei Kilometern nur noch aus drei Personen bestand. Diesmal kannte ich keinen Mitstarter des Vorderfeldes. Ganz schnelle Leute waren an diesem Tag wohl bei besagtem Lauf in Bochum, beim Düsseldorfer Kö-Lauf, den 10 km-Straßenmeisterschaften in Süddeutschland oder dem Brauweiler Abteilauf. Immerhin waren noch meine zwei Vereinskollegen Andreas und Wilfried mit auf der Strecke.

Nach km 5 zog der Vorjahresgewinner Patrick Littau das Tempo an. Ich hielt mich hinter Sebastian Brief aus Würselen. Und damit ist vom Rennen aus meiner Sicht eigentlich auch alles erzählt, denn so war auch der Ausgang. Patrick hatte am Wendepunkt etwa 150 Meter Vorsprung, der gegen Ende zwar schmolz, aber für den Sieg in 1:22:52 Std. reichte. Eine Sekunde hinter Sebastian Brief lief ich in einer Zeit von 1:23:05 Std. auf Gesamtplatz 3 (1. M45) ins Ziel. 19 Kilometer war ich hinter oder neben ihm hergelaufen. Beim Zieleinlauf jubelten mir lautstark die „Groupies“ der SG Zons, die während des Halbmarathons ihre 5 km-Distanz sehr erfolgreich bestritten hatten, zu. Vielen Dank für die tolle Unterstützung auf den letzten Metern! Für den dritten Platz erhielt ich von Miss Zöpfchen eine Apothekentasche mit Inhalt und einen Gutschein über ein Paar Laufsocken. Den anschließenden 10 km-Lauf gewann übrigens hochüberlegen Lauffreund Marc Fricke. Herzlichen Glückwunsch nochmal an dieser Stelle!

Für mich war es letztlich eine Saisonbestleistung über die HM-Distanz, die ich nicht erwartet hatte, nachdem ich doch in den letzten Wochen zwar wieder etwas mehr, aber nur kürzere Wettkämpfe bestritten hatte. Mal sehen, der Laufherbst hat gerade erst begonnen und es stehen noch einige Events in meinem Kalender. Was da wohl noch geht?

Den Miss Zöpfchen Lauf kann ich jedenfalls weiterempfehlen. Eine gut asphaltierte Strecke, nette Moderation und Stimmung sowie eine Kuchentheke, die ihresgleichen sucht.

Weitere Informationen bei Sport in Solingen

News

Friedenslauf: 25 MINUTES-Gutscheine warten

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25 MINUTES Köln verlost im Rahmen des 26. Kölner Friedenslaufes am 13. September in den Riehler Rheinauen einen Probemonat im Wert von 149,90 Euro sowie drei Probetrainings inklusive Equipment und individuellem Personaltrainer. Die Voranmeldung zum Laufklassiker endet heute.

Geschäftsführer Denis Rösler startet selbst mit zwei Mitstreitern im 25 MINUTES-Team im Time & Voice Lauf Cup Köln und übergibt die Gutscheine höchstpersönlich an die Gewinner.

EMS steht für elektrische Muskelstimulation. Die Muskeln werden dabei in kürzerer Zeit intensiver trainiert als bei einem konventionellen Training. Schädliche, einseitige Belastungen werden durch das zeitgleiche Training aller großen Muskelgruppen vermieden. Durch die Ausführung aktiver Bewegungen während der Stimulation mit zusätzlich bewusster Ansteuerung bestimmter Muskelketten, kann die gewonnene Kraft besonders effektiv in sportliche Zielbewegungen umgesetzt werden. Zudem bietet 25 MINUTES Köln ein Cardio- und Ausdauertraining an, was vor allem Läufern einen zusätzlichen Trainingsreiz verschafft. Das Konzept hinter 25 MINUTES ist einfach und schlüssig: “In kürzester Zeit das größtmögliche Ergebnis erzielen”.

Alle interessierten Voranmelder zum Friedenslauf in Riehl können sich unter der Mailadresse von 25 MINUTES Köln, Kennwort: „Friedenslauf“, registrieren und nehmen an der Verlosung teil. Die Gewinner werden am Tag der Veranstaltung unmittelbar ausgelost und benachrichtigt.

1. Preis: Ein Probemonat EMS-Training

  • 6 Einheiten á 20min
  • inkl. Spezialwäsche
  • inkl. Personaltrainer

2.-4. Preis: Probetraining

  • Anamnesegespräch
  • 20minütiges Personaltraining für Muskelaufbau oder Ausdauertraining
  • inkl. Equipment

Denis Rösler und sein Team freuen sich über rege Beteiligung an der Verlosung und vor allem darauf, Euch bald einmal persönlich im Friesenwall 118 begrüßen zu können.

