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30. Monschau Marathon: „run and walk in nature“

monschau-banner.jpgWieder einmal stehen die diversen Herbst-Marathons und weitere Veranstaltungen vor der Türe. Das bedeutet jedes Wochenende: Langer Lauf über rund 35 km. Eine meiner Trainingseinheiten versuche ich dabei immer in Form eines Marathons zu absolvieren, und den Monschau Marathon mag ich besonders. Wahrscheinlich liegt es an der sehr angenehmen Strecke, der guten Organisation und der entspannten Atmosphäre.

Dieses Jahr fiel die Entscheidung über die Teilnahme erst am Abend vor dem Marathon, nachdem sich abzeichnete, dass sich Mia noch etwas Zeit lassen würde. Also klingelte am Sonntag pünktlich um 5 Uhr morgens der Wecker. 2 Toastbrote eingeworfen und ab ging es nach Monschau. Die kurzfristige Anmeldung verlief problemlos. Am Parkplatz unterhielt sich eine Truppe älterer Laufkollegen, von denen einer seinen mittlerweile 20. Marathon in Monschau absolvierte. Die Stimmung in der Truppe war natürlich, wie es bei so „alten Laufhasen“ üblich ist, locker und gelöst, einfach perfekt und im besten Sinne ansteckend. Hut ab, klasse Leistung!

Ein Arbeitskollege (Willi) und dessen Freund (Ad), zwei ausgewiesene Anhänger des Landschaftsmarathons, nahmen Monschau auch unter die Sohlen und so standen wir drei pünktlich um 8 Uhr an der Startlinie. Da dies erst mein zweiter längerer Vorbereitungslauf für Berlin und Köln war, wollte ich in rund 3:30 Stunden ins Ziel kommen, möglichst ohne Muskelkater.

So liefen Ad und ich sehr verhalten los, unterhielten uns angeregt übers Radeln und Laufen, trafen einen Arbeitskollegen von Ad im Schottenrock, und die ersten 5 km waren schnell vorbei. Es geht bekanntlich auch fast nur bergab. Das Wetter war diesmal nahezu ideal. Kein Regen, nicht zu heiß, einfach angenehm. Bei Kilometer 12 kommt der erste, bissige Anstieg, den ich zusammen mit einem anderen Kölner Laufkollegen, Matthias Sobieroj vom Kölner Ausdauerclub, angegangen bin. Kölner sind eben überall

Hier ist erst einmal Schluss mit lustig und der Puls geht ganz schön in die Höhe. Es ist es wichtig, nach dieser Steigung schnell wieder zu regenerieren. Dabei konnte man aber noch locker übers Laufen fachsimpeln. Wir sind dann eine Weile zusammen gelaufen und kurz vor der Halbmarathonmarke schloss Ad zu uns auf. Nach ein paar Späßchen zockelte er weiter, allerdings hat er mich bis Kilometer 30 insgesamt noch dreimal überholt. Die Niederlande sind halt nicht nur ein kleines Land, anscheinend ist die Läuferblase dort auch nicht die belastbarste;-) Aber ich habe mich immer wieder gefreut, Ad zu sehen.

2006-verpflegung.jpgBis Kilometer 34 läuft es im schönen Trainingstempo richtig rund, doch kurz darauf wartet wie jedes Jahr die letzte große Herausforderung: Ein ca. 1,5km langer Anstieg bei Leyloch treibt die Pulsfrequenz noch einmal in ungeahnte Höhen. Hat man diese Straßenpassage bewältigt, kann man es sozusagen ins Ziel rollen lassen. Ich habe mich allerdings beim Erreichen der 37-Kilometer-Marke schon auf das Finish gefreut. Mein Akku ging so langsam dem Ende entgegen, aber das war ja auch das Ziel dieses Laufs.

2006-monschau-ziel.jpgMit bemüht gleichmäßigem Schritt ging es Richtung Ziel und nach 3:33 Stunden wurde ich vom Moderator in Konzen begrüßt. Mit einem 5 Minuten-Schnitt pro km bin ich exakt meiner geplanten Marschrichtung gefolgt, und auch der Muskelkater danach hielt sich in Grenzen. Da das Wetter ebenfalls mitspielte, konnte man danach gemütlich bei Waffeln, Grillspezialitäten und Kaltgetränken den Marathon noch einmal analysieren oder auch einfach nur zufrieden sein, einen schönen Lauf absolviert zu haben. Ad und Willi sind auch gut ins Ziel gekommen, Matthias sowieso.


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