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TV Refrath Running Team

Nur noch 100 Tage bis zum 47. Königsforst-Marathon am 7. November

Am 7. November startet einer der traditionsreichsten Marathon- und Landschaftsläufe Deutschlands. Seit 1973 wird in Bensberg die 21,1 km lange Schleife durch die grüne Lunge von Köln auf festen und breiten Wegen durch den Königsforst gelaufen. In genau 100 Tage fällt der Startschuss für gleich drei Distanzen vor dem Albertus-Magnus-Gymnasium. Halb- und Marathonläufer starten gemeinsam um 10.00 Uhr. Eine halbe Stunde eher werden erstmals die Teilnehmer des 63,3 km langen Köfo-Ultras auf die Piste geschickt. Der Vorteil der abwechslungsreichen Halbmarathon-Runde ist, dass Marathonis und Ultraläufer nach jeder Runde entscheiden können: finishen oder weiterlaufen.

500 Teilnehmer sind bisher gemeldet

Das Organisationsteam des TV Refrath ist guten Mutes, dass die 47. Auflage des Köfo-Marathons am 7.11. starten kann. „Wir haben den großen Vorteil, dass kaum Zuschauer an der Strecke stehen und die Läuferinnen und Läufer nach wenigen hundert Metern bereits im Königsforst sind“, ist Organisationsleiter Jochen Baumhof optimistisch. Die ersten Vorbereitungen für das große 50jährige Königsforst-Marathon-Jubiläum im März 2024 sind bereits angelaufen. Trotz allgemeiner Unsicherheit setzen die Macher des TV Refrath alles daran, dass alles wie geplant laufen kann.

Günstige Startgebühren

Auch die zweite Startgeld-Preisstufe ist im Vergleich noch günstig: 30,- Euro (21,1 km), 40,- Euro (42,2 km) bzw.45,- (63,3 km). Alle Informationen mit Streckenplan, Historisches und natürlich der Online-Anmeldung findet ihr hier.

News

Das neue #ZeroHungerRun Shirt – für Köln und überall

Mit der Anmeldung zum #ZeroHungerRun im Kölner Rheinpark wird das neue und schicke Funktionsshirt aus recyceltem PET angeboten. Es ist sogar doppelseitig bedruckt. Auf der Brust sind die beiden Turmspitzen des Kölner Doms nicht zu übersehen und auf dem Rücken die Botschaft mit „kölschem Jeföhl“ für Köln und überall: „zesamme stonn – zesamme laufe“ – für eine Welt ohne Hunger. Das angesagte anthrazit-grau des Shirts passt ganz sicher zu jedem Laufstil – im doppelten Sinne.

Gruppenstarts bis 25 Teilnehmer von Donnerstag bis Sonntag

Vier Tage lang kann ab Donnerstag, 8. Juli bis Sonntag, 11. Juli gestartet werden. Aktuell sind es bis zu 25 Läuferinnen und Läufer, die Do und Fr zwischen 18.00 Uhr und 21.00 Uhr sowie Samstag und Sonntag zwischen 8.30 Uhr und 11.00 Uhr alle 10 Minuten Gruppen auf den neuen 5 km Rundkurs geschickt werden. Jeder Teilnehmer entscheidet unterwegs, ob es 5 km oder 10 km (2 Runden) sein sollen.

Die Durchführung des #ZeroHungerRuns ist von den Kölner Behörden genehmigt. Sollte wider Erwarten eine Durchführung nicht möglich sein, ist jeder Teilnehmer automatisch für die virtuelle Variante des Laufes gemeldet. Eure Startgeldspende kommt an, so oder so, zu 100% für weltweite Projekte der Welthungerhilfe.

Meldungen sind bis zum letzten Tag möglich

Eine Meldung ist bis zum letzten Lauftag, Sonntag 11. Juli, möglich, aber nur online und nur, wenn die Slots noch nicht ausgebucht sind. Achtet bitte auf Hinweise und FAQ’s auf der Veranstalter-Webseite. Alle Infos und die Online-Anmeldungen zum 3. #ZeroHungerRun Köln findet ihr hier.

TV Refrath Running Team

Was ist der „Refrather Hund“?

Wer im Bergisch Gladbacher Stadtteil Refrath unterwegs ist, bewegt sich dabei mit hoher Wahrscheinlichkeit auf einer Teilstrecke des „Refrather Hundes“. Sei es am Vorderbein auf der Frankenforster Straße, auf dem Hinterbein an der Autobahnauffahrt, auf dem Rücken an der Bernhard-Eyberg-Straße oder am Schwanzauf dem Rinderweg. Aber was ist der „Refrather Hund“?

