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Coronavirus: LG Donatus hält an kontaktfreiem Event fest

Trotz der aktuellen Virus-Warnungen und massiven unsinnigen Absagen von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern hält die seit vielen Jahren erfolgsverwöhnte Langlauf-Gemeinschaft „LG Donatus“ scheinbar starrsinnig an ihrem traditionellen Lauf rund um den Donatussee fest. Nach Rücksprache mit dem Veranstalter, der kurioserweise früher nicht mehr als die aktuell diskutierten 1.000 Läufer oder Teilnehmer zuließ, und den Behörden wurden aktuell folgende Verhaltens-Maßregeln festgelegt, deren Wortlaut angesichts des von Tag zu Tag aggressiver um sich greifenden und zum Teil tödlich wirkenden Virus doch äußerst bedenklich stimmen:

Nach Rücksprache mit den Behörden werden beim 16. GVG-Donatuslauf wegen des Corona-Virus Menschenansammlungen in Räumen vermieden. STOP. Das bedeutet: es wird keine Cafeteria geben. STOP. Siegerehrung und Startnummernausgabe werden nicht in der Halle stattfinden. STOP. Da unsere Zeitnahme Nettozeiten ermöglicht, muss es auch bei den Starts keine engen Menschenansammlungen geben. STOP.

Das bedeutet für alle Teilnehmer ganz explizit: Keine herzlichen und unter Läufer bekannten sowie gutgemeinten Begrüßungs-Rituale wie Hände schütteln, „Küßchen hier, Küßchen da“, Abklatschen und sonstige unter normalen Umständen allgemein verbreitete Verhaltensweisen mehr. Auch wohlgesinntes sportliches Zunicken und gegenseitiges Anfeuern per „Daumen hoch“ sollte wegen zum Teil noch unbekannter Übertragungswege verpönt sein. Stattdessen herrscht ab sofort und spätestens bis Sonntag 9.45 Uhr zum ersten Start Alarmzustand und absolute Kontaktsperre! „Hau ab!“, „Geh mir von der Pelle“, „Hauch mich nicht an“, „Lass mich in Ruhe (laufen)“, „Geh doch in die erste Reihe, Du Überflieger!“, „Du kannst von hinten starten, dann kannst Du mich wenigstens auf der Strecke überholen“, „Ich will den GVG Lauf-Cup gewinnen“, „Führender beim GVG-Lauf-Cup!“, „Ich habe Erftstadt überlebt!“ oder „Ich führe nach Erftstadt!“ werden sich wohl als neue Hashtags beim landesweit einzigen Lauf-Wettkampf an diesem Wochenende etablieren.

Womit wir bei einer zwangsläufig folgenden Thematik wären: Es kann durchaus sein, dass der entscheidende 10 km Wertungslauf zum GVG-Laufcup 2020, der virusentzerrt gegen 12 Uhr angesetzt ist, aber immer noch inmitten der wahrlich vollen Verbreitungs-Möglichkeit am Wettkampf-Tages liegt , zu einer ungewollten Wettbewerbsverzerrung führt. „Die Cup-Favoriten müssen selbst entscheiden, ob sie sich zeigen und sich damit dem Risiko einer Infektion aussetzen“, so ein Offizieller. „Der Cup wird auf jeden Fall am Sonntag beginnen. Wir lassen uns nicht ins Bockshorn jagen. Immerhin können wir mit der ordnungsgemäßen risikogerechten Durchführung punkten“ so ein Offzieller. Dem ist nichts hinzuzufügen. Schließlich kann eine weitere Verbreitung zur Absage vieler folgender Events führen, was durchaus im Sinne einiger ergebnisfixierter Cup-Läufer sein könnte.

„Nach dem Lauf sollten sich alle Teilnehmer ganz schnell nach Hause trollen!“ lautet daher der inoffizielle, jedoch gutgemeinte Rat eines Gesundheitsexperten, der als Sponsor der durchaus sportlich gehandhabten Attitüde des Veranstalters trotz der allseits vorhandenen Gefahren nur beipflichten kann.

Hinweis: Dieser Artikel beschreibt ein aktuelles Ereignis. Die zugrunde liegenden Informationen können sich daher rasch ändern und zu einer neuen Risikolage und deren notwendiger erneuten Bewertung führen. Bitte halten Sie sich über die ihnen zur Verfügung stehenden Informationskanäle laufend über alle Eventualitäten informiert. Vielen Dank!