Liz Roche strahlende Siegerin
Unter dem Jubel der vielen Zuschauer hatte die derzeit schnellste Läuferin im TV Refrath running team ein Gänsehautfeeling beim Zieleinlauf in der Frankfurter Commerzbank Arena: Liz Roche war das schnellste „Motivations-Wunder“ im Heer von 1.900 magentafarben gekleideten Läuferinnen über 5 km beim Barmer Women´s Run. Nach 20:01 min. hatte die 44jährige Irin als Gesamtsiegerin 11 Sekunden Vorsprung vor den deutlich jüngeren Sina Berger (20:12/SKG Stockstadt) und Betty Will (20:19/TSF Krofdorf). Auch Vereinskollegin Natalie Hoffmann-Lenz lief als Fünfte (22:05) vorne mit. Zusammen mit Kinga Fuchshuber (38./26:07) gewann das TVR-Trio sogar die Mannschaftswertung und wurde von der zweifachen Weitsprung-Olympiasiegerin Heike Drechsler auf der großen Bühne geehrt.
David Ranftler immer schneller
Nach einem 2. Platz über 10 km in 33:25 min. beim Kölner Altstadtlauf rannte der 27jährige Anfang August beim gut besetzten 10er von Dürwiß deutlich schneller: Hinter zwei Marokkanern und dem neuen Aachener Kreismeister Martin Heuschen lief Ranftler nach einem sehr gleichmäßigen Rennverlauf als Vierter in sehr guten 32:48 min. ins Ziel. Frisch aus dem Trainingslager zurück wurde André Rinke mit einem Tempodauerlauf Achter in 34:25 min.
Beim Altstadtlauf in Köln belegten die TVRler einige top 3 Platzierungen: Liz Roche (1. W40/20:28, Reinhard Feind (1. W65/23:46), Carola Riethausen (2. U20/22:35), Tanja Causemann (2. W35/22:45), Joachim Uebele (2. M55/22:22), Björn Opitz (3. M40/21:08) – alle über 5 km. Auf der doppelt so langen Distanz finishten Frederik Hartmann (9. M45/41:45) und Claudia Feige (8. W45/51:58).
Doris Remshagen’s Abenteuer beim Silvretta RUN 3000
Eine ganz besondere Herausforderung hat die Ultra und Trailspezialistin Doris Remshagen bestanden. Der Bergmarathon in den Zentralalpen in Ischgl und Galtür gilt als einer der schwersten Prüfungen überhaupt, der sich ein Läufer stellen kann. Remshagen finishte nach einigen Schwächephasen durch die ungewohnte Höhenluft nach 5:53 Stunden erschöpft aber glücklich. Als gesamt 7. Frau wurde die Overatherin sogar noch als Klassensiegerin der AK W45 geehrt.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
Mittendrin bei der Senioren Europameisterschaft in Aarhus
Wer an einer Senioren Europameisterschaft teilnehmen möchte, muss mindestens 35 Jahre alt sein. Nie hätte ich gedacht, dass ich jemals bei einer EM mitlaufen würde. Bei der elftägigen Veranstaltung in Aarhus/Dänemark (27. Juli bis 6. August) fand am letzten Wettkampf-Tag der Halbmarathon statt. Schnell waren die Formalitäten beim DLV erledigt. Ich reiste schon zwei Tage vorher an. So konnte ich viele Wettkämpfe unterschiedlicher Disziplinen und Altersklassen verfolgen. Der Halbmarathon der Europameisterschaft ist eingebettet in einen „normalen“ Stadt Halbmarathon, mit ca. 3.000 Teilnehmmern.
Bei der deutschen Mannschaftsbesprechung am Vortag erfuhr ich, dass alle EM Teilnehmer im 1. Block starten sollten, hinter uns tausende „normale“ Läufer. Pflicht war, das deutsche Trikot zu tragen, was jeder natürlich gerne tat. Für uns EM Teilnehmer zählte nur die Bruttozeit (Zeitnahme ab Startschuss). Ich nahm mir vor, mich ganz vorne aufzustellen, um keine Sekunden zu verschenken. Bei Meisterschaften tragen die Teilnehmer zwei Startnummern, jeweils eine vorne und eine hinten. Das war neu und ungewöhnlich für mich. Außerdem mussten wir wegen eventueller Dopingproben unsere Akkreditierungskarte während des Laufens dabei haben.
Endlich war es soweit. Nach einer kurzen Nacht registrierte ich mich am nächsten Morgen im Call-Room. Pünktlich um 9.30 Uhr erfolgte der Startschuss. Dann ging es auf die 21,1 km lange und kurvenreiche Strecke durch Aarhus, die zweitgrößte Stadt Dänemarks. Ganz vorne zu starten war für mich ein besonderes Erlebnis. Gleich während der ersten Kilometer merkte ich, dass das Niveau bei dieser EM sehr hoch war. Viele rauschten an mir vorbei, obwohl ich auch schneller lief als sonst. Man wurde einfach mitgezogen. Es war eine sehr wellige Strecke, mal rauf, mal runter, vorbei an allen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Aarhus ist eine Universitäts- und Hafenstadt und in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas. Beeindruckend sind die vielen schönen alten Häuser, der Dom, das Kunstmuseum und der Seehafen. Es lief gut bei mir. Ich konnte meinen 5 Minuten/km-Schnitt beibehalten. Schwierig wurde es, als wir mehrere Kilometer an der Küste des Kattegat (Meeresenge zwischen Nord- und Ostsee) entlangliefen. Der starke Wind wechselte ständig seine Richtung, und ich verlor einige Sekunden.
