Hitzeschlacht beim 26. Menden-Marathon | |
| 9. Juni 2010 | Kategorien: Laufberichte | Autor: Harald Gläßer | |
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Nach einer leckeren Portion Nudeln mit ein paar Warsteinern beim Italiener am Abend zuvor (diesmal keine Schnitzel/Pommes!), machte ich mich mit Nadia gegen 7.30 Uhr am Sonntagmorgen auf, um noch rechtzeitig vor dem Start um 8 Uhr für die relativ geringe Startgebühr von 25 Euro nachzumelden. Ohne große Ambitionen hinsichtlich Zeit oder Platzierung wollte ich mal sehen, was denn so ging. Angehen wollte ich einen Schnitt von etwa 4:15 Min. Die Strecke kannte ich ja bereits sehr gut aus den vergangenen Jahren. Nur die erwartete Hitze riet mir eigentlich von einem Start ab. War das nicht kompletter Unsinn bzw. gesundheitlicher Leichtsinn, den ich hier beging?
Der Wetterbericht sollte sich bewahrheiten. Denn schon jetzt zu dieser frühen Uhrzeit war es recht schwül und nach wenigen Metern lief der Schweiß.Vom Start weg setzte sich zunächst Kai-Uwe Bodenstein vom TSV Rönsahl recht zügig ab. Er hatte aus Krankheitsgründen den eigentlich geplanten Bonn-Marathon absagen müssen und lief den Menden-Marathon als Ausgleich. Ich lief mit Burkhard und Manfred im 4:15er Schnitt einige hundert Meter dahinter. Wir waren uns einig, dass am heutigen Tag aufgrund der immer höher werdenden Temperaturen wohl keine Bestzeiten gelaufen werden konnten und wunderten uns über das recht schnelle Anfangstempo von Kai-Uwe. Andere sehr schnelle Läufer waren heute anscheinend nicht am Start. Oder man entschied sich halt heute einen eher ruhigen Marathon zu bestreiten. Noch lief es recht flüssig, noch gab es etwas Schatten durch die Häuser in der Innenstadt. Wir unterhielten uns über vergangene Rennen und die Vorbereitung auf das heutige Rennen. Asterix und Obelix als Film oder Döner waren z.B. Alternativen zu meiner abendlichen Vorbereitung gewesen.
Der (Mann mit dem) Hammer sollte kommen. Ab km 24 musste ich auf 4:30er Schnitt drosseln, ab km 28 auf 4:40 Min. Manfred zog an mir vorbei. Er hatte auf einmal wieder Kraft und sollte im Ziel als Zweiter sogar ungefähr die gleiche Endzeit wie bei besseren Bedingungen im Vorjahr erreichen. Wir befanden uns wieder mitten in den Schwittener Kornfeldern und ich fühlte mich wie im Death Valley. Das Monster-Mobil schien zu kochen. Der Geist wollte, der Motor aber wurde schwächer. Schwül-warm mochte ich es bei Rennen noch nie. Erinnerungen an die elenden 30 km von Wesseling im letzten Jahr kamen auf. Doch dies hier waren ja noch einige Kilometer mehr. Hilfe! Nur gesund nach Hause. Langsam und sicher mit angezogener Handbremse. Peter Haarmann war inzwischen an mir vorbei und Kai-Uwe Bodenstein, der ebenfalls erhebliche Probleme hatte und an den ich trotz eines Schnitts von inzwischen über 4:50 Min. heran gelaufen war, hatte sich wieder einige hundert Meter von mir abgesetzt. Bei km 33 musste ich das erste Mal gehen. Was für eine Tortour? Was machte ich hier eigentlich? Wo waren Schatten, Wind, Erfrischungen? Stattdessen Sonne, Hitze, Felder und sich abkämpfende Marathoni. Das Ziel war noch weit weg. Aufgeben und dann die restlichen Kilometer einfach Richtung Ziel gehen? Keine Monsterlösung! Nicht weiter nachdenken, konzentrieren, kämpfen und durch die heiße Hölle gehen (oder besser laufen)!
Vielleicht laufen ja im nächsten Jahr mal ein paar Laufmonster mit und spielen dann evt. auch in der Mannschaftswertung eine gewichtige Rolle. Die Veranstaltung hat es verdient. Dann aber hoffentlich bei kühleren Temperaturen. Warum nicht bei Fritz Walter-Wetter? Manche mögens heiß, but not me! Nähere Infos und Bilder: www.marathonclubmenden.net oder www.runnersworld.de, siehe www.runnersworld.de/marathon/26_auflage_/menden_marathon_ Zur Bewertung auf www.laufkritiken.de: http://www.laufkritiken.de/component/content/article/78-postleitzahlengebiet-5/107-menden-marathon Einen schönen Bericht gibt es außerdem auf www.marathon4you.de Fotos: Start: (c) Thomas Wenning/Runner´s World/privat |
Kommentar von Guido
Datum: 13. Juni 2010 - 00:27 Uhr
Harald, Du Vielläufer. Einfach mal so aus dem Stand einen Marathon laufen, weil man samstgs meint, sonntags nichts besseres vorzuhaben? Hut ab! Laufmonster eben!
Die Urkunden aus Wesseling habe ich eingesackt, ebenfalls von Kay & Kai. Bringe ich mit nach Weiß.
LG Guido
Kommentar von Runningwilli
Datum: 9. Juni 2010 - 21:01 Uhr
Wow, das war ja eine Großtat von dir. Nicht nur der Bericht ist toll sondern vor allem dein Rennen. Es ist ein interessanter Erfahrungsbericht wo man echt lernen kann. Danke dafür. Ich habe dich auch gleich bei mir verlinkt:
www.runningwilli.com/training/sport-in-der-hitze-sonne/
Lg
Willi
Kommentar von Daniel F.
Datum: 9. Juni 2010 - 14:23 Uhr
echt krass. ich bin am WE nur 1:30h durch den Wald gerannt und hab danach Wasser gesoffen wie ein Pferd.
aber ein Marathon bei der Hitze und dann auch noch in einem so kleinen Feld ist echt eine Monster-Sache
Kommentar von Manfred
Datum: 9. Juni 2010 - 11:44 Uhr
Hallo Harald, herzlichen Glückwunsch zu einer Superzeit bei den Bedingungen. Als vierter und erster in der AK was willst Du noch mehr? Gute Erholung. Sehen wir uns am Mittwoch am Aachener Weiher?
Bis bald Manfred
Kommentar von Frank C
Datum: 9. Juni 2010 - 11:38 Uhr
Und der liebe Daniel kommt zu einem Trainingslauf im 4:30er Schnitt.?
Frank C.
Kommentar von Frank C
Datum: 9. Juni 2010 - 11:36 Uhr
Glückwunsch Harald, ich will auch einen Pokal. Nächstes Jahr in der Mannschaft? Gute Idee. Bis heute Abend.
Frank C.
Kommentar von Daniel K.
Datum: 9. Juni 2010 - 11:34 Uhr
Puh… da kommt man ja glatt schon beim Lesen dieses tollen Berichts ins Schwitzen! Du machst Sachen… Naja, zum Glück bist du gesund angekommen und dann noch mit einer so guten Zeit… Glückwunsch Harry! Wiedermal ein monstermässiges Ergebnis!!
VG mit einer frischen Brise von der Ostsee..
Daniel
Erhol dich gut!!











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