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Und wieder ein Lauf ins Glück…

junggeselle.jpgBei meinem Erlebnisbericht zum Halbmarathon des RWE Powerlaufes letzten Samstag muss ich etwas weiter ausholen, denn schließlich hatte ich an gleicher Stelle vor genau einem Jahr meinen „Lauf ins Glück“. Wer damit nichts anfangen kann: Es war mein Junggesellenabschiedslauf, eine tolle Idee meiner besten Kumpels, verkleidet mit Skibrille und Mütze, damals über die 10 km.

start.jpgKurz danach hatte ich mir vorgenommen, hier auch mal den Halbmarathon zu bestreiten und als ich dann erfuhr, dass die Veransteltung 2009 LEIDER zum letzten Mal stattfinden sollte, wurde der Lauf fest in meine Laufplanung eingebaut. Aus den Zeiten der vergangenen sieben Jahre hatte ich gesehen, dass ich sogar eine große Chance hatte, mich als zweites Laufmonster in der „Hall of Fame“ zu verewigen, denn Kai hatte an gleicher Stelle bereits einmal im Halbmarathon den zweiten Platz belegt. Sogar der Streckenrekord sollte bei guter Verfassung angreifbar sein.

Alles also beste Voraussetzungen. Daher ließ ich es in der Vorwoche beim Halbmarathon am Otto-Maigler-See, wo ich den Laufmonstern doch wenigstens ein paar Punkte für die Teamwertung sammeln wollte, auch ruhiger angehen, und habe diesen als schnellen Tempodauerlauf bestritten. Die Bedingungen am Samstag waren gut, angenehme Temperaturen zum Laufen, teils etwas viel Wind, aber kein Regen mehr.

schloss.jpgDann ging es nach einigen Absprachen mit meinem persönlichen Fotografen Kai (an dieser Stelle Danke für die tollen Aufnahmen) los auf die Strecke. Diese verläuft, startend an der Erft gegenüber von Schloss Paffendorf, über die Wiedenfelder Höhe nach Nieder- und Oberaußem, teilweise über das Gelände des RWE Kraftwerkes (recht beeindruckend) wieder zurück über den Abraum zum Ziel im Schlosshof. Der Untergrund ist abwechslungsreich mit Asphalt und Wald- und Wirtschaftswegen, die teils etwas schlammig waren, und es galt einige Höhenmeter bei den beiden Anstiegen auf die Wiedenfelder Höhe zu überwinden.

Den ersten Kilometer lief ich mit noch einigen Verfolgern in 3:34 min, also genau im Plan, aber schon gut 50 m hinter Georg Hüttmann, dem Vorjahressieger vom LC Weilerswist. Da ich seine Qualitäten nicht einschätzen konnte, versuchte ich nicht dranzubleiben, kam ihm aber auf den nächsten Kilometern stetig näher. So konnte ich zwischen Kilometer 5 und 6 zu ihm auflaufen und da ich das Gefühl hatte, mehr Power als er zu haben, legte ich auf dem nächsten Kilometer direkt einen kleinen Abstand zwischen mich und ihn.

Ich hatte mich da aber gehörig getäuscht, denn mein Widersacher ließ sich nicht abschütteln. Im Nachhinein bin ich ihm sehr dankbar hierfür, denn ansonsten wäre ich sicherlich keine so schnelle Zeit gelaufen. Zwischen Kilometer 9 und 13, mit teils kräftigem Gegenwind, hatte ich doch einen leichten Durchhänger. Danach lief es aber wieder besser. Bei Kilometer 17 oder 18 war Georgs Gegenwehr dann wohl gebrochen, denn der Führungsradfahrer wies mich darauf hin, dass er zurückfallen würde.

zieleinlauf.jpgDen Sieg vor Augen war ich nun so motiviert, dass ich mich auf der kommenden erholsameren Bergabpassage erstmals seit langem wieder mit der Zeit auseinandersetzen wollte. War ich noch schnell genug, um tatsächlich den Streckenrekord angreifen zu können. Eine letzte Hochrechnung bei Kilometer 20 gab Aufschluss. 1:13:15 h auf der Uhr und die letzte 1,1 km sollten in 4 min. möglich sein, um die 1:17:49 h zu unterbieten.

thomas_ich.jpgTrotz alledem, der letzte Kilometer, teils leicht bergauf, war hart. Dann war es allerdings Gewissheit: Platz 1 in einem Halbmarathon mit Streckenrekord, so etwas hatte auch ich noch nie erlebt. Klasse auch, dass nach Georg Hüttmann, der anderthalb Minuten nach mir ins Ziel kam, der sympathische Laufkollege Thomas Schneider von der LG RWE Power den dritten Platz belegte. Das Sahnehäubchen gab es noch durch die unmittelbar nach Zieleinlauf der ersten drei Damen durchgeführte Siegerehrung, da ich nämlich zeitig wieder los musste.

siegerehrung.jpgerdinger.jpgSo kam ich pünktlich und freudestrahlend bei den Schwiegereltern in Kerpen an. Hätte ich allerdings die 3 Liter Erdinger Alkoholfrei im Siegerpokal noch standesgemäß ausgetrunken, wäre es später geworden ;-) Wirklich schade, dass es diesen Lauf an Ort und Stelle 2010 nicht wieder geben soll!

Fotos: www.pixum.de/slide/4312542

RWE Powerlauf Paffendorf


Kommentar von Easy
Datum: 18. Mai 2009 - 14:15 Uhr

Klasse Bericht, zum mitfiebern! Streckenrekord + Sieg bei der letzten Austragung, was will man mehr?!!!!

Kommentar von Daniel K.
Datum: 18. Mai 2009 - 15:20 Uhr

ja, wieder ein super-Bericht!! als ob man live dabei war! Zum Ergebnis habe ich meine Ehrerbietung ja schon zum Besten gegeben! ;)
Glückwunsch nochmal Manu und weiter so!!

Kommentar von Harald
Datum: 18. Mai 2009 - 20:08 Uhr

Tolle Schilderung des Laufes, den ich auch einmal mitgemacht habe. Nochmals Gratulation zu der außergewöhnlichen Leistung, Manuel. Sehen wir uns in Brühl?

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