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Wer lange läuft, der ist hier richtig!

Risiko Ausdauersport? Mediziner finden keine Hinweise für Herzschäden durch langjährigen Sport

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Belgische Wissenschaftler haben 2012 eine Studie veröffentlicht, die in die These mündet, dass wiederholte intensive Ausdauerbelastungen auf Leistungssport-Niveau zu einer krankhaften Vergrößerung der rechten Herzkammer führen können. Damit entstünden Gefahren bis hin zum plötzlichen Herztod. In der Fachwelt hat diese Arbeit für viel Aufsehen gesorgt. Sportmediziner der Universität des Saarlandes haben sie nun erstmals an sogenannten Masterathleten, älteren Leistungssportlern, gezielt überprüft. Ihr Ergebnis widerlegt die Annahmen ihrer belgischen Kollegen. Die Studie wurde im renommierten Fachmagazin „Circulation“ veröffentlicht.

Ausdauersportler, die an einem plötzlichen Herztod versterben, sind in trauriger Regelmäßigkeit Teil der medialen Aufmerksamkeit. Auch vor einigen Wochen ging eine Nachricht durch Fernsehen, Zeitungen und Internet: Der niederländische Radprofi Gijs Verdick erlag im Krankenhaus zwei Herzattacken, die er eine Woche zuvor bei einem Rennen erlitten hatte.

Mögliche Gefahren des Ausdauersports für das Herz werden bereits seit über hundert Jahren in der medizinischen Fachwelt diskutiert. Obwohl mittlerweile weitgehend Konsens besteht, dass es sich beim vergrößerten Sportherz um eine gesunde Anpassungsreaktion an regelmäßig betriebenen Ausdauersport handelt, lassen manche Studien auch sportbedingte krankhafte Veränderungen vermuten. So auch eine Arbeit belgischer Kardiologen und Sportmediziner, die 2012 publiziert wurde und weltweite Beachtung fand (siehe hier). Die Forscher stellten darin einen Zusammenhang zwischen Extrem-Ausdauersport und der akuten Vergrößerung und Funktionseinschränkung der rechten Herzkammer unmittelbar nach Belastung her. Genauer gesagt, beobachteten sie eine Vergrößerung und Funktionseinschränkung der rechten Herzkammer nach mehrstündigen Ausdauerwettkämpfen. Allerdings wurde die daraus abgeleitete Hypothese einer langfristigen Schädigung der rechten Herzkammer durch Ausdauersport, zwischenzeitlich auch als „belastungsinduzierte Arrhythmogene Rechtsventrikuläre Cardiomyopathie (ARVC)“ bezeichnet, bislang nicht durch längsschnittliche Untersuchungen bestätigt. Deshalb war noch unklar, ob die von den Belgiern festgestellte und in der Fachwelt häufig diskutierte akute Vergrößerung der rechten Herzkammer nach Extrem-Ausdauersport tatsächlich in einen gefährlichen Dauerzustand mündet.

Für die Saarbrücker Forscher um Prof. Dr. Jürgen Scharhag, Kardiologe und Sportmediziner, und Dr. Philipp Bohm war die Hypothese: „Ausdauersport führt zu krankhafter Vergrößerung der rechten Herzkammer“, nicht unmittelbar einleuchtend. Am Saarbrücker Institut für Sport- und Präventivmedizin untersuchen die Wissenschaftler seit Jahrzehnten Spitzensportler aus vielen Disziplinen, darunter Triathleten, Schwimmer und Profi-Fußballer. Anzeichen, die die belgische These untermauerten, fanden die Saar-Forscher dabei nie. Daher beschlossen sie, die Hypothese zu überprüfen.

Dafür untersuchten sie 33 sogenannte Elite-Masterathleten (im Schnitt 47 Jahre alt) und verglichen sie mit einer Kontrollgruppe (ebenfalls 33 Männer), die ihnen in Alter, Größe und Gewicht ähnelte, aber keinerlei Ausdauersport betrieben hat. Die Athleten, unter denen ehemalige Olympia-Teilnehmer ebenso wie ehemalige professionelle Ironman-Sieger und Teilnehmer zu finden waren, sind seit rund 30 Jahren leistungssportlich aktiv und trainieren nach wie vor rund 17 Stunden pro Woche.

