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Jahresabschlusslauf im tiefsten Sachsen

2013-12-31_00212.jpgTja, was soll ich vom vergangenen Laufjahr 2013 nun halten? Im ersten Halbjahr grandiose Ergebnisse, u.a. mit neuen persönlichen Bestzeiten über die Marathon- und die 10 km-Distanz, zudem zum ersten Mal ein Start bei Deutschen Meisterschaften (Halbmarathon in Refrath), die zweite Jahreshälfte geprägt von einer langwierigen, noch immer anhaltenden Verletzung, die richtig gute Ergebnisse und auch längere Läufe nicht zuließ. Aber positiv denken: Die Bestzeiten bleiben bestehen, der Kopf ist noch dran und ein neues Laufjahr beginnt!

Zum Jahresabschluss gehört es für mich seit Jahren dennoch dazu, einen Silvesterlauf zu bestreiten. Wenn man zu der Zeit nicht in „Kölle“ oder Umgebung verweilt, sondern die Ferien nutzt, um sich zu erholen bzw. andere „Welten“ zu erforschen, passiert es zwangsläufig, dass man neue Strecken bzw. Wettkämpfe kennenlernt. Früher waren es bereits die Inseln Langeoog und Texel, die ich zu Silvester wettkampftechnisch erlaufen durfte.

Mit Nadia waren diesmal fünf Tage Dresden mit einem gut ausgearbeiteten Kultur-, inklusive Silvesterprogramm angesagt. Trotz zahlreicher Programmpunkte fand sich die Zeit, an einem Silvesterlauf teilzunehmen. In Dresden selbst fand kein Lauf statt, aber – ich hatte mich vor der Reise im Netz ausgiebig informiert – im ca. 40 km nordöstlich gelegenen Pulsnitz-Oberlichtenau (Deutschlands Pfefferkuchen-Stadt im Kreis Bautzen)gab es eine traditionelle Veranstaltung, wo ich über die kleinere 5 km-Distanz und nicht über die hier klassischen 11,2 km laufen wollte.

Bei windig-kalten, aber trockenen Bedingungen erfolgte um genau 14 Uhr der Start über beide Distanzen. Einige schnelle Läufer waren am Start. Letztlich gewann auch über die klassische Distanz der bekannt schnelle Läufer Marc Schulze (SSC Berlin) in einer Zeit von etwas mehr als 37 Minuten zum dritten Mal in Folge, so dass der Wanderpokal endgültig in sein Eigentum überging. Es war ein sehr welliger und zuerst auch kurvenreicher Kurs, wobei sich nach etwa einem Kilometer beide Laufstrecken teilten. Für mich als 5 km-Starter ging es auf Asphalt weiter eine Landstraße hinauf, wobei bis zu einem Wendepunkt der Wind genau von vorne blies. Der Start war etwas kompliziert gewesen und hatte einige Zeit gekostet, denn auf holprigen Gelände und danach über eine kleine Straße bergauf musste ich im anfänglichen Gedrängel häufiger Tempo zurücknehmen und aufpassen nicht zu stürzen.

2013-12-31_00210.jpgAuf der Landstraße lag ich dann zunächst an zwölfter Stelle, konnte einen Schnitt von vier Minuten aber kaum halten. Waren es der Wind und die Steigung, die fehlende Kraft aufgrund der Verletzung, die an diesem Tag nicht sonderlich stark behinderte oder ein paar Kilos mehr auf den Rippen, die ein schnelleres Tempo nicht ermöglichten? Egal, andere hatten auch zu kämpfen. Hinter dem Wendepunkt ging es dann auf etwas anderer Strecke zurück zum Start-Zielbereich. Mit Rückenwind und größtenteils bergab konnte ich mich noch an die neunte Position bis ins Ziel nach vorne arbeiten. Hier kamen mir also die zusätzlichen Kilos zugute. Mit einer Zeit von 19:45 Min. war dies dann Platz 3 in der AK 40-49.

2013-12-31_00211.jpgSchließlich war es somit ein versöhnlicher Laufabschluss für mich im Osten Deutschlands, wo ich vom Bürgermeister im schönsten Sächsisch eine Urkunde erhielt. Es war eine nette Veranstaltung mit wirklich sehr freundlichen sächsischen Laufkollegen, empfehlenswert für alle, die auch mal Silvester in Dresden verbringen möchten. Und die Laufmonster sind jetzt auch dort bekannt.

Nähere Infos und Ergebnisse

Fotos: Nadia Koester

1 Kommentar zu „Jahresabschlusslauf im tiefsten Sachsen“

  1. Hallo Harald,
    unterhaltsamer Bericht aus einem Ort, dessen Name super klingt. Glückwunsch zu deiner Leistung und noch erholsame Tage.
    VG Sabine
    PS: Ich konnte dem Silvesterlauf im Urlaub widerstehen, obwohl er quasi vor der „Haustür“ startete.

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