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20 km über den Rotweinwanderweg

2013-06-09_0999.jpgAndreas Keil-Forneck gewinnt souverän über die Langdistanz. Zum 32. Mal wurde der internationale Rotweinwanderweg-Volkslauf des SV Blau-Gelb Dernau 1922 e. V. ausgeschrieben. Auch diesmal bereitete das schöne Ahrtal bergauf und bergab entlang der roten Traubenrebstöcke und über den Dächern von Dernau die Bühne für das Lauferlebnis auf den 10 bzw. 20 km- Strecken. Optimale Witterungsbedingungen fanden alle, die die Fahrt ins Ahrtal unternahmen, vor. 16 Grad, bedeckter Himmel und kein Regen. Hin und wieder schaute die Sonne hervor. Auch das Laufmonster Lutz Schmalstieg hat den Weg nicht gescheut, um die anspruchsvolle 20 km-Distanz in Angriff zu nehmen.

Als ich gegen 8:15 Uhr in Dernau ankam, sah man schon fleißige Helfer des ausrichtenden Vereins in gelben T-Shirts ihre Positionen an der Strecke, im Start-, Zielbereich, an den Verpflegungsstationen und Anmeldeständen einnehmen. Der Schulhof der Dernauer Grundschule ist als Aufenthaltsort bereits mit Tischen und Bänken für die Athleten und deren Begleiter aufgerüstet. Für die Kinder stand eine Kletterwand zur Verfügung, um die Zeit zum eigenen Start oder zum Zieleinlauf eines Elternteils zu verkürzen.

Das exzellente Kuchenbuffet, an dem es allerdings auch herzhafte Köstlichkeiten gibt, und die Getränketheke stehen schon in der Frühe bereit, um den Ansturm der durstigen und hungrigen Gäste zu bewältigen. Die Turnhalle der Schule dient den Athleten als Aufenthalts- und Umkleideraum mit Duschmöglichkeiten. Alles liegt in einem Umkreis von 50 Metern.

Nachdem jeder Nach- und Voranmelder stressfrei seine Meldeunterlagen abholen konnte, wurden die verschiedenen Wettbewerbe für Schüler, Walker und Langstreckler planmäßig auf den Parcours geschickt. Um 9 Uhr ging es für das 20 km-Feld los. Bis Kilometer 4 führt der Weg für die 10 km und 20 km Distanzen entlang den Hängen der Dernauer Rebbauern, verschwindet dann in ein profiliertes Waldstück, um später wieder hoch über Dernau am Rand der Weinberge herauszukommen. Nach 8 Kilometern erreichen die Athleten den Scheidepunkt der 10 und 20 Kilometer-Laufdistanzen. Ab hier mussten die „Lang“streckler über den durch die vergangenen Regenfälle teils rutschigen und breiigen Waldboden. Nach 13 Kilometern erreichen die Teilnehmer den höchsten Punkt bei 310 m über Normalnull und durften sich anschließend auf eine ca. drei Kilometer lange, wellige und kurvige Bergabpassage vorbereiten. Auch hier waren durch die Regenfälle einige schwierige Abschnitte zu meistern und ein freundlicher Streckenposten wies jeden Läufer darauf hin, auf den Boden zu achten.

Dann hieß es nochmals entlang der Weinreben und Schieferterrassen mit Blick auf den Krausberg aufwärts zu laufen, um sich nach 18 Kilometern, am vorherigen Scheidepunkt, nach rechts talwärts der Schwerkraft hinzugeben und in Richtung Ziel zu laufen, wo bereits die vielen Zuschauer die nun gleichzeitig einlaufenden 10er und 20er-Finsher mit Applaus empfingen.

Heute war gegen den Sieger des 20 km-Laufs, den 25-jährigen für die LG Ameln/Linnich Studenten aus Bonn Andreas Keil-Forneck, kein Kraut gewachsen. Vom Start weg bestimmte er das Tempo und lief einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg davon. Bis Kilometer 5 konnte ich Andreas noch folgen und musste anschließend mit dem Anblick seiner Fersen vorlieb nehmen. Die Beine waren bleiern und die 330 Höhenmeter fühlten sich doppelt so schwer, wie sonst an. In der Zeit von 1:17:30 Stunden hatte Andreas 202 Sekunden Zeit sich über seinen Sieg zu freuen, bevor ich die Ziellinie überlief. Herzlichen Glückwunsch. Christopher Glogau vom Ford Racing Team, der in der Altersklasse M40 startete, wurde in der Zeit von 1:22:21 h Dritter. Danach folgte eine Phalanx von M45er mit Jochen Fergen (1:25:15 Std.), Daniel Kannapin (1:25:30 Std.), Bernd Engel (1:26:34 Std.), Hans Mertens (1:26:55 Std.), Gunter Hartmann (1:27:05 Std.) und Joe Körbs (1:28:42 Std.). Unterbrochen wurde der Block durch den M35er Ansgar Kienolth, der für die 20 km 1:28:22 h benötigte.

Laufmonster Lutz Schmalstieg wurde in 1:31:11 h hervorragender 16. in der Gesamtwertung und errang mit dieser Leistung den 2. Platz in der AK-Wertung M55.

Bei den Frauen ging es wesentlich enger als bei den Männern zu. Hier hatte Annette Geiken von der LG RWE Power in 1:31:07 h die Nase vor der wieder erstarkten Läuferin der SSG Königswinter Asteria Wagner, die 1:32:34 h benötige, vorn. Dritte wurde Astrid Horstmann von der BSG DLR in 1:39:30 h.

Routiniert wurden nach den Läufen die Siegerehrungen durchgeführt und die Ergebnisse innerhalb von 6 Stunden (obwohl erst für den Folgetag angekündigt) im Internet bereitgestellt. Die Ergebnisse für die weiteren Wettbewerbe können hier abgerufen werden.

Völlig überraschend kam für mich eine Ehrung des Veranstalters, denn für meine zehnte Teilnahme an diesem Lauf wurde ich mit einer großen Flasche (1,5 Liter) edlen Ahr-Rotweins und persönlicher Widmung geehrt, die ich voller Stolz mit nach Hause genommen habe. (Die Flasche solle man nicht an einem Tag trinken). Ich hoffe, dass ich auch in den nächsten Jahren diesem Lauf weiterhin die Treue halten kann.


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