Die saarländischen Wissenschaftler konnten zwar feststellen, dass die Herzen der langjährigen Spitzensportler erwartungsgemäß deutlich größer und kräftiger waren als die der Kontrollgruppe. „Aber wir fanden keine Hinweise für eine dauerhafte Schädigung, krankhafte Vergrößerung oder Funktionseinschränkung der rechten oder linken Herzkammer durch langjährig betriebenen intensiven Ausdauersport“, erläutert Philipp Bohm, der inzwischen am universitären Herzzentrum Zürich arbeitet.

Der Rückgriff auf hochtrainierte und leistungssportlich aktive Masterathleten ist ein Kniff, den die Saarbrücker Forscher angewendet haben: Da die beste Methode, das Herz und insbesondere die rechte Herzkammer zu untersuchen, die kardiale Magnetresonanztomographie (MRT) ist, diese jedoch noch nicht lange genug zur Verfügung steht und auch kein Routineverfahren zur Untersuchung von Sportlern darstellt, wird es auf absehbare Zeit keine systematischen kernspintomographischen Verlaufsstudien zum Sportherzen geben können. Eine Längsschnitt-Studie, bei der die Probanden vielleicht sogar über mehrere Jahrzehnte begleitet werden, wäre demnach mittels MRT noch gar nicht möglich. „Diese sogenannten Mastersportler repräsentieren derzeit also am besten den Langzeitverlauf langjährig betriebenen Ausdauerwettkampfsports”, erklärt Jürgen Scharhag.

Die Studie im Internet

News

8. Kölner Stadionlauf: familien.spiele.fest

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Spannende Wettkämpfe und ein attraktives Rahmenprogramm für die ganze Familie lockten am Sonntag die regionale Laufszene an das RheinEnergieStadion nach Köln-Müngersdorf. 1.710 Laufbegeisterte sorgten bei der achten Auflage des Pax-Bank Stadionlauf Köln für einen sportlichen Sonntagnachmittag und verwandelten gemeinsam mit den zahlreichen Zuschauern den Start-Ziel-Bereich auf den Stadionvorwiesen in ein riesiges „familien.spiele.fest“. Denn viele ambitionierte Athleten als auch Breitensportler nutzten das ökumenische Gemeinschaftsprojekt der evangelischen und katholischen Kirche unter dem Motto „kirche.läuft“, um sich mit Gleichgesinnten zu messen.

Das Highlight bildete der 10-Meilen-Lauf zum Abschluss eines ereignisreichen Sportnachmittages. Auf der in Köln selten angebotenen Distanz lieferten sich die 128 Athleten ein packendes Rennen. Tom Schlegel hatte am Ende mit einer Siegerzeit von 59:36 Minuten die Nase vorn vor Felix Even (SSF Bonn/1:02:38 Stunde) und Norbert Schneider (1:03:20 Std.). Bei den Frauen sorgte Lokalmatadorin Astrid Minor (ASV Köln) für einen Heimsieg. Die Kölnerin gewann in einer Zeit von 1:18:05 Stunde vor Sara Wippich (Team Erdinger Alkoholfrei/1:18:56 Std.). Antje De Vries (1:19:13 Std.) wiederholte ihren dritten Platz aus dem Vorjahr.

Zuvor siegte im 5-Kilometer-Lauf der Frauen Sonja Vemikov aus Mechernich in einer Zeit von 19:31 Minuten vor Liz Roche (TV Refrath/19:38 Min.) und Franziska Klein (Bunert – der Kölner Laufladen/20:21 Min.). Bei den Herren gewann Christian Müller (CJD Frechen) den finalen Dreikampf in 17:19 Minuten vor Florian Jüsten (Bunert – der Kölner Laufladen/17:21 Min.) und Fabian Pieters (DJK Sportjugend/17:24 Min.).

Auf der 10-Kilometer-Distanz triumphierte Marian Bunte vom Team Erdinger Alkoholfrei in einer Zeit von 36:02 Minuten vor Stephan Stranz (Brühler TV/36:18 Min.) und Christian Steffes (SV Urmitz/36:02 Min). Bei den Frauen sicherte sich Favoritin Claudia Schneider (LT DSHS Köln/40:35 Min.) den Sieg vor der Kölnerin Claire Rehberg (47:33 Min.) und Nora Goldschmidt (50:02 Min.).