Viele Menschen standen an der Strecke und jubelten uns zu. Die EM Teilnehmer erkannte man an den besonderen Startnummern (auch am Rücken). So konnte ich zwei km vor dem Ziel noch eine Dänin meiner Altersklasse (W55) überholen. Die letzten 400 Meter liefen wir eine Runde durch das Stadion. Ein irres Gefühl, wenn auf einmal die Glückshormone ausgeschüttet werden. Es war unglaublich! Ich war die zweitbeste Zeit meiner Laufkarriere gelaufen, und das bei einer Europameisterschaft.
Ich belegte den 11. Platz in meiner Altersklasse, in der deutschen Mannschaftswertung wurde ich 4. meiner AK und verpasste somit leider die Mannschaftsmedaille. Schon 30 Minuten nachdem die letzten Läufer im Ziel waren, wurden der Zielbogen und die Verpflegungsstände im Stadion abgebaut. Das hatte ich so noch nie erlebt. Es war aber wegen der abschließenden 4 x 400
Meter Staffeln verständlich.
Die Erlebnisse in Aarhus waren sehr beeindruckend. Auf sehr hohem Niveau starteten 35 bis 90 jährige Sportler aus vielen europäischen Ländern. Ich habe mit einigen über 80 jährigen Sportlern, denen man ihr Alter nicht ansah, gesprochen. Alles verlief nach dem Motto der Europameisterschaft: „You are never too old“.
Gold und Silber für die Runners
European Masters Athletics Championships – Frank Schröder und Martin Koller werden Europameister und Vize-Europameister in Aarhus, Dänemark
Die beiden Rhein-Berg Runner Frank Schröder und Martin Koller durften sich jeweils über ein besonderes Souvenir von ihrer Reise nach Aarhus, Dänemark freuen. In Aarhus wurden in der Zeit vom 27. Juli bis zum 6. August die 20. Senioren-Europameisterschaften (EMAC–European Masters Athletic Championships) ausgetragen. Sowohl Schröder als auch Koller hatten bei der Rückreise eine Medaille im Gepäck. Nachdem beide Läufer bereits im April Medaillen mit den Teams der Rhein-Berg Runners bei den Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in Hannover gewinnen konnten, gelang das bei den EMAC in Aarhus erneut, diesmal sogar in Form von Silber und Gold.Am letzten Wettkampftag der EMAC stand die Austragung des Halbmarathon-Wettbewerbes an. Frank Schröder startete für das deutsche Team in der M45-Wertung und Martin Koller in der Wertungsklasse M50.
Nachdem es Frank Schröder bei der Halbmarathon-DM im April gelang, eine persönliche Halbmarathon-Bestzeit aufzustellen, setzte er das Training unter Anleitung seines Trainers Lothar Pöhlitz zielgerichtet fort, um in Aarhus an die gute Leistung anzuknüpfen zu können. Leider machten zum einen die äußeren Bedingungen und zum anderen die Streckenbeschaffenheit in Aarhus ein ähnlich gutes Zeitergebnis wie in Hannover sehr unrealistisch. Die Strecke bestand aus ständig wechselnden Oberflächen, wie Kies, Kopfsteinpflaster, Metallplatten in Baustellenbereichen und Asphalt. Der Kurs war zudem sehr hakelig, da viele 90°-Kurven und zwei 180°-Wenden zu absolvieren waren. Außerdem war das Streckenprofil alles andere als flach, mit ständigem leichtem Auf und Ab eher relativ wellig. Zusätzlich wurden die Bedingungen durch das Wetter erschwert, mit starkem Wind auf vielen Streckenabschnitten.
Die Bedingungen waren jedoch für alle Läufer gleich und somit ging es für beide Läufer primär um gute Platzierungen. Für Martin Koller war eine erneut gute Zeit wie bei seinem Erfolg als Vizemeister in Hannover von vorneherein ohnehin kaum denkbar, denn Koller erlitt vor ca. sieben Wochen einen Zehenbruch und konnte vor Aarhus wochenlang überhaupt nicht laufen und sich lediglich mit Alternativtraining vorbereiten.
Der Start erfolgte um 9:30 Uhr bei angenehmen 15°C, aber starkem Wind. Bereits vor, aber auch unmittelbar nach dem Startschuss wurde es eng, denn im Gegensatz zu sonstigen gewohnten Rennen kämpften hier doch hunderte erfahrene Masters-Athleten im Alter zwischen 35 und 85 Jahren um eine gute Position. Zudem wurde zeitgleich ein offener Halbmarathon gestartet und die beiden Felder kurz nach dem Start zusammengeführt. Die Strecke führte dann durch die Innenstadt von und entlang der Küste von Aarhus, mit Zieleinlauf im Stadion Ceres Park.
