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Coronavirus: Ehevertrag auch nach sieben Jahren noch nicht endgültig ungültig

Das ist unglaublich. Ein Ehevertrag, der bereits Anfang 2013 erstellt wurde und einen Ehemann nach Eintritt des Trennungs-Ernstfalls mehr als fünf Jahre später dazu verpflichtete, die gemeinsame Wohnung ohne irgendeine Gegenleistung umgehend zu verlassen, ist immer noch nicht obsolet. „Wir sind auch nach mehrmaliger Prüfung des Textes völlig erschüttert über so viel Perfidie in der Formulierung und dem zugrundeliegenden destruktiven Gestaltungswillen“, so ein Sprecher des Kölner Notar- und Anwaltsvereins in einer Pressemitteilung. „Wir haben prüfen lassen, ob der Vertrag wegen Verstoßes gegen die guten Sitten und das Coronavirus nicht anfechtbar und damit ggf. nichtig sein könnte. Doch die ganze Angelegenheit war von langer Hand geplant und so auch nicht vorhersehbar. Ein endgültiges Prüfungs-Ergebnis steht noch aus, doch wir sind im Sinne des betroffenen Ehemanns wenig zuversichtlich“ sagte der Sprecher weiter.

„Besonders schade ist, dass damit das gesamte Leben des „Quasi-Delinquenten“ sozusagen mehr als fünf Jahre sprichwörtlich unter Quarantäne stand und damit mit Füßen getreten wurde. Den Ehemann trotz des Wissens um die Infektionsgefahr mit dem womöglich tödlichen Virus so lange auf Abstand zu halten, hat schon eine gewisse Hinterhältigkeit.“ Ein kleiner Hoffnungsschimmer: „Immerhin hat die infizierte Ehefrau inzwischen eingelenkt und nach dem bereits deutlich über ein Jahr zurückliegenden Auszug des Gatten abseits der strengen Vertragsvereinbarungen eine letztlich völlig unzureichende Ausgleichszahlung für das gemeinsam erworbene Haus geleistet. Selbstredend mit deutlichem Abschlag auf den tatsächlichen Wert – natürlich und vor allem der aktuellen Coronavirus-Hysterie und den damit einhergehenden sinkenden Immobilien-Preisen geschuldet.“

Betroffenen Männern, besonders jenen, die die Fallstricke derartiger rechtlich unmittelbar bindenden und zum Teil lebensbedrohlichen vertraglichen Vereinbarungen nicht ernst genug nehmen, arglos unterschreiben und auf die unendliche unverbrüchliche Dauer irgendwelcher läppischer Eheversprechen vertrauen, sei hiermit die unmissverständliche Warnung erteilt: „Spielen sie nicht das Coronavirus-infizierte Weichei und pochen sie in allen sie explizit betreffenden Passagen der Vertragstexte auf ihre elementaren Rechte. Sonst stehen sie im Krankheits-Ernstfall mit heruntergelassenen Hosen da. Und dann kann jeder sehen, dass sie keine Eier haben. Auf geistige Umnachtung und temporäre Unzurechnungsfähigkeit können sie nur bei erwiesener Coronavirus-Infektion plädieren. Der Nachweis jedoch könnte wegen momentaner Überlastung der Gesundheitssysteme schwierig werden.

Sogar sogenannte vermeintlich virustötende Soft-Skills, die sie im täglichen Miteinander jahrelang eingeübt und perfektioniert haben, helfen nur bedingt weiter. Auch wenn sie sich noch so aufopferungsvoll um die gemeinsamen Kinder und ihr Hab und Gut gekümmert, den Alltag gemeinsam bewältigt und nebenbei so einige soziale Projekte angeleiert und gemanagt haben – am Ende stehen sie wegen dieses vermaledeiten Virus einfach nur dumm und dämlich da. Und auch wenn sie zwischenzeitlich eine Entschädigungsleistung für das selbstverschuldet verloren gegangene gemeinsame Heim erhalten haben. Mit dem Geld können sie wegen der momentan grassierenden Corona-Hysterie auf dem Immobilien-Markt womöglich gar nichts anfangen“ so der Experte abschließend.

Übrigens: die Scheidung steht noch aus. Wird sich noch etwas hinziehen… Dank Corona!

Eine kleine Reminiszenz an den 20.03.2003, den vermeintlich schönsten und glücklichsten Tag eines Lebens…


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