Der „Refrather Hund“ ist ein Outdoor-Track, also eine Route die man mit einem GPS-fähigem Gerät wandern oder laufen kann. Der Autor René Grass wohnt im Bergisch Gladbacher Stadtteil Refrath und ist als ambitionierter Vereinsläufer Mitglied des TV Refrath running team. Bei seinen täglichen Aufzeichnungen der Laufrunden in Refrath fiel ihm irgendwann auf, dass ein bestimmter Laufbereich an seinem Wohnort in Alt Refrath einem Hundekopf ähnelt. Zunächst blieb es lediglich bei der Idee, den Kopf zu einer kompletten Hundefigur zu vervollständigen – bis zu dem Zeitpunkt, als die Corona Pandemie die Sportler zwang, isoliert zu trainieren.

Nun mussten sowohl Vereinsleiter und Trainer als auch die Athleten kreativ werden. In dieser schwierigen Zeit schaffte es der Sportverein TV Refrath seine SportlerInnen über ferngesteuertes Training oder virtuelle Trainingswettkämpfe und Challenges weiterhin weiterhin gut zu motivieren. Neben den Abteilungsleitern war in dieser Zeit im medialen Bereich auch der Sportdirektor des TVR, Jakob Eberhardt, überaus aktiv. Und insbesondere der sportliche Leiter und Trainer der Laufabteilung, Jochen Baumhof, hatte unermüdlich neue Ideen und vermittelte den Athleten stets, wie hilfreich es ist in diesen Zeiten kreativ zu sein.

Und so wurde auch René Grass kreativ und erinnerte sich an den Hundekopf, den es zu vervollständigen galt. Die Planung des Tracks erfolgte über das Planertool von Outdooractive. Bis die 16,2 Km lange Hundefigur als Streckenplanung fertig war, wurden einige Stunden vor dem PC und mit Testläufen verbracht. Anschließend konnte der „Refrather Hund“ als Lauf- und Wandertour fertiggestellt und die Veröffentlichung bei Lauffreunden, im Verein und auf sozialen Netzwerken bekanntgegeben werden.

Neben der besonderen Aufzeichnung einer Laufrunde versprach Grass den ersten 20 AbsolventInnen als weiteren Anreiz eine originelle Trophäe. Im Zeitraum vom 4. Januar bis zum 19. Februar absolvierten 20 LäuferInnen erfolgreich den Track, davon 13 LäuferInnen des TV Refrath running team, vier LäuferInnen ohne Vereinszugehörigkeit, zwei Läufer der Rhein-Berg Runners und als Nr. 20 eine Läuferin der LG Gummersbach.

Die TeilnehmerInnen erhielten nun ihre verdienten Trophäen, Holzstelen mit Hundefiguren und individueller Beschriftung. Ausserdem noch selbstgebackene Hundekekse und ein Glückwunschschreiben. Der Track „Refrather Hund“ bleibt weiterhin auf Outdooractive veröffentlicht. Dort kann man ihn abspeichern und mit einer Smartphone-App nutzen oder die GPX-Datei herunterladen und auf eine Laufuhr mit Navigation übertragen. Die Strecke kann natürlich nicht nur gelaufen werden. Die 16,2 km sind auch eine prima Wanderrunde durch und rund um Refrath. Auch mit dem Fahrrad wurde die Strecke bereits absolviert. Wer für die Strecke eine Laufbegleitung benötigt, kann gerne das TV Refrath running team kontaktieren. Die Laufgeschwindigkeit kann dabei zwischen 4:30 und 6:30 min/km liegen.

TV Refrath running team bei Facebook / Refrather Hund bei Outdooractive

TV Refrath Running Team

The fastest 1 k in Leverkusen: Julius Zachow rennt 2:33 min

Ein Trainings-Wettkampf der besonderen Art fand am 5. Juni an der BayArena in Leverkusen statt. Den Kopf nach dem abgesagten Re-Start-Meeting in Siegburg in den Sand zu stecken kam nicht in Frage. So organisierte Jochen Baumhof, Lauftrainer des TV Refrath running teams, kurzerhand einen Start in Leverkusen. Dort kann man den ganzen Monat innerhalb der EVL Juni Challenge diverse Distanzen laufen. Ausgelobt ist auf der 2,25 km langen Runde auch „the fastest 1 k“ direkt an der Dhünn. Nach dem Einlaufen und einem flotten Vorprogramm wurde es gegen 19:45 Uhr ernst. Neun TVR-Läufer und drei TVR-Läuferinnen standen an der blauen Startlinie bereit. Bei Nieselregen und leichtem Gegenwind rannten alle im Wettkampfmodus an der Dhünn entlang bis zur Ziellaterne sehr flotte 1.000 Meter zwischen den beiden aufgehängten Trackboxen.