Frank Schröder konnte sich zunächst auf den ersten 7 km in einer Gruppe „verstecken“, die restlichen 14 km lief er jedoch alleine im Wind. Die Höchststrafe und für einen Läufer im Rennen Schwerstarbeit. Martin Koller lief die ersten 10 km knapp über 36 Minuten an, die zweite Hälfte war aber wegen dem Wind und dem streckenweise schlechtem Untergrund schwieriger zu laufen. Koller konnte die Pace dann auch nicht mehr wie zu Anfang halten und merkte auf dem letzten Streckenabschnitt zudem auch den Trainingsrückstand. Koller musste dann auf den restlichen 5 km beißen, wurde aber dann ebenso wie sein Kollege Schröder, der 1:24 Minuten nach ihm im Ziel einlief, mit einem tollen Zieleinlauf belohnt. Die Läufer absolvierten die letzten Meter vor besetzten Zuschauer-Rängen im Ceres Park-Stadion.
Martin Koller beendete sein Rennen mit einer Zeit von 1:17:30 Stunden und belegte damit Platz 11 in seiner Wertungsklasse. Frank Schröder lief nach 1:18:54 Stunden über die Ziellinie und belegte Platz 7 in der M45. Beide Läufer wurden zweitbeste deutsche Teilnehmer und gehörten somit jeweils zu den Läufern, die als bestes deutsches Team gewertet wurden. Zum erfolgreichen M45-Team gehörte auch der Läufer des TV Refrath, Heiko Wilmes, der mit einer neuen persönlichen Bestzeit drittplatzierter Deutscher Teilnehmer wurde.
Die Freude bei Frank Schröder war riesengroß, denn nach der Auswertung konnte sein Team mit der schnellsten Gesamtzeit den Europameistertitel feiern. Nach Silber bei der HM-DM gab es nun für Schröder Gold bei der HM-EM. Lange warten musste Martin Koller, ehe feststand ob sein Team ebenfalls mit einer Medaille erfolgreich war. Die Auswertung dauerte deshalb so lange, da sich eine fast unglaubliche Konstellation ergab. Im Ziel hatte das deutsche und das dänische M50-Team in der Addition der drei schnellsten Zeiten auf die Sekunde genau eine identische (!) Gesamtzeit, 3:49:25 Stunden. Nach Zuhilfenahme des Regelwerks entschied dann der schnellere dritte Läufer die Team-Platzierung zugunsten der Dänen. Nach Bronze bei der HM-DM gab es für Martin Koller bei der HM-EM nun Silber. Gut sieben Wochen nach seinem Zehenbruch und der völlig unzureichenden Vorbereitung mit wochenlanger Laufpause, ist er natürlich sehr glücklich über den Gewinn der Silbermedaille. Die Leistung in Aarhus ist daher umso höher anzurechnen.
Ein gebührender Dank gilt wieder einmal dem Trainer der Rhein-Berg Runners, Lothar Pöhlitz, der stets in kritischen Situationen der beste Ratgeber ist und die Läufer den Umständen entsprechend optimal auf die Wettkämpfe vorbereitet.
Nachfolgend die Einzelergebnisse der beiden Teams:
Wertungsklasse M45 – Deutsche Teilnehmer
1. Miguel Molero-Eichwein, 1:11:25 Std., Platz 1
2. Frank Schröder, 1:18:54 Std., Platz 7
3. Heiko Wilmes, 1:19:48 Std., Platz 12
Wertungsklasse M50 – Deutsche Teilnehmer
1. Mike Poch, 1:12:10 Std., Platz 3
2. Martin Koller, 1:17:30 Std., Platz 11
3. Stefan Pulger, 1:19:45 Std., Platz 14
Pressemitteilung von Rene Grass
Up and Down um die Sengbachtalsperre
Der August-Laufklassiker im Bergischen Land am 20. August: 42. Sengbach Talsperrenlauf
Jetzt vormelden – der Countdown läuft für Vormeldungen bis Montag
Seit vier Jahrzehnten treffen sich ganze Läufergenerationen zur Vorbereitung ihres Herbst-Marathons und Halbmarathons in Leichlingen-Witzhelden. Das Höhendorf liegt im Bergischen Land zwischen Solingen-Remscheid-Burscheid-:Leichlingen und ist von der Autobahn A1, Ausfahrt Burscheid, schnell zu erreichen. Der knapp 10 km lange Rundweg um die idyllische Sengbachtalsperre verläuft auf breiten und verkehrsfreien Naturwegen. Bei den vielen Lichtblicken auf das dunkelgrün schimmernde Wasser fühlt man sich wie im Schwarzwald. Es ist bekannt, dass die Runde mit einigen Herausforderungen garniert ist. Nicht umsonst gilt der Landschaftslauf als einer der attraktivsten im Lande.