Der Friedenslauf wird gezeitet von Time & Voice.

Charity-Aktionen

Köln Marathon: Strecken-Hotspot am Weißen Holunder ist fix

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Es gibt auch in diesem Jahr natürlich wieder die bekannte Charity-Aktion des Mercure Hotels Köln Belfortstrasse zusammen mit den Laufmonstern und in Kooperation mit dem Weißen Holunder für den Förderverein für krebskranke Kinder Köln e.V..

Das Team des Mercure Hotel Köln Belfortstrasse tritt am 4. Oktober wie mittlerweile gewohnt erneut in Köln an. Im Rahmen des überregional bekannten Sportwochenendes unterstützt es damit seit 2010 zum insgesamt sechsten Mal alljährlich und kontinuierlich den Förderverein für krebskranke Kinder und konnte in dieser Zeitspanne bereits mehr als 10.000 Euro an Spenden generieren.

Und der Weiße Holunder wird am Marathon-Sonntag wieder Strecken-Hotspot

Da lohnt sich ein Kommen, um spätestens nach dem Halbmarathon gemeinsam mit den bekannten und dann auch erfolgreichen Laufmonster-Finishern über die kölschen 21,1 km ab 11 Uhr die Marathon-Läufer auf Höhe der Kilometer-Marke 25 anzufeuern, mit den Sportlern und hoffentlich vielen Zuschauern zu feiern und die einzigartige Stimmung am Weißen Holunder zu genießen.

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Dazu erwartet alle Zuschauer wie immer ein buntes Programm mit Moderation, Musik, Getränken, Snacks und einigen Charity-Aktionen, sprich der Versteigerung von hochwertigen Gutscheinen. Alles an Erlösen aus dem wie immer privaten Straßenverkauf und den Aktionen wird wie gehabt 1:1 dem Förderverein für krebskranke Kinder gespendet. Der Weiße Holunder unterstützt dieses Vorhaben wie bereits im Vorjahr erneut tatkräftig.

Alle Gäste und Interessenten sind als Zuschauer und Unterstützer herzlich willkommen

Hier kann man ungezwungen feiern, Spaß haben und natürlich spenden und damit unmittelbar Gutes tun. Wir freuen uns über zahlreiches Erscheinen zum Marathon-Event und wünschen uns allen einen schönen und nicht nur sportlich erfolgreichen Tag.

News

Drei Abende – drei Bestzeiten

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Bahnlaufserie voller Erfolg für Ralenovsky

Der erste Läuferabend innerhalb der Bahnlaufserie 2015 in Bergisch Gladbach war für Arthur Ralenovsky schon ein voller Erfolg. Mit neuer Bestleistung von 9:01,80 Minuten beendete er die 3.000 Meter. Am zweiten Abend, eine Woche später, wiederholte er diese Tat und erreichte seinen nächsten Rekord. Diesmal über die 5.000 Meter. Nach 15:37 Minuten lief er über die Ziellinie. Am vergangenen Donnerstag fand der dritte und letzte Läuferabend statt. Über die 10.000 Meter sollte es wieder eine Bestzeit werden. Von Anfang an führte Arthur Ralenovsky eine Gruppe an, deren Rundenzeiten zunächst auf eine Zeit über 33:00 Minuten hindeuteten. Nach dem fünften Kilometer wurde das Tempo sogar noch deutlich langsamer. Damit war die gewünschte Zeit unter 33 Minuten zu laufen eigentlich schon fast Geschichte. Doch auf den letzten 2.000 Metern löste sich Ralenovsky mutig aus der Gruppe und zündete den Turbo. Den letzten Kilometer lief er dann noch in superschnellen 3:03 Minuten und schaffte so nicht nur eine persönliche Bestleistung, sondern blieb auch zum ersten Mal unter 33 Minuten – bei 32:58 Minuten blieb die Uhr stehen.

Jaschke siegt in Düsseldorf, Fricke in Solingen

Eine gute Vorbereitung und optimale Bedingungen verhalfen den Rhein-Berg-Runnern zu tollen Leistungen beim diesjährigen 10-Kilometer-Lauf entlang der Kö in Düsseldorf.
Bei den Damen lief Lisa Jaschke zum wiederholten Male in diesem Jahr zum Tagessieg. Ihr Ziel, vor dem anstehenden Halbmarathon im Herbst mindestens eine 38-er Zeit zu erreichen, konnte sie mehr als zufriedenstellend erreichen. In 38:12 Minuten erreichte sie das Ziel deutlich vor der Deutschen Marathonmeisterin (2013) Silke Optekamp, die für die Strecke 38:40 Minuten benötigte. Für Jaschke ist dies die bisher schnellste Zeit über 10 km in diesem Jahr. Auch Katja Hinze hatte einen Grund zur Freude. Ebenfalls in der Marathonvorbereitung konnte sie eine neue persönliche Bestzeit in 41:38 Minuten erzielen und sicherte sich somit Platz 6 in der Gesamtwertung der Frauen und Platz 1 in der Altersklasse
W40.

