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Kennen Wettkampfläufer den Unterschied zwischen geldgeil und devot?

Das ist mal wieder typisch… Die Eventagenturen ziehen ihre Läufe durch, als gäbe es kein Morgen und keine Bedrohung wie dieses unfassbare Coronavirus. Und die kleinen verantwortungsvollen Veranstalter wollen die teilnehmenden Läufer schützen, sie vor Schlimmerem bewahren und sagen ihre Läufe ab. Was ist denn nun richtig? Possible wide-spreading oder Containment? Darüber sind sich noch nicht einmal die Knallchargen im Gesundheitsmanagement, namentlich Jens Spahn, Karl-Josef Laumann oder der leider immer noch öffentlich auftretende unverbesserliche Fliegenträger Karl Lauterbach einig. Zum Glück kennt man diese Leute nicht persönlich, doch durch die uneinheitlichen Aussagen zur Genehmigung oder Absage von Menschenansammlungen von mehr als 1.000 (!) Personen überkommt einen zunehmend das dringende Bedürfnis, sie schnellstmöglich zu vergessen. Was ist das für eine Personen-Grenze? Was bedeutet sie? Ist sie relevant? Willkürlich? Faktenbasiert? Wichtig? Oder geht es nur um die Bewältigung eines unübersichtlichen Alltags? Normales Business und/oder wie man die Leute wieder und wieder verarscht?

Der Unterschied zwischen „geldgeil“ und „devot“

Am Samstag findet, als gäbe es kein Morgen und keinen Kater durch ein dahergelaufenes Virus, der 153.255ste Lauf durch den Forstbotanischen Garten statt, seit drei Jahren auferstanden von den Toten dank einer potenten und logistikstarken Eventagentur. Ohne jedwede Warnung an die Aktiven, sich womöglich nicht zu nahe zu kommen oder sich auch nur annähernd vorsichtig zu verhalten. Nein, Laufen oder Business as usual, als wäre die aktuell postulierte Gefahrenlage nur eine herbeigeredete gesundheitliche Krise. Auf der anderen Seite sagt das TV Refrath running team den eine Woche später stattfindenden diesjährigen Königsforst Marathon aufgrund einer vermeintlich künstlich aufgebauschten Virus-Epidemie kurzerhand ab bzw. verschiebt das Event in den kommenden Herbst. By the way: Als wenn der unverdauliche aber schmackhafte Corona-Drops dann endgültig gelutscht wäre…

Wer ist nun verantwortungsvoll oder verantwortungslos? Wer muss an sein Auskommen als Veranstalter und Brötchengeber denken und wer denkt an die teilnehmenden Sportler? Wer sagt „Was interessiert mich die Gesundheitslage? Ich ziehe mein Ding durch!“ Wer sagt, es ist mir nicht egal, wenn meine Veranstaltung zum Virenaustausch par excellence mutiert? Wer zieht sein Ding durch und wer zieht den Schwanz ein? Wer ist geldgeil und wer devot? Entscheidet selbst: Geldgeil, devot, geldgeil, devot, geldgeil, devot, geldgeil, devot, geldgeil, devot… Da kann einem durchaus schwindlig werden. Doch die Dinge geschehen, wie sie vorherbestimmt sind. Und die verantwortungsvolle wie nachdenkliche Läuferschar denkt: „Was soll mir schon groß passieren?“ Im Wald oder auf der Couch?

Die absolut geilste und coolste Idee zum Handling der rohen Eier dieser wahrlich nicht einfachen Situation hat der Donatuslauf gefunden, der seine Veranstaltung am Sonntag kurzerhand zum „kontaktlosen“ Laufevent veredelt hat. Das hat doch mal was! Nicht anfassen, nur laufen. Warum nicht gleich so? Und das für immer, und immer…

Hinweis: Dieser Artikel beschreibt ein aktuelles Ereignis. Die zugrunde liegenden Informationen können sich daher rasch ändern und zu einer neuen Risikolage und deren notwendiger erneuten Bewertung führen. Bitte halten Sie sich über die ihnen zur Verfügung stehenden Informationskanäle durchgehend über alle Eventualitäten auf dem laufenden. Vielen Dank!