Das wissen Naturfreunde und viele Langstreckler zu schätzen, die sich für einen Herbst-Marathon oder –Halbmarathon vorbereiten und diesen Lauf in ihrem Plan als „langen Kanten“ einplanen. Vor drei Jahren hat der Lauftreff des TV Witzhelden als Ausrichter daher das Streckenangebot um eine dritte Talsperrenrunde über insgesamt 30,9 km erweitert. Wer sich unterwegs entscheidet, doch nur zwei Runden zu laufen, wird automatisch für den Halbmarathon gewertet. Der Startschuss für beide Distanzen zusammen fällt um 9.00 Uhr, wenn die Temperaturen noch angenehm sind. Kurze Zeit später werden der Jedermannlauf über 3 km (9:10 h), die Schülermeile (9:35 h) und die Sengbachrunde für Läufer und Walker über 11,3 km (9:55 h) gestartet.
Die Kuchentheke ist legendär
Im ganzen Rheinland ist der Sengbachlauf für seine besonders herzliche und familiäre Atmosphäre bekannt. Legendär ist die riesige Auswahl an selbstgebackenen Kuchen, dazu Waffeln, die Gulaschkanone und der Bierwagen – alles mitten in der Natur. Wie im Vorjahr wird Laufmoderator Jochen Baumhof für gute Laune in seinem „Wohnzimmer“ an alter Lauf- und Wirkungsstätte sorgen. Der gebürtige Burscheider hat viele Jahre in Leichlingen gewohnt, war sieben Jahre als Läufer und Trainer im TV Witzhelden aktiv und hat die Talsperre einige hundert Mal umrundet. Er und das gesamte Orgateam um Magret Knigge und Bernhard Munk hoffen auf perfektes Laufwetter.
Also seid dabei – das Höhendorf für Läufer ruft.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
„50 States Marathon Club“ in Sichtweite
Alexander Hörniß mit Gesamtplatz 2 bei „Full Moon Midnight-Marathon“ in Nevada
Der Marathonläufer der Rhein-Berg Runners, Alexander Hörniß absolvierte in den USA am 22. Juli und am 6. August seine Marathons Nr. 86 und 87. Neben 29 in Deutschland und 17 weiteren in Europa absolvierten Marathons, lief er die größte Anzahl der 42,195 Km langen Rennen in den USA. In Oregon absolvierte er am 22. Juli Nr. 40 und bereits zwei Wochen später in Las Vegas Nr. 41. Die Besonderheit der in den Vereinigten Staaten gelaufenen Marathons ist dabei die Teilnahme in jeweils unterschiedlichen Bundesstaaten. Wenn in allen 50 Staaten der USA ein offizieller Wettkampf über die Marathondistanz absolviert wurde, erfüllt man die Bedingungen zur Aufnahme in den „50 States Marathon Club“. Eine Mitgliedschaft ist für Hörniß bereits in „Sichtweite“
Nach einer Verletzung im Mai war die Teilnahme an beiden Marathons jedoch zunächst in der Schwebe und eine entsprechende Vorbereitung war nur sehr begrenzt möglich..
Am 22 Juli fand er sich trotz allen Umständen im Start-Bereich des Oregon-Marathons ein. Der Start war bereits um 6:30 Uhr Ortszeit, ein recht früher Start, aber wegen Jetlag nicht sonderlich schlimm und um der Hitze des Tages zu entkommen war es sogar vorteilhaft. Die Route führte auf einem Radweg durch die Wälder Oregons. Abgesehen von den Helfern an den Versorgungsstellen waren Zuschauer Mangelware. Auf der ersten Hälfte waren ca. 200 Höhenmeter zu überwinden, die der Routinier konservativ anging, um seine Kräfte für die zweite Hälfte zu schonen. Die zweite Hälfte ging dann ca. 350 Höhenmeter bergab und verlieh eine fliegende Leichtigkeit. Auf den letzten 5 Km machte dann aber das Laktat in den Beinen die Schlußphase doch recht mühsam. Mit der guten Zielzeit von 2:56:49 Stunden hatte er dann allerdings nicht gerechnet. Das Podium verpasste er leider um ca. 3 Minuten, dafür gewann er jedoch die Masters-Wertung und damit die bisher größte aller seiner Marathon Medaillen (s. Bild). Als Post Race Verpflegung gab es natürlich Burger und anschließend ein Cool Down am Pacific Strand.
Auf seiner Urlaubsreise war Nevada die zweite Marathon Station. Die Laufstrecke ist der „Extra-Terrestrial Highway“, bekannt durch angebliche Ufo- und Alien-Sichtungen.