Alle Ergebnisse

Pressemitteilung von Stephan Flock

Berglauf

Vormerken: 17. Malberglauf am 5. August

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Am Freitag, den 5. August 2016 startet um 18.30 Uhr der 17. Malberglauf. Die Nordic Walker starten bereits traditionell eine Minute später. Der Malberglauf ist wieder erster Lauf im Siebengebirgscup 2016. Die Bedingungen am Lauftag bleiben wie gehabt: Auf roundabout 6 km müssen ca. 370 Höhenmeter bewältigt werden, wobei auch 100 Höhenmeter bergab zu laufen sind.

Kuhglocken und Alphornbläser werden Euch ins Ziel an der Malberghütte begleiten, von wo Ihr dann die tolle Panoramasicht auf den vorderen Westerwald genießen könnt. Für die drei Erstplatzierten jeder Altersklasse und der Teamwertungen sind wieder Kuhglocken ausgelobt. Bringt Eure in den Vorjahren gewonnenen Kuhglocken einfach mit und lasst Euch von Euren Liebsten lautstark anfeuern.

Wer uns ein Foto von seiner Malberglauf-Trophäensammlung zumailt, hat die Chance, einen von drei Freistarts beim Malberglauf zu gewinnen. Die Online-Meldung ist freigeschaltet – bezahlt wird bei der Startnummernausgabe an der Malberghütte.

Laufberichte

Rennsteiglauf – Da lief was

Am vergangenen Wochenende starteten Christiane und ich am Rennsteig, bei Europas „beliebtesten Crosslauf“, wie der Veranstalter nicht müde wurde zu betonen. Angeboten werden die Strecken Supermarathon (72 km), Marathon und Halbmarathon. Wir haben uns für den Mittelweg entschieden. Die Strecken sind wie ein Sternlauf organisiert mit unterschiedlichen Startorten und einem gemeinsamen Ziel in Schmiedefeld. Unser Startort war Neuhaus am Rennweg. Von unserem Übernachtungsort Rudolstadt, einem wunderschönen Residenzstädtchen, fuhren wir früh los zum Start um 9:00 Uhr. Die Organisation hatten wir an unsere Fahrtenleiter Sven und Georg abgegeben, die beide schon fast zwanzigmal an dem Laufklassiker teilgenommen hatten. Am Startort ist alles mit kurzen Wegen erreichbar, so dass wir in Ruhe unsere Startunterlagen abholen, die Kleiderbeutel abgeben  und uns auf den Lauf vorbereiten konnten. Lediglich die Toiletten waren etwas knapp für die rund 3.100 Marathonis. Die Wetterbedingungen waren optimal: 14-17 Grad, bewölkt, aber trocken.

Gestartet wurde vom Sportplatz aus einer großen Läufertraube heraus. Zuvor wurde noch traditionell das Rennsteiglied gesungen, das der ein oder andere vielleicht aus dem Musikantenstadl kennt. Hier fehlte uns die Textsicherheit, aber beim anschließenden Schunkeln zum Schneewalzer waren wir wieder mit dabei. Überhaupt spielen entlang der Strecke immer wieder Kapellen die Hitparade der Volksmusik, mal was anderes als Samba und Techno wie in Berlin. Da wir uns nicht sehr weit vorne eingereiht hatten, verliefen die ersten 2 km durch Neuhaus gebremst im riesigen Teilnehmerfeld. Danach weitete sich die Straße und es ging erst einmal rund 6 km bergab. Nach meinen Erfahrungen vom 7G-Marathon, wo mir am Ende die Körner fehlten, ließ ich es diesmal etwas ruhiger angehen, vielleicht zu ruhig. Aus Sorge, nicht genug Reserven zu haben, hatte ich beim Frühstück etwas zu viel gegessen und musste mich die erste Streckenhälfte mit einem zu vollen Magen quälen. Christiane und unsere Lauffreunde habe ich schon nach dem Start nicht mehr gesehen.

Kurz nach der ersten Verpflegungsstation bogen wir dann in den Wald ein. Hier verlief die Strecke auf dem Rennsteig-Wanderweg zunächst auf einem breiten Waldweg. Die Laufstrecke durch den Thüringer Wald ist sehr schön, viel Natur mit vereinzelten Dörfern, vorbei an Skiliften und Kurkliniken. Insgesamt gab es eher wenige Zuschauer, aber die die da waren, sorgten für gute Stimmung. Obwohl auf der ersten Hälfte der Strecke mit dem Masserberg die höchste Erhebung der Strecke liegt, läuft man vom Gefühl her eher bergab oder eben, während es im zweiten Streckenabschnitt in kürzeren Wellen bergauf und bergab geht. Insgesamt ging es rund 770 Höhenmeter bergauf und 850 bergab.

