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Spätlese vom Nikolauslauf: Laufmonster als Köbes im Sperrbezirk

frueh.jpgNein, heute geht es nicht ins Rotlichtmilieu. Auch kommt nichts von Nebenjobs im Zeichen der Finanzmarktkrise. So Sachen schreibe ich sowieso nicht mehr. Über den sportlichen Verlauf des Nikolauslaufs und die Heldentaten einzelner Laufmonster ist bereits umfassend berichtet worden. Das hat mich alles auch wahnsinnig beeindruckt! Jungs, macht weiter so! Ich möchte als Nachlese einfach ein paar Impressionen vom Randgeschehen dieses zweiten Advents für die Nachwelt festhalten.

Für mich fing der Vormittag ja eigentlich erst nach ungefähr 42:30minütigem “Dienst” auf der Strecke als AK-Fünfter an. Nachdem sich jungväterliche Laufmonster im Zielbereich bereits zum familiären Sonntagsbetrieb abmeldeten, begaben sich die “alten Hasen” auf Einladung eines am Stadtwald ansässigen Laufmonsters, wir nennen ihn einmal Köbes, zum internationalen Frühschoppen: Eine Sechsergruppe mit Laufmonstern und Sympathisanten aus vier Nationen tagte in bester Trinkhallenmanier in Trainingsanzügen mit Kölschgläsern in der Hand an einem Straßenrand des noblen Stadtwald-Viertels. Dem angemessen wurde allerdings ausnahmsweise einmal kranzvoll gegaffelt.

Zwischendurch gaben sich immer wieder spontan Elite- wie Freizeitläufer die Ehre und inspirierten die Runde. So schmiedeten die Alten ihre Pläne angesichts anstehender AK-Wechsel 2010 in die M55, M70 bzw. M75. Vereinswechsel wurden angekündigt! Abtrünnige? Einer unserer Lauffreunde hatte sogar eine mobile “Gehhilfe” mit (rekordverdächtiger) Laufleistung von über 500.000 km mitgebracht. Das Thema “Ist Laufen eine Droge oder ist Laufen eine Sucht?” und was ist Kölsch wurde sehr kontrovers diskutiert.

Vorfreude kam auf beim Gedanken an die im Januar anstehenden Ehrungen im Gildencup. Prost! Daraufhin die Themenverknüpfung, ob die an sich optimale Vorbereitung, am Vorabend eines Laufs für jeden zu laufenden Kilometer ein Kölsch zu trinken, nicht nur für Zehner empfohlen werden kann. Warum sind Zehner anstrengender als Halbmarathons? Deswegen? Auch Nieselregen störte den angeregten Meinungsaustausch nicht weiter: Wer läuft was in Pulheim? Ein streitfreudiger Sympathisant zeigte sich sichtlich gut aufgelegt und macht mit!!! Wir erfahren, dass ein anstehender Laufmonster-Umzug nicht am Holunder startet und in Richtung Zons bestimmt auch keine karnevalistische Darbietung ist. Schließlich zeigte Köbes noch einiges Geschick bei der Entsorgung einer geleerten Weißblechdose (“Weg mit dem Drißding!”).

Fass leer! Gelage beendet! Zurück zum Vereinsheim des Tennisclubs: Alle Teilnehmer bereits ausgeflogen, die Siegerehrung längst beendet. Ein letzter Versuch scheitert, den Kranz mit Kölschgläsern dort noch mit vielleicht herrenlosem Gilden zu befüllen. Wir verabschiedeten uns. Nun kam die große Stunde von Köbes: Der FC spielt gegen Werder und es gilt absolutes Glasverbot im Umkreis des Stadions!!

Also ab mit dem Kranz und den Kölschgläsern in die REWE-Tüte, über Schleichwege durch Stadtwald und Sperrbezirk, durchschlagen bis in den äußersten Westen der Stadt! Wir haben ihm viel Glück gewünscht (Junge, du schaffst es!!!). Ich weiß bis heute nicht, ob Köbes durchgekommen ist. Das Spielergebnis vom FC aber stand schon vorher wie immer fest (wer hat da bloß die Hand im Spiel?). Soviel vom Werner-Höfer-Gedächtnislauf.

So, und hier mein Disclaimer: Diese Geschichte ist frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder nach durchzechter Nacht “toten” Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Der Verfasser übernimmt keine Verantwortung für das persönliche Empfinden nach dem Lesen dieser Lektüre, empfiehlt aber im Zweifelsfall zunächst einmal eine tüchtige Intervall-Trainingseinheit bis die die Ohren rot sind und der Kopf wieder frei ist. Nichts für Spaßbremsen!


Kommentar von Kay
Datum: 14. Dezember 2009 - 11:23 Uhr

Guido, super genial. Wäre gerne dabei gewesen!

LM Kay

Kommentar von Daniel F
Datum: 14. Dezember 2009 - 11:31 Uhr

jepp.. Guido. das hört sich nett an. ich melde mich hiermit nach 14tätiger Lauf(+Monster) Abstinenz zurück.
Nette Geschichte… auf ins nächste Monster-Jahr…
obwohl 2009 wohl schwer zu toppen sein wird.

Kommentar von Harald
Datum: 14. Dezember 2009 - 18:35 Uhr

Welch vorweihnachtlicher Bericht! Danke Guido für die sehr schöne Nachbetrachtung! Da kommt richtig Adventsstimmung auf. Andere machten zur gleichen Zeit Kerzen an oder spielten Nikolaus, die Monster…
Dass es den Internationalen Frühschoppen noch oder wieder gibt!
Der Köbes wurde übrigens wieder im Stadtwald gesichtet. Allerdings schnellen Fußes und ohne Rewe-Tüte. Sabbelte was von Gilden-Cup und Dosen. Hat den Rückweg also überlebt.
Bis die Tage

Kommentar von Kai Engelhardt
Datum: 14. Dezember 2009 - 19:02 Uhr

Herrlich, einfach nur zum Schmunzeln. Wäre gerne noch dabei gewesen, denn der eigentliche Lauf war an diesem Nikolaussonntag wegen Matsch und Überfüllung der Strecke so gar nicht mein Ding…

Kommentar von Cengiz
Datum: 15. Dezember 2009 - 08:54 Uhr

Einfach Spitze der Bericht… tja als Belohnung werde ich wohl in Pulheim und in der Merheimer Heide zum Monster re-mutieren müssen, wenn natürlich keine Einwände bestehen…

Weiter so!

SG Cengiz

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