Am 6. August, also zwei Wochen nach Oregon, stand mit dem „Full Moon Midnight Marathon“ in Rachel, NV, der Staaten-Marathon Nr. 41 auf dem Plan. Die Anreise mit dem Bus von Las Vegas dauerte ca. 2.5 Stunden. Der Start war um Mitternacht, mitten auf dem Highway an der „Black Mailbox“. Eine entsprechende Ausrüstung an Lichtquellen, Reflektor-Westen, sowie eigene Wasserversorgung (es gab nur 6 Verpflegungsstellen) war zwingend vorgeschrieben. Für den Marathon fanden sich ca. 150 verrückte Teilnehmer ein, viele davon in Alien-Verkleidung. Der Start lag auf ca. 1.500 Meter Höhe und die Temperatur betrug daher „nur“ 26°C. Die ersten stetig ansteigenden 10 km lief Hörniß gemeinsam mit einem Läufer aus Wisconsin. Dann ging es bis zur Halbmarathonmarke 1.900 HM über den Coyote Pass. Ohne die Halbmarathonteilnehmer wäre man ab da komplett auf sich gestellt gewesen. Wildtiere wie Kojoten oder auch Klapperschlangen gehören dort zur Umgebung dazu.
Die zweite Hälfte führte dann über ca. 200 HM bergab nach Rachel, der Stadt in der die Halbmarathon-Teilnehmer die Ziellinie überqueren durften. Es mussten jedoch zunächst noch 5 Km weitergelaufen werden um dann nach Rachel zurückzukehren. Den Einzigen, den Hörniß in diesem Streckenbereich noch traf, war der Führende, der ca. 3 km vor ihm lag. Gegen 2:30 Uhr nachts war dies schon die schwierigste mentale Belastung er jemals erfahren hatte. Das Ziellicht war aber zumindest in der Ferne zu sehen und um kurz nach 3 Uhr nachts lief Hörniß dann als Zweiter mit einer Zeit von 3:07:57 Stunden über die Ziellinie. Die Endorphine schossen ins Blut und er war plötzlich wieder hellwach. Zur Belohnung gab es dann noch eine Alien-Medaille und eine Alien-Trinkflasche zum Podiumsplatz dazu. Anschließend wurden noch schnell ein paar Souvenirs im „Little A’Le‘Inn“ gekauft, bevor es wieder im Bus Richtung Las Vegas ging. Zum Sonnenaufgang um kurz nach 6 Uhr war er dann wieder nach einem außergewöhnlichen Rennen und einem unvergesslichem Erlebnis glücklich zurück bei seiner Familie.
Ein Ufo oder ein Alien wurde übrigens nicht gesichtet…
Pressemitteilung von Rene Grass
Frank Weber gewinnt EM-Bronze über 800 Meter

Aufregende Tage erlebten vier Läufer vom TV Refrath running team bei den Europameisterschaften der Seniorinnen und Senioren im dänischen Aarhus. Rund 3.800 Aktive aus 40 Ländern kämpften in allen Leichtathletik-Disziplinen um Medaillen und Titel in den Altersklassen m/w 35 bis über 90 Jahre.
Frank Weber: 15/100stel auf den letzten Metern herausgeholt
Auf besonders starke Konkurrenz traf der erfolgreichste TVRler in diesem Jahr, Frank Weber, im Feld der M50 über 800 Meter. Gleich im Vorlauf setzte der 51jährige ein großes Ausrufezeichen. Er gewann nicht nur seinen Lauf mit neuer persönlicher AK-Bestzeit von 2:07,41 min., sondern stand in der Summe aller Ausscheidungsrunden an Position Eins. Doch am Tag des Endlaufes, zwei Tage später, zählte das nicht mehr. Wie erwartet wurde es dramatisch. Alle zwölf Finalisten stürmten auf der letzten Geraden auf drei Bahnen nebeneinander dem Ziel entgegen.
Frank Weber überspurtete auf den letzten 20-30 Metern gleich fünf Konkurrenten und lief als Dritter in 2:08:41 min. durch die Lichtschranke, nur 15/100stel Sekunden vor dem Niederländer Marc van Gils (2:08:56), Per Bjorkmann/Schweden (2:08:73), Milan Serafin/Tschechien (2:08:83), dem Spanier Jordi Salvador (2:08,92) und dem Iren Cathal McLaughlin. Auch die European Champions, der Este Kirt Magnus (2:07:71) und Antonio Oliveira (2:08:19) aus Portugal waren nur knapp vor dem Refrather im „Germany-Trikot“. „Das war hart, sehr hart. Aber das gezielte Training in der Belkaw-Arena hat sich für diesen Moment gelohnt, erzählt freudestrahlend der erste Gewinner einer internationalen Einzelmedaille für den TV Refrath.

Heiko Wilmes mit neuer PB und Team-Champion im Halbmarathon
Einfach nur glücklich nach unglaublichen vier Läufen war Vielstarter Heiko Wilmes nach seinem finalen Rennen am letzten Tag in Aarhus. Denn seine ersten beiden Wettkämpfe liefen nicht optimal: nach dem Ausstieg beim 10000 Meter Bahnlauf war auch der 4 km Crosslauf als 14. der M45 eher durchwachsen. Doch bereits der 5.000 Meter Lauf zeigte, dass der 48jährige in Form ist. Er lief als 14. mit 17:46,62 min. nur sieben Sekunden über seinem Hausrekord. Nach vielen vergeblichen Versuchen sollte es am letzten Tag klappen, über 21,1 km unter 80 Minuten zu laufen. Das war sein großes Ziel. Und mit seinem unnachahmlichen Kampfgeist schaffte er es: 1:19:48 Stunden und Platz 12 in der M45. Und dann folgte das goldene Sahnehäubchen: der EM-Titel und die Goldmedaille mit der M45-Mannschaft mit Frank Schröder (7./1:18:54) und vor allem dank der überragenden Leistung von Miguel Modero-Eichwein, der in 1:11:25 Stunden Einzel-Europameister wurde.