Nach genau zwei Stunden hatte ich die erste Hälfte geschafft, so dass ich mir Hoffnung auf eine Zeit knapp über vier Stunden machte. Die wurde schnell gebremst, denn nach der HM-Marke ging es im Gänsemarsch über Stock und Stein in einem Hohlweg steil bergab. Überholen unmöglich, km-Zeit 7:18 min., positiv denken: mal einen km ausgeruht. Entlang der Strecke gibt es ausreichend Verpflegungsstationen, an denen auch regionale Schmankerl gereicht werden, wie Rostbratwurst oder Bier. Besonders schön auch die Hafergrütze, die unter dem verlockenden Namen „Schleim“ angeboten wird. Nachdem mein Magen wieder in der Reihe war, habe ich aber keine Experimente gewagt. Etwas schade ist, dass die Verpflegungsstationen jedes Mal anders aufgestellt und sehr unübersichtliche sind. Mal gibt es das Wasser ganz vorne, mal hinten, wenn man denkt, es kommt nichts mehr.

Vor dem Rennen hatte ich mir zugestanden ab km 30 auch mal zu wandern, wenn es notwendig ist. Dies war auch prompt bei km 31 der Fall, als es sehr steil bergan ging. Hier wanderten auf einmal alle um mich herum. Da ich das Rennen verhalten angegangen war, blieb es auch die einzige Wandereinlage. Im zweiten Streckenabschnitt sind die Wege oft viel schmaler, als vorher, so dass man zum Überholen aufs Feld oder in den Schotter ausweichen muss. Leider wird man (von Männern) auch nicht so gern vorbei gelassen, das kostet dann ein bisschen Zeit. Denn auf den letzten 5 km kam ich mir vor wie bei einem Volkswandertag, so viele Teilnehmer schienen von hier ins Ziel zu gehen. Bei km 37 gibt es noch einen letzten Berg, der es in sich hat, danach geht es bis Schmiedefeld, „dem schönsten Ziel der Welt“, bergab. In Schmiedefeld ist die Stimmung groß, was auch nötig ist, denn hier kommt das dicke Ende. Der letzte Kilometer hat noch einmal 100 Höhenmeter hinauf zum Sportplatz. Aber hier stehen entlang der Drängelgitter so viele Zuschauer, dass man den Berg hinauf getragen wird. Oben angekommen, ist aber noch nicht Schluss, denn es folgt noch eine halbe Runde um den Sportplatz. Schön gemacht ist der gemeinsame Zieleinlauf mit den Supermarathonis, die aus der anderen Richtung nach Schmiedefeld kommen.

Der Sportplatz und die angrenzenden Wiesen gleichen einem riesigen Festplatz mit großartiger Atmosphäre. Hier trifft man sich, fachsimpelt, plant neue Herausforderungen und genießt die Zielverpflegung aus Suppe, Läuferbier und der traditionellen Rostbratwurst. Die Siegerehrung wird stimmungsvoll gestaltet, mit Trachten und Samtkissen für die Medaillen. Überhaupt ist die Veranstaltung trotz ihrer Größe (16.000 Starter insgesamt auf allen Strecken) äußerst liebevoll und familiär organisiert und lebt von zahlreichen Traditionen, die ich hier nicht alle aufzählen kann. Sicher ist sie auch deshalb so beliebt und für alle Landschaftsläufer eine unbedingte Empfehlung.

Unsere Ergebnisse: Christiane 3:58:39 (43. Gesamt, 7. AK); Sabine 4:08:28 (72. Gesamt, 3. AK)

Veranstalter

Bahnlauf

TVR Läufer mit 5.000 Meter Topzeiten beim Int. Meeting in Koblenz

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Bei André Rinke platzt endlich der Knoten – Hausrekord um elf Sekunden gesteigert

Die Bedingungen im ehrwürdigen Koblenzer Stadion Oberwerth, dass schon viele Weltklasserennen und Rekorde gesehen hat, konnten besser nicht sein: 11 Grad, kein Wind, eine angenehme Frische bei Flutlicht-Atmosphäre. Dies zog auch bei der 34. Auflage des Mini-Internationalen Läufermeetings viele Topläufer in den Landesverband Rheinland, der mit dem TuS Rot-Weiß Koblenz diesen Abend ausrichtete. Jochen Baumhof, war wieder wie seit vielen Jahren in Multifunktion als Stadionsprecher, Musikmacher und nebenbei auch als Trainer in Aktion. Denn er weiß aus eigener Erfahrung als Athlet, dass auf der harten und in die Jahre gekommenen Tartanbahn nach wie vor schnelle Zeiten möglich sind.

