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Amrumer Mukoviszidose Lauf: Einmal rund um die Insel

2010-05-19_00007.jpgBereits zum 10. Mal organisierte die regionale Selbsthilfegruppe Amrum des Mukoviszidose e.V. am Pfingstsamstag, den 18. Mai, diesen in Luferkreisen schon recht bekannten Volkslauf. Ziel war es, durch das Ansprechen von Sponsoren fr die eigene Laufleistung mglichst viele Spendengelder zusammen zu bekommen und damit den jhrlich ca. 250 Mukoviszidosepatienten an der Fachklinik Satteldne der Deutschen Rentenversicherung Nord zu helfen. Bei Mukoviszidose handelt es sich um eine schwerwiegende Stoffwechselerkrankung.

2010-05-19_00011.jpgVerschiedene Kurse standen zur Auswahl: Der kurze Rundkurs ber 4,5 km durch den Amrumer Wald und ber den Kniepsand konnte auch mehrmals hintereinander gelaufen werden. Hier hatten sich 451 Teilnehmer angemeldet, von denen einige sogar 4 Runden zurcklegten. 13 Walker nahmen den 23 km-Rundkurs unter die Fe; sogar einen Marathon, der in diesem Jahr erstmalig angeboten wurde, bewltigten 4 Lufer. Allerdings war hier vom Teilnehmer ein Mountain-Biker bzw. Helfer als Begleiter zu stellen. Ich hatte mich wie 56 weitere Teilnehmer fr die lange Variante (26,5 km) angemeldet.

2010-05-18_00002.jpgSchien bei der berfahrt am Vortag noch die Sonne, war es am Morgen des Muko-Laufs bedeckt und recht khl. Von Wittdn aus brachte mich der ffentliche Bus nach Nebel, wo ich nach kurzem Fuweg an der Fachklinik Satteldne die Startunterlagen abholen konnte.

Bei einer Startgebhr von 20,00 wurde viel geboten: Mika-Timing-Zeitmessung, mit kostenlosem Chip fr alle, die keinen eigenen besaen, ein Lauf-T-Shirt in frei zu whlender Farbe, eine reichliche Strecken- und Zielverpflegung (im spteren Verlauf der Strecke sogar alle 3 km) mit Wasser, Apfelschorle, Cola, Bananen und mitunter Msli-Stckchen Massage und Urkunde im Ziel Garderobe und Duschen

2010-05-18_00003.jpgPnktlich um 12.30 Uhr starteten wir an der Satteldne und liefen zunchst 1,5 km leicht bergab auf befestigten Wegen durch Kiefernwald und Dnenlandschaft. Dann ging es ab in den Sand. Zum Glck fr uns Lufer hatte es an den vergangenen Tagen wohl geregnet, denn der so genannte „Kniepsand“ unmittelbar unterhalb der Dnenketten ist bei trockenem Wetter extrem fein, so dass die Fe praktisch keinen Halt finden. Jetzt war der Sand halbwegs trittfest, und wir konnten die folgenden 6,5 km bis Wittdn einigermaen gut bewltigen. Ich lief vorzugsweise dort, wo die Vorgnger nicht ganz so tiefe Spuren hinterlassen hatten, und konnte daher nur selten aufblicken, um die Nordsee mit den Halligen zu bewundern.

2010-05-18_00004.jpgAb der Wittdner Strandmauer konnten wir dann auf Asphalt laufen und uns erholen. Wir umrundeten die Sdspitze der Insel und liefen auf der Wattseite ber einen Feldweg am alten Signalhafen Steenodde entlang, in dem einige Yachten ankerten. Unterbrochen wurde der Laufrhythmus durch Schafsgatter, die jeder Lufer selbst ffnen musste. Bald war km 10 erreicht und mit Blick auf das Watt sowie die Nachbarinsel Fhr bogen wir in den sdlichen Ortseingang von Nebel ein. Jetzt wurde es unbersichtlich, da zahlreiche Touristen die Strassen bevlkerten. Einen der gelben Richtungspfeile htte ich fast bersehen, da er von hohen parkenden Autos verdeckt war. Auf dem festen Schotterweg hinter Nebel wurde es einsam. Zur Linken schweifte der Blick ber grne Wiesen, zur Rechten ber die Salzwiesen des Wattenmeers.