Karin Meuser und Ulrich Buchmüller im Finale in die Top Ten
Unter 2:40 min über 800 zu laufen und den Endlauf zu erreichen, war das hohe aber nicht unrealistische Ziel von Karin Meuser. Gleich im ersten von zwei Vorläufen packte die Bergisch Gladbacherin ihr Herz in beide Hände und lief als Vierte mit 2:39:34 min. eine neue persönliche Bestzeit. Für den Endlauf zwei Tage später hatte TVR-Lauftrainer Jochen Baumhof nur kurz und knapp geschrieben: „alles geben und genießen“. Von den 12 Finalistinnen der W50 lief Karin Meuser als Achte in 2:42,32 min ins Ziel, auf den letzten 200 Meter leider durch eine Zerrung gehandicapt.
Ein ähnliches Szenario hatte Ulrich Buchmüller. Ein guter vierter Platz im Vorlauf und eine 4:49:72 min. reichten dem Odenthaler über 1.500 Meter zum klaren Erreichen des Finales. Mit seiner Leistung reihte sich der 57jährige im Ranking in die Top Ten ein. Im Endlauf legte Uli Buchmüller noch ein Schüppchen drauf lief als 10. der M55 mit 4:46:08 min. so schnell wie seit drei Jahren nicht mehr.
Zwei EM-Medaillen und alle vier Refrather in den Finals – mit dieser großartigen Ausbeute und vielen Eindrücken und neuen internationalen Bekanntschaften traten alle sehr sehr zufrieden aus Dänemark den Heimweg an.
Pressemitteilung von Jochen Baumhof
Laufspass am Kölner Rheinufer
…fand am vorvergangenen Wochenende (16. Juli) beim 28. Kölner Friedenslauf statt. Start und Ziel seit dem Jahr 2010 war wie immer am Zirkus- und Artistikzentrum Köln im Schatten des Colonia-Hochhauses. Das sportliche Event konnte in diesem Jahr Außergewöhnliches anbieten. Eingebettet in ein langes Kulturwochenende wurde der Kölner Friedenslauf ein Teil eines sommerlichen Großevent. Samstag begann alles mit den Kölner Lichtern. Am Sonntag war dann der Lauf, um den Kölner Kinderkultursommer zu eröffnen.
Dieser findet dann vom 17. bis 28. Juli in der Riehler Aue statt. Hier befand sich früher das Riehler Freibad. Der Kölner Friedenslauf selber hatte in diesem Jahr eine verkürzte Strecke. Die 10 km Distanz wurde wie bisher zunächst stadteinwärts in Richtung Dom geführt. Er endet aber nun bereits vor der Zoobrücke, wo sich jetzt der neue südliche Wendepunkt befindet. Anschliessend geht es wieder in Richtung Kölner Norden entlang des Rheindamms bis zum Cranachwäldchen am Molenkopf. Hier wird beim Wendepunkt die Richtung gewechselt. Wieder nach Süden geht es erneut zur Zoobrücke und danach wieder hierhin zurück.
Die letzten Kilometer führen dann wieder nach Süden in Richtung des Ziels. Somit sind nur 2 kurze Runden statt einer langen Pendelstrecke zu laufen. Aber auch die anderen Distanzen (500 Meter-Bambinilauf, 1 km, 2 km und 5 km) sind neu. Sie führte vom Start zum Rheindamm und dann nach Norden in Richtung Niehler Hafen. Vor und nach der Mülheimer Brücke sind jetzt die Wendepunkte. Der weiteste von ihnen (5 km) liegt nun in Höhe des Containerterminals, also zwischen dem diesjährigen 10 km Wendepunkt und dem letztjährigen 10 km Wendepunkt. Das Außergewöhnliche an dieser Streckenführung ist, dass sie kaum Höhenmeter aufweist. Damit sind schnelle Zeiten möglich.
Der Kölner Friedenslauf begann pünktlich um 10.00 Uhr mit dem 500 Meter-Bambinilauf, anschließend um 10.30 Uhr mit dem 1 und 2 km-Lauf Kinder- und Schülerlauf. Da schon die Sommerferien begonnen hatten, war die Teilnehmerschar relativ überschaubar.
Um 11.00 Uhr dann der 5 km Schüler/Jugend- und Jedermannlauf ging auf die Strecke. Dieser Lauf wurde zum 2. Mal hier gestartet und als Kölner Nachwuchs Cup integriert. Hier die Siegerin in der Klasse W/U14 und der Sieger mit Streckenrekord.
