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Lukas Kley und Manuel Skopnik ultramäßig auf „Abwegen“

Es gibt Herausforderungen, die selbst die Vorstellungskraft eines gut trainierten Langstreckenläufers übersteigen. Dazu gehören die Strecken von Ultra-Trailläufer, die sich vorwiegend auf schwierigem Terrain in Gebirgen „austoben“. Zu einem der anspruchsvollsten Trails gehört der KAT100 mit Start und Ziel im Tiroler Skiort Kitzbühel. Der KAT100 ist Österreichs längster Ultra Trail. Lukas Kley vom TV Refrath / team The North face ist in Rosenheim geboren und mit den Alpen als ehemaliger Skilangläufer sehr vertraut.
Der 29jährige hatte sich für die Endurance-Challenge über 91,5 km mit unglaublichen 5120 hm entschieden. Für seine spezielle Vorbereitung hatte Lukas Kley für einige Wochen sein Training in die Alpen und mit bis zu 5 Stunden-Nachtläufe auch ins Siebengebirge verlegt. Gestartet wurde um 18 Uhr zusammen mit den 100 Meilenläufer. Nach durchgelaufener Nacht mit Verpflegungspunkten in Wildseeloder (10 km), Hochfilzen (25 km), St. Ulrich (39 km), Waidring (48 km), Adlerspoint (62 km), St. Johann (74 km in 3757 Höhe) und als letzte Station auf dem Kitzbühler Horn nach 83 km finishte der Refrather nach 12:03:18 Stunden in den frühen Morgenstunden als Zweiter der Gesamtwertung nur vier Sekunden vor dem Österreicher Florian Prost.
„Der Ritt war extrem hart, auch weil ich nach einer Verpflegung mit Magenproblemen zu kämpfen hatte. Aber ich bin megaglücklich über meine Leistung. Jetzt freue mich auf die Deutschen Ultratrail Meisterschaften am 12. September in Suhl“, funkte der Medieninformatiker kurz vor der Siegerehrung ins Rheinland. Auf die DM in Thüringen freut sich auch Manuel Skopnik, ein weiterer erfahrener TVR-Trailläufer. Er startete in seinem Urlaub beim Eiger Ultra Trail über 51 km mit rund 3300 Höhenmetern. Auf einem nach den vielen Regenfällen technisch schwierigen Kurs lief der 49jährige in starken 6:58:26 Stunden auf Platz 14 als einer der ältesten der Senior Master Wertung (39-49 Jahre) ins Ziel.