So war das TV Refrath running team wie im Vorjahr mit Torben Kirchner, Sebastian Müller und André Rinke im Hauptprogramm mit Läufern aus den Niederlanden, Belgien Österreich, Schweiz und Italien über 5.000 Meter am Start. Nach durchwachsenem Start in die Bahnsaison setzte sich Rinke mutig an die Spitze der ersten Verfolgergruppe des B-Laufes. Befreit und beflügelt zeigte der Bergisch Gladbacher endlich was er drauf hat. Mit einer 67er Schlussrunde steigerte er seine Bestzeit um elf Sekunden auf sehr starke 15:18,11 min. Auch Torben Kirchner war erstaunt, dass es nach wochenlanger Zwangspause wieder so rund lief: mit 15:39,59 min. zeigte der Polizist, was schon wieder geht. Leider war Sebastian Müller etwas auf sich alleine gestellt. Trotzdem war auch er mit der Endzeit 15:51,06 min. sichtlich zufrieden. Für die nächsten Wochen haben die Refrather einige hochklassige Wettkämpfe in Belgien und Holland geplant.

Pressemitteilung von Jochen Baumhof

Social Event

Die CSD Tombola ist eröffnet

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16.000 Lose warten auf glückliche Gewinner

Die Aidshilfe Köln verlost zum diesjährigen Christopher Street Day sage und schreibe 16.000 Lose für den guten Zweck. Wer noch keine keine Zeit hatte, persönlich in der Beethovenstr. vorbeizukommen, kann nun auch Lose online kaufen. Die Lose werden dann per Post verschickt. Unkompliziert und stressfrei. Es müssen mindestens fünf Lose à 2,50 Euro abgenommen werden zzgl. 1,00 Euro Versandkostenpauschale. Ab 10 Losen (25,00 Euro) ist der Versand kostenfrei. Die Lose sind online bis zum 11. Juni verfügbar und können ganz einfach unter folgendem Link bestellt werden. Hier kann man sich auch die Preise ansehen, u.a. einen Ford Mustang im Wert von 38.000 Euro.

Teilnahmebedingungen: Die Lose werden nach Eingang des Geldes an die eingegebene Adresse versendet. Die Rückgabe ist ausgeschlossen. Veranstalter: Aidshilfe Köln e.V., Beethovenstr. 1, 50674 Köln. Ziehung unter notarieller Aufsicht am 03.07.2016, 19 Uhr im Checkpoint, Pipinstr. 7, 50667 Köln. Losverkauf endet am 03.07.2016, 16 Uhr. Jedes Los gewinnt nur einmal. Gewinnzahlen unter www.aidshilfe.koeln. Gewinnausgabe ab 05.07.2016 bis 05.10.2016, MO-DO: 10-16 Uhr im Empfang der Aidshilfe Köln. Kein Anspruch auf Zusendung der Gewinne. Gewinne sind Sachpreise, kein Anspruch auf Barauszahlung.

Lauf Cups im Rheinland

Siegerehrung als Programmpunkt eines Lauftages

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Bereits mitten in der Saison 2016 und ausgerechnet an einem Wochenende mit absoluter Veranstaltungs-Dichte fand am Sonntag die Siegerehrung des Time & Voice Lauf Cups 2015 ihre kleine Nische im Rahmen des Gastrunomie-Laufs. 89 Sportler hatten im letzten Jahr erfolgreich an der Laufserie teilgenommen, die sich ohne einen potenten Hauptsponsor nach wie vor in einer Übergangsphase befindet. Ganz dem sportlichen Gedanken verpflichtet, sich im fairen Wettkampf miteinander messen zu wollen, ohne für etwaige läuferische Höchstleistungen gleich mit Preisen überhäuft zu werden, findet der harte Kern der Volkslaufszene Jahr für Jahr doch immer wieder den Weg zum Cup. Dafür sagt das Organisationsteam nach mittlerweile fünf Jahren allen Wegbegleitern vielen Dank für die Treue.