TVR-Neuzugang Julius Zachow war nicht zu schlagen

Der 29jährige Mittelstreckler überflog mit glänzenden 2:33 min. als erster die blaue Ziellinie.Mit der fast unschlagbaren Laufzeit lag er nur knapp über seiner persönlichen Bahn-PB von 2:28 min. „Julius hat sich hervorragend ins running team integriert. Der bisher für den USC Bochum startende Athlet wird ab 2022 auch offiziell das TVR-Trikot tragen. Auch Arthur Ralenovsky gab einen tollen Einstand nach seiner Rückkehr zum TV Refrath. Der 28jährige lief schnelle 2:43 min. vor zwei neuen Gesichtern im TVR-Team: dem 21jährigen Kai Willems und dem erst 16jährigen Florian Turck. Beide sind im TV Refrath als Floorballer aktiv und haben während der Corona-Pandemie ihre Leidenschaft fürs Laufen entdeckt. Dass Beide sehr talentiert sind, bewiesen sie mit einem gländenzen Einstand: 2:50 min. (Kai) und 2:51 min. (Florian). Es folgten in kurzen Abständen weitere Neuzugänge: Marvin Jesinghaus (22/2:52), Oliver Bruns (39/2:54), Tobias Hohagen (37/2:56), Christian Horstmann (38/3:02) und Achim Fuchshuber (52/3:57).

Carola Riethausen so schnell wie noch nie

Eigentlich ist die 23jährge aus Porz eine passionierte Langstrecklerin. Aber was sich bereits im Training mit verbesserter Grundschnelligkeit andeutete, zog Carola die letzten Meter in ihrem ersten1000 m Lauf noch mal an und finishte nach 3:33 min. knapp vor Liz Roche. Die Irin im TVR-Trikot konnte es gar nicht glauben, dass sie nach nur 3:36 min. im Ziel war. Als Dritte TVR-Läuferin rundete Tanja Causemann mit 3:57 min. den erfolgreichen Ausflug nach Leverkusen ab. Die Form ist da. Nun hoffen alle TVRler möglichst bald auf echte Wettkämpfe im Stadion und auf der Straße.

News

#ZeroHungerRun Köln vom 8. bis 11. Juli 2021

Deutschland läuft – für eine Welt ohne Hunger

#ZeroHungerRun Köln dual – live im Rheinpark – virtuell überall

Die Resonanz der virtuellen #ZeroHungerRun Challenge 2021 Anfang Mai war mit 6445 Meldungen aus 46 Ländern überwältigend. Jetzt hofft die Welthungerhilfe mit einem dualen Konzept, viele Läufer in der ersten Woche der Sommerferien viele laufbegeisterte Sportler live und in Farbe im Kölner Rheinpark begrüßen zu können.

Vier Tage lange Slots und Gruppenstarts

Der #ZHR fand bisher zwei Mal in Köln jeweils am Donnerstagabend statt: 2018 an den Jahnwiesen und 2019 im Rheinauhafen. Da Großevents mit Massenstart derzeit noch nicht möglich sind, wird der #ZHR Köln in diesem Jahr auf vier Tage aufgeteilt. Vom 8. bis 11. Juli werden an jedem Tag drei Stunden lang Time-Slots im Rheinpark angeboten. Am Donnerstag und Freitag zwischen 18 und 21 Uhr sowie Samstag und Sonntag zwischen 8 und 11 Uhr werden alle 10 min Gruppen mit derzeit 10 Läufern auf den neuen 5 km langen Rundkurs geschickt. Jeder Teilnehmer entscheidet unterwegs, ob Form und Tempo für die 5 km oder 10 km (2 Runden) Distanz reicht.

Die Durchführung des #ZeroHungerRuns vor Ort ist natürlich abhängig von der aktuellen Pandemielage. Die Teilnehmer*innen werden kurzfristig über notwendige Maßnahmen (Testpflicht o.ä.) informiert. Sollte wider Erwarten eine Durchführung nicht möglich sein, ist eine frei gewählte Strecke über 5 km oder 10 km möglich. Jede*r angemeldete Läufer*in ist dann automatisch für die virtuelle Variante des Laufes gemeldet.

