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Traumhaftes Ghana: Lauftraining bei 40

201103120001a.jpgDie vergangenen vier Wochen gestalteten sich schwierig, da wir uns auf Rundreise durchs komplette Ghana befanden. Somit waren wir in der Regel nie länger als zwei Nächte an einem Ort, was dann so aussah, dass man teils nach 16 Stunden Trotro fahren nachts übermüdet in irgendeiner Absteige landete und auf eine Dusche (egal, ob fließend Wasser oder Eimer) und ein kühles Bier hoffte. 50% von dem Erhofften traten dann meist nur im Norden des Landes ein. Da die kleinen Lehmhütten-Ortschaften zu 100% muslimischen Glaubens waren, durfte man sich zwar über dreckiges Wasser freuen, aber Alkohol suchte man vergeblich.

Aber es ergab sich dann sogar das ein oder andere Mal eine Trainingsmöglichkeit, so dass die Laufschuhe nicht umsonst im Gepäck verstaut wurden. Eines war bislang überall gleich: Die Gesichtslähmung der Einheimischen war immer zu schön, wenn sie den weißen Obroni schwitzend und mit herunterhängender Zunge durch die Nachmittagssonne laufen sahen. Drei Sekunden der Stille vergingen, dann trat wieder das Lächeln und oftmals auch das Gelächter zurück in ihre Gesichter. Noch nach hunderten Metern Entfernung hört man die „Obroni, Obroni“-Rufe und erst da wird einem wieder bewusst, dass es für viele tatsächlich das erste Mal ist, dass sie einen Weißen sehen. Und der läuft dann auch noch einfach so von A nach B.

201103120002a.jpgDie staubigen Bushroads mit trockenem roten Sand, das Rauschen der Wellen, die Laute des Tropenwaldes und die 40 Grad um 17 Uhr begleiteten einen auf dem Weg ins Niemandsland. Auch immer dabei: Der Laufpartner Durst. Ein unbestrittener Traum-Tainingsweg liegt am einsam und verlassenen, feinsandigen Palmenstrand des Golf von Guinea. An der für Aussteiger gelegenen „Turtle Lodge“ erreiche ich den Wendepunkt nach ca. 35 Minuten. Kurz verweilen, paradiesischen Ausblick genießen, Schweiß aus den Augen reiben und Rückweg antreten. Doch bis das Ende erreicht ist, schleicht immer die Neugier und Muffe mit, dass Schlange und Skorpion auch mal „Guten Tag“ sagen wollen. Das ist allerdings für mein Tempo-Training ziemlich nützlich

201103120003a.jpgNebenbei kommen noch Gedanken auf, dass es wahrscheinlicher ist, von einer heruntergefallenen Kokosnuss erschlagen als von einem wilden Tier angefallen zu werden. So richtig weiß ich aber nicht, ob das nun zur Beruhigung oder eher zur Beunruhigung beiträgt. In Ghana wird es bereits um 18.30 Uhr stockdunkel, so dass ich nicht ins Sightseeing verfallen darf, sondern „eisernen“ Schrittes Richtung Ziel laufe. Sieht meist eher nach Überlebenskampf als nach Training aus. Also ihr Laufmonster, ich möchte ja nicht ganz unvorbereitet zum PSD Bank Cup hinzustoßen, somit versuche ich einigermaßen ein Grundpensum zu absolvieren. Wunderzeiten sind für die ersten Laufveranstaltungen im Sommer jedoch noch nicht zu erwarten. Einen sportlichen Gruß aus dem heißen Ghana sendet Euch das Laufmonster alias Wunderlunge Daniel. Viel Erfolg bei Euren Starts und sammelt eifrig Punkte für die Cup-Wertung.

Comments

Comment from Harald III
Time 25. März 2011 at 22:55

Hallo Daniel,

irrer Bericht, tolle Bilder, wahnsinnige Laufstrecken.

Einfach beneidenswert, bis auf das wenige Bier.
Das gibt`s ja in Kölle wieder genug !

Viel Spaß weiterhin bei Arbeit, Abenteuer und Training

Harald III

Comment from Harald II
Time 28. März 2011 at 17:31

Hallo Daniel,

sehr beeindruckend!!! Echt spannendes Trainingslager!
Bin gespannt auf den nächsten Bericht!

Ales Gute weiterhin und bis bald

Harald

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