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Stramilano!

pict3240m.jpgAm Samstagmorgen (20. März) startete ich um 6.45 Uhr von Köln-Bonn in Richtung Mailand, Ankunft dort war um kurz nach acht. Eigentlich hatte ich Sonne und milde Temperaturen erwartet, daher überraschten mich der leichte Regen und nur 11 Grad doch sehr. Die Zugfahrt vom Flughafen Malpensa bis nach Mailand dauerte 45 Minuten, so dass ich um 9.30 Uhr im Hotel ankam. Nach Abholung der Startunterlagen ging es erstmal auf Sightseeingtour durch Mailand inkl. Besichtigung des Doms. Abends dann noch der gesellige Höhepunkt: das Treffen mit den Angehörigen meines Kölner Freundes. Seine Frau ist Italienerin und hat mich überhaupt erst darauf gebracht, hier (bereits zum zweiten Mal) an den Start zu gehen. So klang der Abend mit leckerem Essen und zwei Bierchen aus.

Leider war das Wetter am nächsten Morgen immer noch nicht besser: nach wie vor kühl und bedeckt mit leichtem Regen. Ich lief mich in der Nähe des Startbereichs warm und gesellte mich zu den durch die Bank italienischen Läufern. Der Start erfolgte übrigens mit einem echten Kanonenschuss. Den ersten Kilometer lief ich in 5 Minuten, sofern man ernsthaft von Laufen sprechen will. Es ging durch das Gewusel im Feld enfach nicht schneller. Italiener laufen, wie sie wollen, mal links kreuzend, mal rechts kreuzend und alles immer vor meinen Füßen. Nach km 2 fand ich dann doch meinen Rhythmus und es lief richtig gut. Der Regen störte überhaupt nicht.

pict3242m.jpgDie 10 km-Marke durchlief ich mit einer Zwischenzeit von unter 46 Minuten. Ich spulte weiter wie gehabt mein Pensum ab und schaffte auch die 20 km noch unter 1:32 h. Der letzte Kilometer wollte irgendwie gar nicht enden, schließlich lief ich aber doch ins Stadion ein und war zunächst völlig überwältigt von der Stimmung und verblüfft über meine Endzeit von 1:36:39 h. Neben der Überraschung über dieses Klasse-Ergebnis kam nach einigen Augenblicken natürlich richtig Freude auf. Nach kurzer Erholung ging ich zurück zur Kleiderabholung im Park, um mich umzuziehen, denn Duschen gab es leider keine. Ein Erinnerungs- und Beweisfoto musste natürlich auch noch sein, ein Läuferkollege übernahm den Job.

Nach Studium der Ergebnisse dürfte ich die M70 wieder einmal gewonnen haben, denn laut der getrennt nach Einheimischen und Ausländern geführten Liste ist der erste Italiener der M70 mit 1:36:52 h eingelaufen, also wenige Sekunden hinter mir. Am Nachmittag gab es zur Belohnung reichlich Kaffee, Kuchen und Eis, bevor schon wieder das Ende des Kurztripps nahte. Der Pilot im Flieger wollte laut Durchsage seine Schicht auch möglichst schnell beenden und setzte die Maschine nach nur etwas mehr als 60 Minuten Flugzeit um 21.40 Uhr in Wahn auf die Landebahn. Das Rheinland hatte mich wieder.

Fazit: es war ein äußerst gelungenes und erfolgreiches Wochenende in Norditalien. Übrigens: nach einhelliger Meinung vieler GPS-Uhren bzw. deren Besitzer ist die Strecke etwa 200 Meter zu lang.

Infos zur Veranstaltung, allerdings nur auf italienisch: www.stramilano.it

8 Kommentare zu „Stramilano!“

  1. hallo Manfred, meinen herzlichsten Glückwunsch zum obersten Podestplatz ! Wer soll Dich denn schlagen ? Bin gestern Nacht vom Rennradfahren aus Malle zurückgekommen. Wir hatten bei knapp 20 Grad und Sonnenschein beste Bedingungen. Bei mir sind 5 Rad- und 4 Laufeinheiten zusammengekommen.

    viele Grüße
    Markus

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