In einem hochklassigen Feld mit Spitzenläufer André Pollmächer lief Simon Dahl mit 33:04 Minuten und Platz 10 ein kontrolliertes Rennen. Unklar über seine derzeitige Form ging Dahl kein Risiko ein und steigerte sein Tempo Runde für Runde. Pascal Meißner, der zuletzt ein starkes Ergebnis beim Bergisch-Gladbacher 5.000 Meter Bahnlauf erzielte, konnte diese Form zwar nicht optimal auf die 10-Kilometer-Distanz umsetzten, lief dennoch in 34:26 Minuten auf einen soliden 16. Platz. Für Dirk Heuschen verlief das Rennen optimal. Mit starken 36:11 Minuten erkämpfte er sich Platz 1 in der Altersklasse M50 und rückt somit immer näher an seine Bestform heran. Auch Andreas Thüs freute sich aus einer umfangreichen Marathonvorbereitung über eine neue persönliche Bestzeit in 39:29
Minuten.

Beim 9. Solinger ‚Miss-Zöpfchen-Lauf‘ war Marc Fricke von den Rhein-Berg Runnern erfolgreich. Die 10-Kilometer-Distanz konnte er mit großem Vorsprung für sich entscheiden. Die Wendepunkt-Strecke war trotz der herbstlichen Witterung mit Wind und Regen gut zu belaufen. Vom ersten Meter an war Fricke auf sich allein gestellt. Es wurde schwer, das Tempo hoch zu halten. Insofern ist er mit der Endzeit von 33:41 Minuten sehr zufrieden. Der Vorsprung vor dem Zweiten, Waldemar Thoma (36:21 Minuten), war dann im Ziel überdeutlich.

Simon Dahl wird Dritter beim Kölner Brückenlauf

Bei sommerlich heißen Temperaturen waren für die Starter der Rhein-Berg Runners keine Bestleistungen möglich. Zudem absolvierte Simon Dahl, ebenso wie Lisa Jaschke, die 15,4 km lange Strecke als Tempodauerlauf. Dennoch konnten bei der 35. Auflage des Kölner Brückenlaufs gute Platzierungen erzielt werden. Trotz langer Trainingseinheit am Vortag belegte Dahl hinter den beiden Top Favoriten des ASV Köln, Dominik Fabianowski und Bob Greis, mit einer Zeit von 55:19 Minuten den 3. Platz in der Gesamtwertung.

In der Gesamtwertung der Frauen gelang es lediglich den deutschen Topläuferinnen Anna und Lisa Hahner, sowie Sarah Kistner, die Strecke unter 1 Stunde zu absolvieren. Lisa Jaschke belegte mit einer Zeit von 1:07:24 Stunden den 4. Platz in der weiblichen Hauptklasse.

Ebenfalls in der Hauptklasse belegte Sebastian Linden in einer Zeit von 1:02:40 Stunden einen guten 11. Platz. In der AK 45 lief Rene Grass mit einem Rückstand von 5/100stel (!) Sekunden auf den 3. Platz, in einer Zeit von 1:05:01 Stunden.

Pressemitteilung von Silke Schäpers

Laufberichte

Landschaftsläufe oder ich weiß was ich letzten Sommer getan habe…

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Meine Vorliebe für Landschaftsläufe gegenüber den klassischen Straßenläufen hatte ich schon vor Jahren erkannt. Wer, so wie ich, nicht besonders strukturiert trainiert, sondern lieber nach Lust, Laune, Zeit und Wetter mehr oder weniger aus dem Bauch heraus die Einheiten über die Woche verteilt, muss sich nicht wundern, wenn man sich in Sachen Tempo nicht bis gar nicht verbessert. Beim Landschaftslaufen ist die Vergleichbarkeit der Kilometer und der Gesamtstrecken fast nie möglich. Die Wege sind selten durchgehend bzw. kaum asphaltiert, Höhenmeter kommen gerne auch noch hinzu und die Gesamtlänge ist eher den Gegebenheiten denn dem Vermessungsprotokoll geschuldet.