Neue Strecke auf der „Schäl Sick“

Die neue Laufstrecke um die Mülheimer Halbinsel ist DLV-vermessen und attraktiv. Vom Startpunkt am Opernhaus führt die grüne Linie durch den ganzen Rheinpark, unter der Zoobrücke hindurch, entlang derDeutzer Werft, unter der „Katzenbuckel-Brücke“ hindurch bis zur Spitze der Mülheimer Halbinsel. Der Rückweg führt entlang des Rheins durch den Jugendpark und Rheinpark mit tollem Panoramablick auf den Kölner Dom. Die letzten Meter führen am Tanzbrunnen vorbei zum Ziel oder in die zweite Runde.

In Köln und überall – „mer stonn zesamme un laufe zesamme“

Für alle, die Köln im Herzen tragen, als Kölner im Exil leben oder in aller Welt verstreute FC- oder Karneval-Fans können beim #ZHR Köln trotzdem aktiv dabei sein. Denn neben den realen Lauftagen bietet die Welthungerhilfe euch die Gelegenheit, 5 km oder 10 km virtuell für eine Welt ohne Hunger zu laufen. Ein emotionaler Köln-Bezug ist aber keine Teilnahmebedingung. „Dat Kölsche Jeföhl“ kommt sicherlich automatisch, wenn das schmucke Funktionsshirt mit neuem Domspitzen-Logo gleich mitbestellt und getragen wird.

Meldungen sind ab sofort möglich

Die Webseite ist aktualisiert und die limitierten Slots im Rheinpark können ab sofort gebucht werden. Natürlich ist auch die Online-Anmeldung für die virtuelle Variante des #ZHR Köln freigeschaltet. Hinweis: Falls die verfügbaren Slots noch nicht ausgebucht sind, ist eine Meldung bis zum letzten Tag, So 11. Juli, möglich, aber nur online! Achtet bitte auf Hinweise und FAQ’s auf der Webseite. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Inzidenzahlen niedrig bleiben, die Ämter grünes Licht geben und das Wetter läuferfreundlich sein wird. An großer Vorfreude und Motivation, wieder live und in Farbe und in Gruppen laufen zu dürfen, sollte es weder auf der Seite des Orgateams noch in der Laufcommunity mangeln.Alle Infos und die Online-Anmeldungen zum 3. #ZeroHungerRun Köln findet ihr hier.

News

Bewegung und Wohlbefinden sinken weltweit durch Corona-Einschränkungen

Studie unter Leitung der Goethe-Universität

Gut 40 Prozent weniger aktiv waren die Menschen während des ersten Lockdowns, zeigt eine internationale Studie unter Leitung der Goethe-Universität Frankfurt. Auch das psychische Wohlbefinden sank; der Anteil an Menschen mit einem Risiko für Depressionen verdreifachte sich. Das Autorenteam befürchtet langfristige Auswirkungen und fordert, dies künftig zu berücksichtigen.

Vor einer versteckten „Pandemie innerhalb der Pandemie“ warnen 20 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 14 Ländern in zwei aktuellen Veröffentlichungen. Zum einen sei die körperliche Aktivität während der Corona-bedingten Einschränkungen deutlich gesunken, zum anderen habe das psychische Wohlbefinden gelitten. „Regierungen und Verantwortliche für das Gesundheitssystem sollten unsere Erkenntnisse ernst nehmen“, betont das Team unter Leitung von Dr. Jan Wilke vom Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt.

Rund 15.000 Menschen aus den beteiligten Ländern hatten im Rahmen einer internationalen Erhebung standardisierte Fragebögen beantwortet. Dabei schätzten sie im April/Mai 2020 ihre körperliche Aktivität (13.500 Teilnehmende) oder ihr psychisches und physisches Wohlbefinden (15.000 Teilnehmende) vor und während der Pandemie-bedingten Einschränkungen ein.

Ältere Menschen besonders betroffen

„Die Ergebnisse zeigen einen drastischen Rückgang der körperlichen Aktivität und des Wohlbefindens“, so Wilke. Mehr als zwei Drittel der Befragten konnten ihr übliches Bewegungsniveau nicht aufrechterhalten. Mäßige sportliche Aktivitäten nahmen nach Eigenangaben durchschnittlich um 41 Prozent ab – dazu zählt alles, was Herzschlag und Atmung erhöht, beispielsweise flottes Gehen, Laufen, Radfahren oder auch anstrengende Gartenarbeit.

