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Für Volksläufer zahlt der Veranstalter ab 2016 mehr

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Der Deutsche Leichathletik Verband (DLV) beschließt neue Gebührenordnung und zieht mit der Erhöhung der Läuferabgabe auf einen Euro den Zorn der Veranstalter auf sich. Diese Maßnahme ist den Veranstaltern seit der LVN-Terminbörse im August letzten Jahres sprichwörtlich ein Dorn im Auge. Die Diskussionen während des damaligen Treffens waren schon heftig und einzelne Veranstalter drohten damit, ihren Lauf nicht mehr über den Verband anzumelden. Eine andere Gruppierung plädierte dafür, wegen der vermeintlich undemokratischen Verfahrensweise eine Resolution gegen das Präsidium des DLV zu verfassen.

Die Argumente seitens des Präsidiums, dass sich die Verwaltungs- und Organisationskosten erhöht haben, sind nachvollziehbar. Dies aber doch u.a. darum, weil es kaum noch externe Unterstützung (Sponsoring/Spenden/Zuschüsse) gibt. Hauptargument gegen die Erhöhung der Abgabe ist allerdings, das es keine ersichtliche Gegenleistung für die Veranstalter gibt. So kam es schließlich zu einer einstimmigen Willensäußerung: Alle sind gegen die Gebührenerhöhung pro Volksläufer von derzeit 0,30 € auf 1,00 €. Die Terminbörse hinterließ jedoch den faden Nachgeschmack, dass die Verantwortlichen keineswegs gedenken, zur Besinnung zu kommen. In der Zwischenzeit gab es vermehrt Diskussionen in der Laufszene und auch einige Protestnoten wurden bei Kreisverbänden eingereicht. Letzter Stand ist, dass der DLV die neue Gebührenordnung tatsächlich in Kraft setzen wird.

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Damit setzt sich der Verband eigenmächtig über die Interessen der Veranstalter und sogar die in vielen Augen berechtigte Kritik hinweg. Das ist mehr als nur die übliche Eskalation zwischen zwei Kontrahenten. Der Verband schafft mit dieser klar abgelehnten Änderung ein gefährliches Vakuum. Denn falls es zu der beabsichtigten Gebührenerhöhung keine entsprechenden Gegenleistungen seitens des DLV gibt, werden sich die Veranstalter, obwohl sie es definitiv nicht wollen, vom Verband abwenden und eigene und neue Wege einschlagen.

Das kann jedoch nicht der Zweck der höheren Abgabe sein und das kann auch nicht im Sinne derer sein, die diese Änderung entwickelt haben. Denn so wird die Gebührenerhöhung zum Rohrkrepierer und die finanzielle Schieflage träte noch deutlicher zu Tage. Ergebnis wäre am Ende verbandsintern der weitere Abbau an hauptamtlichem und teilhauptamtlichem Personal, das eigentlich die ehrenamtlich Aktiven unterstützen soll. Eine noch so große Anzahl an Ehrenamtlichen jedoch könnte die dann vakanten Positionen und Tätigkeiten keinesfalls in dem Maße ausfüllen, wie es nötig wäre, um bis hinunter zur Mitgliedsebene alle Dinge vernünftig zu organisieren. Es muss also zwangsläufig eine Lösung mit dem Einvernehmen der Veranstalter und der Vereine gefunden werden, damit die Laufsportorganisation bezahlbar bleibt. Dies kann allerdings nur in einem offenen und transparenten Dialog geschehen.

Verlautbarung von Jürgen Cremer


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