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Für 2015 hatte ich mir früh im Jahr eine Übersicht meiner Favoriten zusammengestellt. Im Juni sollte das erste Highlight der Basetrail XL (36 km/1.900 Höhenmeter) im Rahmen des Zugspitz-Ultra-Trails sein. Da ich hier nicht ganz unvorbereitet an den Start gehen wollte, hatte ich bei meinem Saisonauftakt in Erftstadt Liblar Mitte März direkt für den Halbmarathon durch die Ville Wälder gemeldet. Ein schöner Start in das Laufjahr, bei dem man es recht entspannt angehen lassen kann. Anfang April stand für mich die Rückkehr zum Cauberg Trail in Valkenburg (NL) an (siehe Bericht aus 2014). Nach meinem ersten Start dort im letzten Jahr wollte ich mich dieses Mal an der neuen 28 km-Strecke versuchen. Trail-Running ist bei unseren Nachbarn super beliebt, und der Veranstalter versucht wirklich, aus den wenigen Höhenmeter der Umgebung eine möglichst spektakuläre Strecke zu schneidern. Diese zog mir auch fast die Schuhe aus. Auf den letzten 5 km musste ich tatsächlich ein paar Gehpausen einlegen, um die Gesamtstrecke von tatsächlich 30 km mit 600 Höhenmetern nach ca. 3 h zu beenden.

Nächster Stopp meiner Vorbereitung war die Teufelsley an der oberen Ahr (ich berichtete): 16 km und 300 hm für 5 € – ich bin immer noch angetan von dem fantastischen Preis-/Leistungsverhältnissen von oft weit unter einem Euro pro Kilometer bei fast allen Landschaftsläufen. Wo bekommt man das noch in der Stadt? Mitte Mai wollte ich eigentlich auch den 2ten Lauf zum Eifel-Ahr-Berg Cup an der Hohen Acht absolvieren. Leider stoppte mich kurzfristig ein kleiner Infekt, und aus Rücksicht auf die Gesundheit und die nächsten Wettkämpfe siegte die Vernunft.

Die Generalprobe zum Zugspitz-Lauf ist für viele Rheinländer der RhEx – der Rheinsteig Extrem Lauf in Bonn. So klingelte am 30. Mai um 5 Uhr auch mein Wecker: Der RhEx wurde nach einem Jahr Pause unter neuer Regie wiederbelebt. Auf fast unveränderter Strecke (35 km/1.200 hm) wie bei den vorangegangenen Auflagen, ging es über fünf Berge und einige Trails von Bonn nach Bad Honnef. Auffällig war, dass hier fast jeder Läufer sehr nah an seine persönlichen Marathonzeiten im Flachen herankam. Die vier Laufmonster kamen alle aufrecht ins Ziel und ich fühlte mich in meiner Vorbereitung bestätigt, hatte ich doch diese Belastung erstaunlich gut wegstecken können.

Am 18. Juni ging es endlich nach Bayern zur Zugspitze. Um es kurz zu machen. Es regnete fast das ganze Wochenende. Die Temperaturen im Tal waren kaum zweistellig und auf den höchsten Punkten war es nur knapp über 0 C°. Mir, als geoutetem Schönwetterläufer, passte das gar nicht. Aber was hilft es. Mit langer Laufkleidung plus Regenkleidung würde ich die Strecke schon meistern. Der Regen wurde im Verlauf des Rennens leichter und hörte sogar kurz auf. Am vermeintlich vorletzten Verpflegungspunkt angekommen, wurden wir unverhofft statt weiter hinauf zur Bergstation der Alpspitze, ab hier in Richtung Tal zum Zielort nach Grainau geschickt. Das verkürzte die Strecke auf ca. 30 km bzw. 1.500hm. Schade, denn ich hatte mich mit meiner Renneinteilung auf die volle Strecke eingestellt. Damit war die ultimative Herausforderung für mich dahin und ein wenig entäuscht machten wir uns sonntags auf den Weg zurück nach Köln.