Ähnlich stark sank mit 42 Prozent der Anteil intensiver Bewegung, bei der man schwitzt und deutlich außer Atem kommt. Die Effekte waren etwas höher bei Berufssportler:innen und besonders aktiven Menschen sowie vergleichsweise Jungen und Alten. Besonders auffällig war der Aktivitäts-Rückgang bei den über 70-Jährigen, die sich zu 56 bis 67 Prozent weniger bewegten als zuvor. „Dabei wissen wir, dass körperliche Inaktivität gerade bei Älteren schon nach zwei Wochen nur noch schwer reversible Änderungen nach sich ziehen kann – beispielsweise beim Körperfettanteil oder der Insulinsensitivität“, warnen die Studienautor:innen.

Bewegung schützt vor Krankheiten und senkt die Sterblichkeit

Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten mäßige oder mindestens 75 Minuten intensive körperliche Aktivität pro Woche – das erreichten vor der Pandemie 81 Prozent der Studienteilnehmer:innen, während des Lockdowns nur noch 63 Prozent. Dabei kann ausreichende Bewegung die Sterblichkeit um bis zu 39 Prozent senken, wie eine Studie 2015 zeigte. Daten lassen vermuten, dass zu wenig Bewegung bei etwa jedem zehnten vorzeitigen Todesfall eine Rolle spielt, denn körperliche Aktivität verringert die Wahrscheinlichkeit beispielsweise von Bluthochdruck, Stoffwechselstörungen wie Typ-2-Diabetes sowie Krebs.

Es ist bekannt, dass Bewegung das Immunsystem aktiviert, da sie die Durchblutung fördert und die für die Abwehr wichtigen Lymphozyten und Botenstoffe (Zytokine) aktiviert. So zeigen Studien, dass körperlich aktive Menschen weniger empfänglich sind für Influenza-, Rhino- und Herpesviren sowie Atemwegsinfektionen allgemein. Möglicherweise schützt Bewegung also auch vor schweren COVID-19-Verläufen, indem sie Risikofaktoren wie Übergewicht verringert. Körperliche Gesundheit und Bewegung reduzieren zudem das Risiko psychischer Beschwerden wie Depressionen und Angststörungen.

Drastisch reduziertes mentales Wohlbefinden

In einem weiteren Teil der Studie hatte das Autorenteam das mentale Wohlbefinden während der Pandemie-Einschränkungen erfragt. 73 Prozent der Studienteilnehmer:innen gaben an, dass es sich verschlechtert habe. Der Wohlbefindlichkeits-Index der WHO, der Stimmung, Entspannung, Aktivität, Ausgeruhtheit und Interesse misst, sank durchschnittlich während der ersten Lockdown-Phase von 68 Prozent gefühlter Lebensqualität vor der Pandemie auf 52 Prozent.

Die Menschen empfanden sich vor allem weniger „aktiv und energiegeladen“ und führten ein weniger „mit interessanten Dingen gefülltes Leben“. Der Anteil sehr niedriger Werte, die auf eine Depression hinweisen, verdreifachten sich von 15 auf 45 Prozent. „Diese Effekte waren stärker bei Frauen und Jüngeren “, heißt es in der Studie. „Besonders die Bedürfnisse von Frauen sollten stärker berücksichtigt werden, da sie deutlich gefährdeter sind.“

Immerhin 14 bis 20 Prozent der Befragten gaben aber auch an, dass sich ihr Befinden verbessert habe – mögliche Gründe sehen die Autor:innen in mehr Familienzeit, höherer Arbeitsautonomie, weniger Dienstreisen oder auch einer veränderten Gesundheitswahrnehmung. „Doch ein großer Bevölkerungsteil leidet möglicherweise still an noch kaum sichtbaren gesundheitlichen Auswirkungen der Pandemie“, warnt das Autorenteam.

Relevant für weltweit vier Milliarden Menschen

Das könnte sich auch in steigenden Gesundheitskosten äußern: Laut US-Daten sind die jährlichen Ausgaben für inaktive oder unzureichend aktive Personen um 1200 bzw. 600 Euro erhöht – das würde sich allein für die 3104 Menschen aus der Befragung, die sich während des Lockdowns nicht mehr ausreichend bewegten, nach einem Jahr auf zwei bis vier Millionen Euro summieren.

Die Ergebnisse dieser ersten multinationalen Studien dürften für geschätzt weltweit vier Milliarden Menschen relevant sein, die von den Einschränkungen der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 betroffen waren. Allerdings wurden die Daten überwiegend über elektronische Medien erhoben, sodass Bevölkerungsteile ohne Internet nicht einbezogen wurden. Auch nach Faktoren wie Wohnumfeld, Bildung und Sozialstatus wurde nicht differenziert. Zudem beruhen die Daten auf Eigeneinschätzungen, nicht auf Messungen, was gerade die rückblickende Wahrnehmung verzerren könnte. „Dennoch zeigen unsere Ergebnisse, dass die Themen körperliche Aktivität und Wohlbefinden auf die Agenda der Politik gehören“, betont Wilke.