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Ebenfalls danken möchten wir Sabrina Scheer und dem Team von Time & Voice, die seit 2015 als Titelsponsor fungieren und mittlerweile nicht nur die Ergebnisse vieler Einzelveranstaltungen erfassen, sondern auch in Sachen Cupwertung stets auf dem laufenden sind. Im Tableau von 2015 sind alle Läufer aufgeführt, die entweder bei mindestens zwei Läufen der elf Veranstaltungen umfassenden Serie ins Ziel gekommen sind oder aufgrund ihrer Platzierung mindestens 100 Punkte erlaufen haben. Das aktuelle Ranking für 2016 weist in der Spitze bereits eine Teilnehmerdichte aus, die für den weiteren Saisonverlauf vielversprechend wirkt.

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Liz Roche (993 Punkte) und Dirk Breunung (994) konnten die Laufserie 2015 gewinnen, für Liz Roche der zweite Sieg in Serie. Julia Quitzau (958 Punkte) und Christiane Küttner (945) folgten auf den Podestplätzen. Alle drei waren der Einladung zur Siegerehrung gefolgt und bildeten zusammen mit Sieger Dirk Breunung das Podium, auf dem Norbert Schneider (985 Zähler) und Fabian Bornheim (980) entschuldigt fehlten. Breunung war unmittelbar vom Vivawest Marathon im Ruhrgebiet angereist, wo er in starken 2:45:02 Stunden den 5. Gesamtplatz sowie Platz 1 in der M40 erreichen konnte (siehe auch die Ergebnisse). Hierzu an dieser Stelle nochmals einen herzlichen Glückwunsch!

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Im Verlauf der Siegerehrung, die etwas unkonventionell, aber wie geplant mit dem vom Club Astoria hergerichteten Buffet eröffnet wurde – das übrigens keine Wünsche offen ließ – fing es leider immer stärker an zu regnen. So blieb gerade noch Zeit, nach Ehrung der teilnehmerstärksten Teams – ERGO Sports, die Cologne Allblacks sowie 25 MINUTES Köln, alle Platzierten in den Altersklassen auf die kleine, aber passende Bühne zu bitten. Der Wettergott meinte es zum Abschluss eines ansonsten sehr schönen Lauftages nicht gut mit den noch anwesenden Gästen. Auch der durchaus beherzte Kurzauftritt der Kölner Karnevalsband Lupo fiel leider buchstäblich ins Wasser. In Anspielung auf die bisherigen Indoor-Siegerehrungen im Kääzmanns musste da natürlich noch das Bonmot fallen: „Im Brauhaus wäre jetzt schönes Wetter“. Vielleicht in 2017 wieder. Dann vor allem früher im Jahr.

Fotos vom kompletten Lauftag von Eventfotografie 24 – Birgit & Thorsten Holler

Lauf Cups im Rheinland

ERGO Sports: Poster statt Pokal

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Nachdem das Team ERGO Sports um Leiter Thomas Boelter den Erfolg als teilnehmerstärkste Mannschaft nach 2013 in 2014 wiederholen konnte, ging der repräsentative Pokal absprachegemäß in den Besitz der in der Spitze mit bis zu 18 Läufern antretenden Laufgruppe über. Da sich ein erneuter Teamerfolg auch in 2015 relativ schnell abzeichnete, wurde bereits Ende letzten Jahres Kontakt mit Thomas aufgenommen, um einmal einen etwas anderen, individuelleren aber trotzdem schönen Preis für die erneut mit elf Sportlern antretende Truppe zu finden. Doch erst am 10. Mai anlässlich des Hidden Run in Leipzig kam Thomas im Gespräch mit Mike Fresenborg die zündende Idee.

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Warum nicht ein großes Poster mit den schönsten Aufnahmen des Teams erstellen? Beim Friedenslauf waren so viele aussagekräftige Fotos entstanden, dass sich zusammen mit zwei weiteren Bildern eine schöne Collage erstellen ließ. Gesagt, getan, bestellt. Allerdings kam das Paket letztlich zwar rechtzeitig, aber eben doch erst kurz vor Toresschluss an. Nur aus diesem Grund erfolgte die Übergabe der „ERGO Sports Limited Edition“ Poster anlässlich der Siegerehrung des Time & Voice Lauf Cups am Sonntag in der relativ schlichten Original-Versandverpackung. Die war dann allerdings für den weiteren Transport nicht nur wichtig und zweckmäßig, sondern sogar notwendig – angesichts des einsetzenden Regens.