2010-05-19_00010.jpgSchlielich kam Norddorf in Sicht und dahinter der so genannte Teerdeich Richtung Odde an der Nordspitze der Insel. Um dem auffrischenden Gegenwind oben auf der Deichkrone zu entgehen, entschied ich mich dafr, auf der Binnenseite des Deichs unten zu laufen. Mit Kreide hatten Kinder dort aufmunternde Parolen fr uns auf den Asphalt geschrieben. Schlielich musste ich doch kurz den Deich erklimmen, aber bald bogen wir links ab auf einen Feldweg, der uns landeinwrts weiter nach Norden fhrte. Am Fahrradparkplatz war der Wendepunkt erreicht, und wir mussten durch tiefen Sand eine Dne berqueren, um auf die andere Seite der Insel zu gelangen. 18 Kilometer lagen hinter uns, und vor uns dehnte sich der endlos scheinende Sandstrand. Immer an der Dnenkante entlang ging es am Schullandheim Ban Horn und lustigen Piratenschiffen, die aus Strandgut zusammengebaut worden waren, vorbei. Weit drauen auf dem Meer war Sylt zu erkennen. Fast htte ich den dringend bentigten Versorgungsstand verpasst, htte man mich nicht lautstark angefeuert.

2010-05-19_00008.jpgBei Norddorf wurden wir etwas ins Landesinnere in die Dnen gelenkt. Zunchst war ich erleichtert, denn der Boden wurde fester. Es folgte ein Feldweg, der zunehmend kurviger, schmaler, weicher und immer matschiger wurde kurz: es wurde eine Trailstrecke, bei der man sehr achtsam laufen musste, um nicht umzuknicken oder im Matsch zu versinken. Schlielich hatten wir auch das berstanden, und kurz vor km 25 bogen wir am Badestrand von Nebel links ab. Der feste Asphalt verlieh mir frmlich Flgel und trotz des leicht ansteigenden Niveaus gab ich jetzt Gas. Noch eine Kurve, und ich war nach 3:07:52 h im Ziel an der Klinik.

Die groe Runde gewann Matthias Dombrowski aus Wittdn in einer Zeit von 1:55:02 h. Erste Frau wurde hier Petra Brner von :anlauf Siegen in 2:17:34 h. Ich strkte mich am Verpflegungsstand, holte meine Urkunde ab und nutzte die angebotene Massage, bevor ich mich in der nahe gelegenen Klinik beim Duschen aufwrmte.

2010-05-19_00006.jpgAuf der Festwiese wurde den ganzen Tag in einem groen Rahmenprogramm viel geboten, abends gab es sogar noch moderne Live-Musik, die zum Tanzen einlud. Mehr als 30.000 Euro wurden an Spenden eingenommen. Mein ganz persnlicher Dank geht natrlich an meine Sponsoren Petra Eberhart und Harald Gler! Fazit: Ein gut organisierter schner und anspruchsvoller Landschaftslauf, bei dem bei moderatem Startgeld viel geboten und dazu noch fr einen guten Zweck gelaufen wird ich komme gerne wieder!

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2 Kommentare zu „Amrumer Mukoviszidose Lauf: Einmal rund um die Insel“

  1. Moin Verena!

    Ein schner Bericht von Dir mit tollen Bildern, die mich an meine Osterurlaube im letzten und vorletzten Jahr erinnern. Viele von Dir erwhnten Ecken sind mir bekannt und von mir auch „angelaufen“ worden. Im Training fr den Dsseldorf-Marathon bin ich ja auch zweimal um die komplette Insel rum, allerdings in Gegenrichtung, im Uhrzeigersinn. Der Kniepsand war schon Wahnsinn bei Gegenwind.
    Ich wre gerne dabei gewesen. Laufen an der Kste bzw. auf der Insel ist doch was tolles!
    Dir gute Erholung, Glckwunsch zum Erfolg und bis bald,

    Harald

  2. Pingback: 35.000 fr Mukoviszidose – 10. Mukolauf ein voller Erfolg | Muko-Amrum.de

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