„Interessenvertreter müssen Strategien entwickeln, um den Verlust der körperlichen Aktivität abzumildern“, schreiben die Autor:innen. Sie schlagen vor, die Öffentlichkeit besser aufzuklären, Aktivitätsmöglichkeiten mit geringer Infektionswahrscheinlichkeit zu schaffen und beispielsweise qualifizierte Sportprogramme für zu Hause anzubieten. Dies würde sich neben zahlreichen weiteren gesundheitlichen Facetten insbesondere positiv auf das mentale Wohlbefinden auswirken.

Ähnlich negative Effekte wie in diesen Studien beobachtet müssten bei künftigen Pandemien unbedingt vermieden werden. „Körperliche Aktivität und Bewegung haben leider keine starke Lobby und werden im öffentlichen Diskurs meist vernachlässigt“, so Wilke. „Dabei können sie uns massiv dabei helfen, die Pandemie besser zu bewältigen.“

News

Lukas Kley rennt fast 50 km beim Wings for Life

Sehr ambitioniert war das Ziel eines der schnellsten Läufer im TV Refrath running team beim weltweit durchgeführten Wings for Life mit weit über 70.000 Teilnehmer. Lukas Kley ist in einer Topform und hatte sich eine 3:59er Pace vorgenommen. Das wären unglaubliche 55 km gewesen, bevor das berüchtigte „Catcher Car“ ihn eingefangen hätte. Nun hatten alle Teilnehmer in Mitteleuropa das Pech, dass es am Raceday mittags extrem warm und sehr windig war. Trotz dieser ungünstigen Witterung für Langstreckenläufer musste er sich auf seinem Kölner 4 km-Rundkurs erst nach genau 49,78 km dem „Staubsaugerfahrzeug“ geschlagen geben.

„Ich bin megahappy, dass ich als 9. bester Deutscher fast 50 km geschafft habe“ berichtete er seinem Coach Jochen Baumhof völlig platt, aber glücklich. Im Worldranking darf der 29jährige auch seinen 42. Platz als persönlichen Erfolg verbuchen.

Antje Wietscher auf dem virtuellen Treppchen

Die 64jährige Leichlingerin im TVR-Trikot schaffte 20,18 km. Damit liegt sehr weit vorne in den Ergebnislisten der AK W60: in Deutschland ist Antje Zweite und weltweit auf einem starken 6. Rang. Weitere TVR-Läufer waren ebenfalls für die gute Sache am Start und erfolgreich: Oliver Bruns (197. M35/Welt) lief mit 33,13 km fast eine Schnapszahl, Alexander Dworeck (672. M45/Welt) schaffte 24,27 km, René Grass (M50) 16,42 km und Achim Fuchshuber (ebenfalls M50) 15,73 km.

TV Refrath Running Team

TV Refrath running Teams siegen bei der #ZeroHungerRun Challenge

Die #ZeroHungerRun Challenge 2021 war für die Welthungerhilfe ein großartiger Erfolg. Für diesen internationalen Spendenlauf hatten sich 6445 Teilnehmer aus 46 Ländern angemeldet, die insgesamt 124.000 Euro für wichtige Projekte gegen den Hunger in der Welt gespendet haben.

In beiden Teamwertungen hatten die schnellen Läuferinnen und Läufer vom TV Refrath die Nase vorn:In der 30 min Challenge siegte TVR I mit 24,18 km in der Besetzung Kai Willems (8,23 km), Marvin Jesinghaus (8,05 km) und Gunnar Diederichs (7,90 km). Von den 349 gewerteten Mannschaften belegte weitere TVR-Mannschaften vordere Ränge: Platz 9 mit Christian Horstmann (7,60), Cornelia Türk (7,13) und Georg Husemann (7,12 km), Platz 15 mit Corola Riethausen (7,06), Joachim Uebele (6,89) und Tanja Causemann (6,61 km), Platz 33 mit Achim Fuchshuber (6,48), Christoph Fieberg (6,22) und Antje Wietscher (6,00 km) sowie Platz 76 mit Egbert Dohm (5,58), Stefani Richter (5,57) und Susanne Schmidt-Ikemann (5,02 km).