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Zur Kompensation entschied ich mich den Eifel Mountain Man eine Woche später in Angriff zu nehmen (3. Lauf Eifel Ahr Berg Cup). Eine kleine Veranstaltung nahe Bad Münstereifel. Strecke: 19,6 km und ca. 300 hm. Überwiegend läuft man auf Forst- und Waldwegen und kommt gefühlt alle 3 km an einer Getränkestation vorbei. Eine Ehrung für alle Altersklassen-Plätze 1-3 hat mir noch einen kiloschweren Felsklotz als Trophäe eingebracht.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass der Alpsee-Lauf just in die Woche unseres Familienurlaubs im Allgäu fiel. Familienfreundlich war der Start in Immenstadt schon um 8 Uhr morgens und bei frischen Temperaturen und wolkenlosem Himmel gingen ca. 300 Starter gemeinsam auf die zwei Distanzen (15 k/26 k). Ich hatte für die längere Strecke gemeldet. Diese wartete mit einer kompletten Umrundung des kleinen sowie großen Alpsee sowie ca. 850 Höhenmeter auf. Wobei sich die vertikalen Meter auf das erste und letzte Drittel beschränken. Das Mitteldrittel führt nahezu eben durchs Tal und am See entlang. Nach dem Lauf standen noch eine komplette Woche Bauernhofurlaub im Allgäu an und der Trail begann gleich hinter dem Hof… Am letzten Urlaubstag fand wiederum in Schlagweite zu unserem Bauernhof der Immenstädter Gebirgsmarathon statt. Nun ja, man kann nicht alles haben, und so muss dieser Lauf auf einen kommenden Allgäuurlaub verschoben werden.

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Apropos Urlaub. Auf den letzten Tag, bevor ich wieder zur Arbeit musste, fiel die 39ste Austragung des Monschau Marathons. Wieder mal 5 Uhr aufstehen. 6 Uhr Abfahrt. 7 Uhr Ankunft in Monschau. 8 Uhr Start des Marathons. Für mich war es der erste Monschau Marathon. Ich lief ganz bewusst locker die ersten 10 km bergab ins Tal. Ich wollte hier nicht in den roten Bereich laufen und hatte eigentlich als Minimalziel nur vor, unter 4 Stunden zu bleiben. Bei km 17 holten mich die beiden 3:45 h Tempomacher ein und ich entschied, zumindest bis dahin wo jeder Marathon hart wird, dran zu bleiben. Die beiden Hasen kannten sich aus, und wussten, wann man bergab schneller laufen musste und wann man bergauf etwas Zeit drauf rechnen konnte, um die Gesamtzeit noch zu treffen. Besser ging es nicht. Wir wurden immer schonend auf die nächsten Anstiege vorbereitet und frisch motiviert. Zusätzlich hatte ich meinen Bruder auf dem Mountainbike dabei, der alle 60 Minuten ein Gel sowie meine persönliche Trinkflasche reichte. Einer der Tempomacher schickte mich irgendwann voraus. Ich erreichte das Ziel in 3:43 h und konnte am Ende, sobald der Kirchturm von Konzen in Sicht kam, so etwas Ähnliches wie einen Endspurt ansetzen. War mir bei einem Marathon so auch noch nicht passiert.

Auch hatte ich die Woche drauf so gut wie keinen Muskelkater. Irgendwie fehlte mir dieser Schmerz aber als Beleg der eigenen sportlichen Leistung ein wenig. Nach Monschau komme ich bestimmt wieder, dann vielleicht auf der zweiten angebotenen Distanz.

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Ein Laufmonster Klassiker ist mittlerweile der Monte Sophia bei Düren. Für den letzten Augustsamstag war Traumwetter angekündigt. Allerdings eher für einen Ausflug zum Badesee denn für einen Lauf mit 28 km und 350 Höhenmetern. Ich freute mich trotzdem auf die Hitzeschlacht. Alles besser als Dauerregen. Beim Lauf über die rekultivierte Abraumhalde kam ich mir persönlich schneller vor als im Vorjahr, war aber tatsächlich fast genau eine Minute langsamer. Muss wohl an den zehn Grad Temperaturunterschied gelegen haben. Dafür bin ich diesmal an der Rodelbahn nicht in den Gehschritt verfallen und einen Muskelkater hatte ich auch. Etwas erschreckend empfinde ich hier die stetig sinkenden Finisherzahlen, die auf der Veranstalter-Homepage statistisch erfasst werden. Der kontinuierliche Rückgang der Teilnehmerzahlen trotz des sensationell günstigen Startgeldes ist leider offensichtlich.

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Meteorologisch ist der Sommer jetzt zu Ende und schon zieht es mich wieder auf die Straße. Der Köln Marathon soll dieses Jahr ein würdiger Saisonabschluss werden, bevor ich mir im Winter, an einem Schlechtwettertag, die Lauf-Saison 2016 zurecht lege. Ich hoffe nächstes Jahr wieder ein paar Laufmonster bei diversen Wettkämpfen zu treffen, denn außer in Holland und im Allgäu war immer mindestens ein weiterer Vertreter unserer Spezies am Start. Falls ich jemandem Appetit gemacht haben sollte, stehe ich für mehr Details beim nächsten Stammtisch bereit.

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