Laufberichte

Historischer Laufmonster-Doppelsieg beim letzten Menden-Marathon

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Tja, das hat es bisher wohl noch nicht gegeben!!! Zwei Laufmonster ganz vorne bei einem Marathon. Dazu noch beide aus der gleichen Stadt Dormagen. Und das beim vorerst letzten Marathon im sauerländischen Menden.

Mein Lauffreund Burkhard vom ansässigen Marathonclub Menden hatte mich im Vorfeld dazu bewegt, nochmal an diesem Event teilzunehmen und mit ihm zusammen die komplette Distanz zu laufen. Zunächst hatte ich ja nur den Halbmarathon auf meinem persönlichen Wettkampfzettel, aber es deutete sich aufgrund der geringen Anmeldezahl im Vorfeld bereits an, dass es diesmal wohl wirklich der letzte Marathon in Menden nach 32 Jahren sein würde. Und tatsächlich wurde vor dem Start das Ende dieser Traditionsveranstaltung (auf jeden Fall des Marathons) erklärt. Aufgrund der seit Jahren sinkenden Zahl an Startern (in diesem Jahr nur 38, beim Halbmaraton über 130), diesmal nicht zuletzt auch wegen der Terminüberschneidung mit dem nicht weit entfernt stattfindenden Vivawest-Marathon im Ruhrgebiet, erscheint eine Fortsetzung in den nächsten Jahren leider nicht möglich. Schade, hatte ich doch hier sogar mal einen Marathon gewonnen und insgesamt sechs gute Rennen absolviert.

Moritz traf ich an der Startlinie. Er wollte heute einen weiteren „Trainingsmarathon unter Wettkampfbedingungen“ im Rahmen seiner Vorbereitung auf die bald stattfindenden 100 km von Biel absolvieren. Im Schlepptau hatte er mit Stephan McGuire und Frederik Hartmann zwei weitere Kollegen vom TV Refrath. Kurz vor dem Start, der aufgrund einer Großbaustelle dieses Jahr in die Gartenstraße verlegt worden war und die Strecke somit zu Beginn leicht veränderte, wurde noch ein Geburtstagsständchen für einen Läufer des heimischen MCM gesungen und dann ging es auch pünktlich um 9 Uhr los. Einen ersthaften Konkurrenten zu Moritz auf den Sieg konnte ich nicht erkennen und vom Start weg liefen wir zu dritt (Moritz, Burkhard und ich) vorne weg.

Zunächst galt es wie immer zwei Runden durch die Mendener Innenstadt zu laufen, bevor es dann Richtung Norden auf der Fröndenberger Straße Richtung Schwittener Felder ging. Nach etwa zwei Kilometern war Moritz unser eingeschlagenes Tempo von 4:20-4:25 Min. zu langsam und er zog hinter dem Führungsfahrrad kontinuierlich davon. Wie bereits erwähnt, wollten Burkhard und ich heute zusammen laufen. Es war mit 25 Grad bereits recht warm. Hinzu kam ein zum Teil böiger Wind aus Südwesten, der uns noch in den Feldern später zu schaffen machen sollte. Immerhin sorgte er etwas für Erfrischung. Die Zeit war uns von Beginn an recht egal, denn so richtig gezielt hatten wir uns nicht vorbereitet und Bestzeiten waren auf dieser Strecke bei den heutigen Bedingungen sowieso nicht zu erwarten. Erstaunlich fand ich nur, dass uns aber auch keiner folgen wollte oder konnte. So liefen wir zunächst recht entspannt Richtung Norden und dann die erste Runde durch die Felder. Spätestens hier war klar, dass uns noch ordentlicher Gegenwind und Wärme erwartete. Ca. alle 5 KM gab es Getränke, die wir auch reichlich zu uns nahmen. Die Halbmarathonmarke nahmen wir bei ca. 1:33:30 Min. Da war uns nach einem Wendepunkt Moritz bereits locker laufend mehr als einen Kilometer voraus entgegen gekommen. Als es ab km 23 an der Hönne entlang ging, musste Burkhard sein Tempo stark reduzieren. Seine Achillessehne schmerzte und zunehmend bekam er auch Probleme im Oberschenkel. Er schleppte sich tapfer weiter. Ich lief zeitweise einige Meter voraus, aber letztlich bestritten wir einen Großteil der zweiten Schleife durch die Felder noch zusammen.