In der 60 min Challenge waren das TV Refrath running team ebenfalls nicht zu schlagen. TVR I siegte mit Frank Schröder (16,00 km), Gunnar Diederichs (15,99) und Neuzugang Julius Zachow (15,95 km). Von insgesamt 465 gewerteten Teams finden sich weitere TVR Teams ganz weit vorne: Platz 6 mit Lukas Kley (15,1), Jakob Eberhart (14,79) und Christian Horstmann (14,66 km), Platz 13 mit Dennis Klusmann (14,38), Cornelia Türk (14,02) und Liz Roche (13,51 km) und Platz 28 mit Arthur Ralenovsky (13,46), Georg Husemann (13,21) und Doris Remshagen (12,62 km).

Der Syrer Ibrahim Assad lief 9,80 km in 30 min. – Mocki gewann mit 8,20 km

Das Leistungsniveau bei dieser virtuellen Challenge war so hoch wie noch nie. So lief der Syrer Ibrahim Assad in Griechenland innerhalb von 30 min. sehr starke 9,80 km und verwies den Topläufer Julien Jeandrée (9,57 km) auf Rang Zwei. Die besten TVR-Läufer waren der 21jährige Kai Willems (10./8,23 km) und der 22jährige Marin Jesinghaus (13./8,05 km). Bei den Damen belegten Cornelia Türk (11./7,13) und Carola Riethausen (14./7,06 km) hinter der 45fachen Deutschen Meisterin Sabrina Mockenhaupt-Gregor (8,20) vordere Ränge.

Die 60 Minuten-Challenge gewannen Susanne Hahn und Markus Mey

Hinter der Marathon-Olympiateilnehmerin von London, Susanne Hahn (16,17 km), liefen Cornelia Türk auf Platz 11 (14,02), Liz Roche (16./13,51) und Doris Remshagen (31./12,62) vorne mit. Bei ungewohnter Wärme und viel Wind liefen am letzten Tag der 4tägigen Großveranstaltung Frank Schröder mit genau 16 km auf Rang 6 vor Gunnar Diederichs (7./15,99) und Julius Zachow (9./15,95) in die Top Ten. Gesamtsieger wurde der Deutschen Seniorenmeister Markus Mey mit starken 17,55 km.

Drei TVR Age Graded Podestplätze

In der speziellen „Age Graded“ Altersklassenwertung schaffte es Cornelia Türk gleich zwei Mal aufs Podest: Mit hochgerechneten 16,85 km über 60 min. schaffte sie den Sprung auf Platz 2 und über 30 min. mit 8,48 km auf Platz 3. Auch der 53jährige Frank Schröder freute sich über eine mit seinem Namen und seiner Leistung (18,437 km) gravierte Holzstele für den zweiten Platz in der 60 min. Challenge.

Veranstaltungs-Tipps

#ZeroHungerRun Challenge 2021

Bisher über 3.700 Meldungen – aber da geht noch was!

Die Resonanz des Spendenlaufes der Welthungerhilfe ist deutschlandweit, in den Benelux-Staaten und sogar weltweit enorm. Schon jetzt wurde die finale Teilnehmerzahl von 2020 übertroffen. „Nach dem großartigen Erfolg im Vorjahr haben wir nicht damit gerechnet, dass wir in diesem Jahres sogar schaffen können, über 4.000 Teilnehmer zu motivieren, für ein Welt ohne Hunger zu laufen“ äußern sich Iris Aulenbach und Irene Sunnus vom #ZHR-Orgateam unisono. Das Konzept kommt an:

► ihr sammelt Laufmeter in 30 min. oder 60 min.
► die Welthungerhilfe sammelt Spenden für eine Welt ohne Hunger

Ab kommenden Mittwoch, 5. Mai kann ab 18.00 Uhr bis Sonntagabend gelaufen und getrackt werden. Den Startschuss auf Instagram gibt pünktlich und natürlich virtuell, Zehnkampflegende und ARD-Leichtathletikexperte Frank Busemann. Der Clip wurde diese Woche bereits auf seiner Trainingsrunde in Dortmund aufgenommen. Werdet Lauf-Botschafter wie Frank Busemann, Sabrina Mockenhaupt, Dieter Baumann, Ulrike Meyfarth, Simon Rolfes, Justus Nieschlag, Roger Königs und Ferahiwat Gamachu, Vera Hoffmann und Bob Bertemes, Frank Schätzing, Eckart von Hirschhausen, Carsten Ramelow und Marco Brehmer, Knacki Deuser, Susanne Hahn, Arnd Schmitt und sogar Haile Gebrselassie – sie alle sind Botschafter der #ZeroHungerRun Challenge 2021.