Der 10 km Kölner Friedenslauf, zugleich auch Serienlauf des Time & Voice Lauf Cup Köln hatte am Anfang eine schwache Anmeldequote, die durch verstärkte Nachmeldung dann doch noch ein Teilnehmerfeld von 130 Läufern an den Start brachte.
Das Organisationsteam der Leichtathletikabteilung der TFG 1878 Köln-Nippes unter der Leitung von Jürgen Cremer und Dieter Grote waren mit der Veranstaltung sehr zufrieden. Später bei strahlendem Sonnenschein war es für die Abteilung ein in jeder Hinsicht gelungener Saisonabschluss.
Was gibt es schöneres, als bei einer schönen kleinen nicht kommerziellen Laufveranstaltung mit super schneller Strecke am Rhein entlang zulaufen und auch noch als erste Frau ins Ziel zu laufen, so der Kommentar von Claudia Maria Henneken. Viele TeilnehmerInnen sagten einstimmig: Nächstes Jahr beim 29. Kölner Friedenslauf sind wir wieder dabei!
Pressemitteilung von Dieter Grote
Erneut Bestleistungen der Runners auf der Bahn
Lukas Schommers und Lucas Hemkes in Belgien erfolgreich
Die Bahnläufer der Rhein-Berg Runners nahmen in der vergangenen Woche erfolgreich an internationalen Leichtathletik Meetings in Belgien teil.
Lukas Schommers und Lucas Hemkes nutzten das „27th Memorial Rasschaert“ Meeting im belgischen Ninove für schnelle Zeiten. So startete Lukas Schommers über 5.000 Meter und konnte seine alte Bestzeit deutlich um 8 Sekunden verbessern. Dabei fand er für sein Tempo keine passende Gruppe und lief daher auch teilweise alleine in einer Lücke. Dennoch konnte er sehr konstant laufen und nach 16:28,40 Minuten die Ziellinie überqueren. Damit lief er im Rennen eine durchschnittliche Gesamtpace von 3:18 min/km.
Lucas Hemkes startete in Ninove im Wettbewerb über 1.500 Meter. Das Rennen verlief nicht optimal, denn bereits die ersten 200 Meter wurden vom Feld verbummelt. Der weitere Verlauf zeigte sich sehr unrhythmisch und zwischendurch musste Hemkes sogar Führungsarbeit leisten. Am Ende blieb er mit 4:04,49 Minuten unter seinen Erwartungen.
Das sollte sich jedoch bereits vier Tage später ändern. Bei dem qualitativ hochwertigen Leichtathletik Meeting in Lüttich „Meeting international s’Athlétisme de la Province de Liège“, mit Teilnahme der besten belgischen und internationalen Top-Athleten, ging Hemkes erneut über 1.500 Meter an den Start. Diesmal erwischte er ein gutes Rennen, das zunächst auf den ersten 600 Metern optimal verlief. Im Bereich zwischen 600 Meter und 1.100 Meter fiel die Uhr aus, sodass dadurch ca. zwei bis drei Sekunden liegen gelassen wurden. Im Ziel stoppte die Uhr eine Zeit von 4:01,50 minuten. Eine Marke erstmals unter 4:02 Minuten, die somit auch eine neue Bestleistung über 1.500 Meter bedeutete. Weiterhin ist das Saisonziel eine Zeit unter vier Minuten. Eine nächste Gelegenheit bietet sich für ihn am 4. August beim Leichtathletikfest in Minden.
Pressemitteilung von Rene Grass
Vier Läufer vom TV Refrath bei Senioren-EM am Start
Der Hochsommer wird im dänischen Aarhus ganz im Zeichen der Leichtathletik stehen. Vom 27. Juli bis 6. August 2017 finden im Viby Stadion und im Ceres Park die Europameisterschaften der Seniorenleichtathletik (EMACS 2017 – European Masters Athletics Championships Stadia) statt. Hier geht es um die Europäischen Meistertitel in allen Stadion-Disziplinen, im Crosslauf und im Halbmarathon. Insgesamt werden über 4.000 Teilnehmer aus 40 Ländern erwartet.
Vier Refrather Mittel- und Langstreckler sind auch dabei und bereiten sich intensiv nach der DM in Zittau auf diesen Höhepunkt vor: Karin Meuser (W50) und Frank Weber (M50) jeweils über 800 m, Ulrich Buchmüller (M55) über 1500 Meter und der inzwischen auch international erfahrende M45 Athlet Heiko Wilmes. Er startet über die längste Bahndistanz 10.000 Meter, im 4 km Cross Country und im abschließenden Straßenlauf über 21,1 km. Ein mehr als kräftezehrendes Programm, das für den früheren Bahnrad-Rennfahrer bereits am 27. Juli mit 25 Runden in der Mittagszeit beginnt und am elften Tag der Meisterschaften mit dem Halbmarathon abschließt.
