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sebamed kommt mir nicht ins Haus!

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Köln. September 2004. Marathon: Irgendwo zwischen Kilometer 10 und 20 überholt mich ganz locker eine sebamed-Flasche. Erst traute ich meinen Augen kaum, dann wurde sie, vor mir laufend, immer kleiner und kleiner. Ich wusste nicht so recht, ob ich das lustig finde oder einfach nur bitterlich anfange zu weinen. Dass ich bei diesem Marathon bei km 41 dehydriert zusammengebrochen bin und mit der Trage über die Ziellinie bugsiert wurde, ist eine andere und längere Geschichte und die laufende sebamed-Flasche konnte ganz sicher nichts dafür…

Kerpen-Horrem. Juni 2014. 10 km-Hauptlauf: 500 Meter nach dem Start überholt mich, fast 10 Jahre nach meinem „Flaschentrauma“, wieder eine SEBAMED-FLASCHE!!! Fata Morgana, Altersschwachsinn? Nein: Realität! Ich habe mich in den letzten Jahren für meine Verhältnisse ziemlich in meinen Laufzeiten verbessert und auch schon einiges erlebt, aber die nächsten 5 Kilometer waren doch schon besonders anstrengend für meine Physis und Psyche. Es war mir nicht möglich, an der Flasche vorbeizukommen, obwohl ich relativ am Anschlag und immer in ihrem großen Windschatten lief. Denn für mein Selbstbewusstsein wäre es schön gewesen, der Flasche zu entfliehen. Kurzzeitig hatte ich schon daran gedacht, langsamer zu laufen. Denn wo wir auch auftauchten und Publikum an der Strecke stand, gab es ein Gejohle und Gekreische und aufmunternden Beifall für den „Flaschengeist“. Den Doof dahinter, dem die Zunge schon auf Halbmast hing, hat natürlich keiner beachtet…

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Erst ab km 6 ließ die „Flasche“ namens Thomas Philippen etwas nach und ich konnte mich langsam vorbeiquälen. Was für eine Befreiung. Trotzdem hatte ich ein latentes Angstgefühl, dass mich das Grauen in Spongebob-Optik doch wieder überholt. Also lief ich, von einer Flaschenallergie getrieben, so schnell die Beine noch konnten. Im Ziel (vor der Flasche) angekommen, war ich dann doch sehr zufrieden mit meiner Zeit und dass ich der sebamed-Flasche beim Zieleinlauf zuschauen konnte.

Danach habe ich mich noch sehr nett mit Thomas unterhalten, der das natürlich nicht zum ersten Mal gemacht hat. Seine Marathon-Bestzeit im Flaschenkostüm steht bei 3:32 Stunden. Außerdem stehen für ihn im Laufe des Jahres noch vier Marathons an, wobei Köln, Berlin und München innerhalb eines Monats stattfinden. Das hat mich dann doch wieder etwas beruhigt. Hinter so einer Flasche kann man schon mal herlaufen.

Trotzdem: sebamed kommt mir nicht ins Haus, das reicht mir auf den Strecken der Republik!

Flickr-Slideshow aus Kerpen von Annette Methner (& Kai Engelhardt)Ergebnisse

Fotos: Annette Methner

Der Autor Denis Rösler ist Geschäftsführer von 25 MINUTES Köln


Kommentar von Udo Hagemann
Datum: 2. Juli 2014 - 11:51 Uhr

Den Kampf mit dieser “Flasche” kenne ich nur zu gut! Zuletzt in Köln beim Stadionlauf befand ich mich auch in einem solchem Wettkampf. Ich finde es schon erstaunlich, wie schnell Thomas mit diesem “Ding” laufen kann. Ich bin mal den Münster-Marathon in einer Erdinger-Flasche gelaufen. NIE WIEDER!!!

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