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27. Friedenslauf von der Sonne verwöhnt

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Es war schon etwas ungewohnt, den Friedenslauf in seiner immerhin bereits 27. Auflage an einem Samstagnachmittag zu erleben, nachdem die gefühlt letzten zehn Auflagen jeweils an einem Sonntagmorgen entweder im September oder im Oktober stattgefunden haben – immer ausgerichtet an der Terminierung des Köln Marathons sowie anderer zum Teil mehrspartlicher Sportveranstaltungen, deren Strecken z.B. schon einmal vom Fühlinger See direkt am Riehler Rheinufer vorbei bis in die Altstadt führen können. Man könnte fast meinen, der Friedenslauf als kleine und familiäre Nischenveranstaltung ist lediglich ein Spielball der großen und mit zum Teil großzügigen Geldmitteln ausgestatteten Eventveranstaltungen – und in gewisser Hinsicht stimmt das auch. Dies ist jedoch aufgrund der begrenzten Ressourcen des Orga-Teams und der damit umso größeren logistischen Herausforderungen an einige wenige Ehrenamtliche quasi zwangsläufig.

Und die Stammklientel des kleinen und immer wieder feinen Volkslaufes – an diesem wunderbar sonnigen und warmen Septembernachmittag buchstäblich im schnell wandernden Schatten des großen Colonia-Hochhauses – dankt es den mit viel Herzblut zu Werke gehenden Machern mit ihrer Treue. Nicht umsonst sind die 5 und 10 km-Strecken zudem Bestandteil Kölner Laufserien – des Time & Voice Lauf Cups Köln, dessen Namenspatron alle Rennen zeitet, sowie des in diesem Jahr erstmals ausgetragenen Jugend-Cups über 5 km-Distanz, der die Nachwuchskräfte Kölns in einer Wertung zusammenführt. Und schon sind wir ganz schnell unmittelbar am Kern des Problems. Grundsätzliche parcourstechnische Mängel führten zu einer unfreiwilligen Streckenverkürzung für die Kurzdistanzler – wobei man den Grund noch nicht einmal in wie so oft fehlenden Streckenposten suchen muss, sondern an schlichtweg missverständlichen Markierungen auf der an Wegmarken nicht armen Rheinuferstrecke im Kölner Norden festmachen kann.

Lukas Schommers von den Rhein-Berg Runners war in etwas zu schnellen 15:56 min. trotzdem der einzig wahre Gewinner des 5 km-Rennens. Natürlich war er im Anschluss verständlicherweise nicht ganz glücklich. Sowohl mit sich als auch dem Rennverlauf, der nicht nur sein Potenzial, sondern auch das einiger zu recht frustierter Konkurrenten an diesem Tag nur unzureichend wiederspiegelte. Die Performance stimmte, aber die Rahmenbedingungen ließen zu wünschen übrig. Sei es wie es sei: Shit happens, wie auch der Rheinländer seit mittlerweile mehr als 20 Jahren zu sagen pflegt. Man stelle sich als Außenstehender aber nur einmal kurz die Freude eines Mark Krenzel vor, der es mit seinen höchstens zehn Jahren schaffte, in einem zugegebenermaßen limitierten Feld von etwas über 30 Startern in 20:57 min. als 3. im Gesamteinlauf zu reüssieren. Ebenso wie seine Mutter, der in 28:20 min. ein ebensolcher Erfolg beschieden war. Solche Resultate verwischen die Grenzen zwischen Breitensport und Ambition und verändern sie vor allem in Hinblick auf Unzulänglichkeiten in der Organisation hin zum Charme der Improvisation. Und diese Erfolge sagen viel mehr aus, wenn ihnen keiner der Beteiligten und Anwesenden „just in time“ widersprechen kann und will.

Wesentlich geordneter und sortierter, damit aber bei weitem nicht uninteressanter verlief der klassische 10 km-Lauf. Hier zeichnete sich früh ein Sieg von Florian Herr (Bunert Siegburg) ab, der in 35:31 mehr als zwei Minuten Vorsprung auf den Routinier Thomas Schneider (38:04 min.) herauslief und damit bei noch wärmeren Bedingungen sogar unter der Siegermarke des am Tag zuvor erstmals gestarteten Bergheimer Abendlaufs blieb. Der ebenfalls mehr als treue Friedensläufer Thomas Schneider durfte sich zudem nach dem zweiten Platz beim 28 km-Langdistanz-Testlauf im Rahmen des Kölner Halbmarathon binnen einer Woche über den zweiten Podestplatz in seiner mitterweile auch über zehnjährigen ambitionierten Laufkarriere freuen.

Claudia Maria Henneken kontrollierte in 42:30 min. das Damen-Feld und lief jederzeit unangefochten einem sicheren Sieg entgegen. Caterina Schneider (43:18) und Jola Basinski (45:31) vom TV Refrath vervollständigten bei den Frauen das Podium. Alle Gesamt-Sieger konnten sich wie bereits in den Vorjahren über hochwertige Gutscheine von Premiumsponsor Laufsport Bunert Köln freuen und werden diese wie gehabt zielgerichtet einzusetzen wissen. Die Gutscheine für die 5 km-Sieger konnten leider nicht zeitgerecht übergeben werden, liegen jedoch bei Spiritus Rector Dieter Grote zur Anforderung bereit. Nicht unerwähnt soll trotz der augenscheinlichen Unzulänglichkeiten vor allem in der ersten Hälfte des Veranstaltungstages bleiben, dass sich sogar prominente Gäste wie Gisela Butz (55:19) nebst Gatte Andreas (41:22) über die 10 km-Distanz erfolgreich in den Ergebnislisten verewigten. Nicht zu vergessen die Kids, die sich über einen 1 km erfolgreich im Pänz Cup bewiesen und auch über 500 Meter ganz starke, wenn auch nicht gezeitete Leistungen zeigten.

Alle Ergebnisse über Time & Voice

Fotos von Mike Fresenborg


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