Ich persönlich fühlte mich bis dahin noch wirklich gut. Das Tempo war noch immer schneller als 5 Minuten im Schnitt, trotz Burkhards Verletzung. Die nächsten Verfolger kamen uns entgegen und waren somit weit von uns entfernt. Es galt nur noch ins Ziel zu kommen. Bei km 34 meinte Burkhard mich dann ziehen lassen zu wollen und ich zog das Tempo etwas an, in der Hoffnung, dass er die letzten Abschnitte noch halbwegs ins Ziel bringen würde. Jeder weiß, wie anstrengend und lang die letzten acht Kilometer bei einem Marathon und das bei Gegenwind werden können. Und das merkte auch ich. Trotz zusätzlicher Iso-Energie konnte ich nicht mehr stark forcieren. War ja auch eigentlich nicht notwendig, aber so richtig langsam laufen wollte bzw. kann ich auch nicht. Kraft war aber auch nicht mehr viel da. Nadia und ihre Mutter (einige der wenigen Zuschauer) munterten mich bei km 37 nochmal auf. Die Schlusstrecke entlang der Hönne Richtung Süden in die Mendener Innenstadt wurde für mich doch nochmal anstrengend. Wasserbecher auf Wasserbecher schüttete ich mir über den Kopf. Der Gegenwind war lästig, aber doch auch etwas erfrischend. Auf der Brücke über die Bahn etwa einen Kilometer vor dem Ziel wollte bzw. musste ich dann kurz gehen. Egal, ich kannte die Strecke aus den Vorjahren.

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Das Ziel war in Reichweite. Eine letzte Linkskurve und es ging auf die Zielgerade. In 3:13:54 Std. finishte ich schließlich meinen sechsten Menden-Marathon. Das war zwar für mich hier die langsamste Endzeit, aber Platz zwei gesamt und Erster der AK werte ich (auch bei den gegebenen Bedingungen) als vollen Erfolg. Moritz war bereits seit einer Ewigkeit von mehr als zwanzig Minuten im Ziel (2:53:38), wirkte schon total erholt und konnte damit in kürzester Zeit nach dem Marathon in Windhagen den nächsten Marathonsieg feiern. Eine super Leistung! Freund Burkhard kam dann als Dritter in 3:20:43 Min. rein und konnte als Institution des MCM und auch Sieger in der Vergangenheit nochmal einen Podestplatz (nebenbei auch Sieger der AK 50) bei seinem 65. Marathonstart erreichen. Ganz stark, Burkhard! Die Refrather Frederik und Stephan belegten die guten Plätze 5 und 6, womit die Mannschaftswertung ganz klar an den TV Refrath vor dem MCM ging.

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Von der anschließenden Siegerehrung durfte nahezu jeder Starter einen Pokal mit nach Hause nehmen. Das war übrigens fast immer so. Ich weiß nicht, wo ich die Dinger lassen soll und ob ich diese Blechkelche überhaupt mag, aber ohne den Menden-Marathon werde ich zukünftig sowieso viel weniger dieser „Geräte“ bekommen. Ja, es klingt ein wenig Wehmut schon jetzt in diesen letzten Zeilen. Wieder ein traditioneller Lauf, der begraben wird. Bleibt zu hoffen, dass der Marathonclub Menden ein neues Konzept mit einem schönen Lauf in Zukunft (weiterhin der Halbmarathon oder einen 10 KM-Lauf in der City?) realisieren wird. Ich war froh, dass ich dabei war und sogar mit meinen Freunden Moritz und Burkhard zu dritt bei diesem historischen, in meiner „Laufkarriere“ somit unvergesslichen Event auf dem Treppchen stehen konnte.

Nach den zuletzt starken Ergebnissen der Laufmonster jetzt auch noch zwei dieser Spezies ganz oben bei einem Marathon…

News

Der verflixte 7. Altstadtlauf findet am 24. Juni statt

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Auf ein Neues zum Altstadtlauf. Die Agentur Pulsschlag trotzt dem verflixten siebten Jahr und geht am 24. Juni – heute in einem Monat – wieder mit mehreren Tausend Sportlern an den Start zu einem stimmungsvollen Lauf durch die Kölner Altstadt. Dabei gibt es erstmals um 18 und 19 Uhr zwei 10 km-Rennen (für Zielzeiten unter und über 52 Minuten).

Auch die 7. Auflage des Sparda-Bank Altstadtlaufs wird die RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“ unterstützen. Also sollte man dabei sein, wenn es wieder heißt: Laufend Gutes tun! Meldeschluss ist am 19. Juni, sofern die Teilnehmerlimits noch nicht erreicht sind.

Infos/Anmeldung

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