Lest hier die vielen Botschaften.

Gelebte Inklusion – separate Wertung für Menschen mit Behinderung. In Abstimmung mit dem Deutschen Behindertensportverband in Frechen ruft die Welthungerhilfe auch Menschen mit Behinderung zur Teilnahme auf. Sie haben die Wahl, ob sie in der regulären Ergebnisliste aufgenommen werden möchten (außer Rollis) oder in den Sonderwertungen für Rollstuhlfahrer/Handbiker, mit Oberkörperbehinderung oder mit einer Gehbehinderung.

Diese Auswahl steht bei der Eingabe der Roll- bzw. Laufmeter über den Eingabelink zur Verfügung. Wer wird Local Hero in Hamburg, Dortmund, Siegen, Düsseldorf, Köln, Bonn oder gar von ganz Luxemburg? Alle Melder mit erstem Wohnsitz in einer der genannten Städte bzw. Regionen kommen automatisch in die Local Hero Wertung. Die besten Drei m/w mit den meisten Laufmetern in beiden Challenges werden von unseren Städtepartnern in deren Laufsportgeschäften geehrt. Was es zu gewinnen gibt, findet ihr unter diesem Link.

Spannung bei der Age-Graded – Altersklassen-Wertung

Dass Laufseniorinnen und -Senioren fit sind, Topzeiten zu laufen, beweisen die Ergebnislisten auf allen Distanzen. Doch die Umrechnung mittels eines AK-Faktors je Jahrgang auf Basis der Weltrekorde für Frauen und Männer bringt eine besondere Spannung ins „Spiel“. Dies hat auch den 5.000 m Olympiasieger von 1992 und heutigen 56jährigen Kabarettisten Dieter Baumann zu einem besonderen Duell gegen einen 84jährigen Laufveteran inspiriert: Die „Age-Graded-Battle“ Dieter vs. Gerd über 30 Minuten. Wir dürfen gespannt sein. Seine „strubbelige“ Vorankündigung findet ihr auf seiner Homepage.

Alle Informationen und die Online-Anmeldung zur #ZHR Challenge 2021.

Mitmachen beim LT Rettungsmarathon

Lockdown, Masken, das Leben mit sozialer Distanz. Das vergangene Jahr und auch der Beginn dieses Jahres haben uns viele Nerven, manche sogar die wirtschaftliche Existenz gekostet. Gastronomen, Künstler, Kulturschaffende trifft die Corona-Krise besonders hart – genau wie den Sport und die Sportvereine. Auch wir leben von der Zusammenkunft der Menschen. Bei Volksläufen und Sportveranstaltungen. All das, was uns ausmacht und unser Vereinsleben, das Nachwuchstraining, unsere Top-Athleten und unsere Trainer finanziert, ist seit einem Jahr nicht mehr möglich. Lange haben wir das durchgestanden, doch nun bedroht die Corona-Krise auch die Existenz unseres Vereins. Wie bei vielen anderen ist es auch bei uns mittlerweile kurz vor zwölf.

Doch wir geben nicht auf: Zusammen mit Euch wollen wir uns buchstäblich auf den Weg machen, um das LT DSHS Köln und damit einen wichtigen Teil der Kölner Sportlandschaft zu retten.

Mit dem LT Rettungsmarathon.

Das Ziel: Ihr lauft im April einen Marathon, Euren persönlichen Rettungsmarathon für den Verein. Ob am Stück, viermal 10,5 Kilometer, 10 mal 4,2 Kilometer – oder wie auch immer aufgeteilt. Das ist völlig egal. Wenn Ihr insgesamt mehr als 42 Kilometer laufen wollt: umso besser! Und Ihr sucht Euch eigene „Sponsoren“, die jeden Eurer gelaufenen Kilometer mit einer Spende honorieren. Eure Tante spendet z.B. 1€ pro Kilometer: Wunderbar, am Ende des Monats habt ihr 42 € für das LT zusammen. Wenn dann noch der beste Freund 50 Cent pro Kilometer verspricht und ihr selbst einen weiteren Euro drauflegt, kommt am Ende des Monats eine tolle Summe zusammen. Selbst noch so kleine Beträge helfen uns, die Corona-Zeit gemeinsam zu überstehen. Egal wie oder was, jede Spende hilft.

Meldet Euch an und macht mit! Motiviert Euch gegenseitig, lasst Euch von den Top-Athleten mitziehen.

Zusammen schaffen wir es durch die Krise. Damit wir schon ganz bald wieder gemeinsam laufen, trainieren und Erfolge feiern können.

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