Frank Weber muss, wenn er sich jeweils für die nächste Runde qualifiziert, an drei Tagen hintereinander Vor- Zwischen- und Endlauf über 800 Meter bestehen. Das wird nicht leicht, zumal er nach seinem großen Erfolgen bei der DM vor zwei Wochen leicht angeschlagen ist, berichtet TVR-Coach Jochen Baumhof. Karin Meuser ist in Topform und wird nach ihrem überraschenden 4. DM-Platz über 800 Meter alles geben. Ulrich Buchmüller hat in den letzten Wochen sehr hart trainiert. Ihm fehlt jedoch die Wettkampfpraxis, weil derzeit keine Bahnwettkämpfe in der Region angeboten werden. Eine Prognose ist für alle TVRler kaum möglich, da die Leistungen der Konkurrenten nicht eingeschätzt werden können.
„Der Selbstheilungscode“ nominiert als Wissensbuch des Jahres
In seinem Buch beschreibt Prof. Dr. Tobias Esch, wie das Gehirn an der Gesundheit des Körpers beteiligt ist – und umgekehrt
Das Buch „Der Selbstheilungscode – Die Neurobiologie von Gesundheit und Zufriedenheit“ von Prof. Dr. Tobias Esch ist nominiert als Wissensbuch des Jahres 2017. Die Auszeichnung wird von der Zeitschrift „Bild der Wissenschaft“ vergeben. Bis zum 21. August stimmen eine elfköpfige Jury sowie die Leserinnen und Leser des Magazins über den Preis ab.
In seinem Buch beschreibt Prof. Esch, wie das Gehirn an der Gesundheit des Körpers beteiligt ist – und umgekehrt. Esch erforscht seit Jahren, wie Selbstheilung funktioniert und welche Faktoren neben der etablierten Medizin für Gesundheit und Zufriedenheit entscheidend sind. Nach dem Studium der Humanmedizin an der Universität Göttingen und einer Zeit als Wissenschaftler und Arzt an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) hat er unter anderem an der Harvard Medical School, der State University von New York sowie an der Berliner Charité langjährig zu Gesundheitsfragen geforscht. 2016 ist er als Professor für Integrative Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung an die UW/H zurückgekehrt.
„Neurowissenschaftliche und psychologische Studien können inzwischen zeigen, dass selbst chronische Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck durch positive Emotionen und ein effektives Selbstmanagement gelindert werden können“ beschreibt er seine Forschungsposition. Daher fängt er in seinem neuen Buch auch mit dem Thema Stress an: Wie er entsteht und was er im Körper auslöst leitet dazu über, wie man ihm entgegenwirken kann. Und dieser Weg führt direkt ins Hirn: Die aktive Verknüpfung von Körper und Geist, also den achtsamen Umgang mit den eigenen Wahrnehmungen und Gefühlen beschreibt Esch als eine Methode, wie man dem Stress und seinen potenziell krankmachenden Auswirkungen effektiv begegnen kann.
Dazu gehört es für ihn eben auch, den ganzen Menschen ins Zentrum stellen – und nicht nur seinen Körper. Esch empfiehlt im Kern vier Ebenen der Selbstheilung: 1) Stress verringern und ungesunde Denkmuster ändern, 2) genug bewegen, 3) regelmäßig entspannen, sich Zeit auch für sich nehmen und 4) Aufmerksamkeit auf eine gesunde und achtsame Ernährung zu lenken. „Wenn wir es dann noch schaffen, genug zu schlafen, die sozialen Netzwerke und Freundschaften zu pflegen, insgesamt einfach Freude auch im Alltag zu kultivieren und gelegentlich Inspirationen zuzulassen, dann tun wir sehr viel für unsere Selbstheilungskompetenz. Auch die Bereitschaft, Dinge, die wir tun, mit Hingabe und Begeisterung auszufüllen, trägt nicht nur zu einer höheren Lebenszufriedenheit bei, sondern auch zu einer besseren Gesundheit.“
Dabei weist Esch auch auf die Grenzen und Gefahren einer falsch verstandenen Selbsteffizienz und eines „Selbstoptimierungswahns“ hin und spricht auch die Möglichkeit einer Überbetonung des Selbstbezuges an, sei es dadurch, dass Menschen sich die Welt einfach „schön denken“ und dabei Negatives oder Dinge, die dringend geändert werden sollten, ausblendeten – oder aber Schuld empfänden für Dinge, die nicht gut liefen und immer alles auf sich selbst bezögen. Er bewahrt so auch einen kritischen Blick und versucht der Selbstheilung einen angemessenen Platz im Rahmen von Medizin und Gesundheit zuzuweisen. Wenn das gelänge, so Esch, werden Körper und Geist zum Beispiel resilienter, also „weniger anfällig für die schädlichen Einflüsse, die im Alltag so ausgehalten werden müssen“. Schließlich führe das dann zu mehr Wohlbefinden, innerer Stärke und positiven Sinnerfahrungen.
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„Der Selbstheilungscode“ ist nominiert in der Kategorie „Überraschung“. Gesucht wird hier das Buch, das „ein Thema am originellsten anpackt“.
Pressemitteilung des idw














